DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Alles nur nicht locker

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 2. Juli 2014

Alles Links, nur nicht locker

Da läuft zur Zeit eine Fußball WM in Brasilien und zum Frühstück wollte ich heute Morgen, nach all der Politik, nur einen sportlichen Kommentar lesen. Ein wenig Aufarbeitung zu dem, was in den letzten Tagen im Fernsehen so verbreitet wurde. Mit anderen Worten: Ich wollte auch einmal die Meinungen von Anderen lesen.

Bereits nach wenigen Sätzen nur, wurde mir bewusst, dass ich mich wieder einmal mitten in einer  politischen  Auseinandersetzung befand. Dieses mal war das Spielzeug keine Bank sondern nur der einfache Fußball welcher zum Spielobjekt der Kapitalisten umfunktioniert wurde. Dieses mal hieß der Journalist nicht Lanz sondern Büchler. Vielleicht nur rein zufällig auch vom ZDF?

Lesen wir also aufmerksam, könnten wir glauben in eine Parteidiskussion der Linken geraten zu sein. Hat diese Partei den Fußball denn auch schon vereinnahmt? Denn nicht nur all die Phrasen und Sprüche kennen wir zu genüge. Nein auch der Ablauf ist der gleiche. Schlechte Leistungen werden schöngeredet und die Kritiker mit Verachtung bestraft.

So heißt es denn auch später […) Darauf konnten das Team – und der Stab drumherum nicht eingehen […..] wie es nicht mit diesen frechen Medienlümmeln umgehen kann. Hier wie dort wird einfach weitergespielt, ein bisschen wütender vielleicht, aber ansonsten? Ein paar positionsbezogene Wechsel, ein bisschen Glück. Nur nicht auf die Kritik eingehen. Fragen ignorieren.[…..] Man bleibt doch lieber unter sich, im Kreis der Kapitalisten aus der Politik.

Alles, nur nicht locker

BILDSTÖRUNG Die Nationalmannschaft hat einen Match- und Werbeplan. Daran sollen sich gefälligst alle halten, auch Gegner und Reporter. Wehe, wenn nicht

Büchlers Kritik passte nicht ins schöne Bild, passte nicht in die Corporate Identity. Der ZDF-Mann hat eine Bildstörung verursacht. Mertesacker, der sonst so besonnen wirkt, stimmt daraufhin nun auch lautstark mit ein in den „Wir lassen uns unser Projekt nicht kaputtreden“-Chor. Und prompt kommen die Claqueure: Authentisch sei das gewesen, Merte hätte diese blöden Fragen der Journalisten endlich mal gekontert, er sei einer, der seine Meinung sagt. [……]

[……] Das Team und der Verband erwarten loyale Medien. Im Gegenzug muss es genügen, wenn Katrin Müller-Hohenstein mal ein paar Minuten zusammen mit Lukas Podolski die Füße in den Pool halten darf, dazu ein paar Phrasen-Pressekonferenzen hier und eine Viertelstunde beim Training zuschauen dort. […..]

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Blömke/Kosinsky/Tschöpe

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