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DL – Tagesticker 01.04.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 1. April 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) EINE UKRAINERIN IM KANZLERAMT   – . –  2.) Moskauer Zeitung „Kommersant“   – . –  3.) „Gipfel der Welle erreicht“   – . –  4.) Das Schicksal der Ukraine wird mit unserem verknüpft   – . –  5.) Lafontaine trendet als Buhmann   – . –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

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Wo ließe sich der Unterschied der heutigen Macht Stehler zu den ehemaligen Fürsten wie Könige, Kaiser, Grafen und ihr weiteres Geschmeiß denn besser erkennen? Es gibt keine – außer das die Früheren  den Reichtum mitbrachten, welche die Heutigen ihrem Volk erst noch aus den Tasche ziehen müssen. Das Heute wollte unter sich bleiben und duldete folglich keine der Altvordern mehr als Konkurrenten, um das liebe Geld. Bis auf einige Lambsdörfliche Grafen, welche es verschlafen haben den letzten Schuss zu hören und denen es allen Hindernissen zu trotz gelungen ist, von der neuen Clan Riege in Gnade geduldet zu werden.

Weltuntergang? Dann soll es halt so sein!

1.) EINE UKRAINERIN IM KANZLERAMT

Statt ein Gedicht zu kommentieren, hält eine ukrainische Sängerin vor Olaf Scholz eine Rede über den Krieg. Ein Schreck fährt durch das Publikum, als sie Waffenhilfe auch um den Preis des Weltuntergangs fordert. Gerechtigkeit soll geschehen, auch wenn die Welt dabei untergeht. Das sagt ein geflügeltes Wort aus dem alten Europa, überliefert als Wahlspruch von Kaiser Ferdinand I., dem Bruder und Nachfolger Karls V. Formuliert wurde die Devise in einer geistigen Umwelt, in der die Mächtigen noch glauben konnten, sie könnten durch falsches Handeln den außerweltlichen Herrn der Welt erzürnen und damit das nach dem Ratschluss dieses Herrn früher oder später ohnehin anstehende Ende der Welt beschleunigen. Man darf allerdings annehmen, dass das Weltuntergangsszenario der Sentenz auch im sechzehnten Jahrhundert hauptsächlich als denkbar drastische rhetorische Bekräftigung des moralphilosophischen Gedankens verstanden wurde, dass das Gerechte unbedingt getan werden müsse, ohne Furcht vor unerfreulichen Handlungsfolgen. Seit dem zwanzigsten Jahrhundert ist es technisch möglich, dass eine einzelne menschliche Handlung ohne Zwischenschaltung göttlichen Zorns das Ende der Welt herbeiführt, in der Menschen leben können. Am Abend des 28. März 2022 wurde der Satz vom absoluten Vorrang der Gerechtigkeit vor der Fortexistenz der Welt am Arbeitsplatz eines der mächtigsten Menschen der Erde in den Raum gestellt. Was die Welt jetzt tun müsse.

FAZ-online

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Hahaha – glaubt denn der Gedöns Gerd wirklich auf diesen Weg den Weltmeister für Gasverwendung stoppen zu können? Dann verwenden wir unser eigenes Gas, was in der Berliner Fäkaliengrube Tagtäglich erzeugt wird. Dafür müssten die nach Oben treibenden nur erst entleert werden, bevor sie wieder hinuntergestoßen werden. Ganz im Notfall bringt der Cholz das Gas aus Hamburg in Luftballons mit.

Bericht aus Russland: Gazprom bereitet möglichen Gaslieferstopp vor

2.) Moskauer Zeitung „Kommersant“

Der russische Energieriese Gazprom arbeitet derzeit an möglichen Szenarien für einen Gaslieferstopp. Zuvor hatte der russische Präsident Putin bereits angekündigt, dass Gaslieferungen nur noch in Rubel bezahlt werden können. Darüber will er am Donnerstag mit Gazprom und der russischen Zentralbank beraten. Einem Bericht der russischen Zeitung „Kommersant“ zufolge, erarbeitet der russische Gasriese Gazprom derzeit Optionen für einen möglichen Gaslieferstopp. Laut eines namentlich nicht genannten Insiders erarbeite das Unternehmen „tatsächlich die Möglichkeit, die Gaslieferungen an sogenannte unfreundliche Länder vollständig einzustellen“ und bewerte die Folgen eines solchen Schrittes. Eine Anfrage der Zeitung habe Gazprom selbst nicht kommentiert, auch die russische Regierung lehnte ein Statement ab. Am Donnerstag will sich der russische Präsident Putin mit Vertretern von Gazprom und der russischen Zentralbank beraten – er hatte zuvor angekündigt, russisches Gas an westliche Staaten künftig nur noch gegen Rubel zu verkaufen. Der Kreml hat signalisiert, dass Russland seine Lieferungen verweigern wird, wenn die Käufer nicht bereit sind, in Rubel zu zahlen. Scholz nach Putin-Gespräch: Gas wird weiter in Euro und Dollar bezahlt. Die Gruppe der G7-Wirtschaftsmächte, darunter Deutschland, sowie die Europäische Union insgesamt lehnen das ab. Die Bundesregierung hatte Russland Vertragsbruch vorgeworfen. Am Mittwochabend telefonierte Putin mit Kanzler Olaf Scholz – und sicherte dabei laut Kreml zu, dass die Umstellung auf Rubelzahlungen für russisches Gas nicht zu Nachteilen für Deutschland führen solle. Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow räumte aber bereits ein, dass das Gas nicht sofort ab dem 31. März in Rubel bezahlt werden, schließlich seien Zahlung und Lieferung langwierige Prozesse.

Focus-online

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Nanu ! Sollte dieses eine Aussage von einen abhängigen Staatsangestellten gegen seinen Ober Chef, den näselnden Groß – Zwerg des politischen Adels-Clan sein? Aber so erfahren die Bürger-Innen wenigstens frühzeitig das der drohende Weltuntergang noch einmal abgewendet wurde.

Nachrichten in der Corona Pandemie

3.) „Gipfel der Welle erreicht“

Laut RKI-Chef Wieler ist der Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle mittlerweile überschritten. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt weiter. RKI: Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle wahrscheinlich überschritten Der Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) wahrscheinlich überschritten. „Der Gipfel der Welle ist wahrscheinlich erreicht“, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten RKI-Wochenbericht zur Corona-Lage. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank demnach im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozent. Der „Infektionsdruck bleibt aber mit mehr als 1,5 Millionen innerhalb einer Woche an das RKI übermittelten COVID-19-Fällen weiterhin sehr hoch“, hieß es weiter. Bei jüngeren Altersgruppen zwischen 15 und 34 Jahren ging dem Wochenbericht zufolge die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen um bis zu zehn Prozent zurück. In den Altersgruppen der 60- bis 84-Jährigen sei die Sieben-Tage-Inzidenz hingegen erneut angestiegen. Für medizinische Behandlungseinrichtungen wie Krankenhäuser verzeichnete das RKI einen Rückgang an aktiven Corona-Ausbrüchen, bei Alten- und Pflegeheimen hingegen eine erneute leichte Zunahme. Der Anteil der leichter übertragbaren Untervariante BA.2 der Coronavirus-Variante Omikron bei den Infektionen in Deutschland stieg laut RKI in der Woche 14. bis 20. März auf über 80 Prozent. Im vorherigen Wochenbericht war ihr Anteil noch mit 72 Prozent angegeben worden.

TAZ-online

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Aber – dient nicht jeder Krieg dazu, den Bürger-Innen die Hirne zu vernebeln , zum verdecken der politischen Unfähigkeiten? Warum sonst würde Deutschland sonst so viele Waffen verkaufen? Durch Kriege in andren Ländern lässt sich einfacher der eigene politische Dilettantismus verbergen, da auf andere abgelenkt wird. Und den Verkäufern bringt es allemal einen großen Gewinn mit dem sich die Welt weiterhin treiben lässt.

Selenskyjs heroischer Widerstand vernebelt vielen das Hirn

4.) Das Schicksal der Ukraine wird mit unserem verknüpft

Ukraine Präsident Selenskyj wehrt sich mit allen Mitteln gegen Russlands Angriff, auch medialen. Er hat damit Erfolg. Aber ist das auch gut? Es gibt eine Lesart, nach der bedeutet das Wort Ukraine „Grenze“. Und das ist auch die Rolle, die das Land am europäischen Ostrand neuerdings spielt: nämlich die einer Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei. Und weil die Ukraine das unbestrittene Opfer eines verbrecherischen Krieges ist, wird wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass sie selbst sich gleichsam diesseits dieser Grenze befindet, dass sie zu „uns“ gehört, und jenseits hausen die Barbaren. Aber ist das wirklich so? Die Frage wirkt beinahe wie ein Sakrileg. Die Anteilnahme mit dem heroischen Widerstand der Ukraine ist zu Recht groß. Aber das Heroische ist wie eine Droge. Es benebelt den Leuten das Hirn. Vor allem dort, wo sie es nicht mehr gewohnt sind. Wie im postheroischen Deutschland. Man tut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und seinen Leuten kein Unrecht, wenn man sagt, dass sie diese Droge bewusst für ihre Zwecke einsetzen. Wer schuldlos vom Stärkeren angefallen wird, muss nutzen, was er hat. Im Medienkrieg schlägt sich Selenskyj gut. Um wirksam zu sein, bedarf das Heroische der richtigen Erzählung. Erst die Erzählung lässt aus dem Kämpfer einen Helden werden. Das ist das Wesen der Heldendichtung seit jeher. Und was früher die Aufgabe der epischen Sänger war, besorgen heute unsere Medien. Der Spiegel hat Wolodymyr Selenskyj schon zum „Verteidiger der freien Welt“ befördert. Im Medienkrieg gegen Russland schlägt sich Selenskyj also gut. Er ist ein Schauspieler und Produzent, der vor ein paar Jahren in die Politik wechselte und nun die Rolle seines Lebens gefunden hat. Um weltweit Unterstützung einzuwerben, inszeniert er den Kampf um die Ukraine als multimediales Spektakel, mit sich selbst als Hauptdarsteller. Stets unrasiert, im militärischen Look lässt er sich in die Parlamente der Welt schalten und wirbt um Solidarität. Seine Reden verfasst ihm ein früherer Drehbuchschreiber der Serie, mit der er berühmt wurde. Meist kommen sie beim Publikum gut an – die Amerikaner erinnerte er an Pearl Harbor, den Engländern kommt er mit Churchill, und zu den Italienern redet er über die Kinder.

Der Freitag-online 

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Gestern Politik wird heute zur Kultur. Das, vor dem man sonst davon davonlief, wird Heute als Sprechspiel verkauft. Dafür reicht es allemal seinen Namen zuvor so richtig durch die Scheiße gezogen zu haben. Nachdem er nun die Partei abgezockt haben soll, reiht er sich bei den Bücherschreiber-Innen ein, zwecks Mehrung seines Kassenstandes? Aber die Politik war schon immer auf  Suche nach schnellen Weg-Läufer-Innen.

Kultur – »Maischberger«

5.) Lafontaine trendet als Buhmann

Bei »Maischberger« warb der Ex-Linke für Verhandlungen mit Putin und nannte auch US-Präsident Biden einen Kriegsverbrecher. Die Auswahl der Protagonisten war wohl Kalkül in Sachen Hashtag- und Empörungsgenerierung: Höhepunkt der ARD-Sendung »Maischberger. Die Woche« am Mittwochabend war ein Disput zwischen dem verhinderten CDU-Chef Norbert Röttgen und dem soeben mit Trara und Türenschlagen aus der Linkspartei ausgetretenen Oskar Lafontaine. Es ging um Sinn und Unsinn von Verhandlungen mit Russlands Präsident Putin. Erwartungsgemäß arbeiteten sich viele Twitter-Nutzer an Lafontaines Positionen ab und an dessen teils etwas wirren Einlassungen über Feindesliebe und wunderbare russische Literatur. Und beklatschten Röttgen, der twitternd sich selbst zitierte. Lafo hatte indes auch für Verhandlungen mit der russischen Seite plädiert. Und erklärt, er halte nicht nur Putin, sondern auch US-Präsident Joe Biden für einen Kriegsverbrecher. Tatsächlich hatte Biden unter anderem in den 90er Jahren den damaligen Präsidenten Bill Clinton von den völkerrechtswidrigen Luftschlägen gegen Serbien und der Aufrüstung bosnischer Muslime überzeugt. Röttgen warb derweil für harte Sanktionen, Boykott russischen Erdgases und die aktuellen Aufrüstungsvorhaben der Bundesregierung. Und er erklärte Verhandlungen letztlich für sinnlos, da Putin nicht zu glauben sei.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia 

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Unten     —     Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


Virtuelle Projektwerkstatt von SeitenHieb Verlag steht unter einer Creative Commons 

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