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DL – Tagesticker 05.04.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 5. April 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Abramowitsch schätzt das westliche Leben   – . –  2.) Berlin: „Autokorso der Schande“   – . –  3.) Krieg in der Ukraine   – . –  4.) Geschichte um politische Geschichten?   – . –  5.) MILITARISIERUNG DER WELT   – . –   DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

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Wird Kapital nicht immer vom Kapital zwecks Mehrung angezogen? Verhandeln dort vielleicht Gleiche unter Gleichen? Oder besitzt nur Einer die hierfür ausreichende Naivität?

Was macht der russische Multimilliardär Abramowitsch bei Ukraine-Verhandlungen?

1.) Abramowitsch schätzt das westliche Leben

Der russische Multimilliardär und FC-Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch gibt sich plötzlich als Friedensstifter zwischen Moskau und Kiew. Warum macht er das? Roman Abramowitsch lächelt. Er lächelt wie einer, der bloß nicht zu viel sagen will und doch seine Zustimmung signalisiert. Es ist eine illustre Runde, die die Bilder aus dem Dolmabahce-Palast in Istanbul in der vergangenen Woche zeigten. Abramowitsch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Außenminister Mevlüt Cavusoglu bei den Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Doch welche Rolle spielt der russische Multimilliardär bei der Suche nach einer Lösung? Fest steht, dass der 55-Jährige bei den Gesprächen um den Frieden, wie auch immer dieser nach all den vernichtenden Aussagen aus dem Kreml geartet sein soll, von Anfang an mit dabei war. Nicht als Teil der Delegation, sondern als eine Art Pendeldiplomat. Er sei an der „Sicherstellung bestimmter Kontakte zwischen russischer und ukrainischer Seite beteiligt“, hieß es aus dem Kreml. Auch Kiew lobte den schwerreichen Tycoon, der noch zu Jelzin-Zeiten mit Ölgeschäften zu einem der reichsten Männer Russlands aufgestiegen war, als „inoffiziellen Kommunikationskanal“. Er wirke „positiv“ auf Gespräche ein, sagte der ukrainische Verhandlungsführer David Arachamija. Vieles rund um Abramowitsch Einsatz bleibt unklar.

Augsburger-Allgemeine-online

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Was kann denn von einer Gesellschaft anderes erwartet werden, welche von Nachkriegszeiten an, von politischen Gerne Größen sukzessive in solche Situationen verführt wurde? Woher soll denn das selbstständige Denken kommen, wenn schon Spaziergänger angefeindet werden, welche vor den Häusern ihrer politischen Bonzen Spazierengehen? Obwohl sie genau dahingehören –  von wo es in diesem Land am meisten stinkt.

Russische Propaganda in Berlin – ein Armutszeugnis

2.) Berlin: „Autokorso der Schande“

Es ist ein Schlag ins Gesicht für die Kriegsflüchtlinge. Während Putins Truppen morden, ziehen seine Anhänger mit wehenden Flaggen durch Berlin. Eine Schande für die Hauptstadt. Für viele wird es knapp gewesen sein. Mit Mühe und Not sind sie entkommen, haben es aus der Ukraine nach Berlin geschafft. Sie sind geflohen vor russischen Panzern auf ihren Feldern, vor russischen Artilleriegranaten, die ihre Wohngebiete umpflügen, vor russischen Infanteristen, die ihre Nachbarn töten. Sie sind geflohen vor Russlands Einfluss. Und Russlands Flagge. Nur, um, gerade aus dem Zug gestiegen, wieder mit der Flagge ihrer Angreifer konfrontiert zu werden. Während am Berliner Hauptbahnhof im Stundentakt neue Kriegsflüchtlinge ankommen, zeigt Putins fünfte Kolonne am Sonntag in der Hauptstadt Flagge, im wahrsten Sinne. Mit einem Autokorso quer durch Berlin, wehenden Russland-Flaggen, lauter Musik – und mit dem verpönten „Z“-Symbol, Zeichen für die Unterstützung von Putins Angriffskrieg. Unter anderem vorbei am Hauptbahnhof, dem Nabel der Flüchtlingsströme in Deutschland. An jedem anderen Tag wäre es eine Schande gewesen. An diesem Sonntag war es eine Tragödie. Während sich die rund 900 Teilnehmer des Autokorsos mit dem Motto „Keine Propaganda in der Schule – Schutz für Russisch sprechende Leute, keine Diskriminierung“ lautstark echauffierten, wurden die Berichte über das Massaker in Butscha bekannt. Zivilisten wurden in der ukrainischen Kleinstadt gefesselt und heimtückisch ermordet. Human Rights Watch spricht von „eindeutigen Beweisen“ für Hinrichtungen durch Streitkräfte der Russischen Föderation. Ein denkbar schlechter Sonntag für flatternde weiß-blau-rote Flaggen in der deutschen Hauptstadt.

t. Online

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Wer ist denn schon Nancy Faeser aus der Wurstküche der SPD ? Dort wird doch nach Schröder nur noch zwischen „Heiß“ und „Brat“ unterschieden. Was vom BASTA Gerd vorgekaut wurden, wird Heute, einige Jahre später von Scholz und Steini wieder ausgekotzt? Da können alle anderen Partei-Zwerge doch nur noch Staunen und Fragen, wo denn die ganzen Einkünfte aus Russland versandet sind. Jetzt wird doch von Teilen aus der Presse schon ganz vorsichtig bei „unserer Weltmutti“ nachgefragt – wer denn den Putin so hoch Gegrinst hat? Um den Posten eines-r Ministers-In zu bekommen – reicht es doch aus dem richtigen Partei-Clan anzugehören und immer brav den leeren Kopf zunicken!

Import und Export von Konflikten

3.) Krieg in der Ukraine

Bundesinnenministerin Nancy Faeser warnt vor zunehmenden Anfeindungen. Sie appelliert, den Konflikt nicht nach Deutschland zu tragen – dabei ist er längst da. Das Importgeschäft aktueller Konflikte läuft laut Bundesinnenministerin Nancy Faeser gerade wieder auf Hochtouren. Sie warnte diese Woche in der Neuen Osnabrücker Zeitung, dass „dieser Konflikt“ nicht in die Gesellschaft hineingetragen werden dürfe. Mit „diesem Konflikt“ meint Faeser eigentlich einen Krieg, und zwar den russischen in der Ukraine. Laut Faesers Ministerium verzeichneten die deutschen Behörden bislang 308 antirussische Straftaten und 109 antiukrainische Straftaten seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine. Es geht dabei um Fälle von Sachbeschädigung, Beleidigung, Bedrohung bis hin zu Körperverletzung. Ukrainische Ak­ti­vis­t:in­nen in Berlin berichteten beispielsweise davon, sich verfolgt zu fühlen. Außerdem wurde Ende März in die Wohnung eines ihrer Ukrainehelfers eingebrochen. Und was antirussische Angriffe angeht, es stimmt: Menschen, die vermeintlich als Russen identifiziert werden, und oftmals dann doch keine sind, weil die Täter das nicht auseinanderhalten können, sind Anfeindungen ausgesetzt. Eine ernstzunehmende Bedrohungslage für russischsprachige Menschen in Deutschland, wie von Putins Propagandakanälen oder der Russischen Botschaft in Deutschland behauptet, existiert hingegen nicht. Man muss an dieser Stelle auch unterscheiden: zwischen Taten und Aktionen, die aus der postsowjetischen Community heraus geschehen, und solchen, die von Deutschen begangen werden, die denken, sich nun in diesem Krieg als Moralapostel aufspielen zu müssen.

TAZ-online

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Da muss vorab aber die Frage gestattet sein: „Liegen auf Deutschen Friedhöfen nicht nur Helden, auch wenn sie die Uniform eines dreckigen Mörderstaat getragen haben?“ Sie Ruhen dort, egal aus welch einen Zeitraum Deutscher Geschichte. Normal gehörten viele, je nach Gesichtspunkt ihrer ehemaligen Staats-zu-ge-Hörigkeit an den Prangen eines Mordenden Individuums? Aber nutzt Politik nicht die Helden der Vergangenheit – um Heute neue Helden zu finden, um die „Nazi“-o-nale Staatsräson am Leben zu halten?

und heutige Dummheit ?

Warum liegen ukrainische Nationalhelden auf deutschen Friedhöfen?

4.) Geschichte um politische Geschichten?

Stepan Banderas Grab in München und das von Pawlo Skoropadskyj im Allgäu zeigen, wie eng die ukrainische Nationalbewegung mit der gewaltsamen deutschen Ostexpansion in zwei Weltkriegen verbunden war. Im alten Teil des Waldfriedhofs in München steht ein massiges weißes Steinkreuz. Hier liegt der ukrainische „Nationalheld“ Stepan Bandera begraben. Er war am 15. Oktober 1959 in der Kreittmayrstraße 7 einem Blausäure-Attentat des sowjetischen KGB zum Opfer gefallen. Rund 170 Kilometer südwestlich davon, auf dem Waldfriedhof des Allgäuer Kurorts Oberstdorf, findet sich die Grabstätte des ukrainischen Nationalisten Pawlo Skoropadskyj. Das einstige „Staatsoberhaupt“ war am 16. April 1945 bei einem alliierten Bomberangriff im niederbayerischen Plattling schwer verwundet worden und starb zehn Tage später im Kloster Metten. Sowohl Pawlo Skoropadsky als auch Stepan Bandera kämpften gegen die Bolschewisten, um die Unabhängigkeit der Ukraine von Russland zu erlangen. Der eine verband sich deshalb mit Kaiser Wilhelm II., der andere mit Adolf Hitler. Indem sie die deutsche Ostexpansion unterstützten, glaubten sie ihrem Ziel näher zu kommen. Ihr Kampf beginnt im Jahr 1917: Als Folge der Februarrevolution befindet sich das vom Krieg geschwächte Russland in einer Art Interregnum. Das Parlament – die Duma – ringt mit den Arbeiter- und Soldatenräten – den Sowjets – um die Macht. Andere Probleme erscheinen erst einmal nachrangig. Diesen Moment der Schwäche nutzen die ukrainischen Nationalisten und gründen – unbehelligt von russischen Großmachtinteressen – einen Zentralrat, die „Zentralna Rada“, die wenige Monate später in Kiew die „Ukrainische Volksrepublik“ proklamieren wird.

Der Freitag-online

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Waffen liefern immer die größten politischen Affen, welche den Interessen der Rüstungsindustrie nachkommen wollen. So wird alles Bunte über Nacht zu Schwarz. Das Geld verdirbt also den Charakter eines Jeden, auch diejenigen also, welche sich zuvor von ihrer Farbe haben wählen lassen, um nach den Wahlen dem Staat zu Dienen. Früher nannten wir solche Menschen Charakterschweine!

100.000.000.000 Euro

5.) MILITARISIERUNG DER WELT

Zeitenwende beim Rüstungshaushalt: Die Bundesregierung beschließt Haushaltseckwerte und leitet eine beispiellose Militarisierung ein. Von einer »Zeitenwende« sprach Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Regierungserklärung zum Ukraine-Krieg am 27. Februar 2022. Und in der Tat übersteigt das, was er da ankündigte und nun mit den Eckwerten für den Bundeshaushalt bis 2026 vom 16. März umgesetzt wird, alles, was bis kürzlich auch nur ansatzweise für möglich gehalten worden wäre. Der russische Angriff auf die Ukraine ebnet so auch den Weg für eine beispiellose Militarisierung Deutschlands, die eine Reihe von Bereichen betrifft, besonders aber die Rüstungsausgaben. »Agenda Rüstung«. Der angesichts der aktuellen Eskalation besonders häufig und bewusst erweckte Eindruck, die Bundeswehr sei in den letzten Jahren und Jahrzehnten systematisch kaputtgespart worden, entbehrt jeder Grundlage. Er ist auch das Ergebnis einer überaus effektiv orchestrierten Kampagne, die unter dem Titel »Agenda Rüstung« noch unter Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Jahr 2014 losgetreten wurde. Es begann mit einer im Februar 2014 in Auftrag gegebenen Untersuchung über die Bundeswehr-Großprojekte, mit der die Unternehmensberatung KPMG, die Ingenieurgesellschaft P3 und die Kanzlei Taylor Wessing betraut worden waren. Sie präsentierten ihre Ergebnisse im Oktober 2014 in Form des Gutachtens »Bestandsaufnahme und Risikoanalyse zentraler Rüstungsprojekte«. Darin wurden auf 1.200 Seiten, von denen allerdings nur ein 51seitiges Exzerpt öffentlich einsehbar ist, neun Großprojekte mit einem Gesamtvolumen von 57 Milliarden Euro untersucht, wobei 140 Probleme und Risiken identifiziert wurden, teils hausgemacht, teils von der Industrie verschuldet. Daher kamen die Verfasser des Gutachtens zu dem Ergebnis, »dass eine Optimierung des Rüstungsmanagements in nationalen und internationalen Großprojekten dringend und ohne Verzug geboten ist«.¹

junge Welt-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia 

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Unten     —   Wilhelm II and Field Marshal Hindenburg

3 Kommentare zu “DL – Tagesticker 05.04.2022”

  1. bremerderZweite sagt:

    1.) Abramowitsch schätzt das westliche Leben

    https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_91662582/ukraine-krise-wachsende-angst-vor-krieg-oligarchen-verlassen-das-land.html

    Achmetow und Co. – Wachsende Kriegsangst? Oligarchen verlassen die Ukraine 14.02.2022, 13:26 Uhr | mk, t-online, AFP

    Die Milliarden-„Hilfen“ des Westens, konkret der NATO-Länder, der EU-Länder, werden auf dem Rücken der Arbeitnehmer in all diesen Ländern abgewälzt.

    Die Milliarden der Ukraine-Oligarchen (Siehe t-online.de Bericht) bleiben in der Verfügungsmacht dieser Oligarchen, denen „ihr“ Land „scheißegal“ ist. Die „verpissen“ sich in das westliche „demokratische“ Ausland. Das alles akzeptieren die deutschen Staats-Parteien SPD-CDU genau so, wie deren Schwester-Parteien in den EU-Ländern.

    Der wirtschaftskriminelle „demokratische“ Westen bietet seit Jahrzehnten !!! Steuer – „Oasen“ an, damit die Wirtschafts-Kriminellen aus der gesamten Welt keine Steuern zahlen müssen. Dafür werden den Wirtschafts-Kriminellen aus West und Ost zum Beispiel ! für „astronomisches“ Geld – oft mehrere – Luxus-Jachten gebaut und verkauft.

    Unter dem Strich wird die „Normal“-Bevölkerung der BR Deutschland aufgrund der Politik von Schröder (SPD), Steinmeier (SPD) und Merkel (CDU-CSU) die nächsten Jahre eine g a n z d i c k e Rechnung präsentiert bekommen. Die beiden Staatsparteien CDU-SPD und deren Blockparteien GRÜNE und FDP werden ihre reiche Oberschicht – wie in der Vergangenheit – auch in Zukunft schützen.

  2. Lui Hennrich sagt:

    #1
    … und die Bevölkerung ausnehmen wie eine Weihnachtsgans.

  3. Kapluck sagt:

    Das wundert mich aber arg, dass ich hier einen Link zur Amadeu Antonio Stiftung finde. Gegen RECHTS ist gut, aber schon mal geschaut und recherchiert, wer dahinter steckt?

    Broder hat’s gemacht:

    https://www.achgut.com/artikel/im_victoria_geht_in_rente

    Es wundert mich, dass DL plötzlich die STASI lieb hat. IM Viktoria „verdient“ einen Titel und damit eine Distanzierung von dieser Spitzelin

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