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RENTENANGST

DL – Tagesticker 04.01.2023

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 4. Januar 2023

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Leseauswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Es droht ein brodelnder Januar in Frankreich – . –  2.) So werden Sie ein besserer Chef  – . –  3.) Provokation auf dem Tempelberg  – . –  4.) Schluss mit den Andrew Tates dieser Welt  – . –  5.) „Berlin entwickelt sich zu einer Chaos-Stadt“  – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine gute Unterhaltung.

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Gibt es in der EU immer nur ein „Weiter so“, steht nicht nur Frankreich vor einem politischen Chaos ! Bevor sich Laien in der Politik versuchen, sollten sie sich erst einmal in einen Kinderchor ausprobieren.  Da erlernen sie vielleicht das Singen in verschiedenen Tonlagen ?

Emmanuel Macron besteht auf der Umsetzung einer Rentenreform in diesem Jahr – Gewerkschaften und Opposition rüsten sich zum Kampf und Beobachter warnen vor einer „Gelbwestisierung“.

1.) Es droht ein brodelnder Januar in Frankreich

Es war nur eine simple rhetorische Frage in einer Silvesteransprache, aber Emmanuel Macron brachte sie heftige Kritik ein. In seiner Rede zählte der französische Präsident die Herausforderungen auf, die das Jahr 2022 bereithielt. Wer hätte den Krieg auf europäischem Boden vorhersehen können, fragte er, die tausenden Toten und Millionen Flüchtlinge, die Inflation oder „die Klima-Krise mit spektakulären Effekten in unserem Land“? Sofort folgte ein empörter Aufschrei von Wissenschaftlern und Klima-Aktivisten: Seit langem warnten sie genau davor, Macron rechtfertige nur seine eigene Untätigkeit in Sachen Klimaschutz. Für den 45-Jährigen ist es der schroffe Beginn eines Jahres, das schwierig werden dürfte. Am Freitag trifft er Vertreter des Gesundheitswesens vor dem Hintergrund einer Krise in den überlasteten Krankenhäusern. Anfang der Woche empfing die Regierung die Vereinigung der Bäcker, für die die hohen Energiepreise teils existenzbedrohend werden; ihnen wurden Hilfsmaßnahmen versprochen. Am nächsten Dienstag stellt Premierministerin Élisabeth Borne die Grundzüge der Rentenreform vor, die Macron bis zum Sommer umsetzen will, als sein wichtigstes Projekt dieser Amtszeit. Präsident Macron will das Renteneintrittsalter anheben. Schon 2019 machte der Präsident einen ersten Anlauf, um das Renteneintrittsalter zu erhöhen und die 42 bestehenden Systeme für verschiedene Berufsgruppen in ein einziges zu überführen. Nachdem das Gesetz nach zähen Streiks fast beschlossen war, setzte die Corona-Pandemie ein und Macron legte das Vorhaben auf Eis.

Augsburger-Allgemeine-online

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Ein Beitrag vom Fach für Werdende oder sich schon selber vom Führungsanspruch befreite Politiker-innen.  Die Clans in den Parteien suchen sich immer ihre Schrittmacher selber aus! Wer glaubt ein Guter Führer-in zu sein möge die Geschichte lesen, womit wir schon wieder bei den Republikaner-innen endeten.

FÜHRUNGSKULTUR – Gerade in schwierigen Zeiten kommt es auf gute Führung an. Die deutschen Manager stecken allerdings in einer Identitäts- und Sinnkrise. Doch es gibt einen Ausweg – und der könnte über Elon Musk führen.

2.) So werden Sie ein besserer Chef

Die wenigsten Chefs machen sich wirklich Gedanken über ihre Führung. Und das merkt man, findet Armin Trost. „Die meisten Führungskräfte haben überhaupt kein Selbstbild. Zumindest verfügen sie über kein klares Führungsverständnis“, kritisiert der Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Hochschule Furtwangen. „Wenn man sie fragt, wie sie führen, kommen bei acht von zehn eher unausgereifte diffuse Antworten.“ Und das ausgerechnet in einer Zeit, in denen es an zu meisternden Problemen gewiss nicht mangelt: Es fehlt allerorten an Personal, die politische Weltlage drückt auf die Stimmungdie Inflation aufs Portemonnaie. Aber Führungskräfte, so beobachtet auch Coach Alexander Groth, seien dem nicht gewachsen. Sie „erkennen die eigenen Grenzen, sind häufig am Limit und das macht nicht unbedingt selbstbewusst. Viele Führungskräfte bis hin zum oberen Management wirken auf mich daher verunsichert.  Zwar wertet Groth den Erfolg der Bundesrepublik als Exportnation durchaus als Indiz für eine allgemein ordentliche Performance in den Chefetagen. „Wir wären nicht gut, wenn hier niemand führen könnte.“ Und doch gebe es typisch deutsche Fehler. „Ein großes Manko ist das schwäbische Lob ‚Net geschimpft, is gnug globt‘, das immer noch in vielen Unternehmen praktiziert wird“, sagt der Experte. Er sieht darin einen Grund, warum sich Unternehmen so schwertun, junge Talente zu gewinnen – und an sich zu binden. „Denn die junge Generation wünscht sich laut allen Studien nichts mehr als positives Feedback. Und genau das bekommen sie in Deutschland nicht oder zu wenig – und gehen dann.“ Was sollten Sie sich von Elon Musk abschauen?

WiWo-online

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Da wären wir ja erneut bei den Verbrüdernden gelandet ! Ein Troll läuft selten alleine in der Gegend umher. Was der Eine nicht weiß oder versteht, hat der Andere schon vor tausenden vor Jahren gesehen und niedergeschrieben, gleichwohl aus jenen Zeiten keine weiteren Schriften vorhanden sind. Die meisten Märchen wurden erst in der Neuzeit geschrieben, nachdem die Bürger-innen auch gelernt hatte sie zu lesen. Kriege sind nicht zufällig durch Religionen oder aus der Politik entstanden. Wo der Eine seine Märtyrer sucht, hat der Andere seine Mörder lange als Helden begraben.   

Spiel mit dem Feuer – Kaum eine Woche im Amt, besucht Israels radikaler Minister Ben-Gvir den umstrittenen Tempelberg. Eine Eskalation nimmt er damit billigend in Kauf.

3.) Provokation auf dem Tempelberg

Wer noch Hoffnung hatte, dass sich der radikale Siedlerführer Itamar Ben-Gvir als Minister zahmer geben würde, musste enttäuscht werden. Der wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung mehrfach verurteilte neue Chef im Ministerium für nationale Sicherheit setzt auf Eskalation: Nichts konnte diese Haltung klarer demonstrieren als der Besuch auf dem Tempelberg knapp eine Woche nach Amtsantritt. Natürlich ist sich Ben-Gvir der Brisanz des Tempelbergs bewusst. Im September 2000 entzündete sich die zweite Intifada, als der damalige Oppositionsführers Ariel Scharon in Begleitung eines riesigen Sicherheitsaufgebots den Tempelberg besuchte. Und auch für den Krieg im Mai 2020 spielte der Tempelberg eine zentrale Rolle. Schon damals war Ben-Gvir an der Eskalation beteiligt. Regierungschef Benjamin Netanjahu gilt nun als der Moderate dieser Regierung. Dass er Ben-Gvir nicht von seinem Besuch abgehalten hat, zeigt, wie wenig Netanjahu seine ultrarechten Koalitionspartner derzeit bremsen kann oder will. In den wenigen Tagen seit der Vereidigung der Regierung hat der ohnehin rechte Regierungsdiskurs einen weiteren großen Sprung nach weit rechts außen gemacht. Die erste Klausel der gemeinsamen Koalitionsvereinbarung schreibt das „exklusive Recht auf alle Teile des Landes“ fest – inklusive der Gebiete „Judäa und Samaria“. Judäa und Samaria sind die von der israelischen Rechten verwendeten biblischen Bezeichnungen für das palästinensische West­jordan­land. Bahn frei für die Annexion.

TAZ-online

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Liegt der Schlüssel vielleicht in den Artikel unter der heutigen Nr. 3 begraben ? Nur in der Politik werden Frauen als Gleichberechtigte geschätzt – na ja – wenigstens nach Außen hin ? Vielleicht lassen sich unter den Geschlechtern manchmal keine Gleichdummen finden, so das auch einer Frau die Möglichkeit zum Führen geboten wird ?

Ein guter Vorsatz für 2023: – Nicht nur misogyne Influencer haben ein frauenverachtendes Weltbild. Sexismus reicht bis tief in die Mitte unserer Gesellschaft. Es ist Zeit, das zu ändern. 

4.) Schluss mit den Andrew Tates dieser Welt

Stellt euch vor: Rund ein Drittel der Männer hat ein geschlossen antifeministisches Weltbild – und fast niemand redet darüber. Von der politischen Notwendigkeit, entsprechende Mittel dagegen zu finden, mal ganz abgesehen. Vor knapp zwei Monaten, im November 2022, wurden die neuesten Befunde der Leipziger Autoritarismus-Studie veröffentlicht. Seit 20 Jahren werden mit dieser Einstellungsstudie rechte Denkmuster und autoritäre Einstellungen erfasst. Mehr als 2.500 Menschen wurden dazu bundesweit befragt. Finanziert wird das Ganze von der den Grünen nahen Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung. Das Ergebnis? Die Lage ist alarmierend. Antifeministische und sexistische Einstellungen sind in Deutschland weit verbreitet, nicht nur unter Rechten, wie oft vermutet wird. Rund ein Viertel der Deutschen stimmt antifeministischen und sexistischen Aussagen zu. Vor zwei Jahren lag dieser Anteil noch bei knapp einem Fünftel. Traditioneller Sexismus habe unter Pandemiebedingungen sogar eine „teilweise Revitalisierung“ erfahren, so die Studienleiter. Bemerkenswert ist, dass auch knapp ein Fünftel der Frauen antifeministische Einstellungen hat. Auch wenn in den vergangenen Jahren feministische Ziele weitaus mehr ins Blickfeld gerückt sind und teilweise sogar erreicht wurden – Themen wie reproduktive Selbstbestimmung oder Debatten um Konsequenzen von sexualisierter Gewalt durch Männer –, der Antifeminismus lehnt genau diese Entwicklungen ab. Denn die patriarchale, heteronormative Dominanz mit klaren Rollenvorstellungen soll beschützt werden.

Freitag-online

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Sie sind zwar warm und Brüderlich – doch warme Brüder sind sie nicht? Aber sie sind wieder da – die Republikaner mit ihren Gedöns an Fahnen, Hymnen und dem einäugigen Adler unter der Zirkuskuppel ihres Reichtages oder ihres Freistaat ! Aber gemach, gemach : „Niemand hatte doch den beiden langjährigeren Vorzeigeversagern aus den Musterclan Parteien empfohlen auch einmal ihre eigenen Fehler aus der Vergangenheit einzugestehen.“ Hatten nicht alle ihre Vorgänger-innen aus den Parteien die Möglichkeit, in die Steuern für Knallköpfe auch die anschließende Entsorgung einzupreisen? Die Knaller könnten doch die Körper unbezahlbar machen, oder geht es einmal mehr nur um Migranten?

Merz und Söder kritisieren Giffeys Regierung nach Silvesterkrawallen. Das Land Berlin werde mit der Lage nicht fertig, sagt CDU-Chef Merz. CSU-Chef Söder argumentiert ähnlich. Die Berliner Polizei werde von der Koalition im Stich gelassen.

5.) „Berlin entwickelt sich zu einer Chaos-Stadt“

Nach den Silvesterkrawallen in Berlin werfen Unionspolitiker der rot-grün-roten Hauptstadt-Regierung eine Mitschuld vor. CDU-Chef Friedrich Merz sagte dem „Münchner Merkur“: „Die Chaoten, viele davon mit „Migrationshintergrund“, fordern mit ihrer Randale den Staat heraus, den sie verachten.“ CSU-Chef Markus Söder sagte: „Berlin entwickelt sich leider zu einer Chaos-Stadt – beginnend bei der Politik, die weder Wahlen organisieren noch die Sicherheit ihrer Bürger garantieren kann.“ Die Union handelte sich ihrerseits den Vorwurf ein, Wahlkampfmanöver zu fahren und rassistische Ressentiments zu bedienen. In der Nacht zum Neujahrstag waren in mehreren deutschen Städten Polizisten und Feuerwehrleute im Einsatz angegriffen worden, unter anderem mit Böllern und Raketen. Besonders heftig waren die Attacken in einigen Vierteln von Berlin. Es seien 355 Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei am Dienstagabend. 145 Menschen seien vorläufig festgenommen worden – alle Verdächtigen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gekommen. Es seien insgesamt 18 verschiedene Nationalitäten erfasst worden. 45 der Verdächtigen hätten die deutsche Staatsangehörigkeit, 27 Verdächtige seien afghanischer Nationalität, und 21 seien Syrer. Das Land Berlin werde mit der Lage nicht fertig, sagte Merz dem „Münchner Merkur“. Seit Jahren begrenze der Senat aus politischen Motiven die Rechte und Einsatzmöglichkeiten der Polizei. CSU-Chef Söder argumentierte ähnlich. Die Berliner Polizei werde von der Mehrheit aus SPD, Grünen und Linken im Abgeordnetenhaus im Stich gelassen, sagte er.

Tagesspiegel-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tun haben.  Danke !

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Oben     —   DL / privat – Wikimedia

Ein Kommentar zu “DL – Tagesticker 04.01.2023”

  1. Zwergenmama sagt:

    zu 1
    Wir gehen ja sehr sorgfältig mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler um
    https://www.youtube.com/watch?v=3EW1CjjAhTk

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