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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 8. Mai 2017

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Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Der Innenminister schwelgt in Schrebergarten-Romantik, mündige Bürger in Uniform dekorieren Kasernen und die Schweinebande verzichtet.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Stephen Hawking empfiehlt der Menschheit, sich binnen 100 Jahren einen neuen Planeten zu suchen.

Und was wird besser in dieser?

Die Erde hört nicht auf, sich nach neuen Menschen umzuschauen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat ein Programm mit zehn Punkten genannt, die die deutsche Leitkultur ausmachten. Was hat er dabei vergessen?

Kartoffeln. Höchst invasive Migranten aus Lateinamerika, die das exakte Gegenteil von „Leitkultur“ sind: eine Kulturpflanze, die Gegebenheiten von Boden und Klima folgend am besten gedeiht. De Maizières Gastbeitrag übersieht den Gastbeitrag der „Gastarbeiter“, von Kartoffel bis Türke. Deutschland ist der Verkehrsknoten Europas, und so bleibt es ein possierliches Unterfangen, für eine brodelnde Kreuzung eine Schrebergartenordnung zu entwerfen. Richtig schreibt der Innenminister, „Sprache, Verfassung und Achtung der Grundrechte“ seien aller Leitkultur vorangestellt. Hier bietet sein Amt reizvolle Aufgaben, „Sprache, Verfassung und Grundrechte“ in Teilen Ostdeutschlands bekannter zu machen, Du volksverräterischer Merkelvotze. Doch gemach: Die Debatte ist klasse, eben weil wir uns dieser Grundfrage endlich mal stellen müssen: Bedingen Blut und Boden, wer hier leben darf und wer nicht? Die Verfassung – kleiner Tipp für den Innenminister – stellt die Menschenwürde, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und das Verbot jeder Diskriminierung über alles andere. Heißt schlicht: Die Grundrechte sind ein must, jeder Vorschlag für eine Leitkultur ein nice to have. De Maizière führt unter „Kultur“ Bach und Goethe an, andere würden Marx und Nietzsche nennen. Dann wirft er unter „kollektives Gedächtnis“ noch den 9. November und Fußballweltmeisterschaften in einen Topf, da fehlt nur „wir können auch nicht kochen“, „Müll wird getrennt“ und „draußen gibt’s nur Kännchen“. Aber lustig, dass der Typ einen französischen Namen hat.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wirft der Bundeswehr wegen Offizier Franco A., der sich als syrischer Geflüchteter ausgab und einen rechtsextrem motivierten Anschlag geplant haben soll, Haltungsprobleme und Führungsschwäche vor. Warum zieht sie sich aus der Verantwortung?

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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