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DIE * WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 14. Juni 2021

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Kolumne von Friedrich Küppersbusch

Lebensläufe, SEK und die Fußball-EM: Nichts draus gelernt. Deutschland diskutiert über Lebensläufe. Hessen kämpft mit seinem Polizeiproblem und ein Kardinal, der nicht gehen darf. Ein EM-Spiel wird trotz eines Schocks nicht abgebrochen.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Es wimpelt wieder an den Auto­fenstern.

Und was wird in dieser besser?

Kneipe um die Ecke flaggt deutsches Tuch mit Halbmond und Stern im Rot.

Erst Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, dann der Unions-Kandidat Armin Laschet: Die Lebensläufe der beiden Po­li­ti­ke­r:in­nen enthalten Unstimmigkeiten. Jetzt mal unter uns: Haben Sie Ihren Lebenslauf auch schon mal etwas frisiert?

Als Geschäftsführer befördere ich mich selbst und finde mein Curriculum Vitae sehr überzeugend. Lese jedoch viele Bewerbungen und habe gelernt, nur ein paar Big Points zu beachten. Alles andere kann man meist eh nicht prüfen, und will es auch nicht. Also: Wurde eine Ausbildung abgeschlossen, auch wenn es angewandte Erdbeerkunde war? Heißt: Bringt derdiedas Bewerb irgendwann auch einen fertigen Film zuwege? Ergeben die Stationen eine schlüssige Erzählung, warum der Mensch zu uns will? Oder kann ich dem mit einer Absage aus dem Tunnel helfen? Und schließlich: Finden Sie Ihren Lebenslauf gut? Und wer dann losprahlt, redet sich gerade aus dem Mannschaftsgeist einer Firma raus. So gesehen mussten beide nicht schönen, um verdächtig zu werden.

Nachdem zufällig eine rechtsextreme Chatgruppe bei der Polizei von Frankfurt am Main aufgeflogen ist, lässt der hessische Innenminister Beuth das Frankfurter SEK auflösen. Nun erweist sich der Kreis von Beamten, die davon gewusst haben, als größer als bisher von Beuth und dem Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill bekanntgegeben. Ist das nun der Beginn des deutschen „Abolish the police“ oder das Ende von Beuth als Minister?

Der verdächtige „Obersturmbannführer“, der „NSU 2.0“-Drohmails gesandt haben soll, fischte die Adressen seiner Opfer durch blinde Anrufe bei „Polizeirevieren in Frankfurt und Wiesbaden“ ab. In der Mordnacht von Hanau übernahm das Frankfurter Polizeipräsidium den Einsatz. Samt Frankfurter SEK. Hier wurde ein Nazimörder gejagt von Beamten, die sich privat Hitlerbilder und Nazisprüche geschickt hatten. Innenminister Beuth hat eine bunte Auswahl an LKA-Chefin, Polizeipräsident und Führungskräften in Mitverantwortung gezogen und Sonderermittler eingesetzt. Man forderte seinen Rücktritt leichter, wenn das Problem nicht deutlich größer wäre als er.

Nach dem Missbrauchsskandal wollte Kardinal Marx zurücktreten, aber der Papst sagt: Nö, Bruder, du bleibst. Stattdessen soll Marx nun Reformen einleiten. Kann das gelingen?

Quelle         :        TAZ       >>>>>       weiterlesen

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