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Deutscher Islam

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 26. Juni 2015

Über Konvertiten, Wechselkurse und vergessene Zeitgeschichte

Cristal Mosque in Kuala Terengganu-Malaysia

Schlagloch von Charlotte Wiedemann

Konvertit – das Wort hat einen metallischen Klang. Bei der Konversion von Rüstungsgütern ist das künftige Produkt friedlicher; beim Menschen scheint es umgekehrt, da wird die Pflugschar zum Schwert. Wer heutzutage zum Islam konvertiert, gilt als potenzielle Bombe.

In den Büchern über die Kolonial- und Missionsgeschichte Afrikas finden wir eine andere Formulierung: Sie nahmen das Christentum an. Ein schöner Ausdruck; da schwingt die Freiheit der Entscheidung mit – Religion als eine Einladung, die sich annehmen oder ablehnen lässt. (Als wär’s so unblutig zugegangen.) Dass die weiße Geschichtsschreibung in diesem Fall nicht von Konversion spricht, hat natürlich einen Grund: die Verachtung der älteren Glaubenssysteme Afrikas. Sie waren Naturzustand, Heidentum, nicht „Religion“ genug, um einen Wechselkurs zu besitzen.

Der Mensch als Abbild Gottes

Unter Muslimen ist es gleichfalls üblich, von der „Annahme des Islam“ zu sprechen. Nach islamischer Auffassung wird jeder Mensch als Muslim geboren – das ist die weite Definition von Muslim-Sein: der Mensch als Abbild Gottes, ohne Erbsünden-Konstrukt. Den Islam bewusst anzunehmen, ist dann eine bloße „Bezeugung“ mit wenigen Worten, keine Umwandlung.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber http://www.flickr.com/photos/emrank/

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Ein Kommentar zu “Deutscher Islam”

  1. Stefan Weinert sagt:

    Auch das ist der ISLAM — GASTFREUNDSCHAFT
    – im Netz gefunden und zugesendet von Stefan Weinert, Ravensburg

    Gastfreundschaft im Islam
    بِسْمِ اللهِ الْرَّحْمَنِ الْرَّحِيمِ
    هَلْ أَتَاكَ حَدِيثُ ضَيْفِ إِبْرَاهِيمَ الْمُكْرَمِينَ إِذْ دَخَلُوا عَلَيْهِ فَقَالُوا سَلَاماً قَالَ سَلَامٌ قَوْمٌ مُّنكَرُونَ فَرَاغَ إِلَى فَقَرَّبَهُ إِلَيْهِمْ قَالَ أَلَا تَأْكُلُونَ أَهْلِهِ فَجَاء بِعِجْلٍ سَمِينٍ
    Bismillāhirrahmānirrahīm
    [Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen]
    “Kam zu dir die Nachricht von den Gästen Ibrahims? Wie sie bewirtet wurden? Als sie eintraten bei ihm und ihn grüßten und er ihren Gruß erwiderte? „Das sind Fremde“, dachte er sich und ging schnell zu seiner Frau. Ein kräftiges Kalb ließ er zubereiten und bat: „Aber bitte, wollt ihr nicht essen?“ [Sure Zariyat, Verse 24-27]

    Verehrte Muslime,
    die Gastfreundschaft ist eines der schönsten Motive in der islamischen Ethik. Eines der schönsten Anzeichen einer ausgereiften Ethik beim Menschen. Jemanden in sein Haus zu bitten, ihm hier Tür und Herz zu öffnen, gehört zu den schönsten Formen der Geschwisterlichkeit, der Wertschätzung des Menschen sowie der Einheit und der Solidarität unter ihnen.

    Verehrte Gemeinde,
    das schönste Vorbild ist uns auch hier wieder unser geliebter Prophet (saw). „Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, der tische seinen Gäste auf …“ [1] hat er uns geraten. Auch er selbst lud immer, wenn wer konnte Gäste zu sich nach Hause ein. Für Gäste und insbesondere bedürftige Menschen war stets ein Platz an seinem Tisch. Die Gebete der Gäste, so ließ er uns wissen, würden besonders angenommen. [2] Und dass die Bewohner eines Hauses, in dem einem Gast aufgetischt wird, auf jeden Fall Wohl und Segen trifft. [3] Und dass umgekehrt, kein Heil zu erwarten sei von einem, der Gästen nicht auftischen will, obwohl er hierzu in der Lage ist. [4]

    Der Koran liefert uns in diesem Zusammenhang das Bild des Propheten Ibrahim (a.s.), der seinen Gästen etwas auftischte, obwohl er diese überhaupt nicht kannte. So heißt es hier: “Kam zu dir die Nachricht von den Gästen Ibrahims? Wie sie bewirtet wurden? Als sie eintraten bei ihm und ihn grüßten und er ihren Gruß erwiderte? „Das sind Fremde“, dachte er sich und ging schnell zu seiner Frau. Ein kräftiges Kalb ließ er zubereiten und bat: „Aber bitte, wollt ihr nicht essen?“ [5] Der Vers betont hier auch, dass man Gäste vor allen Dingen freundlich und mit einem Lächeln empfangen sollte.

    Ein Vorbild sollten wir uns nehmen auch am weiteren Vorgehen von Ibrahim (a.s.). Dass er den Gruß derer, die bei ihm eintreten, auf die schönste Weise erwidert und sie hereinbittet. Dass er sich unbemerkt von ihnen wegbegibt, um Essen zuzubereiten. Dass er ihnen das Beste auftischt, was er hat. Dass er das Essen eigenhändig auftischt… Dies sind alles Momente, die auch wir beherzigen sollten.

    Verehrte Geschwister,
    Gästen freundlich zu begegnen, sie aufzunehmen bzw. ihnen aufzutischen, gehört zum schönsten Erbe unserer Kultur und unserer Religion. Gäste, die bei uns eintreten bzw. Fremde in der Stadt, willkommen zu heißen, ganz gleich welcher Herkunft oder Religion sie sind, sie freundlich zu empfangen, wird uns sicher das Wohlwollen Allahs einbringen.

    Abschließen will ich an dieser Stelle mit folgendem Hadis: „Drei Gruppen gibt es, deren Gebete auf keinen Fall abgewiesen werden: diejenigen, die Unrecht erfahren, Gäste und die Eltern.“ [6]
    [1] Buchari, Edeb, 85.
    [2] Ebu Dawud, Witr, 29; Tirmizi, Deawat, 47.
    [3] Ibn Mdscha, Eti‘ma, 55.
    [4] Ibn Hanbal, IV, 155.
    [5] Zariyat, 51/24-27.
    [6] Dawud, Witr 29.

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