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DL – Tagesticker 02.01.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 2. Januar 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) »Sehr, sehr in Sorge um die Ungeimpften«  – . –  2.) Medizin ohne Menschlichkeit  – . –  3.) Die Corona-Prophylaxe  – . –  4.) „Wir wollen keine unbeteiligten Zuschauer sein“  – . –  5.) Die wohl größte Subkultur der späten DDR?   – .  –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung. 

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Oho ! – So sprechen Pharisäer welche auf ihrer Leiter immer weiter nach Oben möchten ? Was solls sprach da der Scholz: „Dann steigen wir Beide zusammen in die Tiefe und lassen ins einebnen. Wäre doch ein gutes Vorbild. Endlich zwei Regierungsmittglieder welche ihren Bullen zeigen dass auch das Gras an der Wurzel sehr gut schmeckt ? Oha ! – Wo Träume nicht nur Schäume sein sollten. Schallt es nicht so laut aus den Wäldern heraus, bis das die Bäume von selber umfallen ?

Lauterbach warnt vor Omikron-Gefahren

1.) »Sehr, sehr in Sorge um die Ungeimpften«

Omikron verbreitet sich rasend schnell – aber der Zug für Ungeimpfte sei nicht abgefahren, sagt Gesundheitsminister Lauterbach. Schon eine erste Impfung senke die Risiken einer Infektion deutlich. Das RKI meldet derzeit wieder einen langsamen Anstieg der Neuinfektionen, aber die Experten sind sich weitgehend einig, dass sich das Infektionsgeschehen dramatisch verändern kann, wenn sich die ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus durchsetzt. Derzeit verdoppelt sich Zahl der Infektionen mit der Mutante etwa alle vier Tage. Für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gibt es ein wirksames Gegenmittel: Er sieht auch bei Corona-Erstimpfungen schon eine große Schutzwirkung gegen Omikron. »Die erste Impfung senkt bereits nach 14 Tagen das Sterberisiko drastisch«, sagte er der »Bild am Sonntag«. Mit einer Steigerung der Erstimpfungen könnte auch in der »Omikron-Welle« die Zahl der Corona-Toten wirksam gesenkt werden. Das Gefühl vieler Ungeimpfter, dass der Zug für sie eh abgefahren sei, stimme nicht: »Lassen Sie sich impfen«, lautet sein Appell.

Spiegel-online

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Warum werden seriöse Gegenstimmen aus der Medizin, in ihrer Selbstherrlich von der Regierung nicht gehört? Lassen sich solche Meinungen nicht mit den Einkommenserwartungen einer Regierung vereinbaren? Stellt euch vor – das RKI hätte von Morgen an, keine Panikmeldungen mehr zu verbreiten? Wer würde dann noch für die fehlenden Meldungen bezahlen.

Weltbild der Medizin

2.) Medizin ohne Menschlichkeit

Die Fehlentwicklungen in der Corona-Pandemie haben tiefere Ursachen. Fortschritt und Menschlichkeit in Medizin und Gesellschaft haben nicht miteinander Schritt gehalten. Das mechanistische Weltbild, das zu Biologismus und Optimierungswahn führte, ist nie völlig aus der modernen Heilkunde verschwunden. Der Psychoanalytiker und Arzt Alexander Mitscherlich, der Autor des Bestsellers „Die Unfähigkeit zu trauern“, führte uns einst das Dilemma der modernen Medizin vor Augen: Es gebe in ihr, schrieb er in seinem Buch „Medizin ohne Menschlichkeit“, zwei verschiedene Humanitätsbegriffe: den des heilenden und den des forschenden und experimentierenden Arztes. Ersterer habe unter allen Umständen die Interessen der Kranken zu wahren, letzterer kalkuliere um der Erkenntnis willen Risiken, im Extremfall sogar den Tod eines Menschen mit ein. Der „Heil-Arzt“ bezieht sich auf den über 2000 Jahre alten Eid des Hippokrates. Sein Verhaltenskodex beinhaltete erstens, den persönlichen Eigennutz auszuschließen, zweitens, vorsichtig zu sein und nicht zu schaden, drittens, die unmittelbare persönliche Verantwortung für Heilung zu übernehmen, und viertens die absolute Verschwiegenheit hinsichtlich der intimen Kenntnisse über die Patienten. Anknüpfend an die Tradition der spirituellen Heilung der Priester forderte Hippokrates seinerzeit von seinen Schülern auch für das erfahrungsbasierte und theoriefundierte Heilen eine demütige Haltung des Dienens. Der „Arzt als Experimentator“ indes ist weit jüngeren Datums. Sein Denken ist analytisch, und sein Bestreben gilt dem Objektivieren. Sein Erscheinen ließe sich auf die Mitte des 19. Jahrhunderts datieren. Noch bis in die Zeit Goethes und der Brüder Humboldt bestand das duale Weltbild von Materialität und Metaphysik, blieben der Kern christlicher Ethik und auch das Erleben von sinnhaften Zyklen des Entstehens und Vergehens unangetastet, obwohl in der vorangegangenen langen Periode der Aufklärung sich die Menschen von klerikalen Dogmen und verkrusteten Herrschaftsstrukturen zu emanzipieren begannen. Der Spruch „Gegen diese Krankheit ist kein Kraut gewachsen“ verdeutlicht im Umkehrschluss, dass die Natur als eigentliche Quelle menschlicher Heilmittel galt. Der Mensch definierte sich also als Subjekt, welches zutiefst aufgehoben sei in vollkommener Weisheit der Natur. Trotz der Endlichkeit allen individuellen Lebens war es das Weltbild einer nie endenden Harmonie in einem unübertrefflichen und unendlichen Gesamtgefüge. Die Geburt des Sozialdarwinismus

Cicero-online

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Abstand – statt Anstand ! Haben wir dieses nicht in den letzten Jahren viel zu wenig  gehört? Wir – Wir – Wir – spielen am Klavier  sagt etwas anderes: Nämlich  ihr alle tragt die Klaviere und ich schleppe mich mit den Noten ab? Ja- das bedeutet die „Nazi-o-nale-Staatsräson“! In der  innerhalb zusammen getriebener Herden, meine Mitraubtiere immer sofort den rechten Biss für sich ausmachen können.

Abstand in der Pandemie

3.) Die Corona-Prophylaxe

Mein türkischer Nachbar stinkt nach Billigparfüm. Ich bleibe dagegen bei meiner täglichen Knoblauchknollen-Ration. Weil mein kommunistischer Sohn Mehmet schon wieder meinen Ford-Transit geklaut hat, muss ich bei diesem ekligen Nieselregen bis zur Bushaltestelle laufen. Dort sehe ich, dass ein armer Türke mit seiner Bild-Zeitung in der Hand, wie der einzige Überlebende nach einer Schiffskatastrophe auf einer einsamen Insel, völlig allein unter dem Regendach steht. Ungefähr zehn Deutsche stehen hochnäsig und arrogant mit dem Rücken zu ihm, werden lieber klitschnass und warten sehnsüchtig auf den rettenden Bus. Hauptsache weg von hier, weg von diesem lästigen Türken, lese ich in deren Augen. Das hat auch der Bild-Türke bereits verstanden und versteckt sich verschämt hinter seiner Zeitung. Und das alles nur, weil er schwarze Haare, zwei Goldzähne (die sieht man selbst hinter dem Mundschutz) und mehrere Goldkettchen hat. Ich kann das nicht mehr mit ansehen! Ich hasse Diskriminierungen jeglicher Art. Erst recht hasse ich Diskriminierungen an der Bushaltestelle! Ich kann meinen Kopf doch nicht in den Sand stecken, oder in die Regenpfütze. Wie weit soll sich der arme Türke denn noch integrieren? Er liest doch bereits die Bild-Zeitung wie jeder anständige Deutsche auch.

TAZ-online

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Jetzt startet das drängen der Verzwergten? Papi, Mami –  sind nun schon zu einer Rentnerband gealtert und wollen trotzdem mitspielen. Wir können die Einkünfte der Zukunft nicht einfach Anderen überlassen, selbst wenn wir unsere beste Zeit wohl verschlafen haben. Aber so ist das in politischen Institutionen nun einmal, in denen in schönster Regelmäßigkeit ein anderer Hilfsarbeiter die Macht in die Hände geschoben bekommt. Hier wird nach Einbildung und nicht nach Qualifikationen entschieden.

EU will mit an den Verhandlungstisch von USA und Russland

4.) „Wir wollen keine unbeteiligten Zuschauer sein“

Wladimir Putin und Joe Biden telefonieren wegen der Spannungen an der ukrainischen Grenze und Sicherheitsgarantieren. Die Europäer fühlen sich ausgeschlossen. Der Jahreswechsel ist in Russland manchmal mehr als nur der Beginn des nächsten Kalenders – bisweilen markiert das Ende des Jahres den Anfang einer neuen Ära. Vor 30 Jahren wurde die Sowjetunion abgewickelt und der Kalte Krieg war Geschichte. Vor 22 Jahren übernahm Wladimir Putin das Präsidentenamt. Und diesmal konnte sich der Kremlchef auf der Höhe seiner geopolitischen Macht wähnen. In der Nacht zu Silvester telefonierte er mit US-Präsident Joe Biden wegen der Spannungen an der ukrainischen Grenze und den Sicherheitsgarantien, die Putin vom Westen fordert. Es war das zweite Telefonat beider Staatschefs binnen eines Monats. Am 9. und 10. Januar wollen russische Diplomaten mit Amerikanern in Genf beraten, anschließend mit Vertretern der Nato und der OSZE.

Tagesspiegel-online

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Nimmt sich nicht gerade die Politik immer  das Recht heraus „stur Heil“ im Rückspiegel schauend, in völliger Unverantwortlichkeit  durch diese Welt zu rasen, ohne je gesehen zu haben wo denn die Zukunft zu Hause ist?  Wollen ihnen doch Sätze in die Ohren geblasen sein wie: „Machet euch die Erde Untertan?“

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Heavy Metal! Der Stasi war das suspekt

5.) Die wohl größte Subkultur der späten DDR?

Mit wehenden Fahnen in die Schlacht, die Flammenlanze angesetzt gegen das Heer von Zombies, in Drachenschiffen auf zu neuen Beuteufern … Die Metal-Realität in der DDR sah ganz anders aus, als sie in heroischen Songs des Genres besungen wird. An Provinzbahnhöfen lungerten Heavys herum, nahmen Hunderte Kilometer Anreise in Kauf, um Konzerte zu besuchen in Lokalen wie der Gaststätte Erbgericht in Putzkau oder Zum Lüttewitz in Döbeln. Wie die Metal-Szene in der späten DDR tickte, hat der Historiker Nikolai Okunew erforscht und in Red Metal festgehalten. In Ruhe headbangen. Der Buchtitel ist leicht irreführend, weil er kommunistischen Metal suggeriert. Und das waren die Bands in der DDR und die dortigen Metal-Fans nicht. Der Titel soll vielmehr vermitteln, dass beide ohne realsozialistische Verhältnisse nicht denk- und verstehbar waren. Okunew zeigt vor allem, wie das Alltagsleben der Fans sich gestaltete, welche Grenzen und Möglichkeiten Musiker hatten, aufzutreten und sich zu professionalisieren, und wie die staatlichen Institutionen diese Subkultur beargwöhnten, die Okunew die „wahrscheinlich größte jugendliche Subkultur“ der DDR-Achtziger nennt. Der Beleg dafür bleibt vage, aber dass die Metalheads auch im kleinsten Dorf vertreten waren, steht außer Frage. Der Boom begann Mitte des letzten DDR-Jahrzehnts, ausgelöst oder besonders beflügelt durch die Ausstrahlung eines Konzerts mit Iron Maiden, Def Leppard und anderen im ZDF. Das Westfernsehen wurde auch hier zum Fenster der Welt.

Der Freitag-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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Unten     —   PEGIDA Demonstration Dresden 23.03.2015

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