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DL – Tagesticker 05.01.2023

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 5. Januar 2023

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Leseauswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Uniklinik-Chef und Kanzler-Bruder Scholz hält Klinikschließungen für alternativlos  – . –  2.) Ex-Papst wird im Grab seines Vorgängers Paul II. beigesetzt  – . –   3.)  Respekt vor und von dem Staat  – . –  4.) Die Schlacht im Repräsentantenhaus um Kevin McCarthy zeigt:  – . –  5.)  Für die Protestbewegung im Iran bedeutet Stabilität ein Leben in Unfreiheit  – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine gute Unterhaltung.

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Mein Gott –  Olaf ! Dein Bruder war sich nicht zu Schade für einen Ehrbaren Beruf zu studieren ? Ein Chapo geht nicht an den Olaf, welcher schon als kleiner Bürgerschreck von Hamburg die Gesetze der Wehrhaften-Demokratie an die Uniformierten verkaufte.

Genug Pflegekräfte, aber an falscher Stelle. n der Debatte über die von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geplante Krankenhausreform hat sich der Vorstandschef des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Jens Scholz, für eine deutliche Reduzierung der Klinik-Standorte ausgesprochen.

1.) Uniklinik-Chef und Kanzler-Bruder Scholz hält Klinikschließungen für alternativlos

Der Vorstandschef des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Jens Scholz, sagte dem Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND/Donnerstag), bei der jüngsten Reform der Notfallversorgung seien 600 der insgesamt 1.900 Kliniken ausgeschlossen worden, weil sie nicht über die entsprechende Ausstattung verfügten. Dennoch habe sich die Versorgung der Bevölkerung nicht verschlechtert. „Das könnte ein Indiz für eine angemessene Klinikstruktur sein“, sagte Scholz. Zu Klinikschließungen gebe es schon wegen der bestehenden großen Personalprobleme „keine Alternative“, so der Bruder von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Allerdings nehme Deutschland im internationalen Vergleich bei der Zahl der Pflegekräfte pro Einwohner einen Spitzenplatz ein, betonte Scholz. „Wir haben also genug Pflegekräfte, sie sind nur an falscher Stelle“, mahnte er. Jens Scholz lobte die Pläne der von Lauterbach eingesetzten Regierungskommission zur Klinikreform grundsätzlich, übte aber auch Kritik, zum Beispiel an der von Lauterbach geplanten Übergangszeit von fünf Jahren: „Ich fürchte, dass wir keine fünf Jahre mehr haben“, sagte er dem RND. So würden die Personalprobleme immer größer. Auch drohten wegen der finanziellen Schwierigkeiten der Kliniken weitere Insolvenzen. „Dabei gehen uns möglicherweise Kliniken verloren, die wir eigentlich brauchen“, warnte der Klinikchef.

Focus-online

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Wer hätte denn nich geglaubt der Ratze säße längst im D-Zug und befände sich auf den Weg nach Oben ? Aber wenn er dort Untergebracht wird wo schon sein Vorgängen lag, liegt, kann diese Fußlage nicht für ein gutes Omen gelten ?

Beerdigung von Benedikt XVI.: Am 5. Januar wird Benedikt XVI. in Rom beerdigt. Zahlreiche Politiker und Geistliche aus aller Welt werden erwartet. Zuvor sprach ein alter Freund über ihn. 

2.) Ex-Papst wird im Grab seines Vorgängers Paul II. beigesetzt

Der Leichnam der verstorbenen Benedikt XVI. wurde zunächst in einen Sarg aus Zypressenholz gelegt, der wiederum nach dem heutigen Gottesdienst unter Ausschluss der Öffentlichkeit in eine Zinkkiste gelegt wird. In dieser wird Benedikt XVI. schließlich in seine zukünftige Ruhestätte in der Grotte des Petersdoms untergebracht. Benedikt XVI. wird im ehemaligen Grab von Johannes Paul II. beigesetzt werden. Der Deutsche hatte sich gewünscht, an jener Stelle beigesetzt zu werden, wo sein Vorgänger nach seinem Tod zunächst seine Ruhestätte gefunden hatte. Nach seiner Seligsprechung fand der Pole in der Sebastianskapelle im zweiten Seitenschiff des Petersdoms seinen neuen Platz. Die Ruhestätte Benedikts XVI. wirkt schlicht und liegt nicht weit vom vermuteten Grab des Apostels Petrus entfernt. Nach einer drei Tage langen öffentlichen Aufbahrung wird der verstorbene Papst Benedikt XVI. an diesem Donnerstag im Petersdom beigesetzt. Am Vormittag (9.30 Uhr) wird der amtierende Pontifex Franziskus auf dem Petersplatz einem Requiem für den gebürtigen Bayern vorstehen. Es werden Zehntausende Gläubige für den Trauergottesdienst erwartet. Kardinal Giovanni Battista Re wird die Messe am Altar zelebrieren, Franziskus liest die Predigt.

Merkur-online

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Respekt kann nur von jemand einfordern, welcher seinen Gegenüber ebenfalls den Respekt nicht Schuldig bleibt. Jeder Staat verdient nur die Achtung, welche seine Vertreter ihrem Volke erweisen. Wer diesen Staat Achtung erweist, akzeptiert ja auch sämtliche Verbrechen  aus den Vergangenheiten, welche von den Politikern heute, teils stillschweigend übersehen werden. Landräuber und Sklavenhalter von Fürsten des Adel, welche tausend Jahre durch Knecht schaften ihren Besitz und Reichtum ausleben konnten. Der Dreißig-Jährige-Krieg plus den Ersten und Zweiten könnten ungezählte weitere Verbrechen zur Last gelegt werden. Das alles im Gesamten macht einen jeden Staat aus. Kein Staat hat je etwas verschenkt, was er nicht in mehrfacher Weise zuvor einkassiert hätte. 

Gewalt in der Silvesternacht. – Die jungen Randalierer sollten Staat und Sicherheitskräften gegenüber Respekt zollen. Aber auch umgekehrt steht ihnen ein respektvoller Umgang zu.

3.)  Respekt vor und von dem Staat

Silvester hat dem Land mal wieder eine Integrationsdebatte beschert. Denn noch bevor überhaupt Genaueres über diejenigen, die Einsatzkräfte attackiert haben, bekannt werden konnte, melden sich zahlreiche Stimmen – auch aus der Bundespolitik – und fordern letztlich: stärkeres Durchgreifen „gegen Ausländer“. Grund für die massive und gefährliche Böllerei soll also irgendwie auch eine fehlgelaufene Integration sein. Solche Wortmeldungen helfen wenig, sondern sie entlarven erneut, wie tief Rassismus im Denken verankert ist. Für Berlin hat die Polizei am Mittwoch Zahlen herausgegeben: Unter den 145 Tatverdächtigen, die sie in der Silvesternacht festgenommen hatte, seien 45 deutscher Herkunft. Unter den 100 anderen seien 18 Nationalitäten, unter anderem 27 Afghanen, 21 Syrer und neun Menschen aus dem Irak. Noch vor dieser Veröffentlichung beklagte etwa Jens Spahn (CDU) den „fehlenden Respekt vor dem Staat“ und Neuköllns Stadtrat für Soziales Falko Liecke (CDU) sprach von einer Parallelgesellschaft, die mit „unseren Staatsorganen“ nichts zu tun habe und Repräsentanten des Staats „verachte“. Der Ruf nach „Respekt vor dem Staat“ mag sogar einleuchten, wenn Menschen auf der Straße Einsatzkräfte attackieren. Entlarvend ist, dass er vor allem dann kommt, wenn als Täter Menschen identifiziert werden, die in irgendeiner Weise als nichtdeutsch wahrgenommen werden. Da ist es auch egal, ob sie einen sogenannten Migrationshintergrund und die deutsche Staatsbürgerschaft haben, ob sie hier regulär und dauerhaft mit unsicherem Aufenthaltsstatus leben oder sich auf dem Weg zur baldigen Einbürgerung befinden. Viele Jugendliche sind traumatisiert.

TAZ-online

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Wenn  ein Hesse seinen Mund hält – wird bald auch ein Sauerländer schweigen! Die Klerikalen Republikaner aus den USA waren ja immer der anerkannte Ratgeber der Deutschen Kleinstaaterei. Dieser Stern verglüht langsam in den Abendstunden und da der letzte Trumpf keine Wirkung  mehr zeigte, steht der Absturz des Merz kurz zuvor.  

Die Republikaner sind am Ende. – Früher war klar, wofür die Republikaner standen. Heute schaffen es die Konservativen nicht einmal, einen Sprecher des US-Repräsentantenhauses aus den eigenen Reihen zu wählen. Was hat die Partei nur so ruiniert?

4.) Die Schlacht im Repräsentantenhaus um Kevin McCarthy zeigt:

Die Republikaner streiten über die Wahl von einem aus ihren Reihen zum Sprecher des US-Repräsentantenhauses und Kandidat Kevin McCarthy versucht, seine Make-America-Great-Again-Gegner aus dem Weg zu räumen – der Bürgerkrieg innerhalb der Republikanischen Partei wird jetzt offenkundig. Wobei, das Ganze nimmt sich nicht besonders bürgerlich aus, und natürlich ist es nicht wirklich ein Krieg. Es ist vielmehr sinnlose Feindseligkeit innerhalb einer politischen Partei, die jede Daseinsberechtigung verloren hat. Die Republikaner sind im Grunde genommen am Ende. Vor einem halben Jahrhundert stand die Partei dafür, Regierungsmacht zu begrenzen. Ihre Positionen waren nicht immer kohärent oder logisch, sie übersah die Macht der Konzerne und widersetzte sich den Bürgerrechten, aber zumindest hatte sie eine gewisse Konsistenz: Auf die Partei konnte man sich immer verlassen, wenn es darum ging, niedrigere Steuern zu fordern und sich den Versuchen der Demokraten zu widersetzen, die Macht der Bundesebene, die Macht Washington D.C.s, zu erweitern. Dies war und ist die Position der etablierten Republikaner der beiden George Bushs, ihrer wohlhabenden libertären Geldgeber und ihrer nach Davos reisenden Spender aus den Führungsetagen der Unternehmen. Aber mit der wirklichen Republikanischen Partei von heute hat das wenig zu tun. Die Macht der Evangelikalen.

Freitag-online

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Druck kann nur aus den Innern solcher Staaten von der Bevölkerung ausgeübt werden. International wäre es Hilfreich für die Trennung zwischen Politik und Religionen zu werben.

Für die Iran-Politik des Westens darf Stabilität keine Rolle spielen. Sonst hilft er dem Regime. Seit mehr als drei Monaten protestieren Iraner:innen gegen die autoritären Machthabenden und fordern das Ende der Islamischen Republik. Ebenso lange diskutiert die Öffentlichkeit über die Einordnung der Protestbewegungen und die Frage, was auf das derzeitige Regime folgen könnte.

5.)  Für die Protestbewegung im Iran bedeutet Stabilität ein Leben in Unfreiheit

Oftmals werden Vergleiche mit anderen Staaten herangezogen, die in den letzten Jahrzehnten politische Umbrüche erlebt haben, insbesondere mit jenen des sogenannten Arabischen Frühlings. Es werden Szenarien einer „Balkanisierung“, einem Zerfall Irans, oder einer „Syrienisierung“, einem Bürgerkrieg, gezeichnet, um vor drohender Instabilität im Falle eines Umsturzes zu warnen. Unterstützer:innen der Protestbewegung lehnen jegliche Vergleiche vehement ab und heben die Unvergleichbarkeit und Einzigartigkeit Irans hervor. Protestbewegung im Iran: Unvergleichbar. Angesichts jener Stimmen, die vor Instabilität warnen und meinen, die Iraner:innen sollten möglichst nicht auf einen Umsturz hinarbeiten, solange sie keinen Plan für das Danach in der Schublade haben, ist diese Ablehnung verständlich. Sie greift jedoch zu kurz, übergeht die harten Kämpfe und Errungenschaften anderer Demokratiebewegungen – und schadet auch der Bewegung in Iran. Autoritäre Herrschaften weisen Parallelen zueinander auf, ebenso die Widerstände gegen sie. Der „Arabische Frühling“ führte zu einer historischen Umwälzung: In Ländern wie Ägypten, Tunesien und Syrien gingen Millionen auf die Straßen gegen autokratische Regime, korrupte Strukturen, für Gleichberechtigung und Mitspracherechte. Sie blickten mutig hochgerüsteten Polizei- und Militärapparaten entgegen und schafften es, diese in mehreren Ländern zum Einlenken zu bringen. Sie inspirierten weltweite Protestbewegungen gegen Machthaber. Und sie lebten fort, etwa im „Zweiten Arabischen Frühling“ 2019, als Menschen in Algerien, Libanon und Sudan auf die Straße gingen und erfolgreich zwei Regierungen stürzten.

FR-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tun haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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