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Die Hessische Linke

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 22. April 2022

#LinkeMeToo in Hessen: Landesverband will aufklären

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Von Christoph Schmidt-Lunau

Nach Vorwürfen von Übergriffen will die Linke nun eine „Kultur des Hinschauens“ in der Partei etablieren. Über das „Wie“ gibt es Unstimmigkeiten.

Transparente und rückhaltlose Aufklärung verspricht der hessische Landesverband der Linken, der seit Ostern im Zentrum von öffentlichen Missbrauchsvorwürfen steht. Nach einer Krisensitzung des Landesvorstands bat am Donnerstag der Landes- und Landtagsfraktionsvorsitzende Jan Schalauske ausdrücklich „alle Opfer“ um Entschuldigung. Schalauske bekannte, er sei „tief erschüttert“ und räumte ein, die tiefe Krise, in der sich die Linke ohnehin befinde, werde durch diese Fälle zusätzlich erschwert.

Für die Aufklärung der hessischen Fälle bittet die Landespartei um Unterstützung. Die von der Bundespartei eingesetzten Vertrauensleute und ExpertInnen sollen danach auch die Vorfälle aus Hessen untersuchen, so Schalauske. Positiv bewertet der Landesverband die Ankündigung der aus Hessen stammenden Bundesvorsitzenden Janine Wissler, nicht zurückzutreten. Wissler habe im November 2021, als sie zum ersten Mal von konkreten Missbrauchsvorwürfen erfahren habe, die zuständigen Vorstandsgremien informiert, sagte der stellvertretende hessische Landesvorsitzende Michael Erhardt. Die bizarren Szenen, die der Spiegel über ihren ehemaligen Partner zuletzt beschrieben habe, kenne auch Wissler erst seit Ostern, so begründete Erhardt die Vertrauenserklärung des Landesvorstands.

Die Gremien der hessischen Linken haben sich danach mit Vorwürfen gegen drei Funktionsträger befasst. Nur in einem Fall habe eine Betroffene das Gesprächsangebot des Landesvorstands angenommen, so die Landesvorsitzende Petra Heimer. Im Übrigen sei der Vorstand bislang auf Medienberichte und Beiträge in sozialen Medien angewiesen, was die Sache nicht erleichtere.

Trotz der schwierigen Entscheidungsgrundlage seien inzwischen zwei beschuldigte MitarbeiterInnen beurlaubt, einer von ihnen ist Referent der Landtagsfraktion, der andere Wahlkreismitarbeiter einer Abgeordneten; ein dritter Beschuldigter arbeite nach wie vor für die Rosa-Luxemburg-Stiftung und gehe juristisch gegen die Vorwürfe vor, war von den VertreterInnen des Landesvorstands auf der Pressekonferenz zu erfahren.

Hinter den Kulissen gibt es allerdings offenbar Kritik am Umgang des Landesvorstands mit den Beschuldigten. So beklagen die früheren Landtagsabgeordneten Gabriele Faulhaber und Marjana Schott in internen Stellungnahmen die dürftigen Beweise, die dem Vorstand vorgelegen hätten. Schott hat die Partei deshalb sogar unter Protest verlassen und ihr Amt als stellvertretende Landesvorsitzende aufgegeben.

Es brauchte einen „Weckruf“

Quelle        :          TAZ-online           >>>>>          weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —     Jan Schalauske

Ein Kommentar zu “Die Hessische Linke”

  1. bremerderZweite sagt:

    Die Reaktionen der Partei-Funktionär Innen sagen „unter dem Strich“, an allen Vorwürfen ist letztlich n i c h t s dran.
    Da spricht der Landesvorsitzende und Fraktions-vorsitzende in Hessen, Herr Schalauske, davon
    „Es sei ein gravierender Missstand, dass es bisher keine Strukturen gebe, an die sich Betroffene wenden könnten.“

    Wenn doch an allem „unter dem Strich“ letztlich nicht`s dran ist“, wozu dann „Strukturen“ bilden?

    Diskutiert werde nun auch, ob „antisexistische Schulungen“ verpflichtend für Funktionäre werden sollten.

    Wenn Mensch so etwas Absurdes liest,
    müsste er sich doch fragen, wo leben wir denn eigentlich?

    Wozu das alles, wenn doch – „unter dem Strich“ –
    angeblich an allem nicht`s dran ist???

    Stellungnahmen von Funktionär Innen aus Hessen kann Mensch sofort vergessen.

    Jeder e i n z e l n e von denen ist mit Frau Wißler („Wissler“) politisch engstens verbunden
    („Seilschaften“ wie in jeder „stinknormalen“ Partei) und schon alleine zur Sicherung ihrer Landtags-Mandate
    haben sie ja bereits ihre „Janine“ von
    „j e d e m Verschulden“ „freigesprochen“.

    „Wissler habe im November 2021, als sie zum ersten Mal von konkreten Missbrauchsvorwürfen erfahren habe,
    die zuständigen Vorstandsgremien informiert, sagte der stellvertretende hessische Landesvorsitzende Michael Erhardt. “

    Der Fisch stinkt von den Köpfen her, lies von den Landtags- u. der Bundestags-Fraktion inclusive der Partei-Vorständen.

    Der (Bundes) Parteivorstand (nominell 44 Personen) hat einstimmig die Haupt-Mit-Verursacherin der Krise „gebeten“ die alleinige „Führung“ der Partei vorzunehmen. Was sind das für Vorstands-Menschen???

    Frau Wißler hat „nie“ etwas gewußt, war an keiner Sitzung beteiligt, hat sofort gemeldet, und zuletzt in Urlaub.

    Frau Wißler hat n i e m a n d e n geschütz!!!

    Falsch, Frau Wißler, sie haben schon jemanden geschützt,
    dieser J e m a n d hat auch einen Namen:
    Frau Janine Natalie Wißler !!!

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