DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

DL – Tagesticker 04.12.2021

Erstellt von Redaktion am Samstag 4. Dezember 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) SPD tagt zum Koalitionsvertrag  – . – 
2.) Markus Söder vom Team Maulheld  – . –  3.) Merkels letztes Bund-Länder-Treffen  – . –  4.) Die Lafontaine-Lehre von 1998  – . –  5.) Bei meiner Seel’  – . –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

*********************************************************

Ist es nicht das politisches Ritual bei jeder der Clan-Parteien? Sobald jemand sein ungewaschenes Maul nach Schluss seiner Rede wider schließt, betreten auch die anderen Kumpane das Podest und alle klatschen gemeinsam bis zum Umfallen. Dabei wird vollkommen außer Acht gelassen wie viele der Versprechungen sich später als Lügen zeigen. Das war bei BASTA Schnöder nicht anders als bei Schulz und wiederholt sich immer und immer wieder. Sie nennen es Politik und wir Geschwafel von Kleingeistern!

SPD – SONDERPARTEITAG

1.) SPD tagt zum Koalitionsvertrag

In der SPD sind nicht alle zufrieden mit dem Koalitionsvertrag. Einige wollen in letzter Sekunde verhindern, dass ein FDP-Politiker Finanzminister wird. ie SPD will an diesem Samstag bei einem Sonderparteitag über den Koalitionsvertrag abstimmen. Trotz erheblicher Kritik insbesondere der Jungsozialisten (Jusos) in der Partei gilt die Annahme der Vereinbarung mit Grünen und FDP als sicher. Bei den Sozialdemokraten wurde als einzigem der drei Koalitionspartner bislang darauf verzichtet, das Personal für die künftige Bundesregierung zu nominieren. Das soll, so hatte das Kanzlerkandidat Olaf Scholz angekündigt, erst nach dem Parteitag geschehen. Unmut entzündet sich an nicht verwirklichten Forderungen der Parteilinken, etwa nach einer Vermögensteuer, der Abschaffung der privaten Krankenversicherung oder einem Ausstieg aus der nuklearen Teilhabe. Der frühere Juso-Chef Kevin Kühnert hatte bei einem Bundeskongress der Organisation vergangene Woche Stimmung gegen die FDP gemacht und unter anderem seinen Misserfolg in der Arbeitsgruppe Bauen als Resultat einer „kafkaesken Situation“ mit den FDP-Teilnehmern beschrieben. Als einer von fünf Anträgen zum Parteitag steht das Ansinnen auf der Tagesordnung, der FDP das Finanzministerium doch nicht zu geben. Zur Begründung heißt es: Ein „wirtschaftsliberaler deutscher Finanzminister“ stelle eine „systematische Gefahr für die europäische Idee und den grünen Wiederaufbau Europas dar“. Zudem sollen die Delegierten über die Abschaffung der sogenannten Kopfpauschale abstimmen, ein Vorhaben, das die SPD im Koalitionsvertrag nicht verwirklichen konnte.

FAZ-online

*********************************************************

Sind nicht die meisten Politiker-Innen als absolute Maulhelden zu bewerten? Würden sie ihre ungewaschenen Mäuler nicht aufreißen, könnte niemand erfahren an was es in Ihren Köpfen fehlt. Aber wurde nicht schon immer die Dummheit der Politiker von Presse und Volk belohnt? Wurde nicht selbst der kleine Zwerg Adolf, später zum großen Riesen Hitler hochgelobt? Wer kritisierte dafür je seine direkten Vorfahren?

Coronaversager

2.) Markus Söder vom Team Maulheld

Die Katastrophenbilder aus Bayerns Krankenhäusern zeigen, was vom selbst ernannten Corona-Kraftprotz zu halten ist. Vergangenen Sonntag landete ein Airbus der Luftwaffe auf dem Helmut-Schmidt-Airport in Hamburg. Die Maschine kam aus München, sie brachte schwer kranke Coronapatienten. Bayerns Intensivstationen haben vor der vierten Welle kapituliert, im Freistaat gibt es offenbar kaum noch freie Kapazitäten, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Saarland und Rheinland-Pfalz helfen. 29 bayerische Patientinnen und Patienten wurden allein letztes Wochenende von Bundesländern aufgenommen, denen sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder normalerweise himmelweit überlegen fühlt. Ich habe die TV-Bilder der Hilfsaktion in den Nachrichten gesehen. Sie beenden die Show des selbst ernannten Corona-Kraftprotzes Söder. Wir erleben das Scheitern des CSU-Chefs und bayerischen Ministerpräsidenten auf offener Bühne. Söder präsentierte sich lange als Macher, der das Virus mit harter Hand in Schach hält und den Zögerlichen, den Ahnungslosen, den Hallodris im Rest der Republik erklärt, was sie falsch machen. Damit versuchte er, die Öffentlichkeit zu täuschen. In Wahrheit war Bayern Corona-Sorgenland. Söder bekam die Lage oft schlechter in den Griff als die meisten seiner Amtskollegen. Gleich am Anfang der Pandemie beschwor er die Infektionsgefahr für ältere Menschen. Die Todesrate im Freistaat lag in den ersten Monaten seltsamerweise trotzdem um 100 Prozent über dem Bundesschnitt, auch wegen größerer Ausbrüche in Pflegeheimen. Im Sommer 2020 kam es in bayerischen Testzentren zu unglaublichen Pannen. Hunderte Infizierte konnten tagelang nicht informiert werden.

Spiegel-online

*********************************************************

Wie oft ist das Lied gesungen worden: „Tausend mal probiert, tausend mal ist in den letzten 16 Jahren nichts passiert, dann hat es Zoom gemacht! Wer sich von versagenden Ministern wie Spahn, Scheuer, Seehofer und vielen anderen mehr Unqualifizierten abhängig macht, sollte sich nicht hinter einer Verwolkung des Anstand verstecken.

Richtig, aber leider zu spät

3.) Merkels letztes Bund-Länder-Treffen

Der Coronabeschluss von Noch-Kanzlerin Merkel, Nachfolger Scholz und den Mi­nis­ter­prä­si­den­t:in­nen war überfällig. Er geht nicht weit genug. Um große Worte war das Bund-Länder-Treffen noch nie verlegen. In einem „Akt der nationalen Solidarität“ würden sie jetzt „gemeinsam dafür sorgen, dass die Infektionszahlen wieder sinken und unser Gesundheitssystem entlastet wird“. So steht es in dem am Donnerstag gefassten Beschluss von Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel, ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz und den Länderre­gie­rungs­che­f:in­nen. Schade nur, dass dieser „Akt der nationalen Solidarität“ so spät kommt. Tausende Menschen könnten noch leben, wenn die verantwortlichen Po­li­ti­ke­r:in­nen in Bund und Ländern zum rechten Zeitpunkt ihrer Verantwortung gerecht geworden wären. Dann wäre Deutschland nicht bloß bei der ersten Welle vor der Welle gewesen. Nun also sollen sehr weitreichende 2G-Regeln die Rettung aus der Not bringen. Bundesweit wird der Bewegungsspielraum für Ungeimpfte stark eingeschränkt: Kinos, Theater, Gaststätten und Sportveranstaltungen sind für sie tabu, auch dürfen sie nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs betreten und sich jenseits des eigenen Haushalts mit höchstens zwei weiteren Personen treffen. Das sind harte Maßnahmen, die angesichts der dramatischen Coronalage aber nicht unangemessen scheinen – zum Schutz der Ungeimpften, aber auch der Geimpften, die noch auf ihre Boosterung warten müssen. Größere Wirkung werden die neuen Regeln jedoch nur entfalten können, wenn ihre Einhaltung auch konsequent kontrolliert wird. Das ist fraglich. Merkel hat gewarnt und gedrängt Vor allem aber: Sie kommen mal wieder zu spät. Die Infektionszahlen sind auch deshalb so hoch, weil inzwischen bei vielen Geimpften der Impfschutz stark nachgelassen hat. Solange sie nicht geboostert sind, wäre daher 2G-Plus die angemessene Lösung.

TAZ-online

*********************************************************

Sollte das einstige Versagen eines Genossen wirklich als einmaliger Vorfall einen persönlichen Idioten zugeschrieben werden wollen? Wo ist die ganze Bande des Schröder-Clan heute untergetaucht? Ein Anspruch auf die Allmächtigkeit in einer neuen Partei ist noch als viel schlimmer zu bewerten, da keine persönliche Lehren gezogen wurden.

Wie Klingbeil und Kühnert die SPD zur Kanzlerpartei machen wollen

4.) Die Lafontaine-Lehre von 1998

Lars Klingbeil will als Parteichef dafür sorgen, dass Scholz in Ruhe regieren kann. Kevin Kühnert, künftiger Generalsekretär, wird dabei zum Seismografen. Die neue Zeit bei der SPD zeigt sich im Büro von Lars Klingbeil, es mutet an wie ein Probenraum. In der Ecke eine Gitarre, der künftige SPD-Chef hat früher in der Rockband „Sleeping Silence“ gespielt. Nicht zu übersehen ist ein noch nicht ausgepackter riesiger Verstärker neben dem Schreibtisch. Den hat der Sänger Thees Ullmann, Gründungsmitglied der Band Tomte, unten an der Pforte des Willy-Brandt-Hauses abgegeben – damit Klingbeil im Büro endlich mal richtig aufdrehen und Musik machen kann. Bleibt zu hoffen, dass es die Willy-Brandt-Skulptur im Atrium nicht umhaut. Dort ist bereits alles bestuhlt, auf einer virtuellen roten Leinwand steht „Außerordentlicher Bundesparteitag 2021“. Es wird ein historischer, wenn auch nur wenige vor Ort sein werden und er überwiegend virtuell stattfinde. Der Koalitionsvertrag wird, so viel ist sicher, mit großer Mehrheit angenommen und damit der Weg für die Kanzlerschaft von Olaf Scholz geebnet.

Tagesspiegel-online

*********************************************************

Müsste sich bei einer Pastorentochter nicht die Schamesröte im Gesicht zeigen, von einer staatlich, militärischen Kriegsmaschinerie in das zivile Leben zurück dudeln zu lassen? Wo bleibt hier das schlechte Gewissen einer bekennenden Christin? Wie gut das diese Weltverschwörer-Innen immer weniger werden.

File:Bundesarchiv Bild 183-S88796, Berlin, Fackelzug zur Gründung der DDR.jpg

Großer Zapfenstreich: Das musikalische »Wünsch-dir-was« von Angela Merkel

5.) Bei meiner Seel’

Zugegeben, für meinen Weg nach oben, an die Spitze des Machtapparats, habe ich bisher nichts getan. Ich schlafe halt gern länger. Aber wenn es dann irgendwann so weit sein wird und wenn es dann – so viel Demokratie soll schon sein – irgendwann auch vorbei gewesen sein wird, dann wüsste ich drei Titel, die beim Großen Zapfenstreich mir zu Ehren gegeben würden: »Aber hier leben, nein danke« von Tocotronic, gefolgt von Patti Smiths »Gloria« (»Jesus died for somebody’s sins but not mine …«) und zum Abschluss – ich bin im tiefsten Inneren ja doch Traditionalist – das »Solidaritätslied«. Aufgespielt würde selbstredend nicht von irgendeiner Militaristencombo, sondern von der Sogenannten anarchistischen Musikwirtschaft. Aber der Reihe nach: Nun war erst einmal Frau Dr. Angela Merkel dran. Preußischer Firlefanz und Musikauswahl waren für sie sicher – so kennen wir sie – alternativlos. Auf »Großer Gott, wir loben dich« kommt man auch nur, wenn man das Kanzleramt mit der Kirchenkanzel verwechselt. Aber ein bisschen Witz hat sie doch, die Frau Kanzlerin. Florett weg und Floristensound raus: »Für mich soll’s rote Rosen regnen« von der Skandalnudel der alten Bundesrepublik Hildegard Knef. Ganz im Zeichen der herrschaftlichen Altersweisheit steht Nina Hagens »Du hast den Farbfilm vergessen«. Beweist sich da spät doch noch eine als Kanzlerin des Ostens? Dass die »Godmother of Punk« jetzt aber von einem Haufen autoritätshöriger Uniformierter interpretiert wurde, tut auch ein bisschen weh. Oder wie Kurt Tucholsky formulierte: »Kopf ab zum Gebet!«

ND-online

*********************************************************

Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

*********************************************************

Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

*********************************************************

Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

************************

Unten        —    Namensnennung: Bundesarchiv, Bild 183-S88796 / CC-BY-SA 3.0

Berlin, Fackelzug zur Gründung der DDR

ADN-ZB/Zühlsdorf Gründung der Deutschen Demokratischen Republik am 7.10.1949 Anläßlich der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik am 7.10.1949 und der Wahl des Staatspräsidenten Wilhelm Pieck am 11.10.1949 durch die Provisorische Länderkammer und die Provisorische Volkskammer, fand in den Abendstunden des 11.Oktober 1949 eine Massenkundgebung auf dem August-Bebel-Platz in Berlin statt.

FDJ im Demonstrationszug

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>