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RENTENANGST

DL – Tagesticker 06.02.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 6. Februar 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Terroranschläge ganz ohne Mithilfe des Bundesverfassungsschutz   – . –  2.) Frankreich im Wahlkampf – Kindisch und gefährlich  – . –  3.) Erst Lobbyistin, dann Kontrolleurin   – . –  4.) Weltordnung – Aus der Zeit gefallen   – . –    5.) Einst in Ahlen – ohne Merz  – . –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung. 

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  Ach wie gut das jeder weiß, wer die Rumpelbude heizt? Nicht jedem wurde die Möglichkeit geboten, sich ihre Spartenführer in den Behörden selber auszusuchen. Schaut der Gesellschaft in Zukunft öfters in die Augen, anstatt in eurer blinden Behördennaivität, auf das kritisierende Maul des Volk zu schlagen. Ein nichts wissender Untergebener durfte noch nie klüger sein, als selbst der Dümmste Vorgesetzte.

Hinweise aus dem Ausland durchkreuzten fast jeden zweiten Anschlagsplan

1.) Terroranschläge ganz ohne Mithilfe des Bundesverfassungsschutz

In den vergangenen zehn Jahren konnten einige geplante Terroranschläge verhindert werden. Eine wichtige Rolle spielten dabei Hinweise aus dem Ausland. Deutschen Sicherheitsbehörden fehlen laut der CDU oft ausreichende Befugnisse für eine effektive Gefahrenabwehr. Ohne Hinweise ausländischer Partner wären etliche geplante Terroranschläge der vergangenen Jahre in Deutschland womöglich nicht verhindert worden. Nach Angaben der Bundesregierung wurden seit 2011 durch die Sicherheitsbehörden in Deutschland insgesamt 13 Anschläge vereitelt, drei weitere Anschlage scheiterten aus technischen Gründen. „In sechs dieser Fälle waren Erkenntnisse von ausländischen Nachrichtendiensten und Sicherheitsbehörden von wesentlicher Bedeutung für die Verhinderung“, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des CDU-Abgeordneten Christoph de Vries. Die aus dem Ausland übermittelten Erkenntnisse seien entweder erst der Auslöser für Ermittlungen gewesen oder hätten zumindest einen „herausragenden Beitrag“ geleistet, schreibt das Bundesinnenministerium in der Antwort, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Welt-online

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Ob nun Rechts- oder Links-Radikal ist doch egal ! Warum bleibt Radikal nicht einfache Radikal? Weil es den Spinner-Innen der beiden Flügel nicht gefällt? Die größten Krawallos werden immer noch von den Regierungen als Söldner in Uniformen geschickt, da die die selbsternannten Machthaber keine anderen Meinungen anhören wollen. Ganz egal ob in einer Demokratie oder Demokratur!

Zemmour wurde wegen rassistischer Hetze verurteilt und Marine Le Pen gibt sich nun bürgernah

2.) Frankreich im Wahlkampf – Kindisch und gefährlich

Frankreichs rechtsradikale Präsidentschaftskandidaten haben einander den Kampf erklärt und agieren wie in einer Seifenoper. Die Popularität ihrer Ideen leidet darunter nicht. Nur weil etwas kindisch wirkt, ist es nicht harmlos. Seit Ende Januar tragen die französischen Präsidentschaftskandidaten Éric Zemmour und Marine Le Pen öffentlich einen Schaukampf aus, der eher an eine TV-Seifenoper erinnert denn an Politik. Doch an der Tatsache, dass beide weiterhin rechtsextreme Ideen vertreten, ändert das nichts. Und auch nicht daran, dass beide Kandidaten zusammengerechnet in den Umfragen auf knapp 30 Prozent Zustimmung kommen. Einen solchen Wert hat Marine Le Pen alleine nie erreicht. Aus strategischer Sicht mag die interessante Frage lauten: Werden Le Pen und Zemmour einander die Stimmen streitig machen? Sie könnten sich gegenseitig am Einzug in die Stichwahl hindern, in der in Frankreich am 24. April darüber entschieden wird, wer der nächste Präsident oder die nächste Präsidentin wird. Betrachtet man eine Wahl weniger wie ein Strategiespiel, dann stellt sich eine andere Frage: Wie kann es sein, dass in Frankreich Platz für zwei rechtsextreme Kandidaten ist?

Süddeutsche-Zeitung-online

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Hat sich die Politik nicht schon immer seine „Schmankerln“ selber ausgesucht ? Anders hätte ein Nestle Lobbyistin wie die Klöckner-in nie Ministerin werden können. Wobei ein neuer Minister für gewöhnlich immer Nachahmer der Vorgängerin ist ? Es braucht zum Hände waschen immer Derer zwei.

Aufsicht über Antibiotikaresistenzen

3.) Erst Lobbyistin, dann Kontrolleurin

Eine Wissenschaftlerin des Geflügelhalterverbands ist zum Bundesamt für Verbraucherschutz gewechselt. Umweltverbände sind empört. Eine für Antibiotikaresistenzen zuständige Referatsleiterin des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat unmittelbar zuvor als Lobbyistin für die Agrarindustrie gearbeitet. Die Veterinärmedizinerin hatte nach Angaben in Karrierenetzwerken vor ihrem Wechsel im Mai 2021 viereinhalb Jahre das Referat Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit im Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft geleitet. Diese Organisation vertritt auch Geflügelkonzerne wie Wiesenhof. Die Geflügelwirt­schaft hat strengere Regeln für den Antibiotikaeinsatz abgelehnt. Der Verband hat mehrfach strengere Regeln gegen den routinemäßigen Einsatz von für die Humanmedizin besonders wichtigen Reserveantibiotika in der Tierhaltung abgelehnt, obwohl diese Praxis zu Resistenzen von Krankheitserregern gegen diese Medikamente beiträgt. In Deutschland sterben laut einer von der EU finanzierten Studie jährlich etwa 2.400 Personen, weil sie sich mit einem resistenten Keim infiziert haben. Dennoch werden die Präparate immer wieder zum Beispiel 40.000 Hühnern ins Wasser gemischt, obwohl nur einzelne Tiere erkrankt sind – weil es zu aufwändig wäre, die kranken Tiere vom Rest der Herde zu trennen und zu behandeln. Im September 2020 war die damalige Mitarbeiterin der Geflügelhalterorganisation als Rednerin zum Thema „Tierwohl, Tiergesundheit, Branchenkommunikation – aktuelle Themen aus Sicht des Zentralverbandes“ bei einer Fachtagung in Sachsen angekündigt. Beim BVL ist sie nun der Behörde zufolge als Chefin des Referats Arzneimittelresistenzen „für alle Aufgaben“ in diesem Bereich zuständig.

TAZ-online

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Solcher Art von Änderungen wurden von den politischen Kohorten erst immer nach dem darauf meist folgenden Kriegen bemerkt, da die Denkfaulheit bei manchen Jobgruppierungen erst festgestellt wird, wenn die Schmerzgrenzen die persönliche Zumutbarkeit übersteigt. Und wie gesagt, das kann dauern und dauern und für gewöhnlich gehen Politiker-Innen zuvor in Rente.

Das amerikanische Jahrhundert ist vorbei. Berlin und Paris sollten überholtem Lagerdenken entsagen

4.) Weltordnung – Aus der Zeit gefallen

Man muss den ukrainischen Botschafter nur oft genug im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auftreten lassen, damit er der deutschen Regierung sagt, was sie zu tun hat. Das hinterlässt Wirkung. Erst fällt Andrij Melnyk aus der Rolle eines Diplomaten, als er erklärt, die Demission von Marinechef Kay-Achim Schönbach (nach dessen realistischem Befund zum Ukraine-Konflikt) könne nicht alles gewesen sein. Dann darf er insistieren, dass deutsche Waffen seinem Land zur Verfügung gestellt gehörten. Was die Regierung Olaf Scholz – bar jeder Souveränität, sich diese Einlassungen zu verbitten – zu einem Akt skurriler Symbolik treibt. Sie schickt 5.000 Schutzhelme. Mit oder ohne deutsche Hoheitszeichen? Man sollte Melnyk fragen: Was hält er für geboten, wenn Deutschland in der Ukraine Flagge zeigt und außenpolitische Selbstbestimmung aufgibt? Toter Punkt Afghanistan. Warum tut sich eine EU-Führungsmacht das an? Hat es die bei vielen Gelegenheiten reklamierte Modernität der jetzigen Bundesregierung verdient, durch überholtes Lagerdenken vereinnahmt zu sein, anstatt eine sich wandelnde multipolare Welt zu reflektieren? Galt das 20. als „amerikanisches Jahrhundert“, ist es im 21. damit unwiderruflich vorbei, wie der Afghanistan-Exit der USA eindrucksvoll offenbart hat. Zwei Jahrzehnte Besatzung hatten einen „toten Punkt“ erreicht. Als im Oktober 2001 gegen Kabul interveniert wurde, geschah das in der Absicht, einen Systemexport in die Wege zu leiten. Entscheidend war jedoch, dass es für die USA nach 9/11, als sie auf eigenem Territorium verwundbar waren, auf den Nachweis ankam, nun erst recht globale Macht ausspielen zu können. Der dafür fällige Preis stieg, je länger die Präsenz in Afghanistan aufrechterhalten blieb, um an der Schimäre des gelingenden Systemtransfers festzuhalten.

Der Freitag-online

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Joachim-Friedrich Martin Josef Merz (* 11. November 1955 in Brilon)! Da hatte er wohl schon vor seiner Geburt einige Weihrauchschwenkungen über sich ergehen lassen müssen. Lange Zeit bevor er von seiner späteren Zieh-Mutti entweiht und als allzu völkisch? abserviert wurde? Nun kommt er als Millionär zurück, um die alte Vase neu umzupflanzen, noch bevor sie endgültig auf den Müll der Geschichte landet?

Über den Neuanfang der CDU mit Friedrich Merz

5.) Einst in Ahlen – ohne Merz

Ob bei der Klausur der CSU-Bundestagsabgeordneten der Ortsname Ahlen eine Rolle spielte, wurde nicht mitgeteilt. Sinnvoll wäre es gewesen. Denn auf dieser Klausur war der neue CDU-Chef Friedrich Merz zu Gast, der erstens eine Phase der Gemeinsamkeit mit den bayerischen Parteifreunden einläuten und zweitens die Union zu alter Stärke führen will. Was von Merz zu erwarten ist, steht im Gegensatz zu manchem, was vor genau 75 Jahren, am 3. Februar 1947, im Ahlener Programm der CDU formuliert wurde. Das kapitalistische Wirtschaftssystem sei den Lebensinteressen des Volkes nicht gerecht geworden, hieß es da auch angesichts der ungeheueren Verheerungen des Zweiten Weltkriegs. Mancher hielt das damals schon für sozialistisch. Seitdem vergingen etliche Jahrzehnte, und der Kapitalismus blieb für die Union immer alternativlos.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

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Unten     —   Merz als Kandidat im Europawahlkampf (1989)

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