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RENTENANGST

Archiv für November 15th, 2022

Träume und Schäume

Erstellt von DL-Redaktion am 15. November 2022

Illusion grünes Wachstum

Ein Debattenbeitrag von Ulrike Herrmann

Ökoenergie wird nicht reichen, um unser Wirtschaftsmodell zu erhalten – Verschwendung ist keine Option mehr. Auch E-Autos wiegen ein bis zwei Tonnen und befördern im Durchschnitt nur 1,3 Insassen – das ist ineffizient. Eine Entgegnung auf Malte Kreutzfeldt. 

Die Energiewende ist angeblich ganz einfach. Man muss nur E-Autos bestellen, die Häuser dämmen und Wärmepumpen einbauen – und schon ist das Klima gerettet. So sieht es jedenfalls sinngemäß unser ehemaliger taz-Kollege Malte Kreutzfeldt, der daher glaubt, dass das „grüne Wachstum“ eine reale Option sei (taz vom 11. 11. 22).

Natürlich wäre es schön, wenn wir unser Leben nicht ändern müssten, sofern wir nur genug Windräder und Solarpaneele installieren. Doch leider ist es eine Illusion, dass der Ökostrom reichen könnte, um ewiges Wachstum zu befeuern.

Indirekt gibt Malte sogar selbst zu, dass er einem Traum anhängt. Denn es fällt auf, dass große Teile der Wirtschaft bei ihm fehlen. Er schreibt über E-Autos, aber nicht über Lkws, Schiffe oder Flugzeuge, die mit Batterien nicht zu betreiben sind. Sie würden synthetische Kraftstoffe benötigen, die nur mit enormen Mengen an Ökostrom herzustellen sind. Malte freut sich über Wärmepumpen, verschweigt aber, dass Neubauten künftig unterbleiben müssen, weil sie Flächen versiegeln und Zement große Mengen an Treibhausgasen erzeugt. Auch zur Industrie sagt Malte nichts, als würden Waren ohne Energie entstehen. Nur die Stahl- und Chemiebranchen streift er kurz, ohne jedoch näher auszuführen, wie immens der Bedarf an Öko-Energie wäre: Allein die Chemieindustrie würde 685 Terawattstunden Strom im Jahr benötigen, wenn sie klimaneutral produzieren soll. Das ist weit mehr, als heute ganz Deutschland an Strom verbraucht.

Malte tut so, als würde die Wirtschaft nur aus Konsumenten bestehen, die sich Wärmepumpen und E-Autos anschaffen. Aber selbst dabei vereinfacht er. E-Autos tanken ja nicht einfach Strom, sondern benötigen große Batterien, die wiederum Energie und Rohstoffe fressen. E-Autos sind zwar klimaneutraler als Diesel- oder Benzinmotoren – aber nicht klimaneutral.

Beim Tunnelblick auf die Antriebsarten wird übersehen, wie ineffizient Autos grundsätzlich sind. Auch E-Autos wiegen ein bis zwei Tonnen und befördern im Durchschnitt nur 1,3 Insassen. Diese Verschwendung wird nicht möglich sein, wenn nur noch Öko-Energie zur Verfügung steht. Alle Klimastudien sind sich daher einig, dass die Zahl der Autos sinken muss. Während heute fast 50 Millionen Pkws durch die Bundesrepublik kurven, sollen es künftig maximal 30 Millionen sein. Dies wäre nicht das Ende der Mobilität. Man kann ja auch Bus fahren – oder sich ein Auto teilen.

Aber es wäre nicht mehr „grünes Wachstum“, sondern „grünes Schrumpfen“, wenn die Pkw-Flotte um 40 Prozent abnehmen soll. Viele Beschäftigte würden ihren Arbeitsplatz verlieren, denn derzeit sind hierzulande etwa 1,75 Millionen direkt oder indirekt für die Automobilindustrie tätig. Man kann die Frage auch anders stellen: Was soll aus Baden-Württemberg werden?

Natürlich entstehen neue Arbeitsplätze, wenn die Wirtschaft klimaneutral werden soll. Windräder installieren sich nicht von selbst, und auch die ökologische Landwirtschaft benötigt mehr Menschen als der heutige industrielle Anbau, der mit seinen Riesenmaschinen den Boden zerstört. Aber diesen Gesamtumbau der Wirtschaft darf man nicht trivialisieren, indem man sich nur auf E-Autos und Wärmepumpen konzentriert.

Es sind die Bürger welche für die Unfähigkeiten der Politiker-innen die Preise zahlen !

Die Energiewende wird zudem erschwert, weil der Solarstrom im Winter weitgehend ausfällt. Auch beim Wind kann es zu Flauten kommen. Ein Blackout muss jedoch unbedingt vermieden werden: Eine Stunde Stromausfall kostet die deutsche Wirtschaft derzeit eine Milliarde Euro.

Die Energiewende kann daher nur funktionieren, wenn gigantische Mengen an Strom gespeichert werden, um im Winter und bei Flauten zur Verfügung zu stehen. Auch dieses Thema kommt bei Malte nur am Rande vor. Lapidar stellt er fest, dass Batterien billiger werden. Aber das macht sie noch nicht billig. IT-Milliardär Bill Gates hat kürzlich vorgerechnet, wie viele Speicher nötig wären, um Tokio auch nur drei Tage lang mit Energie zu versorgen: „Es wären über 14 Millionen Batterien. Das ist mehr Speicherkapazität, als die ganze Welt in einem Jahrzehnt herstellt. Kaufpreis: 400 Milliarden Dollar … Und das wären nur die Anschaffungskosten. Andere Ausgaben wie Installierung und Wartung wären noch gar nicht eingerechnet.“

Zudem eignen sich Batterien nur, um kurzfristige Engpässe zu überbrücken. Die saisonalen Unterschiede zwischen Sommer und Winter lassen sich damit nicht ausgleichen. Daher wird an „grünem Wasserstoff“ geforscht, der im Sommer aus überschüssigem Solarstrom entstehen soll. Technisch ist Elektrolyse möglich, aber noch sehr teuer. Zudem geht unterwegs sehr viel Energie verloren, weil die Wirkungsgrade beim Wasserstoff so niedrig sind.

Quelle       :           TAZ-online            >>>>>          weiterlesen

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Grafikquellen       :

Oben      —     Karikatur von Gerhard Mester zum Thema Energiespeicherung und erneuerbare Energien – Text:Mehr Solarenergie!! /Mehr Windenergie! / („dark flauts“) /Mehr Energiespeicher! –„Dunkelflaute“: „Dunkelflaute“ sind Zeiten, in denen Solar- und Windstrom nicht verfügbar ist.

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Hartz 4 oder Bürgergeld?

Erstellt von DL-Redaktion am 15. November 2022

Die lange Gedächtnisleistung der Gesellschaft

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6d/KAS-Rentenpolitik-Bild-12016-1.jpg

Von: Jimmy Bulanik

Derzeit versuchen Konservative und Liberale mit dem Bürgergeld ein Gesetz zu einem Plus an Kooperation und Vertrauen für die Lebensqualität der Menschen in der Gesellschaft zu verwässern. Verhindern können diese Zirkel a la Mont Pèlerin Society das Gesetz nicht. Der Zeitgeist in der Zivilgesellschaft ist diesen Parteien wie CDU, CSU, FDP, AfD weit voraus, wo sich im Geiste die Kreise schließen.

Die Gesellschaft im Inland stellt die Volkswirtschaft Nummer 4 auf der Welt, Volkswirtschaft Nummer 1 auf dem Binnenmarkt der Europäischen Union dar und soll immer egalitärer werden. In der Armut dem daraus resultierenden Elend wie Krankheiten, Schulden, Obdachlosigkeit wohlgemerkt.

Das ist nicht das, wonach die Julia Friedrichs in ihrem Wirken wie Dokumentationen oder dem publizieren von Fachliteratur forscht. Vielmehr gilt es die Menschenwürde in Europa aufrecht zu erhalten. Beispiele für das Gegenteile erlebte die Weltgemeinschaft die vorigen gelegten Grundlagen, welche einen Herrn Trump als Präsident der USA möglich gemacht haben oder innerhalb Europa den Ausstieg des Vereinigten Königreich aus der Europäischen Union. Was ein Friedensprojekt aus den Erfahrungswerten nach zwei Weltkriegen ist, welche den europäischen Boden verbrannt hat und darin zirka 77 Millionen Menschen ihr Leben verloren haben.

Für die Ziele und Ansinnen der CDU, CSU, FDP, AfD die Gesellschaft insgesamt verarmen, in Elend verkommen zu lassen wie es in dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten von Amerika bereits seit Jahrzehnten der Fall ist, können und dürfen alle Menschen im Land sich das in ihr Langzeitgedächtnis legen. Die lange Gedächtnisleistung der Gesellschaft sollte niemand unterschätzen. Sie münden in dem Wahlverhalten der Menschen.

Für die Parteien wie der CDU, CSU stirbt die Wählerschaft auf Lebenszeit, welche Senioren sind aus. Das bedeutet, es gibt im politischen Sinne keine sichere Bank mehr. Das befördert den Wettbewerb um die Gunst der Gesellschaft zu den Wahlen mit ebensolchen öffentliche bekleidete Ämter und innerparteiliche Arbeitsplätze wie Büropersonal.

Wahltage sind Zahltage

Als auch die Zuwendung auf die Menschen an der Basis in allen Bundesländern. Gute Politik mit ebensolchen würdigen Gesetzen dürfen den verantwortlichen Parteien an der Wahlurnen gewürdigt werden. Ob am 27. November 2022 bei der Wahl des Posten des Landrates im Landkreis Kleve, am 14. Mai 2023 wird in Schleswig – Holstein die Kommunalwahl abgehalten und genau an dem Tag wählt die Freie Hansestadt Bremen ihre Bürgerschaft mit drei Stimmen im Bundesrat, oder später im Herbst 2023 bei der Landtagswahl in Hessen mit fünf Stimmen im Bundesrat, im Herbst 2023 im Freistaat Bayern mit vollen sechs Stimmen im Bundesrat.

Die Termine zur Wahl bei den Landtagswahlen in Hessen und im Freistaat Bayern im Jahr 2023 stehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht fest. Auch steht es den Menschen in allen Bundesländern frei vor den anstehenden Wahlen beispielsweise zur Weihnachtszeit dem Landesverband der bevorzugten Partei eine ebensolche Wahlkampfspende zu überweisen. Jeder Euro ist hilfreich, ganz nach dem musikalischen Narrativ von AC / DC mit deren weltweit bekannten Lied „Money Talks“.

Mit einen gefüllten Magen fliegt ein Republikaner noch besser als Trump.

Die Grundrechte der Menschen in einer demokratisch verfassten Bundesrepublik Deutschland sind sakrosankt. Demzufolge können und dürfen alle Menschen jederzeit ohne eine Obergrenze davon Gebrauch machen. Ob via Email bei dem für sich zuständigen MdB, via den Plattformen im Internet. Diese Zuschriften können in einer Vergleichbarkeit zu Briefen an den Adressat, bzw. den Adressaten nicht unterwegs verloren gehen.

Das ist für alle MdB von Vorteil die Gewissheit zu haben, wie die eigene Auffassung zu welchen Gesetzen, Wirken der Politik insgesamt ist. Das ist in jedem Fall besser als im privaten Segment unproduktiv zu protestieren. Geschweige an Seelenfängerinnen, Seelenfänger zu geraten.

Das mobile Internet auf dem Smartphone in der eigenen Tasche ist eine tatsächliche Macht. Es gibt mit dem Dienst Mastodon mastodon.social/explore eine Möglichkeit sich an der öffentlichen Meinungsbildung zu beteiligen. Dieser ist Sparsam was die Daten anbetrifft und in jedem Fall demokratischer.

Nützliche Links im Internet:

ZDF – Die Anstalt zum Netzwerk der Mont Pèlerin Society

www.youtube.com/watch?v=vzUNwWpk6CE

Der Wikipedia Eintrag zur Mont Pèlerin Society

de.wikipedia.org/wiki/Mont_P%C3%A8lerin_Society

AC / DC – Moneytalks

www.youtube.com/watch?v=2lqdErI9uss

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Grafikquellen        :

Oben        —         Lügen HABEN KURZE BEINE. >>Ich stehe dafür, daß die Renten steigen wie die Nettoeinkommen.<< Gerhard Schröder, 17. Februar 1999 Abbildung: Porträtfoto Plakatart: Kandidaten-/Personenplakat mit Porträt Auftraggeber: CDU-Bundesgeschäftsstelle, Hauptabteilung Öffentlichkeitsarbeit, Bonn Objekt-Signatur: 10-025 : 311 Bestand: Wandzeitungen (10-025) GliederungBestand10-18: CDU-Bundesgeschäftsstelle Lizenz: KAS/ACDP 10-025 : 311 CC-BY-SA 3.0 DE

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Als Leerer unter Lehrern

Erstellt von DL-Redaktion am 15. November 2022

Dr. phil. Robert Habeck als Lehrherr der Wirtschaft

Egal ob nun Hausmeister oder DR. phil. die Politik hat nie zwischen leeren Flaschen unterschieden. Der  Pfand-Wert  entscheidet bei Rückgabe nur zwischen Plastik oder Glas.  

Quelle       :        Scharf  —  Links

Ein Kommentar von Georg Korfmacher, München

Der 2000 in Hamburg mit einer Arbeit über literarische Authentizität zum Dr. phil. promovierte Literat Robert Habeck maßt sich heute als Wirtschaftsminister an, der Wirtschaft vage Lehren zu erteilen, wie sie sich zu verhalten oder zu entwickeln habe. Seine Inkompetenz in Sachen Wirtschaft gipfelt in der Weisung, dass Unternehmen nicht nur nach China gehen sollten.

Diese triviale Aussage vor der Presse und vor seiner Abreise zur ASEAN-Konferenz in Singapur offenbart krass sein Unwissen in Wirtschaftsfragen und seine eigentlichen Aufgaben als Wirtschaftsminister, die ihm nur im Parteienproporz zugeschanzt wurden. Auch von China hat er offenbart keine blasse Ahnung.

Aufgabe der Wirtschaft ist es, ihre Geschäfte verantwortungsvoll zu planen und zu betreiben. Aufgabe eines Ministers ist es, für die ihm von den Betroffenen bekannten Vorhaben den Weg insbesondere im Ausland zu ebnen und zu begleiten, wenn nötig. Voraussetzung für eine sinnvolle Arbeit ist eine profunde Kenntnis der sozio-kulturellen Gegebenheiten des betroffenen Landes. Im Fall China verkennt der Minister aber unentschuldbar, warum die Wirtschaft nach Mao in China tätig sein wollte und das auch heute noch will oder gar muß. Wissen sollrte der Literat eigentlich auch, dass das Schießpulver in China erfunden wurde, ebenso wie Papier, Porzellan und die Bestimmung des Breitengrades in der Seefahrt und vieles mehr. Wissen sollte er auch, dass der weiße Westen das alles schamlos kopiert und als eigene Leistung angepriesen hat.

Nicht verwunderlich also, dass die deutsche Wirtschaft bei der Öffnung Chinas durch Deng Xiaoping ab Ende der 1970-er Jahre in den dortigen Markt drängte, um von der sprichwörtlichen Arbeitsdisziplin der Chinesen und deren Fleiß zu profitieren, vom Preis ganz zu schweigen. Auch die in China praktizierten Einschränkungen von Geschäften hat man akzeptiert. Deutschland unterhielt zwar mit China seit 1972 diplomatische Beziehungen, die Politik hat sich jedoch bei den Bemühungen der Wirtschat nicht eingemischt, und nur äußerst zufrieden applaudiert.

Der höchst inkompetenten Weisung des Literaten steht auch entgegen, dass die Wirtschaftsbeziehungen bis 2020 hervorragend funktioniert und alle davon profitiert haben, Hersteller wie Verbraucher hier und dort. Erst die unerwartete Corona-Pandemie hat die Geschäfte empfindlich gestört, und seit 2022 die menschengemachte Ukraine-Krise. In solchen Zeiten sollte man an sich zwischen Geschäftspartnern, die bislang erfolgreiche Geschäfte gemacht haben, darüber austauschen, wie man die Schwierigkeiten überwinden kann. In unserer arbeitsteiligen Wirtschaft ist der Erfolg stets von der Qualität der Beziehungen abhängig. Ein Rat eines Wirtschaftsministers, gute bis hervorragende Geschäftsbeziehungen für andere, ungewisse aufzugebe, ist blanker Unsinn. Eine solche Entscheidung liegt allein in der Verantwortung der Wirtschaft.

Das unqualifizierte Gebaren unseres Wirtschaftsministers, der als Literat forsch als Lehrherr der Wirtschaft auftreten will, schadet der Wirtschaft und wirft die generelle Frage nach der Qualifikation unserer Politiker für ihre Ämter auf. Mit Ausnahme des Gesundheitsministers und vielleicht des Kanzlers gibt es da viele Fragezeichen in der Ampelschaltung. Der Literat als Wirtschaftsminister ist aber für die Wirtschaft eher ein Klotz am Bein.

Urheberrecht
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Oben      —     Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis90/Die Grünen NRW in Dortmund

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DER ROTE FADEN

Erstellt von DL-Redaktion am 15. November 2022

Geschönte Sicht auf die Dinge: Alles halb so wild!?

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Durch die Woche mit Lukas Wallraff

Der taz Panter FC freut sich über Spiele ohne Eigentor, Medien bejubeln den verpassten Erdrutschsieg der Republikaner. Irgendwas ist immer gut.

Was lange zehrt, wird endlich gut. All die Mühe scheint sich doch zu lohnen. Noch nie konnte ich so glücklich Bilanz ziehen wie in dieser schönen Woche. Denn das, wofür wir jahrelang im Schweiße unseres Altensackgesichts und Seite an Seite mit starken Frauen gekämpft haben, geht wundersamerweise in Erfüllung.

Die optimistische Weltsicht und die in der Satzung von 2018 verankerte Überlebenseinstellung des taz Panter FC setzt sich auf ganzer Linie durch. Was wurden wir belächelt und mitleidig aufgemuntert, die müden Schultern schmerzten schon vom Klopfen.

Und nun, siehe da, betrachten plötzlich alle die Welt wie wir nach einem 0:10. Immerhin die ersten zehn Minuten ohne Gegentreffer überstanden und kein einziges Eigentor im ganzen Spiel! Keine Verletzten! Und deutlich besser als in der Vorsaison beim 0:12! Wadenkrämpfe ja, Weinkrämpfe nein!

So halten es jetzt auch die bisher stets zu traurigem Jammern aufgelegten Medienschaffenden in Deutschland. Was auch immer passiert, und sei es noch so niederschmetternd, irgendwas ist trotzdem gut und liefert Grund zur freudigen Erleichterung.

Das aufgeregte TV-Publikum darf aufatmen

Gewinnt beispielsweise eine Partei, die lügt, betrügt und von einem rechtsradikalen Narzissten angeführt wird, nicht ganz so hoch wie vorher befürchtet, lässt der neue Polit­sender ProSieben das aufgeregte Publikum aufatmen: „Trumps Republikaner verpassen Erdrutschsieg“. Ja, und die Demokraten haben diesmal kein Eigentor geschossen!

Okay, bei ProSieben sind sie halt sehr bescheiden, da wurden sogar stolpernde Kanzlerkandidatinnen von ihren FragestellerInnen begeistert für ihre Anwesenheit beklatscht. Aber die neue positive Haltung teilen alle.

„Rote Welle bleibt aus“, entwarnt Zeit Online metaphorisch Bezug nehmend auf die republikanischen Vereinsfarben, die seltsamerweise sozialistisch aussehen, aber das Gegenteil bedeuten. Es gibt „Kein Chaos, keinen Durchmarsch“, beruhigt tagesschau.de, dafür „ein ermutigendes Signal“ (laut Tagesspiegel).

Es hätte ja schlimmer kommen können

Auch in der taz rollt „Keine Trump-Lawine“. Am schönsten bringt es das Schweizer Journal 21 auf den Punkt: „Die rote Welle ist kein Erdrutsch“. Und es stimmt ja, bisher floss kein Blut, nichts stürzte ein und alles hätte schlimmer kommen können.

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Hoffentlich wurde der Florida Boy nicht so heiß gebadet wie der Deutsch-Verwurzelte Verlierer ?

Ob der aufstrebende, smarte Trump-Rivale Ron De-Santis sogar noch gefährlicher sein mag als der irre Alte, werden wir früh genug erfahren. Ich verdränge auch lieber noch ein bisschen, dass der Vorletzte Panter FC am Montag auf den Tabellensiebten trifft. Und wo wenig Hoffnung ist, hilft jeder kleinste Schimmer, auch wenn man keine blasse Ahnung hat, was er verheißt.

Verständlicherweise freuten sich diese Woche viele über den ukrainischen Landgewinn in Cherson. Nicht nur die Frankfurter Rundschau sah darin einen „neuen Rückschlag für Russland“. Auch wenn Putins Rückzug vielleicht nur eine fiese Falle ist, um per Staudammsprengung den ganzen Landstrich zu überfluten. Aber die Meldung machte doppelt Mut, denn so erfuhr man auch, dass die gute alte FR offenbar ebenfalls weiter durchhält.

Quelle       :        TAZ-online          >>>>>           weiterlesen

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Oben        —     Roter Faden in Hannover mit beschriftetem Aufkleber als Test für einen möglichen Ersatz des auf das Pflaster gemalten roten Strichs

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DL – Tagesticker 15.11.2022

Erstellt von DL-Redaktion am 15. November 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  Weltweit kriminelle Machenschaften von Diplomaten aufgedeckt  – . –  2.) Russischer Außenminister macht sich zum Horst  – . –  3.) Diskussion über Krieg und Hunger  – . –  4.) Wenn die Klassenherkunft über den Lohn entscheidet  – . –  5.) Überraschung auf Bali– . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine gute Unterhaltung.

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Kein ehrlicher und normal denkender Mensch, würde sich seinen Staat verdingen, da im bewusst ist,  wer im Land politisch das Sagen hat ! Ob sich wohl jetzt auch, einige der noch werkelnden Ex- und Politiker-innen  in Schland angesprochen fühlen?  

Verbrechen von Honorarkonsuln! – Hunderte Honorarkonsuln sind in Kriminalfälle und Skandale verwickelt, wie eine internationale Recherche zeigt. Unter den ehrenamtlichen Diplomaten sind Waffenhändler, Sexualstraftäter und sogar Mörder – und ihre diplomatischen Privilegien machen die Strafverfolgung schwierig.

1.) Weltweit kriminelle Machenschaften von Diplomaten aufgedeckt

Hunderte sogenannte Schatten-Diplomaten wie zum Beispiel Honorarkonsuln sind einer internationalen Medienrecherche zufolge weltweit an kriminellen oder zumindest problematischen Machenschaften beteiligt gewesen. Angestoßen hat die Recherche dem „Spiegel„ zufolge das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) und die US-Rechercheplattform ProPublica. An dem Projekt “Shadow Diplomats“ (deutsch: Schatten-Diplomaten) beteiligten sich demnach fast 60 Medien in 46 Ländern, darunter auch mehrere deutsche Medien. Gemeinsam wurden mehr als 500 gegenwärtige oder frühere Honorarkonsuln identifiziert, die in Kriminalfälle, Skandale oder behördliche Ermittlungen verwickelt waren oder sind, darunter verurteilte Drogen- und Waffenhändler sowie Sexualstraftäter und sogar Mörder, hieß es am Montag in den Berichten dazu. Ehrenamtliche Diplomaten bekommen Privilegien – aber keine Kontrolle.  Ein ehemaliger Honorarkonsul Italiens in Ägypten soll etwa versucht haben, wertvolle Kunstgegenstände wie Mumienmasken außer Landes zu bringen, und sei dafür – in Abwesenheit – zu einer 15-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Problematisch ist laut dem Bericht vor allem, dass die ehrenamtlichen Diplomaten erhebliche Privilegien genießen. Und die werden laut der Recherche seit Jahren im großen Stil missbraucht. Doch nur die wenigsten Verfehlungen von Honorarkonsuln gelangen an die Öffentlichkeit. Mindestens 30 Männer und Frauen wurden in den vergangenen Jahren von den USA, der EU und anderen Ländern sanktioniert.  Die Bundesregierung verschickte allein seit 2020 fünf sogenannte Verbalnoten, um andere Länder über strafrechtliche Ermittlungen gegen deren Honorarkonsuln zu informieren.

Focus-online

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Wer hätte bis heute nicht gedacht das sich nur ein Bayer aus der CSU  in Teut Schland zum Horst machen lassen kann? Wie viele Idioten, laufen denn in der Politik weltweit noch  herum? 

Die USA und China haben teilweise heftige Meinungsverschiedenheiten, das reicht von Taiwan bis zu Handelsfragen. Aber jetzt zeigten sich US-Präsident Joe Biden und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in einer Angelegenheit einig: Sie haben kaum verhüllte russische Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine gemeinsam verurteilt. Das teilte das Weiße Haus nach einem dreistündigen Gespräch der beiden Supermacht-Anführer mit.

2.) Russischer Außenminister macht sich zum Horst

Man sei sich einig gewesen, dass „ein Atomkrieg niemals geführt werden sollte“. Solch ein Krieg könne auch niemals gewonnen werden. Wörtlich hieß es in der Mitteilung, die beiden Präsidenten hätten ihre Ablehnung „gegen den Einsatz von oder die Drohung mit Atomwaffen in der Ukraine“ bekräftigt, Biden habe sich zudem besorgt über ein „provokatives Verhalten“ Nordkoreas wegen dessen pausenloser Raketentests geäußert. Biden warnt Xi vor chinesischem Angriff auf Taiwan. Biden warnte nach US-Angaben Xi zudem davor, gegen Taiwan militärische Gewalt anzuwenden. Demnach versicherte der US-Präsident in dem Gespräch, dass sich die formelle amerikanische Ein-China-Politik nicht geändert habe. So unterhalten die USA keine diplomatischen Beziehungen mit Taiwan. Washington lehne aber auch jede einseitige Änderung des Status quo ab – sei es durch China oder Taiwan. Peking sieht die demokratische Inselrepublik als Teil der Volksrepublik, während sich Taiwan als unabhängig betrachtet. Von chinesischer Seite gab es zu dem Gespräch zunächst keinen Kommentar. Die Begegnung in der Stadt Nusa Dua auf Bali war das erste persönliche Treffen zwischen Xi und dem US-Präsidenten seit Bidens Amtsantritt vor knapp zwei Jahren. Die beiden halten sich zum diesjährigen G20-Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer auf der indonesischen Ferieninsel auf, der am Dienstag beginnt. Xi hat dafür zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie China verlassen. Russlands Außenminister Lawrow erleidet Propaganda-Unfall.

Berliner-Kurier-online

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Sind auf allen Gipfeln weltweit, nicht immer die gleichen sich Privilegiert fühlenden Hirnleeren Akrobaten zu sehen,  welche auf den vielen, ihnen gestellten Fragen, die in dieser Welt offen sind, aber auch gar keine Antworten zu geben wissen? Seit Bestehen der Menschheit wird über Kriege und Hunger diskutiert und noch nie ist eine Heilende Antwort gegeben worden! Nachdem sie sich selber einmal mehr Abgefüllt haben, geht Jeder wieder seine Wege und wartet auf das nächste Völlegefühl.

G20-Gipfel in Bali. Beim G20-Gipfel drängen sich viele Themen auf. Die Verlängerung des Getreideabkommens und das Verurteilen nuklearer Drohungen wären ein Erfolg.

3.) Diskussion über Krieg und Hunger

Lange ist spekuliert worden, ob Wladimir Putin zum diesjährigen Gipfel der wichtigsten Wirtschafts- und Schwellenlänger (G20) am Dienstag und Mittwoch auf die indonesische Insel Bali reist. Erst letzte Woche sagte Russlands Präsident seine persönliche Teilnahme ab und lässt sich jetzt dort von Außenminister Sergei Lawrow vertreten. Statt Putin, der wegen seines Angriffskrieges gegen die Ukraine viel Kritik hätte einstecken müssen, gehören die Schlagzeilen längst Xi Jinping und Joe Biden, die direkt vor dem Gipfel dort erstmals als Präsidenten Chinas und der USA miteinander gesprochen haben. Das G20-Format war infolge der globalen Finanzkrise 2008 geschaffen worden, um sich auf globaler Ebene über Wirtschafts- und Finanzfragen auszutauschen. Die Chefs von 19 Regierungen und der EU-Kommission sowie die wechselnden Gäste hatten dabei Sicherheitsfragen ursprünglich gar nicht auf der Agenda. Doch der russische Krieg in der Ukraine drängte jetzt die vom Gastgeber Indonesien geplanten Themen globale Gesundheit und Energie in den Hintergrund. Deshalb nimmt nun auch erstmals der Präsident der Ukraine, Wolodimir Selenski, als Gast per Videoschalte teil.

TAZ-online

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Müsste nicht auf eine jede gestellte  Frage auch der passende Antwortgeber parat stehen ? Das passiert in der Politik leider viel zu selten, da Pisten am runden Tischen ausgewürfelt werden. an denen Niemand eine Antwort weiß ? Tagtägliche Diplomatie eben. Darum sagt der Volksmund doch: „Es gibt nur dumme Antworten.“

Britische Fachkräfte, die aus der Arbeiterklasse kommen, verdienen fast 8.000 Euro jährlich weniger als ihre Kollegen. Das ließe sich leicht ändern. Der Kampf gegen den Gender Pay Gap hat es vorgemacht.

4.) Wenn die Klassenherkunft über den Lohn entscheidet

Viele professionelle Arbeitsplätze in Großbritannien teilen ein beschämendes Geheimnis. Arbeitnehmer:innen aus der Arbeiterklasse erhalten im Durchschnitt 6.718 Pfund (7.680 Euro) pro Jahr weniger als Arbeitnehmer:innen aus besser gestellten Schichten, selbst wenn sie die gleiche Arbeit verrichten. Diejenigen, die von diesem Lohngefälle betroffen sind, werden doppelt getroffen, da die Lebenshaltungskostenkrise auch ihr Einkommen auffrisst. Arbeitgeber und die Regierung müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass Hunderttausende von Arbeitnehmer:innen unterbewertet und unterbezahlt werden. Die Daten könnten nicht krasser sein. Eine von der Stiftung für soziale Mobilität, deren Vorsitzender ich bin, geförderte Studie hat die Arbeit der Wissenschaftler Sam Friedman und Daniel Laurison aufgegriffen und das Lohngefälle zwischen den Klassen auf 13 Prozent berechnet. Mit anderen Worten: Menschen aus unterprivilegierten Verhältnissen, die es ins Berufsleben geschafft haben, arbeiten vielleicht 13 Prozent des Jahres umsonst. Das ist fast ein Tag für jede Sieben-Tage-Woche. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass seit Samstag, dem Class Pay Gap Day, Fachkräfte aus der Arbeiterklasse für den Rest des Jahres praktisch nichts mehr verdienen. Die Kluft ist sogar noch größer – mehr als 8.000 Pfund (9.146 Euro) – für Geschäftsführer, Finanzmanager, Unternehmensberater und Anwälte. Das Lohngefälle schadet der Wirtschaft.

Freitag-online

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Ob wohl in dieser 30 Jahre alten Aktentasche immer noch die Papiere der Hamburger Bank – auf ihre Honorierung warten?

Wie Russland beim G20-Gipfel isoliert wird. Laut Kanzler Scholz gibt es eine Einigung auf eine deutliche Botschaft an Putin: Scharfe Kritik am Krieg und ein Atomwaffen-Tabu. Eine Analyse aus Nusa Dua.

5.) Überraschung auf Bali:

Dafür, dass ihn viele hier schneiden, ist zumindest der Empfang für Sergej Lawrow freundlich. Indonesiens Präsident Joko Widodo begrüßt den lächelnden Lawrow mit einem Klaps auf den Arm und langem Händeschütteln vor den aufgereihten Fahnen der G20-Staaten. Draußen im Inselparadies Bali sind es schwüle 31 Grad, drinnen ist es mindestens so kühl wie die reale Stimmung, zu spüren bekommt das vor allem der russischen Außenminister Lawrow. Russland droht eine überraschend deutliche Verurteilung im G20-Abschluss-Kommuniqué. Dafür, dass ihn viele hier schneiden, ist zumindest der Empfang für Sergej Lawrow freundlich. Indonesiens Präsident Joko Widodo begrüßt den lächelnden Lawrow mit einem Klaps auf den Arm und langem Händeschütteln vor den aufgereihten Fahnen der G20-Staaten. Kanzler Olaf Scholz ist schon vor Lawrow im Saal, stellt seine über 30 Jahre alte schwarze Aktenasche neben seinem Platz auf dem Teppichboden ab. Als Letzter trifft US-Präsident Joe Biden ein, umarmt herzlich Indiens Premier Narendra Modi. Scholz steht daneben, muss sekundenlang warten, bis Biden auch ihm die Hand gibt, dann drängelt sich auch schon Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der ja zuletzt Dissonanzen mit dem Kanzler hatte, bei Biden vor. Macron begrüßt danach auch Scholz, aber eher unterkühlt. Immerhin darf Scholz beim Gipfel zur Rechten von Joe Biden sitzen, neben Scholz sitzt Macron, später lockert sich bei ihnen die Stimmung, man scherzt miteinander. Es scheint für den Westen besser zu laufen als gedacht.

Tagesspiegel-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tun haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia 

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