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DL – Tagesticker 02.09.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 2. September 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Thema – Schurken welche glauben die Welt zu bedeuten und sie fast nur noch die Politik aufzuweisen hat, da mit dem Sklavenhaltern, der Adel in diesen Land abgeschafft wurde und nur noch ab und an in Teilen des Staats-Funk und  der hoffierenden  -Presse Gehör findet.

Was wird in Erinnerung bleiben von der Politik Horst Seehofers?

1.) Flüchtlinge : Scham und Schande

Horst Seehofer galt einmal als Verteidiger der Schwachen. Dieses Image ruiniert er selbst, seit er an der Seite gleichgesinnter Europäer demonstrativ jene kalten Herzens abweist, die in Afghanistan um ihr Leben fürchten. Das ist ein Trauerspiel für Deutschland und Europa. Er hatte mal ein Herz für die sogenannten kleinen Leute. Er kämpfte für sie bei Jobs, Renten und der Gesundheitsversorgung. Und er ärgerte damit manchen Kollegen und manche Kollegin bis aufs Messer. Edmund Stoiber konnte darüber jahrelang ein mühseliges Lied singen. Aber auch Angela Merkel bekam seine leidenschaftliche Hartnäckigkeit zu spüren, als sie in der Gesundheitspolitik für eine Kopfpauschale kämpfte und Seehofer sich querstellte. Dickköpfig in der Sache war er und empathisch im Einsatz für jene, die keine lauten oder gar mächtigen Fürsprecher hatten. Den Helferinnen und Helfern eine sichere Zukunft bieten – das wäre eine hoffnungsfrohe Botschaft. Man stelle sich vor, Seehofer würde das heute für die Bedrohten in Afghanistan machen. Er würde bei den EU-Innenministern mit dem gleichen Herzen für die Aufnahme von denen kämpfen, die für Europäer arbeiteten und sich auf ein freies Leben freuten, aber jetzt um ihr Leben fürchten müssen. Seehofer würde sich an die Seite des tapferen Herrn Asselborn aus Luxemburg stellen – und all jenen in Europa die Leviten lesen, die selbst jetzt noch in der Lage sind, Europas Tore zu versperren, statt Helfern, Unterstützern, Mitstreitern eine sichere Zuflucht zu bieten. Es wäre eine wunderbare und eine angemessene Botschaft. Es stünde Seehofer gut zu Gesicht, und es würde wenigstens ein klein wenig von dem Schmerz lindern, den Deutschland, Europa, die USA vielen Frauen und Männern in Afghanistan inzwischen angetan haben.

Süddeutsche-Zeitung

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Müsste nicht so ein Wahlkampf ein Leckerbissen für jede/n Politiker-In sein, da sich Merkels-Einstellung des „weiter so“ als größter Rohrkrepierer nach Adenauer erwiesen hat? Wo stände denn Merkel heute – wäre es ihr nicht gelungen einen großen Teil des Staats-Funk sowie der -Presse wohlwollend durch ihre Raute zu ziehen?

Eigentlich müsste Scholz Laschet zur Weißglut treiben

2.) Wer ist der wahre Merkel-Erbe?

Für die Union wird es immer enger und Merkels Stille gibt Scholz die Chance, sich als Nachfolger zu inszenieren. Während Merz die Kanzlerin fordert, bleibt einer entspannt: Laschet ist mit Merkel „im Reinen“. Kostet ihn das den Wahlsieg? Wer formt die bessere Raute? Der Wahlkampf nimmt an Fahrt auf, seit sich die Kandidatin und Kandidaten fürs Kanzleramt im Triell auf ntv und RTL direkt miteinander maßen. Zu einer der zentralen Fragen im Wettbewerb entwickelt sich das „Erbe“ der amtierenden Regierungschefin. Wer genießt die Gunst Angela Merkels? Und vor allem: Wen halten die Wählerinnen und Wähler für ihren legitimen Nachfolger? Denn Merkels unangefochtene Spitzenposition im Politiker-Ranking legt nahe, dass man sich dieser Tage mit Nähe zur Kanzlerin noch einige Stimmen sichern kann. „Mein rechter, rechter Platz ist frei, ich wünsche mir den Armin herbei“ – unter normalen Umständen wäre zu erwarten, dass ein Bonus durch Nähe zur Kanzlerin in jedem Fall an den Kandidaten ihrer eigenen Partei geht, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Laschet also. Aber die Umstände sind nicht normal, und dafür sorgt unter anderem die Kanzlerin selbst gleich in zweifacher Hinsicht: Sie scheidet – ein Novum seit Gründung der Bundesrepublik – freiwillig aus dem Amt, stellt sich nicht noch einmal zur Wahl. Von den Kandidaten weiß man nicht: „Können die das denn?“

ntv-online

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Es war sicher auch ein Riesenschlag gegen die anderen Kriegstreibenden Staaten in der NATO. Da es wohl demnächst einer weit größeren Leistung von Biden und seinen Nachfolgern-Innen bedarf,  sich  auf selbsternannten Gipfeln mit Landpomeranzen oder Möchtegern Napoleon-Nachfolgern um die runde Tafel zu setzen um zu lernen die von Steuergeldern bezahlten Speisen mittels Messer und Gabel (Ausspruch der „Birne“) zu verspeisen?

Bidens Rede nach dem Afghanistan-Abzug

3.) Der Abschied vom „Regime Change“

Der US-Präsident sagt Militäreinsätzen zur Umgestaltung anderer Länder ab. Für die USA heißt das, mit anderen Mitteln im Rest der Welt mitzuspielen. Es war im Wesentlichen bekannt, was US-Präsident Joe Biden am Abend des vollendeten US-Abzugs aus Afghanistan zu sagen hatte. Nur ein Satz ragte in seiner Kategorik heraus: „Es geht darum, eine Ära großer Militäroperationen zur Umgestaltung anderer Länder zu beenden.“ Der Satz geht in den USA im aktuellen Streit über die Schuld am verkorksten Abzug unter. Niemand widerspricht. Dabei ist es nun beileibe nicht so, dass Biden hier lediglich eine Binsenweisheit wiederholt hätte. Wenn das tatsächlich der neue Konsens der US-Außenpolitik wäre, dann bedeutete das wirklich das Ende einer Ära, und zwar einer überparteilichen. Die neokonservativen und die humanitärinterventionistischen Falken hätten beide ausgedient. Die Drohungen mit „regime change“ durch Militäreinsatz, die seit so vielen Jahren zumindest rhetorisch zum außenpolitischen Instrumentarium Washingtons gehören, wären Vergangenheit. Das hieße auch: Die USA müssten ihre Stärke als Global Player wieder aus anderen Faktoren ziehen als aus ihrer Feuerkraft.

TAZ-online

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Wie schön das es auch noch Kinder gibt, welche auf weniger von diesen Scheinheiligen Vätern treffen. Ist Söder vielleicht der heimlicher Chef hinter der Stiko (Stecher-Kohorte)? Zuzutrauen wäre dem Alm-Einöden sicher vieles und mehr.

„Auch der Heilige Vater ist zwei Mal geimpft“

4.) SÖDER ERKLÄRT CORONA-POLITIK

In Bayern soll es im privaten Rahmen künftig keine Kontaktbeschränkungen mehr geben, Clubs und Discos sollen bald wieder öffnen dürfen. Die Opposition fragt Markus Söder nach Luftreinigern für Klassenzimmer, die er versprochen hatte. Nicht wenige Abgeordnete des Bayerischen Landtags dürften es bereuen, dass sie Ministerpräsident Markus Söder in der Frühphase der Pandemie aufgerufen haben, das Parlament stärker zu beteiligen. Seither jagt eine Regierungserklärung die nächste. Wegen einer neuerlichen Sondersitzung am Mittwoch konnte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) die Karpfensaison nicht persönlich eröffnen, andere Abgeordnete mussten vorzeitig aus dem Urlaub zurückkehren – und das für Lockerungen, die Söder schon mehrmals verkündet hatte. Für die AfD war das Grund genug, von einer „Farce“ zu sprechen. Söder jedoch hielt es für richtig und wichtig, auch im Hohen Haus die „neue Realität“ darzulegen. Der entscheidende Faktor, der die jetzt rollende vierte Welle von den vorausgegangenen unterscheide, sei das Impfen. 60 Prozent Vollgeimpfte gebe es in Bayern – genau gesagt sind es 58,8. Inzidenz unter Jugendlichen hoch.

FAZ-online

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Das Leben im Höhenrausch dieser Drei,  war aber nicht von allzu langer Dauer. Wurde die Rechnung aus der Rotlicht Umgebung  vielleicht selbst dem Genossen aller Gossen zu hoch ? Nach Hoch und Höher erfolgt bei vielen ein tiefer Fall.

Koalitionsdebatten

5.) Alles für den Markt

SPD und Grüne sind in vielen Umfragen im Aufwind. Ihre letzte gemeinsame Regierungszeit weckt allerdings keine guten Erinnerungen. Aus Ökonomie und Zeitgeist entstand einst die grüne Bewegung. »Wut über die staatstragende Atomclique war treibende Kraft der Proteste in Wyhl, Brokdorf und Wackersdorf«, heißt es am Beginn der offiziellen Chronik der 1980 gegründeten Partei. Knapp zwei Jahrzehnte dauerte es, bis »Müslifresser« und »Latzhosenträger« im Establishment angekommen waren: Auf Bundesebene regierten Bündnis 90/Die Grünen und die »alte Tante« SPD dann gemeinsam von 1998 bis 2005. Unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) stellten die Grünen in zwei Legislaturperioden jeweils drei Bundesminister, darunter den schillernden Vizekanzler und Außenminister Joschka Fischer. »Noch heute«, lobt die Grünen-Chronik, »sind wir skeptisch, wenn Großkonzerne Allianzen mit den Regierenden eingehen.« In der Bankwirtschaft sieht man dies etwas anders. Während der 90er Jahre hatten sich die engen Bande der »Deutschland AG« gelöst. Shareholder-Value – die Ausrichtung der Industriekonzerne an Aktienkursen sowie an kurzfristigen, hohen Renditezielen – und die Globalisierung der Lieferketten internationalisierten die wiedervereinigte deutsche Wirtschaft. Neue, ausländische Kapitalinteressen, Fonds und angelsächsische Investmentbanken drangen auf den deutschen Kapitalmarkt vor. Doch gleichzeitig zog es deutsche Konzerne, die seit dem Kriegsende lange Nachholbedarf bei der Internationalisierung hatten, verstärkt über die nationalen, bald auch westeuropäischen Grenzen hinaus. Die manchmal jahrzehntelang gehaltenen Rundum-Kapitalbeteiligungen innerhalb der Deutschland AG galten nun im neuen »finanzmarktgetriebenen Kapitalismus« (Jörg Huffschmid) als zu wenig profitabel.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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