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Als Leerer unter Lehrern

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 15. November 2022

Dr. phil. Robert Habeck als Lehrherr der Wirtschaft

Egal ob nun Hausmeister oder DR. phil. die Politik hat nie zwischen leeren Flaschen unterschieden. Der  Pfand-Wert  entscheidet bei Rückgabe nur zwischen Plastik oder Glas.  

Quelle       :        Scharf  —  Links

Ein Kommentar von Georg Korfmacher, München

Der 2000 in Hamburg mit einer Arbeit über literarische Authentizität zum Dr. phil. promovierte Literat Robert Habeck maßt sich heute als Wirtschaftsminister an, der Wirtschaft vage Lehren zu erteilen, wie sie sich zu verhalten oder zu entwickeln habe. Seine Inkompetenz in Sachen Wirtschaft gipfelt in der Weisung, dass Unternehmen nicht nur nach China gehen sollten.

Diese triviale Aussage vor der Presse und vor seiner Abreise zur ASEAN-Konferenz in Singapur offenbart krass sein Unwissen in Wirtschaftsfragen und seine eigentlichen Aufgaben als Wirtschaftsminister, die ihm nur im Parteienproporz zugeschanzt wurden. Auch von China hat er offenbart keine blasse Ahnung.

Aufgabe der Wirtschaft ist es, ihre Geschäfte verantwortungsvoll zu planen und zu betreiben. Aufgabe eines Ministers ist es, für die ihm von den Betroffenen bekannten Vorhaben den Weg insbesondere im Ausland zu ebnen und zu begleiten, wenn nötig. Voraussetzung für eine sinnvolle Arbeit ist eine profunde Kenntnis der sozio-kulturellen Gegebenheiten des betroffenen Landes. Im Fall China verkennt der Minister aber unentschuldbar, warum die Wirtschaft nach Mao in China tätig sein wollte und das auch heute noch will oder gar muß. Wissen sollrte der Literat eigentlich auch, dass das Schießpulver in China erfunden wurde, ebenso wie Papier, Porzellan und die Bestimmung des Breitengrades in der Seefahrt und vieles mehr. Wissen sollte er auch, dass der weiße Westen das alles schamlos kopiert und als eigene Leistung angepriesen hat.

Nicht verwunderlich also, dass die deutsche Wirtschaft bei der Öffnung Chinas durch Deng Xiaoping ab Ende der 1970-er Jahre in den dortigen Markt drängte, um von der sprichwörtlichen Arbeitsdisziplin der Chinesen und deren Fleiß zu profitieren, vom Preis ganz zu schweigen. Auch die in China praktizierten Einschränkungen von Geschäften hat man akzeptiert. Deutschland unterhielt zwar mit China seit 1972 diplomatische Beziehungen, die Politik hat sich jedoch bei den Bemühungen der Wirtschat nicht eingemischt, und nur äußerst zufrieden applaudiert.

Der höchst inkompetenten Weisung des Literaten steht auch entgegen, dass die Wirtschaftsbeziehungen bis 2020 hervorragend funktioniert und alle davon profitiert haben, Hersteller wie Verbraucher hier und dort. Erst die unerwartete Corona-Pandemie hat die Geschäfte empfindlich gestört, und seit 2022 die menschengemachte Ukraine-Krise. In solchen Zeiten sollte man an sich zwischen Geschäftspartnern, die bislang erfolgreiche Geschäfte gemacht haben, darüber austauschen, wie man die Schwierigkeiten überwinden kann. In unserer arbeitsteiligen Wirtschaft ist der Erfolg stets von der Qualität der Beziehungen abhängig. Ein Rat eines Wirtschaftsministers, gute bis hervorragende Geschäftsbeziehungen für andere, ungewisse aufzugebe, ist blanker Unsinn. Eine solche Entscheidung liegt allein in der Verantwortung der Wirtschaft.

Das unqualifizierte Gebaren unseres Wirtschaftsministers, der als Literat forsch als Lehrherr der Wirtschaft auftreten will, schadet der Wirtschaft und wirft die generelle Frage nach der Qualifikation unserer Politiker für ihre Ämter auf. Mit Ausnahme des Gesundheitsministers und vielleicht des Kanzlers gibt es da viele Fragezeichen in der Ampelschaltung. Der Literat als Wirtschaftsminister ist aber für die Wirtschaft eher ein Klotz am Bein.

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Grafikquellen       :

Oben      —     Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis90/Die Grünen NRW in Dortmund

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