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Die – Woche

Erstellt von Redaktion am Montag 18. September 2017

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Nordkorea wird Urlaubsdestination, der kölsche FC gibt sich possierlich und Kindermörder beklagen ihre Diskriminierung.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Keinerlei Feierlichkeiten zu „letzter Bundestag ohne Rechtsextremisten“.

Und was wird besser in dieser?

Entscheidung, wählen zu gehen.

Nordkorea schießt wieder eine Rakete über Japan, diesmal über die nördliche Insel Hokkaido. Naht die Zeit, einen neuen Planeten zu kolonialisieren?

Eine gute Alternative, verstrahlt zu werden. So arbeitet Tesla-Guru Elon Musk an einer Mars-Expedition für potente Passagiere um 2025. Wer es sich leisten kann, wird dank ungehemmter Weltraumstrahlung krebskrank ankommen auf einem unbewohnbaren Planeten. Unterm Strich eine Aufwertung für Nordkorea als Urlaubsdestination.

Das Europa-League-Spiel in London zwischen dem FC Arsenal und dem 1. FC Köln musste am Donnerstag um eine Stunde verschoben werden. Der Grund: Es waren einfach sehr viele Zuschauer aus Köln angereist. Die kölsche Begeisterung für den Europapokal kam aber auch überraschend, oder?

Wie DFB-Chef Grindel beim Thema Stadionverbot mutig weissagte: „In einem leeren Fanblock gibt es keine Ausschreitungen.“ In diese Logik fügt sich die Klimaanlagen-WM in Katar. Das Geprolle der Fans reicht von possierlich (Köln in London) bis ekelhaft (Nazis beim Tschechien-Spiel). Allen Beispielen gemein allerdings ist Brecht’sche Logik: „Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte sich ein anderes?“ Also – die Unterhaltungskonzerne der Fußballbranche bieten ihre Produkte bevorzugt zahlungskräftigen Premiumkunden an und finden die Schnorrer vom Stehplatz eher ärgerlich. Das „Wir von hier“-Ding ist tot. Der kölsche Klub ist mit zwei, drei gebürtigen Kölnern im Kader da eher noch altmodisch. Doch tendenziell finden Fans ihren Verein toll, weil er sie hat, die örtlichen Fans. Der Rest ist Söldnertruppe und Geschäftsmodell. Das kann den Fußballfirmen auf die Füße fallen, denn viele „anständige“ Fans kommen ins Stadion, um den „Unerwünschten“ bei Gesang und Mannbarkeitsritual zuzuschauen. Die Zuschauerzahl in der Fußballbundesliga ist rückläufig.

Diverse Wissenschaftler haben in einem offenen Brief gefordert, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht noch mehr, sondern im Gegenteil, weniger Beschränkungen im Netz unterworfen sein sollte. Außerdem wenden sie sich vom Sparen ab: „Der Auftrag bestimmt den Beitrag – nicht umgekehrt“, heißt es. Dürfen und bekommen ARD und ZDF zu wenig?

Quelle   :   TAZ >>>>> weiterlesen

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