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DIE * WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 10. Januar 2022

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Kolumne von Friedrich Küppersbusch

Von der Impfpflicht zum Impferno, der Haustier­kompetenz des Papstes und der neuen Linie Vampir Air.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: „Impfpflicht“ sieht schon drollig aus.

Und was wird besser in dieser?

„Impferno“?

In Kasachstan protestieren die Bü­rge­r:in­nen wegen deutlich gestiegener Treibstoffpreise. Präsident Tokajew erteilte einen Schießbefehl gegen die Demonstrierenden, es gab Tote. EU und USA fordern eine friedliche Lösung. Hilft das?

Wenn man für Belarus und Ukraine keine Lösungen findet – Länder, die zwischen Europa und Russland liegen: hat man kein Rezept für ein Land zwischen Russland und China.

Wieder keine Frau im Bundespräsidialamt. Welche wäre Ihr Vorschlag gewesen?

Fragen Sie die FDP – warum die geborene Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt es nun nicht wird. Frau, ostdeutsch, präsidial, grün, politisch erfahren und ausgleichend – das menschliche Antlitz der Multiquote. Als Steinmeier seine erneute Kandidatur im Mai ankündigte, überraschte nicht das „wollja!“ bei der SPD oder „nagut“ bei der Linken – sondern das klare Ja von Lindner. Zur Erinnerung: Mai – das war, als Comedians noch einen sicheren Lacher kassierten mit der Formulierung „Bundeskanzler Scholz“. Lindners taktisches Kalkül – was zum Teufel bekam er dafür? – bleibt im Nebel. Immerhin – die Sozis baden nun aus, dass die FDP zu wenig Frauen ins Kabinett holte. – Gauck fuchtelte als Ein-Mann-Armee gen Russland und ließ Merkel die „Wir schaffen das“-Predigt allein halten. Köhler dilettierte mit ähnlich militaristischen Reden und erschruk über die eigene Wirkung. Wulff begab sich in Bild und kam darin um. All das ist für die Steinmeierin nicht zu befürchten. Als Frau wäre es fast überqualifiziert.

„Hunde und Katzen nehmen den Platz der Kinder ein“, sagt Papst Franziskus. Das Kirchenoberhaupt hält es für falsch, dass viele keinen Nachwuchs bekommen wollen. Sollte er in dieser Hinsicht nicht erst einmal vor eigenen Haustür kehren?

In italienischen Supermärkten ist die Babynahrungsstrecke so lang wie in deutschen das Hundefutterregal – isso! Und wenn wer Kinder wünscht und nicht bekommen kann, so möge der Herr Hunde und Katzen über sie regnen lassen. Der Papst vertritt eine Organisation, deren Kompetenz im Bereich der Haustierhaltung sich wesentlich auf strittige Definition der sog. „Frau“ bezieht. Was selbstgemachte Kinder angeht: ähnlich. Und macht so einmal mehr die erschütternde Erfahrung, dass selbst die vernünftigste Meinung nicht gegen ihren demolierten Absender ankommt. Doch, ja, Kinder sind toll.

Gemeinsam mit ihrem Amtskollegen Blinken warnt Außenministerin Baerbock Russland vor erneuten Aggressionen gegen die Ukraine. Dies hätte schwere Konsequenzen. Blinken fordert, im Falle eines Angriffes den Betrieb der umstrittenen Ostseepipeline Nordstream 2 nicht aufzunehmen. Wird Deutschland einlenken?

Quelle         :      TAZ-online           >>>>>         weiterlesen

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