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DL – Tagesticker 30.06.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 30. Juni 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Sicherheit gegen Putin  – . –  2.) Sattes Gehaltsplus im Bundestag  – . –  3.) Die glorreichen sieben  – . –  4.) Benjamin Netanjahu will in Israel zurück an die Macht  – . –  5.) Terror und Hunger im Fokus  – . –  DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Niemand in der Politik kann sich vor Jemanden wie Putin mittels Aufrüstung schützen, denn die NATO erzeugt mit ihren Taten genau das Gegenteil und stärkt damit einen Vollkommen aus seiner eigen Kontrolle gefallenen Putin den Rücken. Könnten wir die Unsicherheit der Nato „auf den Fußballplatz übertragen, würden wir mit der Angst des Schützen vor dem entscheidenden Elfmeter antworten.“

DIE NATO RICHTET SICH NEU AUS

1.) Sicherheit gegen Putin

Putin wollte die NATO zurückdrängen, jetzt kommt sie ihm im Norden und an der Ostflanke näher. Er ist offenbar nicht der Stratege, für den er sich hält. Niemand kann sich darüber freuen, wie sich die Sicherheitslage in Europa verändert hat. Vor dem 24. Februar galt ein großer Krieg als unwahrscheinlich. Trotz aller Differenzen bestanden Arbeitsbeziehungen zwischen dem Westen und Russland. Die Ukraine lebte zumindest jenseits des Donbass in Frieden. Putin hat das alles zerstört, und er gibt es inzwischen als großen Feldzug gegen die herrschende Weltordnung aus. Für ein Land, das zu Recht als Tankstelle mit Nu­klearwaffen beschrieben wurde, ist das ein verwegener Anspruch. Die Treffen der G 7 und der NATO in dieser Woche zeigen, dass er damit nicht leicht durchkommen wird. Es entsteht ein Gegengewicht. In der internationalen Politik gibt es ein paar verlässliche Gesetzmäßigkeiten. Dazu gehört, dass eine militärische Bedrohung ein Gegengewicht hervorruft. Genau das geschieht jetzt in Europa. Die NATO verstärkt ihre Ostflanke, erstmals werden sogar amerikanische Soldaten permanent in Polen stationiert. Das neue strategische Konzept, das die Staats- und Regierungschefs in Madrid verabschiedet haben, richtet die Allianz wieder auf die Abschreckung Russlands aus. Sie wird ihren Schutzschirm nach Nordeuropa ausdehnen, womit auch diese strategisch wichtige Region sicherer wird vor Putin. Die Ukraine, die einen hohen Preis dafür zahlen musste, dass ihr der Schutz des Bündnisses versagt blieb, erhält weiter Unterstützung.

FAZ-online

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Das war doch unter Merkel nicht anders! Da schoben sich die Volksbetrüger satte 1000 Euro in die eigenen Taschen, während sich die Rentner mit ca. 20 Euro zufrieden geben mussten. In Zeiten wo der Staat in größten finanziellen Nöten ist, verdienen seine Hausmeister und Hausierer am meisten. Es ist das Volk welches mit Perlen nach seinen größten Säuen wirft! (Zitat)

Scholz verdient jetzt mehr als 30.000 Euro.

2.) Sattes Gehaltsplus im Bundestag

Die Diäten der Abgeordneten im Deutschen Bundestag steigen zum 1. Juli an. Dann gibt es für jeden Mandatsträger 14.906,68 Euro – ein plus von 310,40 Euro. Auch der Kanzler profitiert davon. Er durchbricht die nächste Schallmauer. Die Abgeordneten im Deutschen Bundestag bekommen ab 1. Juli mehr Geld. Das haben sie selbst entschieden. 310,40 Euro gibt es Brutto mehr. Die Diät steigt auf 14.906,68 Euro an. Das hat auch Auswirkungen auf die Gehälter von Mitgliedern der Bundesregierung. Über die dazugehörigen Zahlen berichtet die “Bild“-Zeitung unter Berufung auf eine Antwort der Regierung auf eine Anfrage der AfD. Demnach steigt der Verdienst von Bundeskanzler Olaf Scholz durch sein Mandat im Bundestag auf 30.189,81 Euro . Noch nie hat ein Kanzler mehr als 30.000 Euro bekommen.  Was verdienen die Bundesminister mit Bundestagsmandat? Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne): 25.573,08 Euro – Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne): 25.573,08 Euro – Finanzminister Christian Lindner (FDP): 25.573,08 Euro.

Focus-online

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Hm – Ehre wem Ehre gebührt! Dieses Lied passt mit absoluter Sicherheit nicht auf einen einzigen der Politiker-Innen. Die Frage müsste gestellt werden: „Woran sollte eine Krawatte befestigt werden, wenn aus einen nicht vorhandenen Rückgrat kein sehenswerter Hals gewachsen ist?  Oben vor die Stirn?  Sie würde eingedrückt gleich einer leeren Papiertüte!

Beim G7-Gipfel in Elmau fielen die Staatsoberhäupter ohne Krawatte auf. Das Ende einer Ära? Die Stilkritik.

3.) Die glorreichen sieben

„Männer sind allzeit bereit, Männer bestechen durch ihr Geld und ihre Lässigkeit“, sang Herbert Grönemeyer in seinem Lied „Männer“ von 1984. Diese Lässigkeit haben die glorreichen sieben bei ihrem Gipfel in Elmau durch Krawattenlosigkeit demonstriert. Und durch Witze über ihren gemeinsamen Gegner: Putin. „Jacken an? Jacken aus?“, fragte der britische Premierminister Boris Johnson in Elmau vor Fotografen. Kanadas Regierungschef Justin Trudeau schlug vor, damit zu warten. Johnson darauf: „Wir müssen zeigen, dass wir stärker sind als Putin.“ Und Trudeau merkte an, man könne sich ja wie Putin 2009 auch beim „Reiten mit nacktem Oberkörper“ ablichten lassen. Echte Männer, aber echte Männer, die eben locker rüberkommen wollen. Als das „Ende einer Ära“ bezeichnete der amerikanische Blogger und Kolumnist Matthew Yglesias das auf Twitter und spielte damit auf den letzten Gipfel unter der Führung Angela Merkels 2015 an. Damals war sie die Einzige, die die Gruppenfotos etwas auflockerte – kleidungstechnisch und, na ja, überhaupt. Alle männlichen Teilnehmer ­trugen Anzug und: Krawatte. Das einzig individuelle dieser Uniformen war die Farbe des hängenden Halsschmucks. In diesem Jahr verzichteten die Regierungschefs auf den Farbtupfer über der Knopfleiste (und auf Merkel).

TAZ-online

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Ist es ein schon Krankhafter Ergeiz wenn Politiker-Innen den Verlust ihrer Macht nicht verkraften wollen oder können? Dieses schöne Beispiel spielt Donald Trump der Welt auch seit Jahren vor. Wer im Leben nichts geschafft, der glaubt sich größer durch die Macht. Irgendwo sind solche Leute arm dran oder drin.

Die Rechts-Links-Koalition kam für Israel zu früh. Die Regierung der acht Parteien ist nach nur einem Jahr am Ende. Kann Benjamin Netanjahu nun ein Comeback feiern?

4.) Benjamin Netanjahu will in Israel zurück an die Macht

Seine letzte Ansprache als Regierungschef vor der Knesset hielt er am 13. Juni 2021. In einer stolzen und zugleich bitteren halbstündigen Rede vor diesem Auditorium zählte Benjamin Netanjahu seine Erfolge in zwölf Jahren an der Macht auf und warnte vor existenziellen Bedrohungen, denen Israel unter der sich abzeichnenden Acht-Parteien-Koalition ausgesetzt sein würde. Er gab sich überzeugt, er und seine konservative Likud-Partei würden schon bald wieder am Regieren sein. „Ich werde im täglichen Kampf gegen diese schlechte, gefährliche linke Regierung vorangehen, um sie zu stürzen“, so Netanjahu unter Zwischenrufen und lautem Gejohle aus dem Plenum. „Mit Gottes Hilfe wird das sehr viel früher geschehen, als Sie denken.“ Absurde Selbstverleugnung Nur ein Jahr später kann er frohlocken, weil genau das eintritt, trotz des Korruptionsskandals, in den Netanjahu verwickelt ist. Das ehrgeizigste Experiment bei einer Regierungsbildung seit Bestehen des Staates Israel ist gescheitert. Eine Allianz aus acht Parteien, die gravierende ideologische Differenzen überwinden mussten, um Netanjahu abzulösen und Jahre der politischen Blockade zu überwinden, hat ausgedient. Was an Konkursmasse verbleibt, verwaltet Außenminister Jair Lapid als Interims-Regierungschef. Die Auflösung der Knesset steht an und wird zu Neuwahlen. Als im April die Abgeordnete Idit Silman (Jamina-Partei) aus der Koalition austrat, verlor diese ihre hauchdünne Mehrheit. Premier Naftali Bennett musste ohnehin stetig Druck auf wankende Teile der Koalition ausüben, damit die nicht wichtige Gesetzesvorhaben torpedierten oder ein fragiles Konstrukt zu Fall brachten. Dass es irgendwann dazu kommen würde, zeichnete sich schon deshalb ab, weil in der Knesset die Welt Kopf stand. Die Koalitionsräson zwang zu teils absurder Selbstverleugnung. Anfang Juni wurde das linke Regierungslager überzeugt, für ein Gesetz zu stimmen, das den rechtlichen Schutz für die Siedler in der besetzten Westbank verlängerte, während die rechte Opposition – die das Gesetz ideologisch befürwortete – dagegen votierte, was bei vier Stimmen Vorsprung zu einer Niederlage für das Kabinett Bennett führte.

Der Freitag-online

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Bei Terror und Hunger in der Welt, darf dann auch noch der Kellner zu den Köchen etwas sagen. Doch Letztendlich bleibt alles wie es immer war: Die Affen erhalten die Waffen und den Armen schieben sie eine Stulle zu.

Nato-Gipfel endet mit dem Blick nach Süden. Russlands Krieg gegen die Ukraine dominiert auch das Nato-Treffen in Madrid. Zum Abschluss stehen jedoch auch andere Themen auf der Tagesordnung.

5.)  Terror und Hunger im Fokus

Zum Abschluss des Nato-Gipfels in Madrid steht an diesem Donnerstag der Kampf gegen Terrorismus im Fokus. In der spanischen Hauptstadt soll es vor allem um Gefahren gehen, die von Gebieten südlich der Allianz ausgehen. Dort sind zum Beispiel die Terrornetzwerke Al-Kaida und Islamischer Staat (IS) aktiv. Auch die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Lebensmittelkrise sowie der zunehmende Einfluss Russlands und Chinas etwa auf Afrika stehen auf der Tagesordnung. Mit dem Abschluss des Nato-Gipfels geht zugleich eine ungewöhnliche Serie politischer Spitzentreffen zu Ende, die vergangene Woche mit einem EU-Gipfel in Brüssel begonnen hatte. Dort wurde die Ukraine offiziell in den Kreis der EU-Beitrittskandidaten aufgenommen. Anschließend war Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) von Sonntag bis Dienstag Gastgeber des G7-Gipfels der wirtschaftlich stärksten Demokratien im bayerischen Elmau, ehe am Mittwoch der zweitägige Nato-Gipfel begann. Vor allem Gastgeber Spanien hatte darauf gedrungen, sich bei dem Treffen auch mit der südlichen Nachbarschaft zu befassen. Die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles betonte vor dem Treffen, der Krieg in der Ukraine habe auch Auswirkungen auf Länder südlich des Bündnisses wie etwa Somalia, wo nun eine Hungersnot herrsche. Zudem sei Russland in einigen Länder der Sahel-Zone zunehmend präsent.

Tagesspiel-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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Unten    —     Gruppenfoto vom 26. Juni 2022

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