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RENTENANGST

Die Linke sucht Stimmvieh

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 16. Dezember 2013

Kein Platz für Randgruppen

Sie scheinen einen Art Minderwertigkeitskomplex zu entwickeln die Linken, dreht sich doch in den letzten Wochen politisch so ziemlich alles um eine neue Regierung, die  GroKo. Da ist wenig Platz für die Randgruppen, in der Opposition.  Doch am letzten Wochenende meldete sich wieder einmal jemand aus der hinteren Reihe und erhob zaghaft den rechten Zeigefinger.

Ja der Bernd Riexinger, werben wolle er für neue Mitglieder, um Unzufriedene aus der SPD, Leute welche gegen diese GroKotze gestimmt hatten möchten doch bitte in die Linke wechseln. Ausgerechnet in die Linke, eine Partei welche bis zum heutigen Tag noch nicht einmal mit den eigenen Unzufriedenen einträglich miteinander arbeiten kann. Sehen so linke Anzeichen aus, mit den anderen Oppositionsparteien einen Verbund zu schmieden?

Bei aller berechtigter Kritik gegen die Großmannssucht der SPD, dort ist zumindest eine Linie, welche auch mir nicht recht ist, sichtbar. Aber in der Linken? Dort wo mit nur angedeuteten Trippelschritten einmal nach links und dann wieder ein wenig in die Mitte Gesellschaftsveränderungen erreicht werden sollen?

Müsste zur Erreichung dieses Zieles nicht erst einmal eine Strategie entwickelt werden die linke Seite im Parlament zu stärken? Wie soll das durch einen Austausch des Personal geschehen? Ziel einer Strategie kann es doch nur sein Wähler aus der CDU/CDU und dem Nichtwähler Potential, also aus dem anderen Lager zu umwerben. Durch gezeigte sinnlose Werbeaktionen werden doch die Wenigen welche bis heute den Werteverlust ihres eigenen Daseins nicht begriffen haben im besten Fall in das Lager der Nichtwähler wechseln.

Diese SPLler haben die letzten 15 – 20 Jahren alles geschluckt und zerkaut was ihnen von Oben serviert wurde.  Haben die Verelendung einer gesamten Gesellschaftsschicht nahe zu Reaktionslos über sich ergehen lassen. Sie waren bereit auf alles zu verzichten um einige Wenige der Ihren an den Fresströgen zu halten und sollten jetzt in die Linke wechseln, genau dorthin wo sie vom Regen unter die Traufe geraten?

Von einem „Soft-Sozialismus“ zu den Hardlinern, von einigen auch Stalinisten genannt. Können solcherart krude Gedanken nicht nur bei denen entstehen welche ganz speziell darin trainiert wurden die Schwächsten bei der Stange zu halten? Ausgerechnet die bislang ruhigsten  Mitglieder sollen jetzt den Widerstand aufbauen. Aber genau das ist die Ratlosigkeit welche sich in der Partei breit gemacht hat.

Selbst wenn sich die SPD morgen auflösen und geschlossen in die Linke wechseln würde gäbe es keine Verschiebung der Kräfte. Nein, aber das sagen die Riexinger und Co. natürlich nicht da sie sich selber an die Fleischtöpfen setzen möchten. Bei der allgemeinen Masse der Mitglieder würden nur die zu schwenkenden Fähnchen ausgewechselt, da die lang anhaltenden Klatschorgien  unvermindert weiter gehen würden. An diesen in den letzten Jahren bekannt gewordenen auseinandergehen der Vermögensschere würde das alles aber auch gar nicht verändern.

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Fotoquelle; Wikipedia – Author Adolf Oberländer

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4 Kommentare zu “Die Linke sucht Stimmvieh”

  1. [bremer] sagt:

    Liebe Noch-SPDler,
    bei der SPD seid ihr das „linke Aushängeschild“ und bei der Linken „das demokratische Aushängeschild“.

    Was ist euch lieber ?

  2. Hein W. sagt:

    Es ist zu überlegen, bin ich Sozialdemokrat oder Sozialist?
    Dies ist ein feiner Unterschied.
    Selbst wenn ich einer von beiden wäre, dann würde ich niemals in die Linke gehen.

  3. Peter Silie sagt:

    Riexinger sollte sich darum kümmern, dass seine Partei 2017 noch genügend Wähler überzeugen kann, anstatt sich in Prognosen über das künftige Wahlergebnis der SPD zu ergehen.

  4. BigOssi sagt:

    # 3
    Um die Basis sollte er sich kümmern. Denn ohne Basis kann er keine Wähler überzeugen. Oder hast Du Riexinger im Straßenwahlkampf gesehen 😀

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