DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

DL – Tagesticker 05.03.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 5. März 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Guter Flüchtling, schlechter Flüchtling   – . –  2.) WAHLKAMPF IN FRANKREICH   – . –  3.) Bald Moldau und Georgien?   – . –  4.) Half ihm der russische Geheimdienst?   – . –  5.) DEBATTE ÜBER LINKE-KURS   – . –   DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

  *********************************************************

Solche Art von Unmenschen können nur in der EU ihr Zuhause haben. Ist nicht der Westen der wesentliche Auslöser für den nun Größenwahnsinnigen Putin? Wurde er nicht von den versammelten Lackaffen auf den Gipfeln-immer wieder auf das entsprechende Podest gelupft? Würde die Politik ihre Gipfel auf abschmelzende Eisberge austragen, würden diese dort versammelten Vandalen den Zustand der Erde vielleicht besser erkennen, als durch die Fenster von durch Steuergeldern bezahlten Luxuslokalitäten!

Niemand wünscht einer geflohenen, ukrainischen Person das Schicksal der geflohenen Afghan-Innen oder Iraker-Innen.

1.) Guter Flüchtling, schlechter Flüchtling

Noch vor kurzem erfroren Menschen in polnischen Wäldern. Haben weiße Europäer-Innen endlich Geflüchtete gefunden, die ihnen genehm sind – weiße Ukrainer-Innen? In der Ukraine tobt Putins Krieg und Hunderttausende von Menschen sind auf der Flucht. In der Art und Weise, wie viele westliche Medien und Politiker: innen darüber sprechen, zeigt sich oft unverhohlener Rassismus. Dies wurde bereits in den ersten Tagen des Krieges deutlich, als US-amerikanische und britische Korrespondent:innen aufgebracht betonten, dass die Ukraine „kein Dritte-Welt-Land“ wie „Irak oder Afghanistan“ sei, sondern „europäisch“ und „zivilisiert“. Bei BBC meinte ein ukrainischer Ex-Staatsbediensteter sogar, dass er besonders emotional sei, weil die Opfer „blond und blauäugig“ seien. Und bei Frank Plasbergs Hart aber fair schwadronierten einige der Gäste inklusive des Moderators von „unserem Kulturkreis“ und die Feigheit jener „wehrfähigen, starken Männer“, die 2015 nach Deutschland kamen und angeblich nicht Manns genug waren, ihre Heimat zu verteidigen. Von Politiker:innen hörte man Ähnliches. Jean-Louis Bourlanges, ein französischer Politiker, bezeichnete ukrainische Geflüchtete als „hochqualifiziert“, der bulgarische Premierminister sagte: „Das ist nicht die Flüchtlingswelle, die wir kennen, sprich, Menschen, über deren Identität wir uns nicht sicher sein können, die Terroristen gewesen sein könnten.“ Kurz und knapp: Weiße Europäer:innen haben den „guten Flüchtling“ gefunden. Jener, der die Hilfe verdient hat. Hier der tapfere Ukrainer, der sein Land verteidigt. Dort der feige Syrer oder Afghane, der Frau, Kind und Land zurückgelassen hat, anstatt zur Waffe zu greifen. Dass in ihren Ländern seit Jahren oder teils sogar Jahrzehnten Krieg herrscht und Menschen irgendwann einfach nicht mehr kämpfen können, für einen Diktator wie Assad auch nicht kämpfen wollen – oder wie die Kurd:innen in Rojava nach wie vor kämpfen – dafür gibt es kaum Verständnis.

Zeit-online

*********************************************************

Die schwersten Wahlkämpfe wurden immer schon dort ausgetragen, wo der entsprechende Glücksspieler bei den letzten Wahlen sehr tief in eine Lostrommel greifen musste. Schwebte er doch in den letzten Jahren hoch über den Wolken, ohne geistig begriffen zu haben, wie ihm Widerfuhr. Den Blick auf die von ihnen regierte Länder, haben sie doch lange verloren, um nahezu blind über die von ihnen verursachten Missstände zu stolpern.

Die turbulente Amtszeit des Emmanuel Macron

2.) WAHLKAMPF IN FRANKREICH

Emmanuel Macron hat kurz vor Ablauf der Frist am Donnerstagabend per Brief seine Präsidentschaftskandidatur erklärt. Die Wahlen finden am 10. und 24. April statt. In Wahlumfragen liegt er seit Monaten an erster Stelle. Er trat an, um den so gebeutelten französischen Politikbetrieb umzukrempeln und legte einen Reformvorschlag nach dem anderen auf den Tisch. Bei der Umsetzung stieß Emmanuel Macron aber an so manches Hindernis und mussten gegen Massenproteste auf Frankreichs Straßen kämpfen. Nach fast fünf Jahren will Macron es nun noch einmal wissen und stellt sich im April zur Wiederwahl. Zeit, zu schauen, welche Erfolge Macron in seiner Amtszeit feiern konnte und welche Tiefs er überwinden musste. Eine Bilanz: Emmanuel Macron: Senkrechtstart in den Élyséepalast. Macrons Wahlsieg 2017 war unbestritten spektakulär. Abseits des klassischen Parteienspektrums gelang ihm der Sieg. Wohl auch, weil die Linke sich in den Haaren lag und der konservative Kandidat durch eine Jobaffäre geschwächt wurde. Fünf Jahre nach seinem Start in der Politik, zunächst als Berater des damaligen sozialistischen Präsidenten François Hollande und dann als Wirtschaftsminister, gelang ihm auf Anhieb und ohne den Rückhalt einer der großen Parteien der Weg nach ganz oben.

Stern-online

*********************************************************

Verteilt ein Staat Lizenzen für Narren, bleibt es zumeist nicht, mit den zeigen von Pappnasen. Die Dämmerung der Götter beginnt immer unten, denn nur dort sitzt der entsprechende Lichtschalter! Götter ernennen sich nicht selber, sondern werden von hilflosen Gestalten erkannt, da sie als einzige Wesen die Hoffnung erwecken, endlich in eine bessere Zukunft sehen zu können. Reiche ich einen Machthaber den kleinen Finger – greift er sofort nach der ganzen Hand. Da gerät die eigene  Örtlichkeit zur reinen Nebensachen und Moskau wird gleich Washington (siehe Vietnam, Irak oder auch Afghanistan), Frankreich (Algerien, Marokko, Vietnam) und Russland (siehe das Wirken durch die heutige Brille). Dabei sollte aber auch die Mitarbeit der eigenen Bananrepublik nicht vergessen werden, das alle dem, noch sein I-Tüpfelchens aufsetzt.

Konflikte in Ex-Sowjetrepubliken

3.) Bald Moldau und Georgien?

Russlands Angriff auf die Ukraine wirft ein Schlaglicht auf weitere Konflikte in der Ex-Sowjetunion. Der Westen sollte sie endlich ernst nehmen. Es ist nicht zu fassen: Da wird die Ukraine, ein Land mitten in Europa, auf Befehl von Russlands Präsidenten Wladimir Putin gerade in Grund und Boden gebombt. Gleichzeitig ergehen sich Ex­per­t*in­nen in Analysen darüber, dass Kiew noch Lichtjahre von einer EU-Mitgliedschaft entfernt sei. Wer so daherredet, hat den letzten Schuss nicht gehört, der in der Ukraine leider noch längst nicht gefallen ist. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenski, der nach seiner Wahl 2019 vielfach noch als Witzfigur belächelt wurde und derzeit über sich hinauswächst, kann man einiges vorwerfen – doch Blauäugigkeit sicher nicht. Wenn Selenski, wie in dieser Woche geschehen, den Antrag auf einen Beitritt seines Landes zur EU stellt, weiß er nur zu gut, dass sein Ansinnen unrealistisch ist. Doch seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges steht die Existenz der Ukraine auf dem Spiel. Da lautet die Botschaft: Seht her, wir gehören zu euch. Wir verteidigen nicht nur unser Land und unsere Freiheit, sondern auch die Werte Europas. Wollte jemand daran zweifeln angesichts der Bilder, wie sich wehrlose Ukrai­ne­r*in­nen russischen Panzern in den Weg stellen? Wohl wissend, dass sie dafür einen Preis zahlen, dessen Höhe noch gar nicht abzuschätzen ist. Nur noch einmal zur Erinnerung: 2013 war es die Weigerung des damaligen Präsidenten Wiktor Janukowitsch, das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterzeichnen, die die „Revolution der Würde“ auslöste und über Hundert Ukrai­ne­r*in­nen das Leben kostete. Wobei die Mär, der Westen habe Kiew mit dem Abkommen vor die Wahl zwischen Brüssel und Russland gestellt, noch immer in vielen Köpfen herumgeistert.

TAZ-online

*********************************************************

Hatte ich nicht schon vor zwei, drei Tagen vorsichtig angefragt wofür die USA oder auch Deutschland ihre Geheimdienste unterhalten? Sind die mit ihren Arbeiten schon in den eigenen Ländern so stark ausgelastet, da Ihnen die eigentlichen Aufgaben am nicht vorhandenen – verlängerten Rückgrat – aus den Hosen fallen?  Das typische Beamtenverhalten? „Der Staat ist mein Herr – und ich nur sein Diener?“

Selenskyj entging offenbar bereits drei Attentaten

4.) Half ihm der russische Geheimdienst?

Tschetschenische Spezialkräfte und russische Söldner sollen versucht haben, den ukrainischen Präsidenten zu töten. Es gibt wohl eine Liste mit 24 Zielen. Der ukrainische Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat in den vergangenen Tagen mindestens drei Attentatsversuche überlebt, wie die „Times“ berichtet. So sollen zwei verschiedene Gruppen Aufträge erhalten haben, Selenskyj zu töten: Söldner der vom Kreml unterstützten Wagner-Gruppe und tschetschenische Spezialkräfte. Beide wurden demnach von Kriegsgegnern innerhalb des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) vereitelt. Mehreren Medienberichten zufolge bestätigte der ukrainische Minister für nationale Sicherheit und Verteidigung die Attentatsversuche. Am Samstag wurde dem Bericht zufolge der erste Versuch unternommen: Ukrainische Sicherheitsbeamte erklärten, tschetschenische Attentätern seien am Rand der ukrainischen Hauptstadt Kiew „eliminiert“ worden, bevor sie den Präsidenten erreichen konnten. Oleksiy Danilov zufolge, Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, sollen russische Spione aus dem FSB, Russlands Nachfolger des KGB, sie über die Pläne informiert haben – um die Invasion zu verurteilen.

Tagesspiegel-online

*********************************************************

Verbiegen sich nicht alle Nichtigkeiten aus den Parteien Clans so weit nach Unten , bis ihnen das Wasser schon im Stand, bis zur Unterkante der Oberlippe reicht? Genau dieses ist aber der Zustand der gängigen Politik weltweit, warum heute weder ein Putin, Trump noch Hitler als Sensationen der Weltgeschichte gelten. Gleichwohl laufen die Kühe samt Bullen über die Nato-weiden, würden den nutzlos liegenden Haufen zuscheißen und ihn so, niemand mehr vermissen.

File:DIE LINKE Bundesparteitag 10. Mai 2014-2.jpg

Gäääääääääähnende leere

Die nächste »Aktualisierung«

5.) DEBATTE ÜBER LINKE-KURS

Die Linke: Hennig-Wellsow will »Vorstellungen von ›Defensivpotentialen‹ schärfen« und relativiert Forderung nach NATO-Auflösung. Nach der Sondersitzung des Bundestages am vergangenen Sonntag, bei der von der Fraktion Die Linke ein eigener, nicht angenommener Entschließungsantrag zum russischen Angriff auf die Ukraine eingebracht worden war, hieß es in einer von der Partei verbreiteten ergänzenden politischen Erklärung: »Unser Antrag lehnt im Gegensatz zum Mehrheitsantrag Waffenlieferungen und Aufrüstung ab.« Unterzeichnet worden war diese Erklärung von den beiden Parteivorsitzenden Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow, der Kofraktionschefin Amira Mohamed Ali und dem parlamentarischen Geschäftsführer Jan Korte. Im nachhinein wurde durch Recherchen dieser Zeitung bekannt, dass Hennig-Wellsow in der Fraktionssitzung vor der Sondersitzung Waffenlieferungen an die Ukraine keineswegs abgelehnt, sondern offen befürwortet hatte. Am Donnerstag veröffentlichte die Kovorsitzende auf ihrer privaten Internetseite einen längeren Text, der den Schluss nahelegt, dass sie auch mit der offiziell bekundeten Ablehnung des Aufrüstungskurses nicht einverstanden ist. Unter der Überschrift »Wir müssen reden« heißt es darin unter anderem: »In Zeiten, in denen sich große Mehrheiten der Bevölkerung große Sorgen machen, dass ein Krieg auch die Bundesrepublik erreicht, müssen wir unsere eigenen Vorstellungen von ›Defensivpotentialen‹ schärfen, wie sie in unserem Grundsatzprogramm heißen.« Das bedeute nicht, die Kritik an »gefährlicher Aufrüstung« einzustellen, »es bedeutet aber wohl, der Lage angemessene konkrete Vorstellungen zu entwickeln«. Es gehe ihr dabei nicht »ums unbedachte Überbordwerfen von irgendwas, sondern um Aktualisierungen linker Positionen vor dem Hintergrund eines tiefen Bruchs«.

Junge. Welt-online

*********************************************************

Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

*********************************************************

Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

*********************************************************

Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

*****************************

Unten     —   Bundesparteitag DIE LINKE Mai 2014 in Berlin, Velodrom

Author  :       Blömke/Kosinsky/Tschöpe

This file is License under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany License.

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>