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RENTENANGST

Archiv für Oktober 1st, 2022

About Scholz und Warburg

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Oktober 2022

Kanzleramtschef im Cum-Ex-Ausschuss

Der Kettenhund im Kanzleramt überwacht die Corona Quarantäne

Von Jan Kahlcke

Wolfgang Schmidt (SPD) sagt im Untersuchungsausschuss, was er alles nicht weiß – und warum sein Freund Olaf Scholz trotzdem unschuldig ist.

Wolfgang Schmidt ist so etwas wie das Alter Ego von Olaf Scholz, sozusagen Scholz, nur in kommunikationsbegabt. Die beiden kennen sich von einer WG-Party, Schmidt war persönlicher Referent und dann Büroleiter von Scholz als SPD-Generalsekretär und diente seinem Kumpel seither in der Bundestagsfraktion, im Arbeitsministerium, als Staatsrat in Hamburg, als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und heute als Kanzleramtschef.

Dass er Scholz‘ engster Berater sei, will er im Untersuchungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft zur Cum-Ex-Affäre dennoch nicht gelten lassen. Denn wer Scholz kenne, wisse, dass der keine Berater brauche. „Ich bin nicht der Betreuer von Olaf Scholz – aber wir sind seit 25 Jahren befreundet.“ Sein Vorteil sei: „Ich weiß, wie er tickt.“

Es war nicht zu erwarten, dass Schmidt seinen langjährigen Freund und Chef im Ausschuss belasten würde. Und das könnte er nach eigenen Angaben auch gar nicht: Er sei in seiner Funktion als Senatskanzleichef „nicht für Steuerverfahren zuständig“ gewesen. Er habe „keine eigene Anschauung“ zu der Frage, ob Scholz Einfluss auf die Entscheidung der Finanzverwaltung genommen habe, illegal erstattete Kapitalertragssteuer von der Warburg-Bank nicht zurückzufordern. Und von den Gesprächen, die Scholz 2016 und 2017 mit Warburg-Chef Christian Olearius geführt hat, an die Scholz sich aber heute nicht erinnert, hatte Schmidt damals „keine Kenntnis“.

Schmidt und Scholz – aus gleichen Clan – Holz ?

Die Befragung des Zeugen Schmidt hätte also schnell beendet sein können. Aber Schmidt wäre nicht Schmidt, wenn er es darauf beruhen ließe. Er nutzte seinen Auftritt für eine Generalabrechnung. In einer fast einstündigen Suada stellte der Minister seine Sicht auf die Cum-Ex-Affäre dar, die er nicht aus „dienstlicher Kenntnis“ gewonnen, sich aber akribisch angelesen und rechtlich bewertet hatte – als Jurist, wie er betonte.

Scholz war „zurückhaltend“, Olearius optimistisch

Und die lässt sich so zusammenfassen: Scholz habe keinen Einfluss auf das Steuerverfahren gegen Warburg genommen, das hätten sämtliche Zeu­g-in­nen im Ausschuss bestätigt. Auch der öffentlich gewordene Eintrag aus Olearius‘ Tagebuch deute nicht darauf hin: Der hatte notiert, er habe im Gespräch mit Scholz den Eindruck gewonnen, „dass wir uns keine Sorgen machen müssen“, also dass die Bank keine Rückforderung von der Stadt befürchten müsse. Schmidt möchte den Blick auf die Worte davor lenken, die seiner Ansicht nach in der Berichterstattung zu kurz gekommen sind: Von Scholz‘ „zurückhaltender“ Reaktion ist da die Rede, aus der Olearius Wohlwollen abgeleitet hat.

Die hätte durchaus andere Schlüsse zugelassen, wie Scholz-Versteher Schmidt aus seinem Erfahrungsschatz zu berichten weiß: Bittsteller empfange Scholz häufig reserviert. „Scholz ist in vielen Gesprächen eine Sphinx, er hört eher stoisch zu.“ Immer wieder seien Leute nach ihrem Termin bei Scholz bei ihm, Schmidt, vorstellig geworden und hätten gefragt: „Mag der mich nicht? Wie soll ich das deuten?“

Quelle          :        TAZ-online         >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben      —     L to R: Wolfgang SchmidtKimberly Emerson, and John B. Emerson, 4th of July 2014 at Berlin-Tempelhof

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Zur Not auch ein Atomkrieg?

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Oktober 2022

Was für „unsere Werte“ alles sein muss

Quelle     :     Untergrundblättle – CH

Ein Kommentar von Renate Dillmann

Nach etwas mehr als sechs Monaten Ukraine-Krieg haben sich alle an die Fakten und die dazu gehörenden „Narrative“ gewöhnt – was sie nicht richtiger macht.

Es gibt einen weiteren Krieg. Der ist unerträglich, im Gegensatz zu sonstigen Kriegen. Während normalerweise die USA, „wir“ oder unsere guten Verbündeten die Welt befrieden und ordnen – in Ex-Jugoslawien, im Irak, in Afghanistan, Libyen, Syrien, Gaza, Jemen oder sonstwo – wird dieser Krieg nämlich von Russland geführt. Deshalb ist er „brutal“, ein „Angriffskrieg“ und „völkerrechtswidrig“.

Dieser Krieg und das ganze Leid der ukrainischen Bevölkerung muss aufhören. Putin hat nämlich kein Recht, ihn zu führen. Der Krieg dient auch keinen Interessen, die „wir“ irgendwie nachvollziehen könnten, sondern ist einfach eine Ausgeburt des Bösen oder eines irren Machtwillens. Dass unsere Nato sich nach Osten erweitert hat, sind fake news. Russland ist da etwas überempfindlich nach zwei Weltkriegen, aber das muss man nicht so ernst nehmen. Dass es einen westlichen Aufmarsch mit entsprechenden Militärmanövern von Litauen bis Rumänien gibt, entspricht dagegen dem Sicherheitsbedürfnis dieser Länder, das wir sehr ernst nehmen.

Aufhören muss der Krieg allerdings zu unseren Bedingungen und die heißen „freie Ukraine“. Die Volksrepubliken, die Putin „befreien“ will (dieser Mann nimmt sich wirklich was raus! klaut sogar unsere Propaganda!) gehören nunmal zu einer freien Ukraine – egal, wie die Menschen das in Luhansk und Donetzk sehen nach dem von den USA finanzierten und orchestrierten Putsch gegen die gewählte Regierung. Und nach 8 Jahren Krieg ihrer Kiewer Zentrale mit 15.000 Toten. Einem Kompromiss in diesen Fragen kann der wertebasierte Westen wegen seiner Werte nicht zustimmen – da muss die Bevölkerung dort und im Rest der Ukraine schon weiter leiden. Die Krim muss übrigens auch zurückerobert werden. Ein separatistisches Referendum widerspricht nämlich dem Völkerrecht. Außer im Kosovo, im Südsudan und demnächst in Taiwan.

Frieden schaffen in der Ukraine heißt für „uns“ und unsere Werte deshalb: Lieferung von Waffen. Waffen, schwere Waffen, noch mehr schwere Waffen. Wieviel Milliarden inzwischen? Wer kann da noch mitzählen? Wer daran erinnert, dass damit der Krieg verlängert, die Zahl der Toten erhöht, die Ukraine mehr und mehr zerstört wird, verhält sich unsolidarisch mit den Helden, die für „unsere“ „Freiheit“ kämpfen. In der freien Ukraine kommt man für diese Äußerung sofort in den Knast; im freien Deutschland vorläufig nur auf die Liste der Vaterlandsverräter und Putinversteher.

Datei:Moscow 2012 Victory Day Parade Rehearsal, Topol-M ICBM launcher, Russia.jpg

Wenn Putin „uns“ jetzt daran erinnert, dass die fortlaufenden Waffenlieferungen und die westliche Hochrüstung der Ukraine zur drittstärksten Armee in Europa ein Angriff des Westens auf die russische Souveränität sind und er bereits zu Beginn des Kriegs darauf aufmerksam gemacht hat, dass sein Land über Atomwaffen verfügt, heißt das nur eins: dass Russland auf dem letzten Loch pfeift. Unsere Annalena bleibt standhaft: Die russische Atombombe ist ein Papiertiger. Kein Grund, eingeschüchtert zu sein. Kein Grund, über Kompromisse oder Verhandlungen nachzudenken. Das Volk mal fragen, wie es über Inflation und Bedrohungslage denkt? Auf keinen Fall – das wäre extrem populistisch, sprich undemokratisch. Schließlich hat es gewählt und die Regierung muss jetzt tun, was sie tun muss, egal was ihre Wähler denken.

„Wir“ (hier: die gewählte Regierung) halten also an „unserem“ Wirtschaftskrieg, den man im freien Deutschland nicht so nennen darf, und „unseren“ Waffenlieferungen fest – komme was wolle, „wir“ (hier: das Volk) haben schließlich schon Schlimmeres durchgestanden. Und unsere besten Freunde, die USA, können sich eine Drohung mit Atomwaffen durch Russland nicht bieten lassen – das würde ihre finale Oberhoheit über die Welt einschränken. Also ja: zur Not auch ein Atomkrieg!

PS: Wenn der Wirtschaftskrieg dazu führt, dass die Nahrungsmittel-Produktion auf der Welt nach unten kracht, weil Russland und Belarus bisher 20 Prozent der Düngemittel hergestellt haben, ist das bedauerlich, aber leider nötig. Auch wenn die UN dagegen ist. Die Hungerleider der Dritten Welt, die people of colour, denen wir unseren ganzen Respekt entgegen bringen, werden sich „trotz“ all unserer Entwicklungshilfe die Nahrungsmittel auf unserem schönen, regelbasierten Weltmarkt nicht mehr kaufen können – dumm gelaufen. Aber schuld daran an der laufenden wie der kommenden Hungerkatastrophe ist ja sowieso „der Russe“, „wir“ sollten uns von Horrornachrichten an dieser Front nicht beirren lassen.

Soweit nicht anders angegeben und keine Quellenangabe (Name einer Organisation oder Internet-Adresse) vorhanden ist, gilt für die Texte auf dieser Webseite eine Copyleft (Public Domain) Lizenz.

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Oben      —     Berlin-Mitte, Rathausstraße / Nikolaiviertel mit Friedenstaube nach Picasso

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Linkes Grundeinkommen

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Oktober 2022

DIE LINKE pro Grundeinkommen: Per Mitgliederentscheid

File:Die Linke Grundrecht Grundeinkommen BGE Berlin 2013.jpg

Quelle        :      Scharf   —   Links

Von Edith Bartelmus-Scholich

Die Partei DIE LINKE wird als erste parlamentarisch relevante Partei ein Konzept eines linken, emanzipatorischen Bedingungslosen Grundeinkommens in ihr Programm aufnehmen und zudem zur nächsten Bundestagswahl mit einer entsprechenden Forderung antreten. Dies entschieden, wie der Bundesgeschäftsführer von DIE LINKE, Tobias Bank, erklärte, die Mitglieder der Partei in einem Mitgliederentscheid.

Der Entscheid ging mit großem Abstand für die Aufnahme des Grundeinkommens in die Programmatik aus. Knapp 57% der gültigen Stimmen waren Ja-Stimmen, gut 38% Nein-Stimmen. Abgestimmt hatten 33,22% der Mitglieder. Damit wurde das in der Satzung der Linkspartei festgeschriebene Quorum von 25% der Mitglieder deutlich übertroffen.

Beantragt hatte den Mitgliederentscheid die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE. Dazu hatten Mitglieder der BAG Grundeinkommen über Monate mehr als 5000 Unterschriften von Parteimitgliedern für die Durchführung dieses basisdemokratische Instrument gesammelt. Bedingt durch die Pandemie war der Mitgliederentscheid erst ab dem 13. September 2022 durchgeführt worden.

http://www.archiv-grundeinkommen.de/material/pk/PK-6-finanzierbarL-v.jpg

Den Abstimmungsunterlagen hatte der Parteivorstand eine Empfehlung mit Nein zu stimmen beigefügt. Begleitet wurde der Entscheid durch eine sogenannte „Nein-Kampagne“ der innerparteilichen GegnerInnen des Grundeinkommens aus BAG Betrieb und Gewerkschaft, der Bewegungslinken und der Sozialistischen Linken.

Allerdings zeigte sich schon auf den im gesamten Bundesgebiet durchgeführten Veranstaltungen, dass viele Mitglieder dem Grundeinkommen positiv gegenüber stehen. Sie haben jetzt basisdemokratisch entschieden: DIE LINKE steht für eine neue soziale Idee.

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KOLUMNE Fernsicht-USA

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Oktober 2022

Auch die US-Linke streitet heftig über Einwanderung

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Wurde diese Saat vielleicht von den Einwanderern aus Europa gelegt?

Von Laurie Rojas

Kürzlich habe ich einer vierköpfigen Familie aus Kolumbien geholfen, vier Flugtickets von Medellín nach Mexiko zu kaufen. Sie planen, von dort mit dem Bus an die US-Grenze zu fahren und dann zu Fuß nach Texas einzuwandern.

Sie entschlossen sich zu der gefährlichen Reise, weil die Pandemie die wirtschaftlichen Probleme in Lateinamerika verschärft hat. Am härtesten traf dies Menschen aus Venezuela. Von der bergigen und sumpfigen Südgrenze Panamas wurde in den vergangenen Monaten gemeldet, dass viele von ihnen und viele andere aus Südamerika sich auf die Flucht in die Vereinigten Staaten gemacht haben.

Aus Florida kommen Nachrichten über eine Eskalation der sogenannten Flüchtlingskrise. Floridas Gouverneur Ron DeSantis sorgte Anfang September für einen Proteststurm, als er etwa 50 Geflüchtete aus Venezuela per Flugzeug nach Martha’s Vineyard bringen ließ, eine Insel vor Massachusetts, auf der viele liberale Prominente luxuriöse Sommerhäuser haben. Er folgte dem Beispiel Greg Abbotts, des gleichfalls republikanischen Gouverneurs von Texas, der Tausende Mi­gran­t*in­nen per Bus in progressive Großstädte wie Washington, D. C., oder New York verfrachten ließ.

Seither wird hitzig über den Umgang mit Geflüchteten debattiert, stets mit den wichtigen Zwischenwahlen Anfang November im Blick. Als der bekannte Dokumentarfilmer Ken Burns auf CNN seine neue Dokumentation „Die USA und der Holocaust“ vorstellte, handelte er sich einen Shitstorm ein. Er hatte die Verschickung der Geflüchteten nach Martha’s Vineyard mit der Behandlung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten gleichgesetzt.

Es sei verstörend, wenn DeSantis Menschen aus politischen Motiven als Druckmittel, ja als Waffe missbrauche, erläuterte Burns. Auch mehrere bewaffnete Amokläufe des vergangenen Jahrzehnts wurden von den Tätern nicht nur rassistisch begründet, sondern richteten sich unmittelbar gegen Migrant*innen. Selbst die New York Times sprach in einem Kommentar von einem PR-Manöver des Gouverneurs von Florida, mit dem er nur vorgeblich den Mi­gran­t*in­nen helfen wollte. DeSantis hatte sich mit einer sehr lockeren Coronapolitik in Florida Sympathien bei seiner Wählerschaft erworben und ist ein möglicher Präsidentschaftskandidat der Republikaner.

Quelle       :         TAZ-online       >>>>>       weiterlesen

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Oben     —     Vogelbeobachtung in Panama

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DL – Tagesticker 01.10.2022

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Oktober 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –   1.) Vorsicht Betrugsmasche!  – . –  2.) Ins Auto gezerrt und verschleppt  – . –  3.) Es geht um Grundbedürfnisse  – . –  4.) Erst das Fressen, dann die Moral  – . –  5.) „Putin Land“ als „Mafia-Staat“  – . –  DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Ja – ganz sicher nicht ! Wer sollte solch einen Snob denn auch das Lesen und Schreiben gelehrt haben?  Was doch alleine schon daraus zu ersehen ist, das er es nur bis zum beruflichen Hausmeister gebracht hat. Es war doch ein Schlagwort aus Nachkriegsjahren in denen die Lehrer als Nazis, von der Front wieder in den Schuldienst eingestellt wurden: „Dumm bleibt dumm – da helfen keine Pillen!“

Phishing: Bundesfinanzministerium schreibt keine SMS. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) mag für viel Gesprächsstoff sorgen. Sein Ministerium schickt aber ganz sicher keine SMS mit Geldversprechen an Bürgerinnen und Bürger.

1.) Vorsicht Betrugsmasche!

«Bundesministerium der Finanzen: Sie müssen noch einen Beitrag von 254,33 erhalten.» Wer eine SMS mit diesem oder einem ähnliche Wortlaut erhält, sollte die Kurznachricht direkt löschen. Dazu rät das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen. Denn bei der Nachricht handelt es sich um eine Fälschung, über die Kriminelle versuchen, Zugangsdaten zum Online-Banking abzufischen. Dazu folgt in der SMS die Anweisung, sich zu verifizieren, indem man einen Link antippt. Das sollte man – in der Hoffnung tatsächlich eine Erstattung zu erhalten – natürlich keinesfalls tun, weil man sonst in einem Netz gefälschter Abfrage- und Bankseiten landet. Dort sollen einem nicht nur sensible Daten entlockt werden. Viele der Seiten sind auch so präpariert, dass sie versuchen, Schadsoftware auf dem Endgerät zu platzieren. Keine Scham: Wer reinfällt, reagiert besser schnell. Wer in die Falle getappt ist und seinen Onlinebanking-Zugang oder andere sensible Daten preisgegeben hat, sollte sofort seine Bank informieren, das Onlinebanking sperren lassen und einen neuen Zugang beantragen, rät das LKA. Anschließend gilt es Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle erstatten.

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Würde es in Kriegen feste Regeln geben, müsste auch Jemand für die Einhaltung der Vergehen eine Handlungsvollmacht erteilt worden sein. Das hat die Politik ganz sicher nicht gewünscht, sonst gäbe es solche Situationen nicht. Es müssen schon wenigstens zwei Seiten verrückt wollen, ansonsten gäbe es keine Kriege. Ein Krieg weist immer auf die Unfähigkeit der entsprechenden Politiker-innen hin und genau darauf reagieren die Völker nicht. Jagt die Politiker in ihre Kriege. Bundestag: „Marsch – Marsch!“ Wer das Geld für sich selber druckt, sollte auch arbeiten.

Ukraine: Russen entführen AKW-Chef von Saporischschja. Das Atomkraftwerk im ukrainischen Saporischschja geriet wiederholt unter Beschuss. Ein möglicher atomarer Zwischenfall hätte gravierende Folgen für ganz Europa – internationale Beobachter sind alarmiert. Jetzt wurde nach ukrainischen Angaben der Chef des AKW verschleppt.

2.) Ins Auto gezerrt und verschleppt

Der Chef des von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerks Saporischschja, Ihor Muraschow, ist nach ukrainischen Angaben von Moskauer Truppen entführt worden. Das teilte der Präsident der Betreibergesellschaft Enerhoatom, Petro Kotin, mit. Der Generaldirektor des größten europäischen Kernkraftwerks wurde demnach am Vortag von einer russischen Patrouille am AKW-Standort Enerhodar auf der Straße gestoppt, aus dem Auto gezerrt und mit verbundenen Augen an einen unbekannten Ort gebracht. Eine Erklärung von russischer Seite gab es zunächst nicht. Russland hält das AKW seit Anfang März besetzt. „Es gibt keine Erkenntnisse zu seinem Schicksal“, teilte Kotin im Nachrichtenkanal Telegram mit. Er warf Russland atomaren Terrorismus gegen das Management und gegen die Mitarbeiter des Kraftwerks vor. Muraschow, der die Hauptverantwortung für das sichere Funktionieren und die nukleare Sicherheit der Anlage trage, müsse sofort freigelassen werden. Kotin forderte auch den Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, auf, sich für Muraschows Freilassung einzusetzen.

NTV-online

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Ist nicht schon alles zu spät wenn irgendjemand den letzten Schuss nicht mehr gehört hat ? Wofür braucht er dann noch den „Wumms“ ? Das hatte doch schon Gorbi gewusst wenn er sagte: “ Wer zu spät kommt -den bestraft das Leben!“ Was wird Olaf irgendwann sagen, wenn er denn einmal aufwacht, aus seinen sozialen Träumereien ?

Energiepreisbremse der Bundesregierung. –  Die Regierung nimmt viel Geld in die Hand – gut so. Gezielte Hilfen sind unrealistisch: Energie ist nicht das richtige Feld für Gerechtigkeitspolitik.

3.) Es geht um Grundbedürfnisse

Bür­ge­r-in­nen und Unternehmen blicken mit Angst auf den Winter, weil sie nicht wissen, welche Energiekosten auf sie zukommen. Sie fragen sich, ob sie im Kalten sitzen werden, ob sie ihre Rücklagen aufzehren müssen, ob sie die Produktion aufrechterhalten können, ob Kurzarbeit droht oder sie ihren Arbeitsplatz verlieren. Bundeskanzler Olaf Scholz wollte ihnen diese Sorgen nehmen, als er am Donnerstag seinen „Doppel Wumms“ ankündigte: einen 200 Milliarden Euro schweren Schirm zur Abwehr der Energiekrise für drei Jahre. Das ist viel Geld. Aber keine Antwort auf die drängende Frage, wie teuer die Krise je­de-n Ein­zel­ne-n kommt. Und angesichts der 500 Milliarden Euro, die die damalige Bundesregierung 2008 zur Rettung der Banken bereitgestellt hat, ist der „Wumms“ nicht so kräftig, wie er auf den ersten Blick erscheint. Die Regierung will eine Strom- und eine Gaspreisbremse. Aber wie die genau aussehen sollen, bleibt ebenso unklar wie der Zeitpunkt, ab dem sie gezogen werden. Unternehmen können weiterhin nicht kalkulieren, Privathaushalte bleiben in Unsicherheit. Eines ist allerdings klar: Teurer wird es auf jeden Fall, denn die Preise werden nicht gesenkt, sondern der Anstieg gedeckelt. Auch wenn 200 Milliarden viel sind – aus dem Topf muss viel finanziert werden: Unter anderem die 34 Milliarden Euro, die mit der Gasumlage ursprünglich von den Kun­d-in­nen kommen sollten, sowie die Finanzierung weiterer Ersatzbeschaffungskosten, die Energiekonzerne wegen ausbleibenden russischen Gases haben – viele weitere Milliarden.

TAZ-online

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Da Moral und Ethik für die Politik schon immer als unerklärliche Fremdworte galten,  erhalten die Parteien heute nur Zulauf von Fressgierigen Räubern ! Schlagworte wie „Kommst du aus dem Osten“ will sie auch mal Kosten“ – warst du immer Westen, lass mich auch mal Fressen“. 

Putin-Querfront und alles „rechtsoffen“? Wie man den Protest abwürgt.  Wenn das progressive Lager etwas bewirken will, darf es nicht erwarten, dass jede*r schon jetzt auf der richtigen Seite steht. Deshalb: Die Angst vor Widersprüchen muss abgelegt werden – Plädoyer für einen heißen Herbst ohne Scheuklappen.

4.) Erst das Fressen, dann die Moral

Bert Brecht schien in der Sache entschieden: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“. Doch so sehr seine Dreigroschenoper zum Kanon gehörte, so wenig Berührung hatten Westeuropas Progressive lange mit dem, was hier gemeint ist. Ihr Urknall hieß „68“; trotz aller Klassen-Rhetorik war das kein Sozialprotest. Sondern eine Kulturrevolte gegen das genormte Leben auf dem Höhepunkt des bürokratischen Nachkriegskapitalismus. Weg mit altbackenen Werten und Lebenslügen! Es ging stets um Moral, und danach kam lange nichts. Nun aber kehrt sie wohl zurück, die Frage nach dem Fressen, Heizen, ja Duschen. Ganz will man das in den linken Milieus noch nicht glauben. Und so besieht man sich die Frage nach dem Fressen: Ist sie nicht furchtbar hässlich? Fressen, wie das schon klingt! Appelliert diese Frage nicht an niedere Instinkte, an Angst, Egoismus, Neid und Missgunst? Das ist ja so schrecklich – elementar. So wird gezögert: Wollen wir sie wirklich stellen, diese hässliche Frage? Schämen wir uns ihrer nicht ein wenig? Viele blieben wohl lieber standhaft – auf dem Felde der Moral. Im Stillen ist da vielleicht gar die verquere Hoffnung, des Dilemmas enthoben zu werden. Nämlich durch Leute, die jene Frage nach dem Fressen so falsch stellen, so „putinistisch“, „populistisch“, so verschwörungsgläubig oder „rechtsoffen“, dass man sich mit gutem Gewissen von ihr abwenden kann.

Freitag-online

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Bei allem was heute so geschrieben und erklärt werden möchte gehört zu solchen Vorhaben immer eine feste Mannschaft. Müssten Diese als Spitzen in die Kriege ziehen, wären selbst die größten Maulhelden-innen der Politik ohne jegliche Macht. Selbst ein Adolf schöpfte die Kraft aus seinem Volk!

Nawalny-Vertrauter erklärt Russlands „Wahn“ – und drei Szenarien für Putins Aus. Leonid Wolkow ist Vertrauter Alexej Nawalnys – und Kenner der russischen Politik. In einem neuen Buch beleuchtet er Hintergründe des Systems Putin. 

5.) „Putin Land“ als „Mafia-Staat“

Russland. Ein teils gar nicht mal so fernes Land – zu dem wohl jeder Bewohner Europas Assoziationen und Bauchgefühle hegt. Echte Kenntnis, echtes Verständnis des größten Staates der Erde besitzen aber wohl die wenigsten Menschen in Mitteleuropa. Vielleicht war gerade deshalb der Schock so groß, als am 24. Februar Wladimir Putins Truppen in der Ukraine einfielen. Oder auch nicht: Leonid Wolkow, bekannt geworden als Wahlkampf-Manager und Vertrauter Alexej Nawalnys, kann durchaus als Kenner des Systems Putin gelten. Aber auch er fiel Ende Februar 2022 aus allen Wolken – das beschreibt er in seinem neuen, auf Deutsch verfassten Buch „Putin Land“ eindrücklich. Nebst der Entstehung und Funktion des russischen Repressions- und „Mafia-Staats“. Immerhin gleich drei Szenarien eines möglichen Ende des „Putinismus“ liefert Wolkow in seinem Werk auch. Das ist für deutsche Leser aufschlussreich. Und eine Reise durch Hoffen und Bangen: Wolkow schreibt nicht nur aus der Sicht eines langjährigen Bewohner Russlands, sondern zweifellos aus der des Oppositionellen. Es ist eine Reise in die sich herabsenkende Dunkelheit einer Diktatur – aber auch eine Geschichte ebenso vieler böser Erwachen und Fehleinschätzungen wie kleinerer und größerer Oppositionserfolge. Fast klingt es deshalb wie ein Gebet, wenn Wolkow von der Hoffnung auf eine ganz spezifische Form Putin‘schen Scheiterns schreibt. Ob sie diesmal wahr wird, ist offen. Wolkows Buch hat Merkur.de von IPPEN.MEDIA schon vor Veröffentlichung am 4. Oktober gelesen.

FR-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tun haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Oben     —   DL / privat – Wikimedia  

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