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RENTENANGST

DL – Tagesticker 02.08.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 2. August 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) RENTE MIT 70  – . –   2.) USA töten Al-Quaida-Chef Sawahiri  – . –  3.) Rechte Umtriebe bei Frankfurter Polizei  – . –   4.) Der vergessener Völkermord des Papst  – . –  5.) Lindner, der große Bremser   – . –  DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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War es nicht überwiegend eine Gunstbezeugung zur Wirtschaft, welche die Politik veranlasste den Klimawandel systematisch zu ignorieren? Ist es nicht in erster Linie der Wirtschafts-FDP geschuldet wenn die Ampel auf Geld stehen geblieben ist? Derer Mitglieder sollten besser ihre Arbeiten so verrichten, auf das sie sich eines Hausmeisters als würdig erweisen. Niemand in diesem Land hatte je behauptet das Experten mehr ein mehr an Wissen verkaufen müssten, als die, welche dafür auch bezahlen. 

Wirtschaftsexperten unterstützen Anhebung des Renteneintrittsalters. „Unsozialer Bullshit“ – so scharf fiel Kritik aus, die der Chef des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall für seinem Vorstoß für eine Rente mit 70 erntete. Nun pflichten ihm Stimmen aus der Wissenschaft bei.

1.) RENTE MIT 70

In der Debatte um eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre hat Gesamtmetall-Präsident Stefan Wolf Unterstützung von Wirtschaftsexperten erhalten. „Der Vorschlag ist richtig und wichtig: Denn er hilft gegen Altersarmut und entlastet zudem die Rentenkasse, die vor dem Kollaps steht“, sagte der Ökonom Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg der „Bild“ (Dienstag). Auch die „Wirtschaftsweise“ Monika Schnitzer zeigte sich für ein höheres Renteneintrittsalter offen. Wolf – Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall – hatte sich in einem Gespräch mit der Funke Mediengruppe für eine längere Lebensarbeitszeit ausgesprochen und dies unter anderem mit einer immer älter werdenden Gesellschaft begründet. Angesichts der demografischen Entwicklung und der Belastungen der Sozial- und Rentenkassen seien die Reserven aufgebraucht. „Stufenweise werden wir auf das Renteneintrittsalter von 70 Jahren hochgehen müssen – auch weil das Lebensalter immer weiter steigt“, erklärte Wolf. Ansonsten werde das System mittelfristig nicht mehr finanzierbar sein. Während der Vorschlag bei Gewerkschaften, Politikern der Linken und und Sozialverbänden auf strikte Ablehnung stieß, signalisierte die „Wirtschaftsweise“ Schnitzer Unterstützung. „Um die Rente auch in Zukunft zu sichern, gibt es drei Stellschrauben: Renteneintrittsalter, Beitragshöhe und Rentenhöhe. Man wird nicht umhinkommen, an allen drei Schrauben zu drehen, wenn wir die künftigen Generationen nicht überlasten wollen“, sagte die Münchner Wirtschaftsprofessorin der Funke Mediengruppe (Dienstag).

Welt-online

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Auch unter Politiker-Innen ist Mord ein Mord und bleibt selten ohne Antwort im offenen Raum stehen. Es wird interessant sein zu beobachten , welch eine Hütte sich die Terroristen nun in den USA erwählen. 

Er war einer der Drahtzieher von 9/11, einer der weltweit meistgesuchten Terroristen: Aiman al-Sawahiri. Nun wurde er in Kabul getötet.

2.) USA töten Al-Quaida-Chef Sawahiri

Al-Qaida-Anführer Aiman al-Sawahiri ist tot. Er starb bei einem US-Drohnenangriff in Afghanistan. Präsident Joe Biden sprach von „Gerechtigkeit“ – und drohte anderen Feinden der USA. Schwerer Schlag gegen die Terrororganisation Al-Qaida. Ihr Anführer Aiman al-Sawahiri wurde in der afghanischen Hauptstadt Kabul getötet. Er fiel einem Drohnenangriff zum Opfer. US-Präsident Joe Biden sprach von einem „Präzisionsschlag“. Zivile Opfer hat es nach Angaben der US-Amerikaner nicht gegeben. Jahrzehntelang sei der 71 Jahre alte Al-Sawahiri Drahtzieher von Anschlägen auf US-Bürgerinnen und -Bürger gewesen, erinnerte Biden und sagte: „Jetzt wurde der Gerechtigkeit Genüge getan. Und diesen Terroristenführer gibt es nicht mehr.“ Al-Sawahiri tot: Hellfire-Raketen beendeten sein Leben. Die USA hatten ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (rund 24,4 Millionen Euro) auf Al-Sawahiri ausgesetzt. Er war der Nachfolger von Osama bin Laden, der als Kopf der verheerenden Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA galt. Eine ranghohe Vertreterin der US-Regierung sagte, die Attacke auf Al-Sawahiri in Afghanistan sei über Monate vorbereitet worden. Man habe ihn in einem Unterschlupf in Kabul aufgespürt. Dort sei er am Samstagabend Ortszeit schließlich getötet worden, als er auf den Balkon des Hauses getreten sei, genauer gesagt durch zwei von einer Drohne abgefeuerte Raketen vom Typ Hellfire.

WAZ-online

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In den Zusammenhang taucht in meinen Kopf eine alte Kinderfrage wieder auf. Sie lautete: „Wie kommt Bullenscheiße auf das Dach?“ Aber wo könnten die staatlichen Uniform-Träger-Innen auch  ihren Auftraggebern widersprechen? Das wurde einem Beamten noch nicht antrainiert.  

Fünf Beamte suspendiert. Wieder gibt es Durchsuchungen wegen rechtsextremer Chats bei der Polizei Frankfurt. Diesmal stehen auch Vorgesetzte im Fokus.

3.) Rechte Umtriebe bei Frankfurter Polizei

Die Mitglieder des Innenausschusses im hessischen Landtag werden wohl ihren Urlaub unterbrechen müssen. Zu ungeheuerlich sind die Nachrichten vom Wochenende: Erneut sind fünf Beamte der Frankfurter Polizei wegen rechter Umtriebe in den Fokus der Ermittlungsbehörden geraten, darunter offenbar auch Vorgesetzte. Zumindest gegen einen Beamten wird wegen der „Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen“ in Chats ermittelt. Das steht im Juristendeutsch für Hakenkreuze und andere NS-Symbole. Dazu kommen als weitere Vorwürfe gegen das Quintett „Strafvereitelung“ und „Verrat von Dienstgeheimnissen“. Auf Anordnung des Frankfurter Amtsgerichts hatte es am Freitag Durchsuchungen bei vier der Beamten gegeben. Die Fahnder beschlagnahmten mehrere Mobiltelefone. Dabei ergaben sich offenbar Anhaltspunkte gegen einen weiteren Beamten, dem jetzt die Verletzung von Dienstgeheimnissen vorgeworfen wird. Alle fünf Beschuldigten sind erst einmal suspendiert und dürfen ihre Amtsgeschäfte nicht weiter ausüben. „Völlig inakzeptables Verhalten“. Während die gemeinsame Presseerklärung von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft vom Wochenende nur dürre Angaben zu den Vorgängen enthält, spricht Frankfurts neuer Polizeipräsident Stefan Müller Klartext: „Dieses Verhalten ist völlig inakzeptabel und konterkariert alles, was die hessische Polizei hinsichtlich einer neuen Führungs- und Fehlerkultur aufgebaut hat“, erklärte Müller, der erst wenige Tage im Amt ist. Das „schnelle und konsequente Durchgreifen“ des neuen Präsidenten lobt auch der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, der zufällig ebenfalls Stefan Müller heißt. Er kritisiert die „erneut schlechte Informationspolitik“ von Innenminister Peter Beuth (CDU), die mehr Fragen offen lasse als beantworte. Oppositionspolitiker Müller hält deshalb schon bald eine Sondersitzung des Innenausschusses für erforderlich.

TAZ-online

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Seid wann durfte ein Papst mehr sehen als sein Chef wahrhaben wollte? Kriege entwickelten sich vielfach aus den verschiedenen Religionen heraus. Gilt nicht hier, wie in der Politik auch, die Bitte um Vergebung als die billigste Lösung des Geldadel? 

Von den Verbrechen der katholischen Kirche während der spanischen Kolonisation zu jenen an den „first nations“ in Kanada: Papst Franziskus bittet Indigenen-Vertreter um Vergebung – und schweigt über einen Völkermord in Argentinien.

4.) Der vergessener Völkermord des Papst

Papst Franziskus lässt nicht locker. Trotz heftiger Angriffe der spanischen Rechten und ihrer Medien gegen diesen „Kommunistenpapst“ im Vorjahr – ausgelöst durch seine Bitte um Verzeihung für die Verbrechen während der spanischen Kolonisation – hat er nun erneut um Vergebung gebeten. Diesmal in Kanada, und wieder wegen Verbrechen der katholischen Kirche an den indigenen Völkern. Immerhin hatten sich im Jahr 1980 auf einem Kongress die 634 Indigenenkulturen in Kanada (mit 50 Sprachen) den Namen „first nations“ gegeben. Damit war ein klarer historischer Anspruch proklamiert. Papst Franziskus nimmt erneut in Kauf, als Sympathisant des „Indigenismus“ – gemäß seinen Gegnern eine neue Variante des Kommunismus – verdächtigt zu werden. Vorsätzliche Ausrottung. Erstaunlicherweise hat der gleiche Papst, dieser Argentinier mit bürgerlichem Namen Jorge Mario Bergoglio, soweit bekannt bisher nicht öffentlich zu einem der schlimmsten Völkermorde der Geschichte, und zwar im eigenen Land, Stellung genommen. Die Rede ist von der sogenannten „Wüstenkampagne“, die von 1878 bis 1884 stattfand. Was dem Reisenden in Argentinien auffällt, ist der Umstand, dass das Thema indigene Bevölkerung eigentlich nicht vorkommt und man auch bis auf seltene Begegnungen in Patagonien und in der nordwestlichen Provinz Salta, etwa auf der Hochebene Puna Atacama, auf keine „indígenas“ trifft. Dabei war doch das Land vor Eintreffen der spanischen Kolonisatoren von Indigenen genauso bevölkert wie die USA. Man fragt sich also, wo denn die Indigenen Argentiniens geblieben sind.

Der Freitag-online

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Solche Situationen bittet auch nur die Politik ihren Bürger-Innen. Sagt nicht der Volksmund schon: „Aus einen Nachttopf lässt sich kein Bräter machen, er wird seinen Gestank nie verlieren !

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Wenn es um Sozialpolitik geht, pfeift die FDP auf Anstand, Mitgefühl und gesellschaftliche Verantwortung.

5.) Lindner, der große Bremser

Christian Lindner hat ein Faible für schnelle Autos und führt eine Partei, die nichts Schlimmeres kennt als ein Tempolimit auf Autobahnen. Ansonsten betätigt sich der FDP-Chef vor allem als Bremser. Egal, um welche sozialpolitische Maßnahme, welches Hilfspaket es geht: Der Finanzminister schüttelt immer dann den Kopf, wenn seine wirtschaftsliberale Klientel nichts davon hat. Das 9-Euro-Ticket will er nicht weiterführen, obwohl längst nicht klar ist, wie eine vernünftige Anschlusslösung aussehen soll. Das Bürgergeld soll um Gottes willen nicht zu großzügig ausfallen. Und nun hat Lindner ein neues Hilfsprogramm für Geringverdiener zumindest vorerst verhindert. Dabei sind es Menschen mit kleinen Einkommen, die am stärksten unter steigenden Preisen und sonstigen Belastungen leiden. Aber die wählen in der Regel nicht FDP. Deren Frontmann bewegt sich in schlechter alter Parteitradition. Man muss da gar nicht den marktradikalen Otto Graf Lambsdorff bemühen. Ein anderer einstiger FDP-Wirtschaftsminister, Rainer Brüderle, witterte hinter jeder noch so kleinen Marktregulierung Sozialismus. Und Guido Westerwelle fabulierte in Zusammenhang mit Hartz IV von anstrengungslosem Wohlstand und »spätrömischer Dekadenz«.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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