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DL – Tagesticker 15.09.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 15. September 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . – 1.) Spott über Kretschmanns neue Tipps   – . –   2.) Christine Lambrecht über Sicherheitsfragen – . –   3.) Wo bleibt der Preisdeckel?  – . –  4.) Grüne und FDP wollen eine neue Panzerschlacht  – . –  5.) Fabio de Masi tritt aus Linkspartei aus  – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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In meinen früheren Wohnort wurde in meiner Schulzeit Jemand immer mit Lehrer „Arschloch“ angesprochen, da er sich als Alles Wissender aufspielte. Ein schöner Vergleich mit unseren Politikern, welche immer viel Reden, aber rein gar nichts wissen. Wie heißt es so schön: Lange auf Kosten des Volkes studiert – aber leider nichts gelernt. Da bleibt nur noch die Politik. Wie und wo sparen denn die Ratgeber ?

Auf YouTube :    CLEVERLÄND – Zusammen Energie sparen

»Man muss kein Cleverle sein, um Energie zu sparen«. Mit der Kampagne »Cleverländ« will Baden-Württemberg zum Sparen von Strom, Gas und Wasser anregen, aber vom Auftaktvideo kommen sich Bürgerinnen und Bürger veräppelt vor. Im Ministerium kann man das nicht verstehen.

1.) Spott über Kretschmanns neue Tipps

Es wirkt wie ein Sketch: Ein junger Mann mit dunkelbraunen Haaren und eckiger Brille steht in den Achtzigerjahren im hellbraunen Jackett vor einer gleichfarbigen Wand und sinniert über die »Zweistufenregelung« der »Klosettspülung«. So beginnt das Video einer neuen Energiesparkampagne der Landesregierung Baden-Württemberg. Die Kamera zoomt raus und schwenkt in Zeitlupe nach links, da steht Ministerpräsident Winfried Kretschmann und kommentiert die Aufnahme seines jüngeren Selbst: »Viele haben damals gelacht«, sagt er, und angesichts der Loriothaftigkeit der Szene möchte man ihm sagen: Heute auch.  Kretschmanns Video ist der Auftakt zur neuen »Cleverländ«-Kampagne des Landes Baden-Württemberg, Kostenpunkt nach Medienberichten: zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Videos, Tipps im Internet und eine sechswöchige Info-Tour mit Energieberatern und Handwerkerinnen vor Ort sollen die Menschen animieren, weniger Strom, Wasser und Gas zu nutzen. Das »Energie-Sparbüchle«  gibt’s inklusive. »Auch heute geht es mir ums Sparen, genauer gesagt ums Energiesparen«, sagt Kretschmann im Auftaktvideo. Wegen des Kriegs in der Ukraine müssten jetzt alle mit anpacken, »da sind clevere Ideen gefragt, und nicht umsonst sind wir das Land der Tüftler und Erfinder«. Viele »clevere Ideen« kämen aus Baden-Württemberg. Was Kretschmann meint, demonstriert er im Folgenden: »Tipp #01« ist, nachts die Heizung abzustellen. »Nachtabsenkung«, sagt Kretschmann, »das kann jede und jeder an seiner Heizung selbst einstellen«. Dann kniet er sich in seinem weißen Hemd und schwarzen Anzug neben eine Heizung und dreht einmal kräftig nach rechts. Er referiert ein paar Zahlen zum Einsparpotenzial und fasst zusammen: »Sie sehen also, man muss kein Cleverle sein, um Energie zu sparen – aber es ist clever, Energie zu sparen.«

Spiegel-online

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Wo hat sich dieses Land denn nach den Beiden letzten Kriege selbst verteidigen müssen? In Afghanistan, Mali, um nur zwei Beispiele aufzuzeigen, oder in vielen anderen Ländern? Ist das Deutsche Militär nicht in alle diesen Ländern „Eingefallen“? Wenn letztendlich auch einmal in der Geschichte nicht als Mordende Kohorten, dann doch, um  dabei zu helfen diese Länder Wirtschaftlich auszunehmen. Was wir brauchten wäre eine Bürgerarmee welche selbstsüchtige Politiker-innen aus dem Land verweist. „Alle Macht dem Volke!“ Am Deutschen Wesen dürfte kein anderes Land mehr genesen müssen.

„Staaten benötigen Streitkräfte als letztes Instrument“. Im Rahmen einer Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) hat die zuletzt viel gescholtene Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht eine sicherheits- und verteidigungspolitische Grundsatzrede zu einer Nationalen Sicherheitsstrategie gehalten, an der die Ampelregierung derzeit feilt. Es wäre die erste ihrer Art in der Geschichte der Bundesrepublik. Im Mittelpunkt ihrer Äußerungen: Die Bundeswehr und der Ukraine-Krieg.

2.) Christine Lambrecht über Sicherheitsfragen

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat eine verteidigungsfähige Bundeswehr als zentrale Instanz für die Daseinsvorsorge bezeichnet. „Allein mit Bedächtigkeit, mit dem Rückgriff auf bewährte bundesrepublikanische Traditionen werden wir in Zukunft nicht mehr sicher leben können. Mit unseren alten Selbstbildern ist die Zukunft unserer Kinder und Enkel in Frieden und Freiheit nicht mehr zu garantieren“, sagte Lambrecht am Montag in Berlin in einer Grundsatzrede vor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Sie schlug vor, einmal im Jahr im Bundestag und an anderen Orten einen „Tag der nationalen Sicherheit“ abzuhalten. Politik und Gesellschaft sollten dann Aspekte von der inneren Sicherheit bis zu den Nachrichtendiensten, von der Diplomatie bis zur Entwicklungspolitik und vom Verfassungsschutz bis hin zur militärischen Bedrohungslage diskutieren. Wer eine Zukunft in Frieden und Freiheit wolle, der müsse jetzt umsteuern und die militärische Sicherheit als ganz zentrale Aufgabe begreifen und „dann auch danach handeln“, so Lambrecht. Deutschland habe sich daran gewöhnt, die eigenen Streitkräfte ausschließlich als Akteure bei Krisen, Einsätzen im Ausland oder in der Amtshilfe wie beim Hochwasser zu sehen. Diese Zeit sei vorbei.

Cicero-online

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Aufmacher erste Seite – TAZ – Heute :

Sind so kleine Hilfen

Für jeden höchstens zehn

Darf man nie drauf setzen

Kann alles nicht gutgehn

Sind so schön die Münder

Sprechen alles aus

Darf man nie dran glauben

Kommt eh nichts dabei raus

Ist so’n kleines Rückgrat

Sieht man fast noch nicht

Darf man nicht drauf hoffen

Wenn es was verspricht

Text frei nach Betina Wegner

Von der Leyens Energiemarkt-Plan: Der Vorschlag von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, Energieunternehmen die Übergewinne abzuschöpfen, ist richtig. Er reicht aber nicht.

3.) Wo bleibt der Preisdeckel?

Es klingt nach einem großen Aufschlag, aber das ist es nicht: Eine Gewinnabschöpfung und eine Krisenabgabe für Energieunternehmen hat Ursula von der Leyen in ihrer Rede vor dem Europäischen Parlament vorgeschlagen. Endlich sollen auch die Energiekonzerne zur Kasse gebeten werden, die zurzeit ohne eigenes Zutun Geld scheffeln, während Privatleute und Firmen kaum wissen, wo sie es hernehmen sollen. Öl-, Gas- und Kohleunternehmen sollen sich mit einer Abgabe an den Kosten der Krise beteiligen, an der sie kräftigst verdienen. Der Vorschlag wirkt, als würde auf dem völlig aus den Fugen geratenen Energiemarkt endlich etwas Gerechtigkeit einziehen. Aber: Die für die Gewinnabschöpfung veranschlagten 140 Milliarden Euro an möglichen Einnahmen sind, auf 27 Länder verteilt, nicht viel. Und was die Krisenabgabe bringt, ist unklar. Was von der Leyen vorgelegt hat, ist leider keine Antwort auf die bange Frage, wie Europa durch den nächsten Winter kommt. Dass die Europäische Union endlich beherzt in den Energiemarkt eingreift, ist gut. Unklar aber ist, was die Verbraucher: innen davon haben werden. Krisenabgabe und Gewinnabschöpfung schaden nicht. Doch das Geld muss auch sinnvoll eingesetzt werden. Es ist nötig, notleidenden Haushalten und Unternehmen zu helfen – aber Almosen alleine lösen nicht die grundlegenden Probleme.

TAZ-online

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Aber – es hatte doch Niemand gesagt er wolle ein Mauer um die Ukraine bauen, so dass die Russen nicht nach Deutschland einmarschieren können. Ist es nicht ein großes Glück für Schland dass ausgerechnete die Ukraine den Rissen den Weg nach Deutschland versperrt.

Die Grünen und die FDP wollen eine neue Panzerschlacht um den Donbass führen. Von Omid Nouripour bis Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Das Trommeln für die Lieferung westlicher Kampfpanzer an die Ukraine wird lauter. Ausgerechnet ein Auslaufmodell der Kriegsführung soll die Lage weiter eskalieren

4.) Grüne und FDP wollen eine neue Panzerschlacht

Der Kampfpanzer Leopard 2 ist ein Koloss. Das aktuellste Modell ist 62 Tonnen schwer, zehn Meter lang, kostet pro Stück 15 Millionen Euro. Im Gelände verbraucht das Stahlungetüm 500 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Im Zweiten Weltkrieg waren Kampfpanzer eine nahezu unschlagbare Waffe. Die Landmächte Russland und Deutschland verfügten über Zigtausende von Tanks, während die Seemächte USA und Großbritannien schon auf Flugzeugträger und Kampfbomber setzten. „Panzergeneral“ Heinz Guderian galt mit seinen legendären Panzerdivisionen als Hitlers hochdekorierter Lieblingsheld (zunächst jedenfalls). Die von ihm geleiteten „Kesselschlachten“ tobten 1941 genau dort, wo heute Krieg geführt wird. An seine Offiziere schrieb Guderian: „Niemand darf fanatischer an den Sieg glauben und mehr Glauben ausstrahlen als Du!“ Bei Charkiw und Kursk kam es schließlich 1943 zu den größten Panzerschlachten der Geschichte. Es war Hitlers letzte Großoffensive vor der endgültigen Niederlage. Bei Kursk starben über 150.000 Mann auf sowjetischer und 50.000 Mann auf deutscher Seite. Etwa 3.000 Panzer blieben zerschossen liegen. Jetzt, fast 80 Jahre später, möchten die Schreibtischhelden von FDP und Grünen, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Johannes Vogel, Omid Nouripour und Toni Hofreiter eine neue Panzerschlacht um den Donbass führen. Also drängen sie auf die Lieferung deutscher Kampfpanzer an die Ukraine. Doch die Reichweiten dieser „stählernen Särge“ sind begrenzt, Ketten und Elektronik verschleißanfällig, der Transport ist mühsam, viele Brücken würden unter ihrer Last zusammenbrechen. Im offenen Gelände der Südostukraine wären sie ein gutes Ziel für weitreichende, leicht zu transportierende, ihr Ziel selbstständig findende Panzerabwehrraketen. Also für Waffen, die es im Zweiten Weltkrieg noch nicht gab. Schwere, teure Kampfpanzer sind daher Auslaufmodelle. Die Kriegführung des 21. Jahrhunderts konzentriert sich auf die Gefechtsmittel Raketen, Radar, Cyberwaffen, Infokrieg.

Freitag-online

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Wie singt es sich so schön: „Alles hat ein Ende – nur die Wurst hat Zwei.“ Aber ist das nicht genau der Blick auf die Politik der Clan-Parteien, in der ein-e Jede-r nur auf sich selber sieht. Geld , Geld, Geld – so geht es in dieser Welt! 

Ein weiteres prominentes Linken-Mitglied hat seinen Austritt erklärt. Das sei nicht Teil einer „Flügelauseinandersetzung“, so der Finanzexperte De Masi.

5.) Fabio de Masi tritt aus Linkspartei aus

Der ehemalige Linken-Abgeordnete Fabio De Masi hat seinen Austritt aus der Partei bekannt gegeben. „Ich habe soeben gegenüber dem Landesverband Hamburg der Partei Die Linke meinen Austritt aus der Partei erklärt“, schreibt De Masi auf Twitter. Seine Entscheidung sei nicht Teil einer „Flügelauseinandersetzung“ in der Partei und er bleibe vielen Mitgliedern freundschaftlich verbunden. „Aber ich möchte nicht mehr in Verantwortung für das eklatante Versagen der maßgeblichen Akteure in dieser Partei in Verantwortung genommen werden“, schreibt er dort weiter. Diese ließen eine große Mehrheit der Bevölkerung im Stich, die eine Partei brauche, „die sich für soziale Gerechtigkeit und Diplomatie überzeugend engagiert“. Er habe versucht, seinen Teil zu leisten, aber sei damit gescheitert. De Masi war zwischen 2017 und 2021 stellvertretender Vorsitzender der Fraktion der Linken. Zuvor war er ab 2014 EU-Parlamentarier gewesen. Er beschäftigt sich mit dem Thema Finanzkriminalität und ist Experte im Cum-Ex- und im Wirecard-Skandal. Im Februar 2021 hatte er bekannt gegeben, nicht erneut für den Bundestag zu kandidieren.

T.-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

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Unten      —       Treffen des Präsidenten der Ukraine mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission in Kiew

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