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DL – Tagesticker 02.04.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 2. April 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Waffenlieferungen an die Ukraine   – . –  2.) Militärexperte Carlo Masala   – . –  3.) Von Sanktionen und Devisen    – . –  4.)  Kriegsberichte aus der Ukraine    – . –   5.) Die Linke: Suche nach dem Sargnagel  –  . –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

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Dieses mal müsste es dann heißen: Alte Waffen „VON“ den Affen ? Und das alles am besten noch mit, auf den Fahrer des Panzers gerichtete Kanonen? So etwas krankes können sich nur Politiker ausdenken, welche noch nie ihre Tassen richtig im Schrank stehen hatten? Oder Frauen als Verteidigungsministerinen, welche noch heute nach ihren Hosennähten suchen um so richtig Stramm stehen zu können? Pudding ade, dieses tut auch Weh und wird im allgemeinen „Entsorgungswirtschaft der Privilegierten“ genannt. Wer zieht denn jetzt die Fahne hoch zum Fremdschämen ?

Bundesregierung genehmigt Lieferung von Panzern an die Ukraine

1.) Waffenlieferungen an die Ukraine

Die Bundesregierung hat den Weiterverkauf von mehr als 50 Panzern aus DDR-Beständen an die Ukraine erlaubt. Sie müssen jedoch zunächst instand gesetzt werden. Die Bundesregierung hat laut übereinstimmenden Medienberichten einer tschechischen Firma den Weiterverkauf von mehr als 50 Schützenpanzern aus früheren DDR-Beständen an die Ukraine erlaubt. Das berichteten zunächst die Welt am Sonntag (WamS) und der Spiegel. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage, eine entsprechende Genehmigung sei erteilt worden. Laut der Nachrichtenagentur AFP handelt es sich um 56 Panzer. Die WamS hatte zuvor von 58 geschrieben. Den Berichten nach handelt es sich um Schützenpanzer vom Typ PbV-501, die mit Kanonen und Maschinengewehren ausgerüstet sind und ursprünglich der Nationalen Volksarmee gehörten. Laut Welt am Sonntag waren sie mit der Wiedervereinigung in den Besitz der Bundeswehr gelangt und von dieser Ende der Neunzigerjahre zunächst an die schwedische Armee abgegeben worden. Diese verkaufte sie später an eine tschechische Firma weiter, die nun ihrerseits den Verkauf an die ukrainische Armee anstrebt. Dafür ist jedoch nach wie vor eine deutsche Genehmigung erforderlich.

Zeit-online

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Müssen einen Jeden, die Politiker anderer Länder furchtbar Leidtuen, wenn diese auf ihre „Experten Meinungen“ hören müssen, da sie selber noch weniger Wissen verbreiten können? Ist denn nicht jeder Krieg auf Abnutzung ausgerichtet, oder warum und für wem, sollten Kriege Nutzen bringen?

„Es besteht das Risiko, dass wir in einen Abnutzungskrieg hineinlaufen“

2.) Militärexperte Carlo Masala

Militärexperte Carlo Masala erwartet nicht, dass im Ukraine-Krieg eine Seite in absehbarer Zeit die andere vollständig besiegt. Auch bei den Verhandlungen sei kein rascher Erfolg absehbar. Trotz aller Verhandlungsrunden fürchtet der Militärexperte Carlo Masala, dass der Krieg in der Ukraine noch lange dauern wird. Masala sagte am Freitag im stern-Podcast „Ukraine – die Lage“, er sehe die Verhandlungen nicht mit dem gleichen Optimismus, den die Unterhändler beider Seiten verbreiteten. Zunächst sei sogar eine Eskalation der Kämpfe denkbar. „Darauf müssen wir uns durchaus einstellen“, sagte der Politikprofessor der Bundeswehruniversität München. „Denn je mehr Territorialgewinne man macht, desto besser ist die Ausgangsposition für Verhandlungen.“ Carlo Masala erwartet keinen schnelllen Sieg im Ukraine-Krieg. Als „Lüge“ bezeichnete Masala die Ankündigung Russlands, Truppen aus der Gegend von Kiew abzuziehen. Es gehe nicht um Rückzug, sondern um eine Neuaufstellung angesichts massiver Probleme. Zugleich würden die Ukrainer gestärkt, da ihnen schwerere Waffen aus dem Westen geliefert würden. „Je schwerer die Waffen sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass wir ukrainische Territorialgewinne sehen“, sagte Masala.

Stern-online

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Müssten nicht die Politiker ihre Wirtschaft kontrollieren können, wenn sie Diese für ihre Kriege nutzbar in die Waagschale werfen wollen? Ich glaube nicht das es eine solche Situation im Laufe der Menschheit je einmal gegeben hat. Sonst müssten diese Versager doch wissen, das die erzielten Schäden immer die Nutzbarkeit weit übersteigt.

Wenn Wirtschaft zur Waffe wird

3.) Von Sanktionen und Devisen

Vertragsverletzungen sind logische Folge eines Krieges. Der Westen wie Putin verletzen Verträge und sind überrascht, wenn die andere Seite es tut. Der Krieg macht auch vor zivilen Verträgen nicht halt – das ist eine Banalität, die aber weder die Russen noch der Westen rechtzeitig begriffen haben. So war der russische Präsident Putin bass erstaunt, dass die westlichen Zentralbanken einfach seine Devisenguthaben eingefroren haben. Jetzt liegen geschätzte 400 Millarden Dollar und Euros nutzlos auf russischen Konten im Westen und können nicht mehr dazu dienen, den Wechselkurs des Rubels zu stützen. Putin hatte offenbar gedacht, dass russisches Eigentum auch im Westen geschützt sei. Ein Irrtum. Seltsamerweise sitzt der Westen den gleichen Fehlannahmen auf. Wortreich empört man sich, dass Russland möglicherweise Rubel für seine Gasexporte verlangt – obwohl in den Lieferverträgen eindeutig festgelegt ist, dass der Westen in Euro und Dollar zahlt. Es stimmt, dass Russland einen Vertragsbruch begehen würde, aber der Westen hat mit seinen Sanktionen ebenfalls zahllose Absprachen verletzt. Man hätte mit wirtschaftlichen Vergeltungsmaßnahmen aus Russland rechnen müssen. Ein bitterer Wirtschaftskrieg ist auch in der Luftfahrt ausgebrochen. Die westlichen Sanktionen sahen unter anderem vor, dass russische Fluglinien Europa und die USA nicht mehr ansteuern dürfen, dass russische Maschinen keine Ersatzteile mehr bekommen – und dass alle westlichen Leasingverträge zu kündigen sind. Bis Ende März hätten die russischen Fluglinien 500 Maschinen verloren und ihren Betrieb weitgehend einstellen müssen.

TAZ-online

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Wer könnte da nicht mitfühlen? Viele hatten sicher immer ein unwohles Gefühl wenn sie das Schwarz-Rot-Gold ansehen sollten und dieser Narretei den Rücken zugewandt, da ihnen die Erinnerungen an die Prügelzeiten in der Schule und die spätere Verpflichtung als Sklave in Uniform, immer widerstrebt hatte.

Ich bin Ukrainerin – und kann kein Blau-Gelb mehr sehen

4.)  Kriegsberichte aus der Ukraine 

Unsere Autorin Marija Hirt ist Ukrainerin und lebt seit Jahren in Deutschland. Die Solidarität mit ihrer alten Heimat sieht sie mit gemischten Gefühlen. Mein Alltag ist derzeit blau und gelb. Überall in der deutschen Stadt, in der ich seit langem lebe, lauern die Farben des Landes, in dem ich groß geworden bin. Das macht mir gemischte Gefühle. Ich weiß, dass die Leute das gut meinen. Aber es überwiegen die Bauchschmerzen. Der Ursprung dieser Schmerzen ist kompliziert. Also fange ich bei ihrer Wirkung an: Es ist für mich sehr schwierig, mit deutschen Bekannten über den Krieg zu reden. Und doch sprechen mich fast alle darauf an – aus einer ziemlich einheitlichen Haltung. Menschen, die bis vor Kurzem nicht wussten, welcher Fluss durch Kiew fließt oder wo das Asowsche Meer liegt, versuchen, mich über mein Land zu belehren. Und wenn ich sage, dass der Krieg – der sofort aufhören muss – auch eine Vorgeschichte hat, ernte ich Erstaunen und Kopfschütteln: Ist das nicht Putin-Propaganda? Habe ich all die herzzerreißenden Bilder aus meiner Heimat nicht gesehen? Müsste nicht gerade ich es besser wissen? Geboren wurde ich zu Sowjetzeiten auf der Krim. Meine Mutter ist ethnische Russin, der Vater Ukrainer, damals war das egal. Aufgewachsen bin ich in Kherson, studiert habe ich in Simferopol. Der Name über dem Text ist nicht mein echter. Noch will ich nicht glauben, dass ich oder meine deutsche Familie Nachteile hätten, wenn dort kein Pseudonym stünde. Aber ich habe Angehörige in der Ukraine. Und die sind allem ausgesetzt, was noch kommen mag. Da bleibe ich lieber vorsichtig. Kommt danach wilde Rache?

Der Freitag-online

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Warum sollte für die Linke nicht stimmen, was wohl auf alle Parteien zutrifft: „Der Fisch fängt immer am Kopf zu stinken an!“ Viel weniger in den Ländern, wo die Herren-Damen Menschen sehr viel Unruhe verbreiten. Aber ob ein Lafontaine die Partei verlässt interessiert in Hamburg niemand und ist vergleichbar mit der Situation in China wenn dort ein Sack Reis umfällt. Vor allen Dingen dann, wenn nie Charakter gezeigt wurde, wo dieser denn einmal in der Politik angefragt wird. Der Verfall einer Partei zieht sich über viele Jahre hin und einmal merkt auch das letzte Mitglied wenn angebliche Wortführer nur Sprechblasen in die Lüfte empor steigen lassen.  Wie sagen wir doch so schön: “ Und ist der Ruf erst ruiniert – dann lebt es sich völlig ungeniert.“

26.09.2021 Bundestagswahlabend DIE LINKE von Sandro Halank–053.jpg

PARTEI IN DER KRISE

5.) Die Linke: Suche nach dem Sargnagel

Landesparteitage in Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg. Debatten über Krieg und Lage der Partei. Die Partei Die Linke befindet sich nach einer langen Reihe von Niederlagen bei Bundestags- und Landtagswahlen, die mit dem Kollaps bei der Wahl im Saarland am vergangenen Sonntag ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben, in der schwersten Krise seit ihrer Gründung. Am Wochenende finden gleich drei Landesparteitage statt, bei denen mit Debatten über die Lage und die zukünftige Ausrichtung der Partei zu rechnen ist. Gerade erst haben die Parteitage in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gezeigt, dass sich auch in überwiegend »regierungslinken« Landesverbänden, die bislang vor allem durch innerparteiliche Friedhofsruhe aufgefallen waren, erhebliche Spannungen aufgebaut haben. Beim Berliner Landesparteitag am Sonnabend wird es insbesondere um die Bewertung der ersten 100 Tage des neuen »rot-grün-roten« Senates und die zukünftige Aufstellung in der Landesregierung gehen. In einem Leitantrag des Landesvorstandes wird die Erwartung beschrieben, dass »wir das strategische Dreieck aus Protest, konkreter Verbesserung der Lebenssituation und transformatorischen Projekten ausbalancieren«. Zum Umgang mit dem erfolgreichen Volksentscheid »Deutsche Wohnen und Co. enteignen« heißt es darin, mit ihm »im Rücken« wolle man »alle denkbaren Wege und Möglichkeiten in das politische Handeln der Koalition tragen, Mieten zu begrenzen, Verdrängung zu verhindern und Menschen Sicherheit zu geben, damit ihre Wohnung weiterhin ihr Zuhause ist«. Hinsichtlich der Umsetzung wird auf die vom Senat eingesetzte »Expertenkommission« verwiesen, deren Arbeit man »öffentlich begleiten« wolle. Etwas entschiedener wirkt ein Antrag mehrerer Delegierter, in dem ein klares Bekenntnis zur Umsetzung des Volksentscheids eingefordert wird. Verlangt wird außerdem die Einrichtung eines Arbeitskreises, der die Arbeit der Kommission im Auge behält und mindestens alle zwei Monate parteiöffentlich berichtet.

Junge-Welt-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia 

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Unten     —   Bundestagswahlnacht DIE LINKE: Janine Wissler, Dietmar Bartsch, Susanne Hennig-Wellsow

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