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DL – Tagesticker 05.08.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 5. August 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Kanadische Regierung verteidigt Turbinen-Lieferung  – . –  2.) Habeck war stolz auf Katar-Deal  – . –  3.) Vor Wölfen wird gewarnt – . –  4.) Gashändler und Reizfigur  – . –  5.) „Weniger Drag Queens, mehr Chuck Norris“  – . –  DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Wer hat denn wohl bei dem Lob von Politikern, auf die Laufqualität der Turbine, den Influencer gespielt ? Das Technische Wissen von Bürokaten, welche ansonsten schon Schwierigkeiten zeigen, sich den Ausführungen ihrer bezahlten Experten geistig anzuschließen?

In Ottawa zeigt man sich verwundert. Ein Verbot der Ausfuhr der für die Gaspipeline Nord Stream 1 erforderlichen Turbine sei wegen der deutschen Abhängigkeit von russischem Gas schlichtweg „nicht durchführbar“ gewesen.

1.) Kanadische Regierung verteidigt Turbinen-Lieferung

Die kanadische Regierung hat die Lieferung der in Kanada gewarteten Turbine für die Gaspipeline Nord Stream 1 nach Deutschland vor einem Parlamentsausschuss verteidigt. Bei einer einberufenen Sitzung des Auswärtigen Ausschusses betonten Außenministerin Mélanie Joly und der Minister für natürliche Ressourcen, Jonathan Wilkinson, dass sie damit den Zusammenhalt mit den Verbündeten in Deutschland und Europa aufrechterhalten hätten. Die Regierung war wegen der Übergabe des Aggregats unter Druck geraten. „Ich kann die große Besorgnis seitens der Deutschen – aber auch seitens der Europäischen Union in Bezug auf die möglichen Auswirkungen, die damit verbunden wären, wenn sie praktisch keinen Zugang zu Erdgas haben – nicht überbetonen“, sagte Wilkinson. Ein Verbot der Ausfuhr der Turbine sei im Lichte der deutschen Abhängigkeit von russischem Gas „nicht durchführbar“ gewesen. Hintergrund ist die Lieferung der Turbine von Siemens Energy für die Gaspipeline Nord Stream 1, die in Kanada gewartet wurde. Seit Juni hat Russland die Gaslieferungen über Nord Stream 1 zurückgefahren. Der Energiekonzern Gazprom begründete dies mit der fehlenden Turbine, die aber Mitte Juli wieder ausgeliefert wurde. Auf dem Weg nach Russland ist sie nun aber in Mülheim an der Ruhr zwischengelagert, weil Gazprom das Fehlen von nötigen Dokumenten und Informationen zur Reparatur bemängelt. Siemens Energy weist die Vorwürfe zurück.

FAZ-online

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Aus dem Leben von Partei-Mitglieder-Innen. Wer sich selber „Klein“ macht, verspielt damit alle Möglichkeiten einmal zu den Großen gezählt zu werden ! So genau funktioniert das Leben im Berliner Käfig unter den politischen Raubtieren. 

Jetzt steht er vor den Scherben seiner Gas-Reise. Russland lässt nur noch 20 Prozent der Gasmenge durch die Pipeline Nord Stream 1 fließen. Ausgerechnet jetzt stellt sich heraus, dass eine Alternative, um die sich der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck für diesen Fall gekümmert hatte, wegfällt: Katar liefert doch kein Gas. Und jetzt?

2.) Habeck war stolz auf Katar-Deal

Für Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) war die Reise an den Persischen Golf im März ein enorm medienwirksamer Moment. Nach dem Treffen mit dem Emir von Katar nahm er eine Videobotschaft auf, in der offen über sein Unbehagen sprach: „In der Ukraine sterben die Menschen und hier – seht ihr ja – wie die Skyline ist“, sagte Habeck mit zugekniffenen Augen damals in die Kamera. Am Ende habe sich der Trip aber gelohnt. „Die gute Nachricht“, so Habeck damals stolz, sei, dass Katar bereit sei, kurzfristig mehr Gas nach Deutschland zu liefern. Ausgerechnet jetzt, wo Russland die Gaslieferungen durch Nord Stream 1 weiter gedrosselt hat und Deutschland mehr und mehr in eine nie dagewesene Energiekrise rutscht, stellt sich heraus, dass Habecks Gas-Deal mit Katar geplatzt ist. Nachdem FOCUS online in einer Recherche bereits offenlegte, dass die Unternehmen bislang keine Verträge zu Gaslieferungen mit Katar abgeschlossen haben, gesteht der Wirtschaftsminister am Wochenende in der „BILD am Sonntag“ ein: „Die Kataris haben sich entschieden, kein gutes Angebot zu machen.“ Die Unternehmen, mit denen er damals vor Ort gewesen sei, hätten sich im Moment woanders Gas besorgt, so Habeck. Wie konnte das passieren?

Focus-online

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Sollten die Maßstäbe nicht für alle gleich gelten, wenn sie sich, aus der Journalistischen  Freiheit kommend, politisch nach den Parteien Katalogisieren lassen? Wer sich einmal in Räten festsitzt, lässt wird nie wieder frei denken können. Ihr Leben gleicht fortan, dem Dasein unter einer Uniform. (Staatl. Zwangsjacke). Ein Jeder welcher sich gerufen fühlt, sollte sich auch als Papst bekennen! 

Sprachkritiker Schneider gegen Gendern. Der ehemalige Journalist und „Sprachpapst“ Wolf Schneider mokiert sich übers Gendern. Dabei hat er nichts verstanden, findet unser Autor.

3.) Vor Wölfen wird gewarnt

Vor Wölfen wird gewarnt. Also jetzt nicht vor den possierlichen Tierchen, die dafür sorgen, dass sich in Brandenburg überhaupt mal wieder wer oder was bewegt. Nein, Vorsicht ist vor den menschlichen Wölfen geboten. Besonders, wenn sie was mit Medien machen. Erst war da Prälat Wolf beim Rundfunkrat der Bayern mit seiner Verstrickung in den Missbrauchsskandal der katholischen Kirche. Dann kam der Messe-Wolf im RBB-Verwaltungsrat daher, der knietief im Compliance-Sumpf beim Hauptstadtsender steckt. Und jetzt haben wir einen alten weißen Wolf aus Starnberg am See, zu dem viele Jour­na­lis­t*in­nen früher mal aufgeschaut haben. „Deutsch für Profis“ heißt seit 1982 ein Klassiker der Journalismus-Ausbildung und verspricht „Wege zu gutem Stil“. Geschrieben hat das Buch Wolf Schneider. Der war gefühlte Ewigkeiten selbst Journalist bei Stern und Welt und dann mindestens genauso lange Leiter der „Hach, darf die noch so heißen“-Schule in Hamburg. Apropos, hallo Stern! Was ist denn jetzt mit Henri Nannen, nach dem die bekannteste Jour­na­lis­t-In­nen­schu­le der Republik benannt ist? Verhinderer gesellschaftlicher Entwicklung.

TAZ-online

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Wer einmal aus der Gosse kam und dann sein Leben ganz vergaß. Wer hätte denn als Kind gefragt nach seiner Zukunft je angegeben Berufspolitiker, oder auch Kanzler-in werden zu wollen? Es gibt nicht viele Säuglinge welche einmal vom Wickeltisch gefallen sind. Zur Arroganz oder Überheblichkeit wird Kind erzogen und ein solches Verhalten kann niemand lernen.

Über den Umgang mit Gerhard Schröder. Es gibt gute Gründe, Gerhard Schröder ob seiner Haltung zu Wladimir Putin unsympathisch zu finden. Die reflexhaften Reaktionen auf den Altkanzler sollten uns allerdings genauso zu denken geben

4.) Gashändler und Reizfigur

Gerhard Schröder – Beruf: Gashändler – war in Moskau und hat mit Wladimir Putin gesprochen. Dem Stern hat er anschließend erzählt, was er dort gemacht hat und was er so denkt zu Wladimir Putins verbrecherischem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Den er übrigens in wahrhaft unangemessener Untertreibung mit keinem härteren Wort belegen will als „Fehler“. Und wie zu erwarten, erntet der Mann mit dem SPD-Ausschlussverfahren am Hals parteiübergreifend Kritik und Empörung. Es gibt sehr gute Gründe, das Verhalten und die Äußerungen des ehemaligen Bundeskanzlers unsympathisch zu finden. Es gibt auch gute Gründe, Schröders Gesamtbeurteilung der Lage zu widersprechen. „Die gute Nachricht heißt: Der Kreml will eine Verhandlungslösung“, sagt er, und wer da ein bisschen viel Vertrauen in den Friedenswillen des Völkerrechts-Verächters Wladimir Putin herausliest, muss noch lange kein „Kriegstreiber“ sein. So weit ist nichts einzuwenden gegen die kritische Auseinandersetzung mit dem Kanzler a.D. Wenn es denn eine Auseinandersetzung wäre. Genau die aber findet gerade nicht statt. Es jagen sich die Vorwürfe, er mache sich zum willigen Sprachrohr Putins, sei sowieso nur am eigenen Wohlergehen als Gaslobbyist interessiert und wolle Putin gerade mal so die Ostukraine überlassen.

Der Freitag-online

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Woher kommt er, wer hat ihn erst richtig groß werden lassen und auf diese Öffentlichkeits-Aufmerksamkeit  vorbereitet: „Einzig die EU welche seine Trainings-Spielwiese ist und war.“  Wäre denn der Liberalismus, um nur die letzten Führer-Innen einmal Namentlich zu erwähnen wie Scholz, Merkel, Schröder oder Kohl unter derer wirtschaftlichen Prämissen überhaut denkbar gewesen?

DOORSTEP 2016-09-16 BRATISLAVA GIPFEL – Türöffner Gipfel

Orban wettert in Texas gegen Liberalismus und Migration. Ungarns Ministerpräsident hat in den USA die Eröffnungsrede der rechtskonservativen CPAC-Konferenz gehalten. Als Hauptredner wird Donald Trump erwartet.

5.) „Weniger Drag Queens, mehr Chuck Norris“

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat bei einem Auftritt in den USA zum Kampf gegen Liberalismus aufgerufen. „Wenn jemand Zweifel hat, ob progressive Liberale und Kommunisten dasselbe sind, fragt einfach uns Ungarn (…) Sie sind das Gleiche. Also müssen wir sie wieder besiegen“, sagte Orban am Donnerstag in Dallas zum Auftakt einer Konferenz Rechtskonservativer. „Wir brauchen eine totale Verteidigung“, fügte er hinzu. Orbans Rede war gespickt mit Kriegsrhetorik – er redete von einem Kulturkrieg und positionierte sich gegen Migration und liberale Werte. Orban hielt in Texas die Eröffnungsrede der „Conservative Political Action Conference“. Die CPAC ist ein regelmäßiges Treffen Rechtskonservativer, bei dem sich zahlreiche Anhänger des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, Verschwörungstheoretiker und die religiöse Rechte versammeln. Die widerlegte Behauptung, dass Trump die Präsidentenwahl 2020 gewonnen hätte, gehört bei dem Treffen quasi zum guten Ton. Hauptredner ist am Samstagabend (Ortszeit) Trump selbst. Orban regiert in Ungarn seit 2010 und führt eine rechtsnationale Regierung. Er hat dort Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ausgehöhlt, weswegen er auch mit der Europäischen Union in Konflikt steht. Auf der CPAC bespielte er den Sound seiner Gastgeber – inszeniert sich als Verbündeter und Vorbild. Besonders viel Applaus bekam er etwa bei Lobreden auf die „traditionelle Familie“. „Wir brauchen mehr Rangers, weniger Dragqueens und mehr Chuck Norris“, sagte er. Chuck Norris ist ein US-amerikanischer Kampfkünstler.

Tagesspiegel-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

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Unten     —   Ungarn, Herr Viktor Orbán, Ministerpräsident (C) Informelles Treffen der 27 Staats- und Regierungschefs Foto: Andrej Klizan

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