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DIE LINKE-Saar im …

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 9. Juni 2021

Untergangsmodus: Oskar als tobender Elefant im Porzellanladen

Orders of the Elephant (Russia).jpg

Quelle:    Scharf  —  Links

Von Dr. Nikolaus Götz

Es ist lange, lange Jahre her, dass Oskar Lafontaine als Ex-Ministerpräsident des Saarlandes auf Anhieb für ’seine’ Partei DIE LINKE-Saar 25% aller Wahlstimmen erhielt. Damals füllte der begnadete, eloquente Redner die Hallen und begeisterte mit seiner politischen Regierungskritik die Volksmassen. Der bundesweit bekannte Saar-Napoleon schrieb seiner linken Partei, auch weitest gehendst autokratisch, die Kandidaten seiner Wahl vor, wobei die Wahlgremien ’freiwillig’ seine Wahlvorschläge realisierten. Stets mit nur wenig Gegenstimmen bestätigt, umgab sich Oskar wie Napoleon mit einer Mannschaft, die er größtenteils aus der „zweiten Reihe“ der Alt-SPD“ rekrutiert hatte. Massenweise strömten Neugenossen ungeprüft in DIE LINKE-Saar. Sie wurden angekarrt in diese Partei im Aufwind, wobei eine politische Positionsbestimmung dieser vielen Trittbrett-Busfahrer nicht vorgenommen wurde. Ob im Landtag oder im Saarbrücker Stadtrat, die „Treue“ der Vasallen zu ihrem König war erstes Auswahlkriterium und nicht deren politische Qualität, ihr Fachwissen oder gar ihr politischer Standpunkt. Diese linken Schafe im Wolfspelz um Oskar Lafontaine stabilisierten das politische System der BRD, erzielten Ruhe im Land, vertagten die Revolution und erhielten den „Windelbonus“ als Paradebeispiel realisierter linker Politik. Wohl dem Genossen an der Saar, der die Gunst der grauen Parteiautorität genoss. Andersdenkende wurden (wie immer) ausgeschlossen. Heilige Rosa, bitte für uns!

Doch urlinke saarländische Kräfte innerhalb der Partei suchten schon in dieser Entwicklungsphase einen Nachfolgekandidaten. Diese Tatsache war auch der alsbald stark nachlassenden Wahlattraktivität von Lafontaine geschuldet, wie damit verbunden, seiner bröckelnden Parteiautoritär, zumal er selbst mehr und mehr privatisierend seine Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht in Führung bringen wollte. Das endlich angezettelte Attentat auf die Partei DIE LINKE mit der Aktion „Aufstehn“ sollte die GenossInnen um Wagenknecht sammeln, doch dieser medienwirksam aufgepuschte linke ’Schuss’, ging bundesweit voll daneben. Im Saarland zog der aus Ostdeutschland zugezogene Thomas Lutze schon relativ frühzeitig den Unwillen von Oskar auf sich, zumal Lutze nicht aus der Saar-SPD kommend, ein „self-made“ Politiker war. Schon seit der Wende hatte Thomas Lutze sich im Saarland für die PDS engagiert, wobei er seine ihn stützenden Parteigenossen nie vernachlässigte. Trotzdem musste er sich, um unter Lafontaine Erfolg zu haben, im Denken wie in der Wahl seiner Methoden den neuen Machtverhältnissen im Parteiapparat anpassen. So mit den Parteiwölfen heulend, schaffte Thomas Lutze gegen den ausdrücklichen Willen von Lafontaine seinen politischen Weg in den Bundestag. Oskar jedoch musste diesen ungeliebten Konkurrenten erdulden, da dieser von seinen Parteigenossen demokratisch, trotz all der Ränkespiele und Intrigen und den offen beleidigenden, diffamierenden Wortbeiträgen durch Oskar Lafontaine oder dessen Vasallen, trotzdem oder gerade deshalb, gewählt wurde.

Bundesarchiv Bild 183-1987-0909-423, Saarbrücken, Besuch Erich Honecker, Schröder, Lafontaine.jpg

Die Niederlage hat wohl am  Hirn genagt ?

Die Partei DIE LINKE-Saar ist heute und ausdrücklich gegen den Willen von Oskar Lafontaine handelnd gerade dabei, sich von ihrem geistigen Übervater zu lösen. Dieser Schritt war längst überfällig! Jetzt gilt es die Parteistruktur weiter personalpolitisch wie programmatisch zu erneuern. Diese Reformaufgabe wird eine große Herausforderung, der sich Thomas Lutze vornehmlich stellen muss. Der gerade absolvierte Wahlakt von Neunkirchen/Saar mit dem anschließende Auftritt von Lafontaine gegen Thomas Lutze ist nur die Fortführung des schmutzigen Spieles um Einfluss und Macht in der Politik! Längst ist dabei bekannt, dass diese den Charakter verdirbt. Der nun komplett in seinen neuen Kleidern ’nackte Napoleon ’ Oskar Lafontaine jetzt vollständig ohne jegliche saarländische Führungsautorität benimmt sich persönlich wie der bekannte Elefant, der im Laden wütet, wohl wissend, dass das zerbrochnen Porzellan seine eigene politische Heimat DIE LINKE-Saar ist. Ob der saarländische Hinterbänkler im Bundestag Thomas Lutze diese abgrundtief zerrissene Partei einigen, sie so aus ihrem aktuellen Meinungstief wie dem folgenden zwangsläufigen Weg in den Wahluntergang erretten kann, ist stark zu bezweifeln. Die natürlich instrumentalisierten doch nur rein aufklärend angesetzten Untersuchungen der Staatsanwaltschaft im Zwist Lafontaine-Lutze, wohl direkt in der Woche vor der Wahl enthüllt und alle anderen Corona-Skandale überspielend, werden DIE LINKE-Saar schon ins rechte Licht rücken. Mehr über das Schicksal dieser Partei wird der politisch Interessierte spätestens dann am Wahlabend erfahren.

Urheberecht
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Grafikquellen      :

Oben  — Знаки ордена слона, 19 век.     –   Elefanten aus Porzellan als Orden

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Unten      —       For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. ADN-ZB/Sindermann/9.9.87/ BRD: Honecker-Besuch Der Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, traf in Saarbrücken mit dem Ministerpräsidenten des Saarlandes, Oskar Lafontaine, stellvertretender Vorsitzender der SPD (l.), zusammen. Zugegen war auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Niedersachsen, Gerhard Schröder.

15 Kommentare zu “DIE LINKE-Saar im …”

  1. Waldschrat sagt:

    … und wie die Niederlage nagt.

  2. Kegelschnecke sagt:

    Oskar will bei der Listenaufstellung Landtagswahl Barbara Spaniol als Spitzenkandidatin verhindern.

  3. Obelix sagt:

    klar, damit er wieder antreten kann? Das gilt es zu verhindern!

  4. Bednarek sagt:

    Gebet von Olafs Nonne Petra:

    Wo war die Bundespartei als die ehemalige Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Astrid Schramm die Bundespartei um Hilfe bat?
    Wo ist die Bundespartei jetzt im laufenden Parteiausschlussverfahren gegen Astrid Schramm und den Drohungen gegen Oskar Lafontaine, er solle seine Mandate niederlegen.

  5. Maiglöckchen sagt:

    Boah, da muss man(frau erst darauf kommen: Eine Aufforderung in Drohung umzumünzen- Das zeigt, leider, wes Geistes Kind diese O-Anhängerin ist.
    Verschenkt, noch besser verscherbelt den Sektenführer und seine Dienerinnen und Diener.

  6. Spdler sagt:

    Nur so am Rande:
    Weil Schröder nicht nach der Pfeife von Lafontaine tanzte, hatten sich beide am Ende nicht mehr viel zu sagen.

  7. Denny sagt:

    #2
    B.S. wird von der Basis verhindert werden und auch von Thomas! Sie hat den Speichellecker unterstützt – daher unbrauchbar für den Landtag.

  8. Steigleiter Johannes sagt:

    zu 7
    B.S. ist Kreischefin von HOM und bringt viele Stimmen auf zur Kandidatenbestimmung.

    Einfach als unbrauchbar abzustempeln ist sehr einfach und nicht praktikabel,
    man kommt an ihr nicht vorbei !

    Der LV und Thomas ist ja mit ihr einverstanden und mit ihrer Doppelrolle.
    Vize im LAVO und im Landtag.

  9. David der Kleine sagt:

    BS gehört nicht in den Landtag 2022.
    Letztlich tanzt auch sie nach der Pfeife von O.L.
    Ihre Unterstützung für Dennis Lander am Sonntag war nicht zu übersehen.

  10. Uwe Georgi sagt:

    # 9

    sie war nicht am Mikro. Oder hat sie viele Mitglieder vor Ort persönlich angesprochen ?
    WAS bitte genau war so unübersehbar ?

    Für mich ist der Beitrag # 9 nur dummes Geschwätz .

  11. Schneckentiger sagt:

    Schau in deine Glaskugel, noch besser lass‘ dir einen Termin beim Augenarzt geben …

  12. Ichbins sagt:

    Gegen die holde Frau Gemahlin gibt’s auch einen Antrag auf Parteiauschluss.
    Mögen die Spiele beginnen:

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sahra-wagenknecht-linken-mitglieder-beantragen-parteiausschlussverfahren-a-3485531b-209d-49fc-84d8-ea857b985343

  13. Ich bins sagt:

    Gegen die holde Frau Gemahlin gibt’s auch ein en Antrag auf Parteiauschluss. Mögen die Spiele beginnen:

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sahra-wagenknecht-linken-mitglieder-beantragen-parteiausschlussverfahren-a-3485531b-209d-49fc-84d8-ea857b985343

  14. Piratenköpfchen sagt:

    Die Spiele hat eröffnet: Der saarländische Erduwahn

  15. Obelix sagt:

    Erstarkende Demokratur a la Linksfraktion wurde in Neunkirchen gestoppt.
    Und in Neunkirchen fing Olafs Demokratur an.

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