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DL – Tagesticker 06.01.2023

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 6. Januar 2023

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Leseauswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Frau Lambrecht, machen Sie den Scharping!  – . –  2.) Zahl der Kriegsdienstverweigerer hat sich fast verfünffacht  – . –  3.) Wer`s glaubt, wird CSU-Fan  – . –  4.) Immer dieser Michel: Über böllernde Knechte und vernünftige Bauern  – . –  5.) »Eine leicht zu melkende Kuh«  – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine gute Unterhaltung.

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War sie je etwas anderes als das Ping auf Scholz seinen Wumms? Das Echo als Bums miss erst noch studiert werden. Dafür gibt es die speziell für Politiker-innen eingeführten Brettergymnasien mit ihren Experten.

Wirre Amtsführung und groteske Auftritte der Bundesverteidigungsministerin sind nicht bloß peinlich. Ausgerechnet in Kriegszeiten beschädigt sie damit die Bundeswehr und das Ansehen Deutschlands. Lambrecht sollte zurücktreten wie weiland Rudolf Scharping nach seinen Mallorca-Pool-Fotos.

1.) Frau Lambrecht, machen Sie den Scharping!

Christine Lambrecht hat das peinlichste Video des vergangenen Jahres produziert. Die Verteidigungsministerin stellt sich in die Silvesterböller Berlins, um der Welt zu verkünden, dass sie mitten im Krieg „ganz viele besondere Eindrücke gewinnen konnte“ und „viele, viele Begegnungen mit interessanten und tollen Menschen“ hatte. Kein Wort vom Leid der Ukraine, keine Silbe zum Angriffskrieg Putins, stattdessen peinliche Sätze vor krachenden Neujahrsraketen – angesichts des Kriegs in der Ukraine eine schmerzliche Assoziation. Das Ganze ist so peinlich unprofessionell und geschmacklos wie der Rücktrittsauftritt der Bundesfamilienministerin Anne Spiegel vor wenigen Monaten. Das Video demaskiert eine Politikerin in ihrer Eitelkeit und Inkompetenz derart grotesk, dass nicht nur die politische und mediale Klasse in Berlin fassungslos ist. Über Lambrecht bricht ein regelrechter Sturm des Entsetzens herein. Als peinlich und würdelos empfinden den Auftritt selbst treue Genossen. Zugleich wächst sich der abermalige Fehltritt zum hochgradigen Politikum aus. Dass Deutschland mitten in einem europäischen Krieg von einer seriell peinlichen, inkompetenten Verteidigungsministerin vertreten wird, empfinden viele Bundestagsabgeordnete und auch die Truppe als Zumutung. Aus der Union hagelt es Rücktrittsforderungen. Selbst besonnenen Gemütern wie der Verteidigungspolitikerin Serap Güler platzt der Kragen. „Die Rede über den Krieg mit Silversterböllern im Hintergrund setzt ihrer Serie von Peinlichkeiten nur noch die Krone auf. Jede weitere Minute, in der der Bundeskanzler an dieser Ministerin noch festhält und damit das Ansehen unseres Landes weiter beschädigt, geht auf sein Konto.“ Und sogar Armin Laschet, der inzwischen über den politischen Niederungen schwebt, schreibt entsetzt: „Ist dem Bundeskanzler eigentlich die Wirkung Deutschlands in Europa und der Welt völlig egal?“. Fremdschämen wie bei Scharpings Planschereien im Pool.

NTV-online

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Dabei hatte doch noch Niemand, die Jugend aufgefordert, ihren Blutzoll in der von der Politik nach Belieben eingesetzten Bande von Mördern, zahlen zu müssen. Sollten nicht alle Politiker-innen vorausmarschieren?

Der russische Überfall auf die Ukraine hat vielen Deutschen Krieg wieder ins Bewusstsein gerufen. Das hat auch Auswirkungen auf die Bundeswehr.

2.) Zahl der Kriegsdienstverweigerer hat sich fast verfünffacht

Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer in der Bundeswehr ist 2022, im Jahr des russischen Angriffs auf die Ukraine, sprunghaft angestiegen. „Im Jahr 2021 sind im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben 201 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung eingegangen, im Jahr 2022 waren es insgesamt 951 Anträge“, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Kriegsdienstverweigerer sind seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 ausschließlich Menschen, die schon bei der Bundeswehr Dienst tun. Viele begründen ihre Anträge dem Bericht zufolge damit, dass sie mit einer kriegerischen Auseinandersetzung nicht gerechnet hätten.

T-online

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Welch ein Denker aus einen Freistaat würde auch schon in einer Republik als Reinigungskraft für die dort auch ansässigen Republikaner machen? Unsere Fahne ist schöner und weist mit den bläulichen Stich wenigstens noch auf meinen Dauerzustand hin. Unsere Hymne singe wir auch lauter und selbst die Maß ist erkennbar. Wir san eben wir und haben den schöneren Reichstag. 

Söders Absage an die Kanzlerkandidatur: Leere Worte. Söder flieht vor Berliner Chaoten in die Berge und zieht damit erste politische Konsequenzen nach den Silversterkrawallen in der Hauptstadt: „Berlin ist einfach nicht richtig sicher“, sagt der CSU-Bulle und erklärt für immer in Bayern bleiben zu wollen. Dass CSU-Chef Söder CDU-Chef Merz den Vortritt für die Kanzlerkandidatur lassen will, sollte Letzterer mit Vorsicht genießen. Es könnte zum Déjà-vu kommen.

3.) Wer`s glaubt, wird CSU-Fan

Das war mal wieder ein echter Markus Söder. Der CSU-Chef hat gemeinsam mit dem CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz ein Zeitungsinterview gegeben, aus dem die Nachricht geworden ist: Söder will Merz bei der nächsten Kanzlerkandidatur den Vorrang lassen. Man darf davon ausgehen, dass dies beabsichtigt war. Im Oktober wird der Landtag in Bayern neu gewählt und für Söder steht viel auf dem Spiel. Wird die CSU noch schlechter abschneiden als beim letzten Mal, sieht es für seine politische Zukunft düster aus. Da signalisiert selbstverständlich ein Ministerpräsident, der wiedergewählt werden will, dass sein Herz allein für Bayern schlägt. Nur geben darf man darauf wenig. Denn dass die CDU „im Normalfall“ den Vorrang gegenüber der CSU habe, wie Söder sagt, ist, bedenkt man die Größe der beiden Parteien, nicht nur ein Allgemeinplatz, sondern heißt eben auch: Es kann von dieser Regel auch Ausnahmen geben. Und dass er selbst keine Ambitionen mehr habe? Ja mei, geht man gestärkt und beliebt aus einer Landtagswahl hervor, dann können sich Ambitionen schon noch mal ändern. Zumal Merz laut Umfragen persönlich weiter unbeliebt ist und sich da wenig ändert. Auch vor dem Machtkampf mit dem glücklosen Ex-CDU-Chef Armin Laschet, betonte Söder mantraartig, dass er nach Bayern gehöre. Und kämpfte dann bis weit über die Schmerzgrenze hinaus um die Kanzlerkandidatur.

TAZ-online

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Wie die Herren-Innen so ihr Gescher lautet ein Sprichwort in diesen Land der politischen Dauerschläfer ! Kommen Krawalle von ungefähr wenn Politiker-innen einmal mehr ihre Stallknechte auf die Jagd schicken? Sind die hohen Damen und Herren zu feige sich ihr persönliches Versagen als Spiegelbild an zu sehen ? Ja – ihr selber seit die Ursache das einmal mehr eure Jäger für eure Schmach zahlen. 

Die Kids lassen ihre Wut in Prügeleien raus – und die Herrschaften lassen sie raus, indem sie die Prügelei fasziniert beobachten, und dann schimpfen? Was wir für die Debatte über die Berliner Silvesternacht von Astrid Lindgren lernen können.

4.) Immer dieser Michel: Über böllernde Knechte und vernünftige Bauern

Wisst ihr noch, wie Michel aus Lönneberga zur Auktion auf Backhorva war? Er ersteigerte dort einen Brotschieber, eine Wasserspritze gegen Feuer, ein Samtkästchen, ein Pferd und Hinke-Lotta, die Legehenne. Er hatte eine gute Zeit, doch dann kam eines zum anderen: Die Magd Lina schäkerte mit dem alten Krakstorper herum, was Bullte aus Bo gar nicht gefiel, der herum pöbelte, woraufhin Michel ihm den Brotschieber in den Hintern rammte, woraufhin Bullte Michel packte, woraufhin Alfred, der Knecht, sich einmischte, und da „Alfred auch kräftig war“ und „keiner Schlägerei aus dem Weg“ ging, dauerte es keine zwei Sekunden, bis er und Bullte zusammenprallten, und, so schreibt es jedenfalls Astrid Lindgren: „Das war ungefähr das, worauf alle gewartet hatten“, denn „wollen wir nicht bald ’ne Prügelei anfangen?“, das hatten sich wohl „schon mehrere Bauernknechte gefragt, und nun kamen sie von allen Seiten angerannt und wollten mitmachen.“ Kurz darauf lagen also die Männer in einem großen Haufen aufeinander, „rissen und zerrten und schrien und bissen und hämmerten und schlugen und fluchten und juchten“. Zwar war damals auf Backhorva kein Silvester, aber es knallte offenbar ordentlich auf den Auktionen im Süden Schwedens Anfang des 20. Jahrhunderts, und angesichts der Debatten um die knallende Silvesternacht 2022 in Berlin muss man sich rückblickend wohl besorgt fragen, welch schlimmes Gewaltpotenzial das Christentum in Form des skandinavischen Protestantismus zu jener Zeit hervorbrachte, dass all die gläubigen jungen Männer dermaßen in Aggressionen verfielen und andere angriffen.

Freitag-online

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Politiker-Innen haben immer schon nur gezeigt wie leichtfertig sie das schwerverdiente Geld der Steuerzahler für ihre Prestige-Projekte ausgeben können ohne je dafür gearbeitet zu haben. Wie lange schon wird gegen Stuttgart 21 protestiert, ohne das auch nur einmal der Verstand zu den Projekt seinen Zutritt gefunden hätte? Aber dann wären ja auch viele Taschen leer geblieben.

Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen Betrügereien beim Bau einer ICE-Strecke. DB-Kritiker beklagen Planungsversagen.

5.) »Eine leicht zu melkende Kuh«

Wo Kosten am laufenden Band explodieren, laufen die Geschäfte wie geschmiert. Im Zusammenhang mit dem Bau der Filstalbrücke auf der jüngst in Betrieb genommenen ICE-Strecke Wendlingen–Ulm ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs. Nach Recherchen des Südwestdeutschen Rundfunks (SWR) richten sich die Vorwürfe gegen sechs Mitarbeiter von sechs an dem Projekt beteiligten Firmen. Im Raum stehe der Verdacht, »dass mehr Arbeitskräfte und mehr Material abgerechnet wurden, als tatsächlich benötigt wurden«, zitierte der Sender die Fahnder am Dienstag. Dem Bericht zufolge geriet die Errichtung des Bauwerks mindestens dreimal so teuer wie ursprünglich veranschlagt. Die Deutsche Bahn (DB) als Auftraggeberin wollte sich auf Anfrage nicht zu den Ermittlungen äußern. Immerhin: DB-eigene Unternehmen sind offenbar nicht in die Schwindeleien verstrickt. Frei von Schuld ist der Staatskonzern aber mitnichten. Der besagte Streckenabschnitt war zuletzt unter Hochdruck fertiggestellt worden, was sich prompt mit einem verpatzten Start rächte. Anfang Dezember von Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) per Jungfernfahrt eingeweiht, kam es in den ersten Tagen zu erheblichen Betriebsstörungen wegen eines fehlerhaften digitalen Leitsystems. Die verheißenen 15 Minuten Zeitgewinn auf dem Abschnitt schlagen für den Steuerzahler mit knapp vier Milliarden Euro zu Buche – doppelt soviel wie anfangs geplant. Die Filstalbrücke gilt als das »Herzstück« des Projekts, sie verbindet auf 85 Metern Höhe den Bossle- mit dem Aichelberg Tunnel.

junge Welt-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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