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Austritt aus Partei und Fraktion

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 20. Januar 2017

Dirk Tutat kehrt Linken den Rücken

Nichts läuft ohne der  heute Weißen Witwe

Von Dierk Hartleb

Dirk Tutat hat mit der Linkspartei gebrochen.

Am Mittwoch erklärte der 49-Jährige seinen Austritt aus Partei und Fraktion. Sein Ratsmandat will er jedoch behalten. Damit verlieren die Linken – bisher zu zweit – ihren Fraktionsstatus im Rat.

Die Mitteilung an den Bürgermeister umfasst ganze drei Zeilen: „Ich möchte Sie hiermit davon in Kenntnis setzen, dass ich heute aus der Partei , Die Linke ´ ausgetreten bin. Damit verlasse ich ab sofort auch die Fraktion ,Die Linke´ im Rat der Stadt Ahlen.“ Unterzeichnet ist der Brief mit Datum 18. Januar von Dirk Tutat .

Zu seinen Motiven äußerte sich der Mann hinter Reiner Jenkel im Gespräch mit un­serer Zeitung so: „Ich sehe unter den gegebenen Umständen keine Möglichkeit, linke Politik umzusetzen.“ Diesen Vorwurf richtet Tutat an die Adresse der eigenen Partei. Er sei die „ständigen Intrigen und Sabotagen“ xleid. Den neuen Kreisvorstand mit der weiblichen Doppelspitze aus Sandra Lang und Silvia Jacobi nimmt er von diesen Anwürfen ausdrücklich aus. „Sie geben sich große Mühe, aber ich glaube nicht, dass sie sich durchsetzen können“, gibt sich der 49-Jährige skeptisch.

Auch auf seinen bisherigen Fraktionskollegen Reiner Jenkel lässt Tutat nicht viel kommen. „Ich habe eine gute Zusammenarbeit mit ihm.“ Er könne sich sogar vorstellen, weiterhin in einer neuen Konstellation mit ihm zusammenzuarbeiten. Denn sein Ratsmandat will Tutat nicht zurückgeben.

Über die Konsequenzen seines Austritts ist sich Tutat im Klaren. „Die Arbeit im Rat als Fraktionsloser wird sicherlich nicht einfacher.“ Das gelte auch für sein Ziel, linke Politik durchzusetzen. An seiner bisherigen Haltung etwa zur Frage der Umbenennung von Straßen, über deren Namensgeber aufgrund ihres Verhaltens in der Nazi-Zeit diskutiert wird, will er festhalten.

Auch in der Frage der Haushaltssicherung vertritt Tutat eher eine kompromisslose Linie. Der Un­ter­aus­schuss Haushaltssicherung sei eine Alibiveranstaltung gewesen, an der niemand ernsthaftes Interesse gehabt habe. Viel Geld werde zum „Fenster herausgeschmissen“, während bei der Sportförderung der Rotstift angesetzt werde. Die wenigen Mittel würden auch noch falsch verteilt: Empfänger seien vielfach Tennis- und Reitervereine, die das Geld nicht so nötig hätten wie andere.

Quelle: WN ….. weiterlesen

„Die Arbeit im Rat als Fraktionsloser wird sicherlich nicht einfacher.“

Dirk Tutat

Nachtrag: Die Glocke

Fotoquelle: DL – Privat – Creative Commons Lizens CC BY 2.0.

3 Kommentare zu “Austritt aus Partei und Fraktion”

  1. Alter OV Ennigerloh sagt:

    Es laufen immer mehr davon. Da ist es nicht mehr wichtig ob denn die Witwe scharz oder weiß ist. Das Gift wirkt immer noch.

  2. Ingo Engbert sagt:

    Hallo Alter Ennigerloher,

    ob nun Schwarze oder Weiße Witwe. Das hilft der Stadt bekannten Denunziantin auch nicht vor dem nächsten Sturmschaden. Es war schön von Dir wieder einmal zu hören !

  3. Lutherfan sagt:

    Wenn man das Archiv von DL oder jahrlange Auflistung der Parteiaustritte linker Kommunal-Amtsträger betrachtet, dan haben die fast alle eines gemeinsam: Keine Aufzählung der inneren Vorkommnisse und Probleme in der Partei oder konkreten Vorwurf von Demokratie-Brüchen mit dann Ross und Reiter. Lauter so leise Abgänge, die die Linke zwar treffen aber dennoch mehr verbergen als offenlegen. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die umfassend offenlegen. Obermundfaul sind die ausgetretenen Schatzmeister und Kassenwarte.
    Der Einblick des Mitgliedes in die Kassenführung zur Verwendung der eigenen Beiträge ist bis heute nicht gewährleistet.

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