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RENTENANGST

DL – Tagesticker 04.06.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 4. Juni 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) BEZÜGE – Die  Rentenerhöhung  – . –  2.) Zugunglück bei Garmisch  – . –  3.) Scholz aus der Reserve gelockt  – . – 4.) Koalition ohne Antwort auf die hohe Inflation  – . –  5.) Goodbye Turkey, merhaba Türkiye  – . –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

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Die versprochene Rentenerhöhung ist kein Ersatz für das über Jahrzehnte andauernde Abzocken durch unwürdige, politische Clan Mitglieder, welche sich im gleichen Zeitraum über alle Maßen, die eigenen Taschen auf Kosten ehemaliger Leistungsträger gefüllt haben. Aber zu einem politischen Trüffelschwein muss Mensch wohl geboren werden. Die Verhältnisse sehen doch folgendermaßen aus: „Bei Einem Euro in den Rententopf – fließen zuvor 100 Hundert Euro in den eigenen fetten Kropf:“

Renten steigen so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr

1.)  BEZÜGE – Die  Rentenerhöhung 

Zum Wochenabschluss verabschiedet der Bundestag noch Verbesserungen für Millionen Rentnerinnen und Rentner. Im Sommer steigen die Bezüge so stark wie lange nicht. Doch die Inflation trübt die Freude. Die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland erhalten zum 1. Juli eine so kräftige Erhöhung ihrer Bezüge wie seit Jahrzehnten nicht. Im Westen steigen die Renten um 5,35 Prozent, im Osten um 6,12 Prozent. Mit dem Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) beschloss der Bundestag zudem Verbesserungen für Menschen, die schon länger Erwerbsminderungsrente beziehen. Das Gesetz wurde am Freitag mit den Stimmen der Koalition, der Union und der AfD verabschiedet. Mit dem Gesetz führt die Regierung den Nachholfaktor in der Rentenversicherung wieder ein. Dieser Faktor dämpft die Rentenerhöhung. Damit soll ausgeglichen werden, dass die Rentnerinnen und Rentner im vergangenen Jahr vor einem eigentlich damals fälligen Rentenminus verschont wurden. Eine Rentengarantie sorgte 2021 noch für eine Nullrunde – trotz der negativen Nachwirkungen des Corona-Einbruchs vom Vorjahr auf die Rentenkasse. Ein wesentlicher Grund für die trotz Nachholfaktor kräftige Rentenerhöhung ist die positive Lohnentwicklung aufgrund einer guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) deutlich machte.

WirtschaftsWoche-online

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Waren die Anforderungen für die Bayrische Bahn mit Einführung des Neun-Euro Ticket vielleicht doch zu hoch und  wurden die technischen Fähigkeiten das Fahrzeug überfordert? Aber die fachliche Beurteilung des Unglück wollen wir lieber den dafür zuständigen Experten überlassen – Experten haben ja soooooo viel Ahnung.

Mindestens vier Tote, wohl 40 Verletzte – Technik nach erstem Verdacht Ursache

2.)Zugunglück bei Garmisch

Die Polizei korrigiert die Vermissten- und Verletztenzahl: Martin Emig, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, sagte, dass man derzeit von unter zehn Vermissten ausgehe. Man habe Verletzte in Krankenhäusern identifizieren und gesuchte Personen zu Hause antreffen können. Die Situation sei allerdings dynamisch und könne sich stetig verändern. Zudem spricht die Polizei aktuell von 40 verletzten Menschen, von denen drei schwer verletzt seien. Von den etwa 140 Menschen im Zug starben mindestens vier. Zudem gab es etwa 30 Verletzte, darunter mehrere Kinder. Einige Opfer erlitten schwerste Verletzungen und mussten notoperiert werden. Es war eines der schwersten Bahnunglücke der vergangenen Jahre in Deutschland. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schloss nicht aus, dass unter den umgestürzten Waggons noch weitere Opfer entdeckt werden könnten. Drei Tote waren unter dem Zug gefunden worden, ein vierter Mensch starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Herrmann machte sich am Freitagnachmittag vor Ort ein Bild der Lage und sagte dem Bayerischen Rundfunk am Abend, dass noch mehrere Menschen als vermisst gelten. Es könne sich aber auch um die Schwerverletzten in den Kliniken handeln, dies müsse die Polizei noch ermitteln.

Merkur-online

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Wer hätte denn nicht geglaubt das Politiker-Innen immer nur auf ihren Geistlosen Felgen fahren, wenn sie denn selber einmal das Steuer übernehmen? War diese Aktion im Bundestag, mehr als das in der Politik immer nach Ende des Krieges übliche Übergabe des Staffelstab aus der Opposition?  Vielen trägen Jahren einer CDU Besetzerin folgt nun der Kassentausch mit der SPD ? Immer gibt von beiden Einer und der Andere nimmt! Für solcher Art von Spielchen findet sich auch immer eine passende Tauschbörse. Was Besuche auf Religionstagungen nicht alles Offenbaren können ?

Mehr Geld für die Bundeswehr

3.) Scholz aus der Reserve gelockt

Kanzler Scholz hat seine Mehrheit für das Sondervermögen zusammenbekommen. Aber in die alte Rolle des Zauderers kann er schnell wieder zurückfallen. Für Bundeskanzler Olaf Scholz ist die Woche doch noch gut zu Ende gegangen – und das hat viel mit Friedrich Merz zu tun. Der Bundestag hat am Freitag mit den Stimmen der Ampel und der Union das Grundgesetz um das 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr erweitert, das ja kein Vermögen, sondern die Erlaubnis zum Schulden machen ist. Damit hat Scholz eines der zentralen Versprechen aus seiner „Zeitenwende-Rede“, die er kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Bundestag hielt, eingelöst. Dem Kanzler dürften mehrere Steine vom Herzen gefallen sein. Ein Scheitern des Sondervermögens – wie im Fall der von Scholz ebenfalls unterstützten Impfpflicht – hätten der Ampel einen schweren Schlag versetzt; und es bleibt offen, ob sie sich davon überhaupt erholt hätte. Dass Merz nun vor Selbstbewusstsein strotzend im Bundestag nicht ganz wahrheitsgemäß verkündete, die Bundesregierung sei auf alle Forderungen der Union eingegangen, und nur deshalb habe diese zugestimmt, dürfte da das kleinere Übel sein. Eher handelt es sich um eine Win-Win-Situation (was nicht für die Grünen gilt, aber von denen soll hier nicht die Rede sein). Eine Win-Win-Situation gab es auch bei der Generaldebatte im Bundestag, bei der der Kanzler Merz einen bemerkenswerten Auftritt zu verdanken hat – zumindest teilweise. Der Oppositionsführer, der traditionell die Generaldebatte in der Haushaltswoche eröffnet, lockte Scholz mit Vorwürfen, Unterstellungen und Fragen zum Ukrainekrieg aus der Reserve. Der ließ sein Redemanuskript erst einmal liegen, sprach klarer als sonst – und sogar mit Leidenschaft. Als er dann noch von Munition bis Sprengmaterial herunterratterte, was Deutschland der Ukraine bereits alles geliefert habe, auf versprochene Haubitzen und Geparde sowie Panzer im Ringtausch verwies und zudem ankündigte, nun käme noch das Flugabwehrsystem Iris-T und ein hochmodernes Ortungsradar dazu, da schien das Image des Zögerns und Bremsens – für das der Kanzler seit Wochen in der Kritik steht – von diesem abzufallen.

TAZ-online

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Wer würde aus der Gesellschaft nicht diese Aussage bestätigen wollen welche da lautet: „Ein Kanzler sollte schon die Grundschule besucht haben, bevor er den Glauben übernimmt, als Bürgermeister alles schon erlernt zu haben?  Der Geschäftsmann würde hier sagen – es war schon immer sehr leicht, fremde Gelder ohne jede persönliche  Haftung auszugeben.“

Ampel Sondierungen und FridaysForFuture protestieren 2021-10-15 169.jpg

Die Inflation steigt auf Rekordhöhe und wird zur Gefahr für die Stabilität der Gesellschaft. Aber der Regierung fällt dazu nur wenig ein

4.) Koalition ohne Antwort auf die hohe Inflation

Im Mai betrug die Inflationsrate 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, Energie verteuerte sich um 38 Prozent, Lebensmittel um elf Prozent. Seit drei Monaten liegt die Inflation jetzt schon über sieben Prozent: Für alle Menschen, deren Gehalt, Rente oder Sozialhilfe nicht ebenso viel gestiegen ist, bedeutet das eine reale Kürzung der Mittel, mit denen sie ihr Leben bestreiten. Der Ampel brennt der Hut. Denn die Geldentwertung betrifft alle, aber nicht alle im selben Maße. Für die einen folgt aus ihr, dass die Urlaubsziele nachjustiert werden müssen: statt Karibik doch nur eine Woche Mittelmeer, weil die Gasnachzahlung die paar Tausend Euro Unterschied aufgefressen hat. Für andere folgt aus der Inflation, dass man jetzt statt zum Bio-Supermarkt öfter zum Billigdiscounter umschwenkt, dass man die Schuhe länger aufträgt, Restaurants seltener besucht. Für die Letzten bedeutet es: existenzielle Entscheidungen. Verschulden oder Mangelernährung. Waschmaschinenreparatur oder Freibad. Der Ampel brennt der Hut, oben raucht es schon heraus: Die Koalitionsparteien der Bundesregierung hören die Rufe des Souveräns und sie hören die Signale aus Frankreich, wo die Rechtsextreme Marine Le Pen mit ihrem Eingehen auf die Existenzsorgen und Abstiegsängste, die für viele aus der Geldentwertung erwachsen, einen Endspurt bei der Präsidentschaftswahl hingelegt hat, dass es Amtsinhaber Emmanuel Macron angst und bange wurde.

Der Freitag-online

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Jetzt werden sich aber besonders unsere Berliner Rosstäuscher große Sorgen machen, wie denn Deutschland einmal heißen wird? Folgerichtig können wir dem UNO-Beschluss aber entnehmen, das auch dort niemand mehr an ein „Höheres Wesen“ glaubt, welches hier mit Hirn auf ihre kleinen Versager wirft.

Die Türkei heißt laut UNO-Beschluss ab sofort Türkiye

5.) Goodbye Turkey, merhaba Türkiye

Mit sofortiger Wirkung soll die Türkei auf dem internationalen Partkett „Türkiye“ genannt werden. Der Namenswechsel hat auch Image-Gründe. Die UNO hat den Namenswechsel der Türkei bestätigt: Das Land wird ab sofort in allen Sprachen Türkiye genannt. Die englische Bezeichnung Turkey werde auf Bitten der Regierung in Ankara nicht mehr verwendet, teilte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Donnerstag mit. Die Türkei habe am Mittwoch einen entsprechenden Antrag bei den Vereinten Nationen gestellt. Mit der offiziellen Umbenennung auf internationalem Parkett will die Türkei den Wert der Marke „Made in Türkiye“ steigern – und zugleich auch die Bezeichnung Turkey loswerden, da das Wort im Englischen mehrere Bedeutungen hat: Neben der Länderbezeichnung für die Türkei kann damit auch der Truthahn gemeint sein. Zudem wird es umgangssprachlich auch im Sinne von Flop oder Idiot verwendet.

Tagesspiegel-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

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Unten     — Protest von FridaysForFuture und Anderen, sowie Ankunft der Verhandlungsteilnehmenden an der Messe Berlin zum letzten Tag der Sondierungsgespräche für eine Ampelkoalition.

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