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RENTENANGST

DL – Tagesticker 05.11.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 5. November 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Die Bürger-Innen dieses Landes hätten sich doch wahrlich eine bessere Klatschbude, im Sinne des Wortes verdient, als das was sich in Berlin als Volksverräter niedergelassen hat. Wir brauchten eine komplette Veränderung des System in dem die Forderung nach Direktwahlen, samt Abschaffung der Parteien ganz oben an stehen müsste. Denn in allen dieser Aufzählungen stehen die Türen zu Manipulationen weit offen. Die Clans der Lobbyisten-Innen verschwänden dann vielleicht aus der Politik, da es an entsprechenden Verbindungen mangeln könnte.

Wachsende Verzweiflung und ein leises Wow

1.) Fünf vor acht / UN-Klimakonferenz

Die Regierungen dieser Welt sind bisher nicht in der Lage, die Menschheit vor der Klimakatastrophe zu schützen – das zeigt sich auch in Glasgow. Hoffnung machen andere. Auf Klimakonferenzen schwanke ich regelmäßig zwischen zwei Gefühlen: zwischen wachsender Verzweiflung und verzweifelter Hoffnung. Was für ein Scheiß: Der Satz geht mir nach jeder zweiten Rede eines Regierungschefs durch den Kopf. Immer wieder aber auch ein leises Wow (dazu später mehr). Auch in dieser Woche überwiegt mal das eine und mal das andere. Denn auch diese 26. Weltklimakonferenz, die sogenannte COP26 in Glasgow, ist beides: entsetzlich und ermutigend (ja, wirklich). Zum Ersten, dem Entsetzen. Klar ist: Es reicht nicht. Was die Regierungen bisher auf dieser 26. Weltklimakonferenz an CO₂-Einsparung versprochen haben, ist immer noch viel zu wenig. Gerade hat das Global Carbon Project nachgerechnet. Demnach werden die weltweiten CO₂-Emissionen im Jahr 2021 sicher wieder annähernd das Niveau von vor der Covid-19-Pandemie erreichen. Und es kann noch schlimmer kommen: Sollten sich die diesjährigen Trends fortsetzen, sei ein „weiterer Anstieg der Emissionen im Jahr 2022 nicht auszuschließen“, vor allem, wenn der Straßenverkehr und der Luftverkehr auf ihr vorheriges Niveau zurückkehren. Deswegen lautet die Temperaturprognose: Ohne dramatisches Umsteuern, ohne dass schnell viele Länder ihren Ausstoß von Klimagasen deutlich stärker reduzieren als in Glasgow angekündigt, wird sich die Atmosphäre auf weit über zwei Grad aufwärmen. Zwei Grad ist ein Todesurteil.

Zeit-online

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Vielleicht wurde diese Idee aber schon in einen Gespräch zwischen Junker und Merkel ausbaldowert um nun auf Umwegen publik gemacht zu werden? Aber seien wir doch einmal ehrlich. Gab es diese Vergötterung „unserer Helden“ nicht schon auf allen Friedhöfen zu besichtigen,  auf welchen die Mörder auch heute noch ihre Loblieder über Kaiser, Könige und Hitler, als Räuber-Helden lange vergessener Zeiten lautlos anstimmen ?

Stolpersteine für Wehrmachtssoldaten

2.) Umstrittenes Gedenken

Es war eine gute Idee, allerdings von Anbeginn an auch eine umstrittene: Die Verlegung von Stolpersteinen in den Bürgersteigen vor den Häusern von Opfern des Nationalsozialismus. Nun hat sich der Künstler Gunter Demnig übertölpeln lassen. Er verlegte Steine für Wehrmachtssoldaten. Am Ende einer langen Kaskade von Falschentscheidungen weiß man oft nicht mehr, wer als erstes falsch abgebogen ist. So ist das nun auch mit der umstrittenen Verlegung von Stolpersteinen in der luxemburgischen Gemeinde Junglinster, die das europäische Projekt wohl für immer diskreditiert hat. Erstmals erhielten Wehrmachtssoldaten einen Stein. Verantwortlich dafür sind der Bürgermeister von Junglinster, Romain Reitz, und der luxemburgische Bildungsminister Claude Meisch, der seit 2019 über die Aktion Bescheid wusste, ein entsprechendes Schulprojekt aber nicht auf eine vernünftige Bahn setzte. Am 12. Oktober war es soweit: Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums begleiteten eine Verlegung von 15 Stolpersteinen im luxemburgischen Junglinster. Vier waren davon für Juden, die deportiert wurden, als das Großherzogtum von Deutschland besetzt war. Ein Stein war für einen Luxemburger, der sich der Einziehung in die Wehrmacht entzog. Doch zehn andere Stolpersteine erinnern an junge Luxemburger, die in der Wehrmacht kämpften und in diesem Zusammenhang zu Tode kamen. Die Wehrmacht war eine Täterorganisation. Sie beteiligte sich an der Ermordung von Juden. Die Luxemburger wurden zwangsweise in die Wehrmacht berufen, genauso wie die meisten Deutschen. Denn Nazi-Deutschland betrachtete Luxemburger als eigene Landsleute und stellte sie mit den Deutschen gleich. Luxemburger bekamen den gleichen Sold, hatten gleiche Rechte und gleiche Aufstiegschancen. Ihre Rekrutierung war trotzdem ein Kriegsverbrechen, ein Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung aus dem Jahr 1907. Die Definition des Opfers.

Cicero-online

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Ist es nicht schon äußerst Auffällig wenn in einer Partei immer nur von ihren Pin-Up Girls geredet wird?  Früher hingen die Fotos noch in den Spinden am Arbeitsplatz und stimulierten zu einen mehr an Überstunden. Heute könnten diese Dämchen doch talk-täglich live im Fernsehen auftreten, wenn sie denn dann auch noch manchmal im Jahr ihren Platz als Volks-trerin eingenommen haben und keine Bücher schreiben. Aber der Ernst will auch auf einen Rechten Papier seinen Platz finden: „Sind wir alten Greise nicht immer noch die besten Influencer zum füllen des Papier?“ Aber Dämchen werden ja auch nicht wegen ihres Fleißes, sondern ihres Dumm- dreisten Gelabers abgelichtet.

Die Linkspartei braucht populistische So­zi­al­ar­bei­te­r-In­nen

3.) Der Postprolet

Während in Deutschland wieder eine Woche mit banalen, eigentlich katastrophalen, doch bereits angewöhnten und deshalb nicht weiter störenden Meldungen zu Ende geht, sucht eine linke Partei nach der reinen Lehre. Eine Studie zeigt, dass arme Menschen früher pflegebedürftig werden. Ein Viertel der Haushalte, die hierzulande zur Miete wohnen, gilt als armutsgefährdet, lautet eine andere Meldung. Die bekannteste Linkspolitikern Sahra Wagenknecht sagt im Neuen Deutschland: „Wenn Funktionsträger nur noch in ihrer Blase kommunizieren, verlieren wir den Kontakt zu Mittel- und Geringverdienern, die sich eben mehr darum sorgen, ob am Monatsende noch Geld auf dem Konto ist, als darum, wie das Klima in 100 Jahren aussieht.“ Abgesehen von der wenig geistreichen, einander ausschließenden Gegenüberstellung von sozialer Gerechtigkeit und Klimaschutz, mit der Wagenknecht wie mit anderen kruden Thesen verzweifelt im Meer regressiver Impulse fischt, kann man feststellen: Wagenknecht hat recht. Sie hat recht, weil die Linkspartei nach der verheerenden Wahlniederlage einfach weitermacht wie bisher: Die Fraktionsspitze bleibt die gleiche. In einem Strategiepapier fordert sie eine Rückbesinnung auf die soziale Frage. Auch Wagenknecht verweist gerne auf die einfachen Leute™. Diese Verweise aber holen sie und ihre Ge­nos­s:in­nen nicht aus ihrer Blase raus. Denn was ist dieses Auftreten anderes als ein Leben in der Blase? Über Migration und Antirassismus steht im Strategiepapier übrigens nichts. Die verantwortlichen Linken-Politiker:innen vermögen es wie sonst kaum jemand, diese Themen von der sozialen Frage abzuspalten – und sind damit komplett realitätsfern. Wer braucht so eine Partei noch?

TAZ-online

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Seht auf die „Fratze“ der Scheinheiligkeit welche sich hinter dieser Statistik verbirgt. Vielleicht fühlt er sich ja, wie im Gerichtssaal sitzend, Unschuldig und den Politiker-Innen auf den Leim gegangen? Aber keine Sorge er wird nach der „Pandemie“ zu den Reichen gezählt werden. Gleichwohl wie viele andere Politiker an verantwortlichen Stellen der Masken-Auftrags-Verschiebereien.

Und wieder ist sie da, die Schuldfrage

4.) Corona-Pandemie

Es gibt genug Intensivbetten – woran es nach wie vor fehlt, ist Personal. Dass aber gerade Pflegende ins Visier der aufflammenden Impfpflichtdebatte geraten, passt der Politik gut in den Kram. Nächstes Jahr wird alles besser. Nächstes Jahr gibt es einen Impfstoff. Und: nächstes Jahr kein Chaos mehr. So und ähnlich lauteten die Botschaften im vergangenen Herbst, als die Inzidenzzahlen nach der Urlaubssaison wieder rasant stiegen, die Intensivbetten knapper wurden und das lange Sterben in den Heimen begann. Nun ist der lang ersehnte Stoff da, zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung sind durchgeimpft, ein relativ entspannter Sommer liegt hinter uns. Und dennoch überflügeln die Infektionszahlen die des Herbstes 2020, in den Heimen wird wieder gestorben, in einer Seniorenresidenz am brandenburgischen Werbellinsee sind es bereits elf Bewohner:innen. Dort waren die Schuldigen auch bald gefunden, jene 50 Prozent der Mitarbeitenden nämlich, die sich nicht hatten impfen lassen. Und wieder ist sie da, die Schulddebatte. Konnten Ungeimpfte bis in den Sommer hinein noch auf Impfstoffmangel und Chaos in den Impfzentren verweisen, sind sie nun in Erklärungsnot – wie kürzlich Sahra Wagenknecht in der Talkshow von Anne Will, als sie öffentlich an die Wand geredet wurde, weil sie noch nicht geimpft ist. Nein, es gibt (noch) keine Impfpflicht in Deutschland, aber das Verständnis für diejenigen, die die Nadel meiden, ist mit der sommerlichen Sonne geschwunden. Wo vor Monaten noch Appelle verbreitet wurden, werden nun immer deutlichere Drohkulissen aufgebaut. Fast die Hälfte der Bundesländer hat „als Beitrag zur Normalisierung des Lebens“ schon begonnen, die 2G-Regel einzuführen, nach der nur noch Geimpfte und Genesene an bestimmten Veranstaltungen teilnehmen oder Einrichtungen besuchen dürfen, ohne Maske und Abstand.

Der Freitag-online

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Ja nun wie könnte es auch anders sein, wenn sich immer die gleichen verwaschenen Socken zusammenfinden, welche auch im normalen Alltag nur des Geldes ihre Mäuler öffnen zum Absondern von Sprechblasen. Aber in der Politik war doch der Schein immer wichtiger als das Sein. Und Zivilisten-Innen zahlen immer den höchsten Preis.

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Tödlicher Einsatz für Umweltschutz und Menschenrechte

5.) Eine Tödliche Dunkelziffer bei Aktivist-Innen

Hunderte Menschen werden jährlich ermordet, weil sie sich ökologisch und sozial engagieren. Die Öffentlichkeit nimmt davon kaum Notiz. Signale, die Hoffnung machen, gibt es kaum. Noch bevor am Sonntag der 26. Klimagipfel der Vereinten Nationen in Glasgow beginnt, herrscht kein Zweifel, dass die angepeilten Ziele längst verfehlt sind. Die Treibhausgasemissionen steigen weiter, mit ihnen die Erdtemperatur, das 1,5-Grad-Ziel ist aus der Welt gefallen. Und schon tönen wieder die uneinsichtigen Fossil-Fans aus ihren abenteuerlichen Abseitspositionen, um das Heil in der Atomkraft zu verkünden. All die, welche den Glauben an Kohle, Erdgas, Öl nie aufgegeben haben, sehen sich im Aufwind, denn niedrige Energiepreise erscheinen ihnen wichtiger als eine menschenfreundliche Zukunft. Umso widersinniger erscheint dieser Klimagipfel, zumal die am stärksten vom Klimawandel Betroffenen, die armen Staaten der Erde, und viele, die sich für den Klimaschutz engagieren, in einem Mix aus Corona-Reisebeschränkungen, mangelnden Hotelkapazitäten, finanziellen Engpässen und fehlender Solidarität der Industrienationen gar nicht erst anreisen, geschweige denn teilnehmen können. Einsätze für Umwelt und Menschenrechte enden allzu oft mit Mord.

FR-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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Unten          —      Karikatur von Gerhard Mester zum Thema Klimawandel und Kohleverbrennung: – Totschlagargument Arbeitsplätze (Stichworte: Globus, Erde, Klima, Kohle, Energie, Umwelt)

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