DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

DL – Tagesticker 04.09.2022

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 4. September 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Wissen das die Deutschen?  -. –   2.) Cristina Kirchner: Heilige und Hassfigur  – . –   3.) Koalition einig über Entlastungspaket  – . –  4.) Kundgebung in Frankfurt (Oder)  – . –   5.) Betroffene Offizierin erzählt ihre Geschichte  – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

*************************************************************************************

Wer sind die Deutschen? Die Politik weiß alles, spricht aber nur über das was ihre Clans in den Parteien nicht belasten könnte, denn nur so ist es erklärlich, das ein Adenauer zum ersten Kanzler gewählt werden konnte. „Immer weiter so!“ lautete auch die Parole nach Ende des Krieges mit der Unterstützung der Alliierten. Nur so konnte ein kleiner Bürgermeister zum neuen Kanzler aufsteigen und seine weitere Kapriolen zu schlagen. Ziehen nicht auch heute noch viel Menschen gerne eine Uniform ihres Landes an, da sie nur ein Staat Lizenzen zum Töten als Privileg verteilt?

Heinz Reinefarth hat über 100.000 Polen getötet, nach dem Krieg war er Bürgermeister von Sylt.  Jaroslaw Kaczynski will Reparationszahlungen von Deutschland. Viele regen sich auf. Doch ein Kern Wahrheit steckt in seiner Botschaft.

1.) Wissen das die Deutschen?

Eines muss man Jaroslaw Kaczynski lassen: Er wird nicht müde zu betonen (und zugleich daran zu erinnern), welches Leid die deutsche Nazi-Besatzung den Polen angetan hat. Im deutschen Kulturgedächtnis spielt der Holocaust eine große Rolle, auch der Überfall auf Polen am 1. September 1939. Dafür ist die Erinnerung an die Zerstörung Warschaus schon viel geringer, ebenso an die „Aktion Reinhardt“ oder auch an die Rolle von Heinz Reinefarth, des Hauptsturmführers der SS, der in Warschau die Einsatzgruppe Reinefarth leitete und maßgeblich dafür verantwortlich war, den Warschauer Aufstand niederzuschlagen. Sein Spitzname: „Mörder von Warschau“. 100.000 polnische Aufständische und Zivilisten wurden unter seinem Befehl getötet. Was ebenfalls zum dunklen Teil der deutschen Geschichte gehört: Reinefarth wurde nie nach Polen ausgeliefert, nie verurteilt. Stattdessen machte er in Deutschland Karriere: Von 1951 bis 1964 war er Bürgermeister von Sylt. Später wurde er zum Landtagsabgeordneten gewählt. Erst 2014 stellte man sich auf der Insel seinen Kriegsverbrechen, dem Mord an über 100.000 Menschen. Jaroslaw Kaczynski hat historisch gesehen recht Eine ähnliche Geschichte könnte man auch über die Zerstörung von Warschau erzählen. Wer heute durch die Stadt läuft, sieht eine Metropole, der es gelungen ist, die Narben und Wunden durch das Wüten der Nationalsozialisten zu kaschieren und eine neue Identität nach dem Wiederaufbau zu finden. Man muss wissen: Ein Großteil Warschaus wurde während des Kriegs zerstört. Im Januar 1945 waren rund 85 Prozent der Gebäude zerstört: zehn Prozent infolge des deutschen Überfalls auf Polen von 1939 und anderer Kampfhandlungen, 15 Prozent infolge des Aufstandes im Warschauer Ghetto, 25 Prozent nach dem Warschauer Aufstand und 35 Prozent infolge systematischer deutscher Zerstörungsaktionen nach dem Aufstand, also aus Rache.

Berliner-Zeitung-online

*************************************************************************************

Begeben sich diese Figuren nicht ganz Freiwillig und Selbstverschuldet in diese Situation, da sie in  ihrer Sucht nach mehr nicht hoch genug hinaus kommen können, ohne ihren Wähler-innen auch nur das Geringste zurückgegeben zu haben? Hier fürchten sich diese Proleten doch schon vor Spaziergänger obwohl noch nie eine Fackel auf ihr Haus geworfen wurde, Fällt ein Dachdecker von Dach liegt es immer am mangelnden Schuhzeug oder der eigenen Leichtsinnigkeit. Jeder  Beruf hat eben seine ganz speziellen Risiken.

Ausschreitungen in Argentinien. Ein Mann richtet eine Pistole direkt auf die Vizepräsidentin Cristina Kirchner direkt vor ihrem eigenen Haus. Staatschef Alberto Fernández spricht von einem Attentat. Argentinien blickt in den Abgrund – wieder einmal.

2.) Cristina Kirchner: Heilige und Hassfigur

Das Video offenbart den Moment, der in Argentinien wieder einmal alles verändert. Es zeigt, wie der Lauf der Pistole vom Typ Bersa auf den Kopf der Vizepräsidentin Cristina Kirchner gerichtet ist. Die bekommt von dem Vorfall zunächst überhaupt nichts mit, lacht noch ihren Anhängern zu. Doch Augenblicke später ändert sich das Szenario schlagartig. Die Bilder legen nahe, dass der Schütze, ein seit 35 Jahren in Argentinien lebender gebürtiger Brasilianer, versucht hat abzudrücken. Ganz einwandfrei zu erkennen ist das nicht. Dann geht alles blitzschnell. Die Waffe fällt zu Boden, Kirchner reißt die Hände zum Schutz vor das Gesicht. Es hat sich kein Schuss gelöst Der Mann wird direkt verhaftet. Für Kirchners Leibwächter ist der Vorfall eine Blamage, sie agieren in der Szene wie blutige Anfänger. Später, so berichten es argentinische Medien, seien fünf Projektile in der Pistole gezählt worden. Im Lauf allerdings keine. Insgesamt hätten sieben Kugeln in der Waffe Platz gehabt, heißt es den Berichten zufolge. „Cristina hat nur überlebt, weil sich kein Schuss gelöst hat“, sagte Präsident Alberto Fernández am Abend und wertete den Vorfall als den größten Anschlag auf die Demokratie seit dem Ende der brutalen Militärdiktatur im Jahr 1983. Für den Freitag ordnete er einen Feiertag im ganzen Land an, damit die Menschen für den Frieden demonstrieren könnten. Kirchners Anhänger kündigten einen Solidaritätsmarsch an. Sogar Papst Franziskus, der sich ansonsten nicht zu politischer Gewalt in Lateinamerika äußert, meldete sich per Telegramm und Telefon und zeigte sich besorgt. Auch der Papst meldet sich per Telegramm.

Stuttgarter-Zeitung-online 

*************************************************************************************

Einigkeit wird vom Käseberg gemeldet und Olauf wird uns schon heute Morgen erklären, wer denn den Käse zum Bahnhof rollen soll. Die Bürger-innen können bis dorthin nur hoffen, dass dieser nicht so stark riechen wird, wie der frühere „Harzer-Roller“ aus meiner Kinderzeit, nachdem dieser seine Essbarkeit nach 4-wöchiger Reifezeit im Kühlschrank erreichte. 

Nach einem Verhandlungsmarathon gibt es ein drittes Entlastungspaket als Ausgleich für drastische Preissteigerungen. Einzelheiten werden später bekannt gegeben.

3.) Koalition einig über Entlastungspaket

Die Koalition hat sich nach stundenlangen Verhandlungen auf weitere finanzielle Entlastungen für die Menschen in Deutschland geeinigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagmorgen aus Verhandlungskreisen in Berlin. Einzelheiten wurden aber vorerst nicht bekannt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will die Ergebnisse erst um 11 Uhr auf einer Pressekonferenz verkünden. Das hatte das Kanzleramt bereits während der noch laufenden Beratungen der Spitzen von SPD, Grünen und FDP angekündigt. Die Verhandlungen hatten am Samstagmittag begonnen. Geplant war ein Paket mit zielgenauen Entlastungen, die die drastischen Preissteigerungen im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ausgleichen sollen. Dem Spitzentreffen waren wochenlange Diskussionen vorangegangen. Neben Scholz hatten unter anderem Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) an den Verhandlungen teilgenommen. Auch weitere Minister sowie die Spitzen der drei Bundestagsfraktionen und Parteien waren im Kanzleramt versammelt. Der Druck auf die Koalitionäre war vor der Entscheidung immer weiter gewachsen. Sie hatten die Erwartungen auch selbst hochgeschraubt. So hatten Lindner und SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich von einem „wuchtigen Paket“ gesprochen. Möglichst maßgeschneidert, effizient, zielgenau.

TAZ-online

*************************************************************************************

Nur laute Reden haben selten in der Politik für Veränderungen ausgereicht. Der Wille dazu muss durch eigene Taten auch erst einmal vorgelebt werden, wozu das Schreiben von Büchern lange nicht ausreicht. Wasser predigen um selber den Sekt zu saufen ist nicht gerade ein Vorbild für ein wirkliches Links sein!

Scheue Anfänge einer linken Protestbewegung?  An der Oder startet ein Bündnis mit Dienstagsdemos gegen die Inflation und den Energiepreisschock in den heißen Herbst. Über allem steht die Frage: Kann die Linke hier ihre Rolle finden?

4.) Kundgebung in Frankfurt (Oder)

„Ah, jetzt geht es ja wieder. Wir müssen wirklich dringend bei der Energiewende vorankommen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, ruft Janine Wissler ins Mikrofon. Um sie herum ertönen ein paar Lacher. Die Lautsprecheranlage, die hinter ihr in einem rot lackierten Lastenrad steht, ist kurz ausgefallen und hat die Rede der Linken-Vorsitzenden unterbrochen. Doch die rettet die Situation mit dem Spruch zur Energiewende. Dann geht es weiter im Text. Der lautet: Die Ampel versagt. Die Gasumlage muss weg, nicht nur überarbeitet werden. Die bisherigen Entlastungspakete? Zu spät, zu sozial unausgewogen, zu lückenhaft. Rentner seien „einfach vergessen“ worden, dafür bekämen auch die Gutverdienenden die Energiepauschale, empört sich Wissler. Und fordert einen Gaspreisdeckel sowie das sofortige Verbot von Gas- und Stromsperren. Vor allem für diese Forderung erhält die 41-Jährige Applaus. Wissler steht auf dem Marktplatz von Frankfurt an der Oder, hinter ihr das jahrhundertealte Rathaus der Stadt, der Arbeitsplatz ihres Parteigenossen René Wilke. Wissler hat eine schwarze Jacke übergezogen. Es ist kühl; nach dem Hitzesommer liegt an diesem Dienstagabend der Herbst schon in der Luft – zumindest, was das Wetter betrifft. Ob es auch ein bewegter Herbst voller Wut, ein Herbst großer Sozialproteste wird, das fragen sich derzeit viele Menschen, hoffnungs- oder sorgenvoll, je nachdem. Wenn es nach den etwa 250 Frankfurter-innen, die dem Aufruf eines Bündnisses aus Linkspartei, Gewerkschaften und Erwerbslosenaktivisten gefolgt sind und sich nun im Halbkreis um das rote Lastenrad mit der Lautsprecheranlage versammelt haben, dann lautet die Antwort: Ja, unbedingt! Wird es ein heißer Herbst? Ja, unbedingt! Ausgemacht ist die Sache indes noch nicht. Der Protest ist ein würdiger Auftakt, doch die kleine Demo, die sich nach Wisslers Rede zu „Money, Money, Money“ von ABBA langsam in Bewegung setzt, um durch die Stadt zu ziehen – einmal zur Grenze und zurück zum Marktplatz – ist eher Warmläufer als Selbstläufer. Ein Mann, der sich etwas am Rand hält, ist unzufrieden. Er gehört zur Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, sagt er und findet, es seien nicht genug gekommen. So viele würden schimpfen, aber dann müsse man sich auch bewegen.

Freitag-online

*************************************************************************************

Wer sich den teuflischen Politiker-innen  eines Staates freiwillig verpflichtet, braucht sich anschließend nicht wundern, wenn er in den zuvor Selbstgelegten Flammen umkommt. Eine Ehrliche Arbeit war immer schon der gültiger Wert eines stolzen Volkes! Selbst die meisten Sklaven-innen sind in früheren Zeiten nicht freiwillig in ihr Elend gezogen. Aber so war Politik immer und nur die Menschen selber können Barbaren-innen verändern. 

Türkei – Mindestens 150.000 Staatsdiener wurden nach dem Putschversuch in der Türkei per Dekret entlassen. Selbst Nachbarn wenden sich von Betroffenen ab. 

5.) Betroffene Offizierin erzählt ihre Geschichte

Nach dem Putschversuch in der Türkei am 15. Juli 2016 ließ Präsident Recep Tayyip Erdogan rund 150.000 Beamte per Dekret aus dem Staatsdienst entlassen, viele unter ihnen wurden verhaftet. In der Türkei nennt man sie „KHK’li“, was so viel heißt wie per Dekret Entlassene. Die Betroffenen aus allen Bereichen mussten sich wegen Terrordelikten und Putschversuchs vor Gericht verantworten. Wer in den zwielichtigen Prozessen freigesprochen wurde, konnte dennoch nicht zu seiner Arbeit zurückkehren. Diese KHK’li sind dem sozialen Tod ausgesetzt. Beispielhaft zeigt dies die Geschichte von Hacer Caylak, die vor ihrer Entlassung als Major in der türkischen Marine gedient hatte. Im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau von IPPEN.MEDIA erzählt Caylak, welcher Odyssee die Betroffenen in der Türkei ausgesetzt sind. So brachen zum Beispiel die Nachbarn jeglichen Kontakt ab, nachdem sie und ihr Mann, ein Oberstleutnant der Marine, entlassen worden waren. „Als ich an einem Tag den Müll rausbringen wollte, sah mich meine Nachbarin und machte sofort die Tür zu“, so Caylak.  Nach ihren Angaben ist die Familie in der Wohnung ständig Repressionen ausgesetzt gewesen. Der Höhepunkt sei am 17. Dezember 2016 erreicht worden, als rund 15 Beamte der Antiterrorpolizei 2016 die Wohnung der Familie gestürmt hätten. „Sie durchsuchten unsere Wohnung, weil sie Beweise gegen meinen Mann suchten“, erzählt die Offizierin. „Sie nahmen nicht nur sein Handy und den Computer mit, sondern auch meins und das unserer Kinder. Auch die Tablets unserer Kinder haben die Beamten beschlagnahmt.“

FR-online 

*************************************************************************************

Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

*********************************************************

Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

*********************************************************

Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

Ein Kommentar zu “DL – Tagesticker 04.09.2022”

  1. Otto sagt:

    zu 3) Entlastungspaket

    Sie greifen den Bürger in die Tasche, ziehen 100 € heraus und 10 € Almosen kommen zurück. Diese Ampel verarscht die Leute nach Strich und Faden.

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>