DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Aus einer Jungen Welt

Erstellt von Gast-Autor am Donnerstag 22. September 2011

Heute zitiere ich aus der Tageszeitung
die „junge Welt“:

Die Berliner haben die »rot-rote« Landesregierung in der Hauptstadt abgewählt. SPD und Linke haben bei den Abgeordnetenhauswahlen am Sonntag zusammen gut 25000 Stimmen weniger als vor fünf Jahren bekommen und damit 4,2 Prozent verloren. Doch nur der kleinere Koalitionspartner Die Linke (11,7 Prozent) muß die Posten im Roten Rathaus räumen. Die SPD (28,3 Prozent) wird mit Klaus Wowereit, der seinen Wahlkreis verloren hat, wieder den Regierenden Bürgermeister stellen. Noch in dieser Woche wollen die Sozialdemokraten mit den Grünen (17,6 Prozent) und der CDU (23,4 Prozent) als möglichen Koalitionspartnern Sondierungsgespräche aufnehmen.

Bei der Partei Die Linke mehrten sich am Montag die Stimmen, die vergangenen zehn Jahre Regierungsbeteiligung kritisch zu bilanzieren und vernünftige Schlußfolgerungen für die weitere politische Arbeit zu ziehen. Die Parteiströmung Antikapitalistische Linke (AKL) forderte einen »personellen und strategischen Neustart der Partei in Berlin«. Scharf zurückgewiesen wurden hingegen Überlegungen nach einem vorgezogenen Wahlparteitag für die Bundesspitze und eine Aufweichung des antikapitalistischen Kurses.

Quelle: junge Welt >>>>> weiterlesen

Kommentar Bernd Wittich

Es braucht gleichzeitig: Mitregieren und Förderung außerparlamentarischen Protestes, es braucht gleichzeitig parftielles Zusammenwirken mit SPD und GRÜNEN und die Freiheit der Kritik. Die hier aufgemachte „Alternative“ ist eine Schimäre: »Emanzipatorischer Sozialismus« oder eine kämpferische Politik in der Tradition von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht? Berlins Linke-Chef Klaus Lederer hat mit ersterem seiner Partei eine neuerliche Niederlage beschert.

Das Neue ist noch nicht verstanden:

„Michael Osterweil argumentiert, dass die Forderung zu einer pragmatischeren oder parteiförmigeren Politik zurückzukehren von einer falschen Analyse ausgeht, die den Kern des Problems verfehlt. Im Grunde geht es um eine allgemeinere Krise der liberalen Moderne und den davon abgeleiteten Formen von Wissen, Wesen und Handeln. Osterweil geht vor dem Hintergrund ihrer Arbeit mit sozialen Bewegungen in Lateinamerika und den USA davon aus, dass nur jene Politikformen, die sich mit den tief verwurzelten kulturellen Logiken und Weltanschauungen auseinandersetzen, in der Lage sind, die gegenwärtigen politischen Krisen zu überwinden.“

Bernd Wittich

Hier eine Meinung der AKL RLP: Wolfgang Huste und die Junge Welt

Zustimmend wird zitiert: „Genossen fordern personelle und strategische Konsequenzen aus Niederlage bei Abgeordnetenhauswahl. Berliner Parteiführung setzt auf »Weiter so«.“

IE

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Grafikquelle   :  Zeitungsständer mit verschiedenen deutschen Zeitungen

Ein Kommentar zu “Aus einer Jungen Welt”

  1. Dieter.Carstensen sagt:

    Sie begreifen es einfach nicht!

    Diese Linke hat abgewirtschaftet, das verlorene Vertrauen bekommt sie nicht mehr zurück.

    Wer so mit Menschen umgeht, muss sich nicht wundern! Man kann nicht einerseits sagen, wir sind für eine solidarische und gerechte Gesellschaftsordnung und sich andererseits, für jedermann offenkundig, vollkommen unsolidarisch innerhalb dieser Partei gegenseitig „die Köppe“ einhauen, das Recht ständig und wiederholt brechen, z.B. bei innerparteilichen Wahlen und Ausschlussverfahren gegen missliebige Mitglieder usw.!

    Das merken selbst die dümmsten Wähler irgendwann, dass bei dieser Partei nichts mehr zusammen passt.

    Die West-Linke sollte sich am Besten selber auflösen, die kann doch kein denkender Mensch mehr ernst nehmen, wen interessiert es noch, was ein Bernd Wittich oder Wolfgang Huste oder andere mitzuteilen haben, ausser den Paar, welche noch an diese „Linke“ glauben?

    Die Berichterstattung von „junge Welt“ erinnert mich irgendwie an die UZ, die Zeitung der DKP. Alles schönreden, aber ja nicht eigene Fehler eingestehen und dazulernen!

    Das Schlimme ist, die Linken haben ja recht, mit ihrer Kapitalismuskritik, aber sie sind zu blöd, ihre z.T. richtigen Ansätze richtig zu „verkaufen“ und eine Alternative „vorzuleben“.

    Die Linken sind zu „Schmuddelkindern“ verkommen, mit denen will niemand mehr „spielen“ – frei nach Franz-Josef Degenhardt’s Lied: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder …“

    Nur, die „Schmuddelkinder“ haben es noch nicht gemerkt …

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