DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Archiv für September 4th, 2022

Neue Deutsche Jugend

Erstellt von DL-Redaktion am 4. September 2022

Millennials und Zoomer – Klima und Krieg verängstigen junge Leute.

Von Katharina Körting

Millennials und Zoomer – Sie übernehmen Verantwortung, wollen die Welt retten und für die Fehler der Alten geradestehen.

Dies wird kein gerechter Text, beschäftigt er sich doch mit etwas, das es nur als Behauptung gibt: DIE ­JUGEND. Überdies meint er von dieser nur den kleinen, tonangebenden Teil, den die tonangebenden Medien favorisieren: junge Erwachsene, die im sogenannten globalen Norden daheim sind, keine existenziellen Geldsorgen, Abitur gemacht, studiert haben und die Welt besser machen wollen – also diejenigen mit einer Einstellung, die man früher „irgendwo links“ einsortierte.

Mittlerweile ist die Einstellung zur „Haltung“ und das „Irgendwie links“ zum Mainstream mutiert, zur veröffentlichten Mitte: Man hat jetzt so zu sein. „Wir wollen es doch alle richtig machen in diesem falschen Leben“, behauptet etwa munter-resignativ ein junges Stimmchen im Radio, während ich diese Zeilen schreibe. Und wäre es nicht sogar notwendig, ungerecht zu sein, um Gerechtigkeit zu schaffen? Junge Linke früher haben das für sich in Anspruch genommen – wo gehobelt wird, fallen Späne.

Aber die ­heutige Jugend ist empfindlich – und sorgt sich. Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung offenbart, wie krisengeplagt und ängstlich schon die 12- bis 18-Jährigen sich fühlen. „Sehr große Sorgen“ wegen Krieg und Klima hat fast die Hälfte. Über 60 Prozent befürchten Wohlstandsverluste wegen steigender Energiepreise und Inflation. Sogar 68 Prozent der 24- bis 29-Jährigen bereitet der Krieg in Europa laut der Studie „Jugend in Deutschland“ Sorgen, dicht gefolgt vom Klimawandel mit 55 Prozent.

In einem Klima der Sorge wird nicht gehobelt – es wäre ungehobelt. Es wird gefeilt, und zwar akribisch. Selbst einem Klima­radikalen wie dem kürzlich wegen „Nötigung“ verurteilten 20-jährigen Nils R. scheint der eigene Aktivismus unangenehm – er wolle gar nicht stören, versicherte er. Zwar hat er sich ziemlich störend auf Autobahnauffahrten festgeklebt, aber nicht aus Spaß am Zoff: „Ich weiß nicht, was ich sonst machen soll, um die nötige Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken.“

Spartanisch und tiefstapelnd

Die Jugend ist aufmerksam und fordert die ganze Welt auf, ihr darin zu folgen, möglichst jedem Menschen (und auch jedem Tier und jedem Grashalm) gerecht zu werden, zumindest theoretisch. Was einst ihr Vorrecht schien – rücksichtslos ausbrechen, aus sich herausgehen, ins Freie, Offene, Weite, Großspurige, Übersteigerte, auch ins Ungenaue –, ist verwirkt. Die Vorgängergenera­tionen haben es verbockt.

Wenn die Erde brennt, ruft man nicht: Feuer! Sondern: Löschen. Nicht: Wir sind grandios! Sondern: Wir sind die Guten. Nicht: Lasst uns in den Himmel wachsen! Sondern: Wir müssen uns so klein wie möglich machen, damit überhaupt noch etwas wächst. Während meiner Mutter, zum Beispiel, keine Wohnung groß genug sein konnte, um nur ja nicht spießig zu sein, ist für Angehörige der Generation meiner Kinder ein Tiny House das höchste der Gefühle.

Während die 1968er „die da oben“ angriffen und gegen autoritäre Belehrung rebellierten, belehren die 2020er die Alten von oben herab, das Licht auszuschalten, achtsam zu sprechen und das Fahrrad zu benutzen. Während einst die Stürmer drängten, stürmt heute nur die Klimakatastrophe, und die Jugendlichen bedrängt das schlechte Gewissen.

Sie drehen den Spieß um und fühlen sich verpflichtet, all das zu verdammen, von dem sie zehren: Wohlstand, Privilegien, Bildungsbürgerlichkeit, Überfluss, überhaupt das Zuviel, das überall lauert, droht, lockt. Freiheit ist für sie gleichzusetzen mit Gier, Ausbeutung, Menschenfeindlichkeit. Also fordern sie Einschränkungen – und gehen, sich selbst einschränkend, schon mal voran.

Und davon aus – hier zumindest haben sich jugendliche Egozentrik, der Hang zur Übertreibung und altersgemäßer Größenwahn erhalten –, dass die Gesellschaft sich verändert, wenn sie sich fleißig selbst verändern. Nur: Diese Veränderung ist nicht irgendwann abgeschlossen und dann wäre man damit durch – es handelt sich um einen permanenten, „mega“-anstrengenden Prozess. Er erfordert Selbstvergewisserung bei jedem Schritt, bei jedem Wort, bei jedem Gedanken, bei jedem Gefühl, als wäre die gute Gesellschaft nur über das gute Ich zu haben.

Gruppendynamische Disziplin

Wo früher das Private politisch war, soll heute die eigene Identität, ja der Körper als solcher politisch wirken. Das Selbst ist unmittelbar betroffen und im Einsatz, befindet sich ohne Unterlass im Kampf für mehr Gerechtigkeit. „Wer bin ich?“, wird da eine eminent politische Frage – und wer sich zu einer Opfergruppe zählen darf, geht mit leichterem Gepäck. Derlei Welt- und Selbstwahrnehmung lässt keinen Standpunkt außerhalb gelten und macht es unmöglich, von sich selbst abzusehen.

Start der FridaysForFuture Demonstration 25-01-2019 Berlin 28.jpg

Das handelnde oder auch nur atmende, essende, sexuell tätige Subjekt wirkt total, es darf keine andere Rolle einnehmen oder Meinung vertreten als die, mit der es jederzeit identisch zu sein hat. Der Kollateralschaden dabei: Es hat sich ausgespielt, es gibt nichts mehr zu lachen, noch vor dem Planeten verendet der Humor. Jeder Ort wird Kampfplatz, die Schule, die Bühne, Medien, Musik, Kultur, Sport. Alle Fortbewegung zur durchgeplanten Aktion.

Jeder Kauf ist das Ergebnis grundsätzlicher ethischer Erwägungen, muss total zum moralisch durchgestylten Ich passen. Wer sich einmal entschieden hat, „Verantwortung zu übernehmen“ und damit „einen Unterschied zu machen“, kommt aus der Nummer nicht mehr raus, bleibt in sich als UnterschiedsmacherIn, als VerantwortungsmanagerIn gefangen.

Wahrscheinlich trägt jede Befreiungsbewegung den Keim zur (Selbst-)Unterdrückung schon in sich, aber der Identitätsterror, dem die Jugend heute sich und die Menschheit unterwirft, kürzt den Weg zum Totalitären ab, indem sie freie Bewegung erst gar nicht zulässt. Sie muss, extrem globalisiert, hier an Afrika denken, muss jetzt die Ungeborenen im Blick haben, muss, allzeit bereit zur Selbstbezichtigung, die gesamte Unrechtsgeschichte ihrer „weißen“ Privilegien berücksichtigen.

Streiten nur piano

So trägt die Jugend schwer an einer Verantwortung für gestern, heute und morgen, alles gleichzeitig, woraus sich eine rührende, jedoch auch beklemmend notwendige Hybris ergibt – denn wer sonst könnte es richten? Die trägen, bequemen, immer neue Gründe gegen Veränderung erschwurbelnden Alten wohl kaum. Die sozialdigitale Gesinnungskontrolle bedingt zusätzlich, dass kaum ein junger Mensch noch „über die Stränge schlägt“ – die Fesseln legt er sich ja selbst an.

Quelle          :         TAZ-online       >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —     Abschlusskundgebung der FridaysForFuture Demonstration am 29. März 2019 in Berlin.

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Unten       —     Auftaktkundgebung der FridaysForFuture Demonstration am 25. Januar 2019 in Berlin.

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COVID-19 – Altersmedian

Erstellt von DL-Redaktion am 4. September 2022

84 Jahre der mit positivem COVID-19 Test Verstorbenen
– Altwerden mit COVID-19

Berlin RKI Gebäude Nordufer asv2021-03 img1.jpg

Das Gebäude des Robert-Koch-Instituts im Wedding, Nordufer in Berlin,

Von Johannes Kreis

Ich möchten heute auf eine Passage aus dem aktuellen RKI Bericht zu Corona hinweisen,

„Unter den übermittelten Todesfällen seit KW 10/2020 waren 124.770 (85 %) Personen 70 Jahre und älter, der Altersmedian lag in KW 34/2022 bei 83 Jahren. Im Unterschied dazu beträgt der Anteil der über 70-Jährigen an der Gesamtzahl der übermittelten COVID-19-Fälle etwa 7 %. Der Altersmedian der übermittelten Todesfälle hat sich in den bisherigen COVID-19-Wellen wenig verändert. Er lag in den Spitzenwochen der ersten Welle bei 83 Jahren, der zweiten Welle Ende 2020 bei 84 Jahren, in der dritten Welle im Frühjahr 2021 bei 78 Jahren, in der vierten Welle Ende 2021 bei 81 Jahren und während der Spitzenwochen der fünften Welle bei 84 Jahren.“

Es ist eine Pandemie der Über-80 Jährigen. Davon gibt es in Deutschland ungefähr 6 Mio.

Über-70 Jährige gibt es ca. 13,4 Mio. in Deutschland, vgl. ebenda. D.h. das RKI berichtet, dass ca. 1% dieser Bevölkerungsgruppe (124.770  von ca. 13,4 Mio. Über-70 Jährigen) innerhalb von 2,5 Jahren mit einem positivem COVID-19 Test gestorben seien. Das ist das saisonale Maß und von der natürlichen Sterblichkeit nicht zu unterscheiden. Nicht eingerechnet sind hier die Folgen der künstlichen Beatmung, mit der die Intensivmedizin die Bevölkerung vor allem in 2020 terrorisiert hat.

“Overall mortality was 7.7%, the mortality of intubated patients was 50%.”

Zu der Altersstruktur und den damit verbundenen Fragen, folgende Anmerkungen.

Bekanntermaßen läßt das RKI jedes Mal weg, dass die im hohen Alter mit positivem COVID-19 Test Verstorbenen an multiplen Vorerkrankungen litten. Das weiß man seit Mitte 2020,

„Die für die Studie untersuchten verstorbenen Patientinnen und Patienten (23 Frauen, 16 Männer) waren im Mittel 85 Jahre alt.“

„Die Patienten repräsentieren mit ihren altersgerechten Vorerkrankungen wie Bluthochdruck und koronare Herzerkrankung die typischen COVID-19-Patienten in Deutschland,…“

Das relativiert nicht den Tod der Betroffenen, aber es stellt die sachliche Frage, wie man den Tod von „im Mittel 85 Jährigen mit altersgerechten Vorerkrankungen“ hätte verhindern können?

Seit 2020 ist auch bekannt, dass 60% der mit positivem Test Verstorbenen aus Pflegeheimen kommen oder pflegebedürftig sind.

““Werden die Befragungsergebnisse auf die Bundesrepublik hochgerechnet, zeigt sich, dass rund 60 Prozent aller Verstorbenen von Pflegeheimen oder Pflegediensten betreute Pflegebedürftige sind, wobei deren Anteil an allen infizierten Personen nur insgesamt 8,5 Prozent beträgt“, erklärte Heinz Rothgang vom SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik an der Universität Bremen, einer der Studienautoren.“

Klabautermann sieht aus wie Neunzig, mit Maske Einhundert – wem Wunderts ?

„Und wir müssen ja bedenken, dass es sich bei den schwer erkrankten COVID-19-Betroffenen, so nennt man ja die Erkrankung, meistens um hochaltrige, vielfach erkrankte Menschen handelt, 40 Prozent von denen kommen schwerstpflegebedürftig aus Pflegeheimen, und in Italien sind von 2.003 Todesfällen nur drei Patienten ohne schwere Vorerkrankungen gewesen.“

Die Lebenserwartung in einem Pflegeheim ist stark reduziert. Sie beträgt wenige Monate. Mit oder ohne positiven COVID-19 Test.

„Im Schnitt beträgt heute das Alter bei Eintritt in ein stationäres Pflegeheim 84 Jahre und die Verweildauer nur noch sechs bis acht Monate, früher waren es drei Jahre.“

Aber, mit positivem COVID-19 Test wird man älter als ohne. In Schottland weiß man das schon länger, vgl.

“The average age patients die from coronavirus in Scotland is older than the age at which people pass away normally, stark figures show.

National Records of Scotland (NRS) data reveal the median age of a Covid-19 death north of the border is 81 for men and 85 for women.

By contrast, the life expectancy for a man in Scotland is 80.5 and females typically live to 84, according to the Office for National Statistics.”

Das ist keine quid-pro-quo Frage, wie die diffamierende Anklage, wer keine Zwangsmaßnahmen ergreifen wolle, der opfere die Älteren für die Kinder, unterstellt. Da ist niemand einem Virus geopfert worden, wie das Beispiel Schweden zeigt. Die Sterblichkeit mit positivem COVID-19 Test ist von der natürlichen Sterblichkeit statistisch nicht zu unterscheiden. Im europäischen Ausland hat man das schon längst erkannt, z.B. in England, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Schweden, der Schweiz und in Polen.

Wenn in Deutschland jemand geopfert wird, dann die Kinder und Jugendlichen. Die sind weiterhin durch COVID-19 nicht über das normale, saisonale Maß hinaus gefährdet, was bei Corona Viren heißt: gar nicht gefährdet. Die Kinder wurden massiv durch den COVID-19-Maßnahmen-Wahnsinn in ihren Entwicklungsmöglichkeiten beschränkt und in ihrer Gesundheit geschädigt. Wenn man eine moralisierende Debatte zu dem Versterben von mehrfach vorerkrankten Über-80 Jährigen führen möchte, dann darf man auch diesen Aspekt nicht vergessen.

Der moralisierende Zeigefinger, den man so gerne im ÖRR erhebt, funktioniert oberflächlich, weil man die Meßlatte bei vollkommen irrationalen „0,0“ anlegt. Kein einziges Kind darf mit einem positiven Test versterben. Es sind in 2020 mehr Kinder und Jugendliche in deutschen Gewässern ertrunken, als mit einem positiven COVID-19 Test verstorben.

[Folie 6, Ertrunkene nach Altersgruppen]

 49 (58) Fälle von Ertrinken im Alter bis 20 Jahre, davon 17 (18) Fälle im Vorschulalter in 2020 (2019). Dem gegenüber stehen (in Summe seit Anfang 2020 bis Ende 2021) 35 Fälle von Tod mit positivem COVID-19 Test unter 20 Jahren, davon 25 Fälle mit bekannten Vorerkrankungen, vgl.

„Bislang sind dem RKI 35 validierte COVID-19-Todesfälle bei unter 20-Jährigen übermittelt worden. Diese Kinder und Jugendlichen waren zwischen 0 – 19 Jahre alt. Bei 25 Fällen lagen Angaben zu be-kannten Vorerkrankungen vor.“

Seit 1,5 Jahren ignorieren die Medien dieses ganz offensichtliche Mißverhältnis. Stattdessen verläßt man sich auf „hochwissenschaftliche“ Mutmaßungen von Landesbeamten der Besoldungsstufe W2 und W3. Vgl. stellvertretend zur Besoldung von Landesbeamten,

§ 32 Landesbesoldungsordnung W, Abs. 1, Satz 1,

Die Ämter der ProfessorinnenProfessoren, Hochschuldozentinnen, Hochschuldozenten, Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren und ihre Besoldungsgruppen sind in der Landesbesoldungsordnung W (Anlage 4 zu diesem Gesetz) geregelt.“

Wenn man die „0,0“ zum absoluten Maßstab erhebt, dann muß man das auch beim Ertrinken so machen. Und man muß verhindern, dass sich Kinder den Arm brechen, denn sie könnten im Krankenhaus an einer Sepsis erkranken und versterben.

Sepsis ist bei uns für über 11 % aller Todesfälle in der Altersgruppe der 0-19-Jährigen verantwortlich bzw. mitbeteiligt. Bei denjenigen, die an einer Sepsis erkranken, versterben im Krankenhaus immer noch über 16 Prozent.“

Herr Lauterbach und seine Fan-Gemeinde im ÖRR müssen sich unter anderem fragen lassen, was bisher für die Sicherheit deutscher Gewässer oder die Sepsis-Vorsorge getan wurde. Es gibt genügend andere Beispiele, wie z.B. die Krebsvorsorge, bei denen Herr Lauterbach durch Schweigen und Untätigkeit auffällt.

In Bezug auf das Greisenalter der mit einem positiven COVID-19 Test Verstorbenen stellt sich auch die Frage, ob das Immunsystem von so alten Menschen überhaupt noch durch eine Impf-Challenge stimuliert werden kann? Vgl.

 

 

Wenn es klinische Studien gibt, dann werden diese an jungen, gesunden Menschen durchgeführt. Da geht gibt es eine Immunantwort zur Impfung. Ob diese tatsächlich zu einer dauerhaften Immunisierung führt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

GC-Vaccination-600-E.png

Politische Heckenschützen unterwegs !

Die Versprechungen der modernen Medizin, Menschen Mitte 80, in der Mehrzahl pflegebedürftig und mit multiplen, altersbedingten Vorerkrankungen, wie die mit einem positiven COVID-19 Test Verstorbenen, schützen zu können, sind reine Märchen.

Aber, es sind sehr profitable Märchen. Es möchte ja auch jeder dran glauben, zumindest solange die Krankenkassen es bezahlen. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass die experimentellen, weiterhin bedingt zugelassenen COVID-19 Impfsubstanzen mehr schaden als nützen.

Das ist angesichts der hastigen Entwicklung, in 6 Monaten, und den vollkommen unzureichenden Tests auch die plausibelste Variante.

Follow the sience, denn am Ende kommt alles raus. Die Frage ist, wieviele bis dahin gestorben sind? Die derzeitigen Durchhalteparolen der Bundesregierung erklären sich auch dadurch, dass der Politik das mächtigste Werkzeug im Kampf gegen widerspenstige Bürger wegbricht, der mutmaßlich wissenschaftliche Beweis.

Die Fundamente der Wissenschaft erodieren schon seit Jahrzehnten, nur es hat niemand darauf geachtet. Man ergeht sich in wilde Spekulationen und Mutmaßungen und die Medien geben es als „gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse“ wieder. Die mutmaßlichen Einsichten der Frau Eckerle sind reine Spekulation. Aber auch innerhalb der sogenannten Wissenschaft läßt man sie ungeprüft als Wissenschaft passieren, weil sie en vogue sind.

„But #ClimateCrisis, intensive animal & land use, globalization, #biodiversity loss, #deforestation etc. will increase pathogen spillover from animals and we are not doing enough to prevent this, nor should we rely on our preparedness 3/4”

Ständig neue Pathogene von den Tieren? Es gibt dafür nicht einen einzigen Beweis, aber solange ein Thema en vogue ist, fordert niemand einen Beweis ein. Der bisherige Verlauf der COVID-19 Fakedemie spricht klar gegen diese Hypothese. Aber wie schön die Schlagworte ineinander greifen! Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun.

Der Verfall der Wissenschaft ist inzwischen so offensichtlich geworden, dass man es nicht mehr leugnen kann. Die angebliche Wissenschaft ergeht sich in hochkomplexe Betrachtungen, vorzugsweise auf der molekularen Ebene, und führt immer mehr Variablen ein, um den Umstand zu verschleiern, dass der erhoffte Effekt gar nicht da ist. Mehr noch, man verweigert sich einfachsten Plausibilitätsbetrachtungen zu den Grundannahmen, wie das Beispiel Schweden seit mehr als 2 Jahren zeigt. Man wollte Schweden einfach nicht sehen. Genauso wenig will man England, Frankreich, die Niederlande, Spanien, Dänemark, Norwegen, Polen oder die Schweiz sehen. Damit ist es keine Wissenschaft mehr. Sich der Wirklichkeit zu verweigern kann keine Wissenschaft sein.

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Oben     —       Das Gebäude des Robert-Koch-Instituts im Wedding, Nordufer in Berlin, Deutschland

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Mitgliederentscheid zum BGE

Erstellt von DL-Redaktion am 4. September 2022

Die  Chance zum Aufbruch der Partei DIE LINKE

http://www.archiv-grundeinkommen.de/material/pk/PK-6-finanzierbarL-v.jpg

Quelle        :      Scharf   —   Links

Von      :      Jörg Reiners  –  ist Bundeskoordinator der BAG Grundeinkommen und Mitherausgeber der Textsammlung “Digitalisierung? Grundeinkommen!” (Mandelbaum-Verlag). Er war mehrere Jahre Netzwerkrat des Netzwerkes Grundeinkommen.

“Alles neu macht der Mai”, so heißt es in einem Sprichwort. Vielleicht macht aber jetzt der September alles neu für DIE LINKE! Denn in wenigen Tagen verschickt die Bundesgeschäftsstelle Briefe an alle Mitglieder der Partei. Ein letztes Mal erhalten die Gegnerinnen und Gegner des linken, emanzipatorischen Grundeinkommens Gelegenheit, ihre Argumente vorzutragen. Auch die Befürworterinnen und Befürworter tragen ihre Sichtweise vor. Obwohl nicht dazu verpflichtet, begleitet der Parteivorstand die Urabstimmung mit einem eigenen Kommentar.

Obwohl hier in Rücksichtnahme auf den anstehenden basisdemokratischen Entscheid eher Neutralität geboten wäre, rät der Parteivorstand -jedoch nicht einstimmig!- dazu, alles beim Alten zu belassen. Offenbar hat er vergessen, was überhaupt erst zu diesem Mitgliederentscheid geführt hat: die seit Jahren anhaltende Lethargie der Partei und ihre Unfähigkeit, offene Fragen zu beantworten!

Was die Parteivorstände in der Vergangenheit und heute nicht vermocht haben, können nun die Genossinnen und Genossen erledigen: die Hand erheben, den Zeigefinger ausstrecken und der Partei die Richtung vorgeben! Ein Novum – nicht nur in der Partei DIE LINKE, sondern generell. Bleibt zu hoffen, dass die Parteimitglieder diese Chance erkennen und auch nutzen.

Natürlich werden einige Parteimitglieder überfordert sein, eine solch richtungsweisende Entscheidung voller Überzeugung zu treffen. Denn beide Seiten haben ja durchaus überzeugende Argumente. Auch wird es Genossinnen und Genossen geben, für die das Thema Grundeinkommen in der Tat Neuland ist. Aber auch diese Genossinnen und Genossen haben Gelegenheit, sich noch bequem auf den letzten Metern zu informieren: die BAG Grundeinkommen bietet ihr BGE-Konzept zum Hören an: https://linktr.ee/dielinke.baggrundeinkommen

File:Die Linke Grundrecht Grundeinkommen BGE Berlin 2013.jpg

Die Gegnerinnen und Gegner einer Verankerung eines sozialen, emanzipatorischen, somit linken Grundeinkommens ins Programm raten all diesen Unentschlossenen dazu, mit Nein! zu stimmen. Nur so könne man die Frage unbeantwortet und den Diskurs in Sachen Grundeinkommen offen lassen. Aber das ist eine Falle! Nicht von ungefähr gibt es ja die Möglichkeit, sich zu enthalten. Nein heißt nein, und nichts anderes!

Solange DIE LINKE ihre Baustellen nicht angeht und offene Fragen beantwortet und innerparteiliche Diskrepanzen proaktiv verarbeitet, so lange wird DIE LINKE um die 5-%-Hürde herum weiter zittern.

Es liegt nun einzig und allein an den Mitgliedern der Partei DIE LINKE, ob es den überfälligen Aufbruch geben wird oder nicht! Dabei ist eine klare Kante allemal besser als ein Weiter so.

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Oben      —         Es liegt kein Copyright auf den BGE-Motiven. Motive und Dateien stehen unter der CC-Lizenz. Sie dürfen beliebig kopiert und verbreitet werden.

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Source Die Linke 

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KOLUMNE * ERNSTHAFT ?

Erstellt von DL-Redaktion am 4. September 2022

Soziale Gerechtigkeit: Nemesis, an die Arbeit bitte

Von Ulrike Winkelmann

Oft fällt bei Fragen der Umverteilung der Begriff „Neiddebatte“. Doch dieser ist eine Beleidigung des politischen Verstands.

Wenige Begriffe bringen mich so zuverlässig auf die Palme wie die „Neiddebatte“. Schon beim Schreiben des Wortes werde ich sauer, merke ich gerade.

Mit „Neiddebatte“ versuchen FDP-Vizefraktionschefs und ihre Seelenverwandten seit jeher, Umverteilungsdiskussionen abzuwürgen – und zwar immer dann, wenn sie besonders interessant, also konkret werden. Zuletzt ging es um den Anspruch von Zahnärztinnen, höheren Angestellten und Unternehmensberatern, sich das Fahren großer Autos von der Steuerzahlerin bezuschussen zu lassen.

Die Freunde des Dienstwagenprivilegs behaupteten nun, schon im Begriff „Privileg“ eine Neiddebatte zu erkennen, da es sich ja um ein Recht und keine Bevorzugung handle. Doch ist ja eben genau das der Skandal, dass hier ein Gesetz unbegründbare Vorrechte schafft. Oder mag jemand begründen, was die unersetzliche Deutsche Umwelthilfe ausgerechnet hat? Je nach Porsche, Audi- oder Mercedes-Modell zahlt demnach der Staat bis zu 154.000 Euro dazu. Die meisten superteuren Wagen, die Sie sehen, sind Dienstwagen. Die Fördersumme wächst mit dem Maß, in dem die Karre Verachtung für Mitmensch und Planet bezeugt.

Eine Beleidigung des politischen Verstands

Das gehässig hingeworfene „Das ist doch eine Neiddebatte“ aber ist kein Argument, sondern eine Beleidigung des politischen Verstands auf gleich mehreren Ebenen. Denn behauptet wird, es gehe nicht um Gerechtigkeit, sondern um ein Gefühl, genauer: um ein soziales Gefühl, das historisch und kulturell hinlänglich diskreditiert ist, Stichwort Todsünde. Hervorgerufen werden soll mit dem Neidvorwurf die errötete Schwester des Neids, die Scham: Stell dich in die Ecke, und zwar mit dem Gesicht zur Wand, dass du es wagst, anderer Leute Privileg infrage zu stellen.

Ulrike Winkelmann - Zukunft des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks (34715387826).jpg

Gerechtigkeit und göttliche Rache verfolgen Verbrechen

Nach diesem Muster lässt sich natürlich jede Form der Ungleichbehandlung neu beschreiben. So führen am Ende auch die Mädchen in Afghanistan eine Neiddebatte gegen die Taliban, und haben die Sklaven eine Neiddebatte gegen die Plantagenbesitzer geführt.

Das dürfte auch der Punkt sein, der mich bei diesem Begriff jedes Mal so aufregt: Es wird nicht nur im konkreten Einzelfall, sondern generell damit nahegelegt, es gebe in der Politik keine Gerechtigkeitsdimension, ja, Gerechtigkeit habe gar nicht ihr Gegenstand zu sein. Ein paar Tausend Jahre weltweites Nachdenken über das friedliche und gedeihliche Zusammenleben von Menschen wird mal eben weggewischt, und dies in eine übergriffige, unverschämte Unterstellung verkleidet: Du bist ja nur neidisch.

Quelle       :         TAZ-online         >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —    Gerechtigkeit und göttliche Rache verfolgen Verbrechen

Pierre-Paul Prud’hon – Musée du Louvre

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Unten       —       Ulrike Winkelmann. Foto: SeeSaw /Sophia Lukasch www.seewsaw-foto.com Veranstaltung „Öffentlich-rechtliche Medien im (digitalen) Wandel“ der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin

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DL – Tagesticker 04.09.2022

Erstellt von DL-Redaktion am 4. September 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Wissen das die Deutschen?  -. –   2.) Cristina Kirchner: Heilige und Hassfigur  – . –   3.) Koalition einig über Entlastungspaket  – . –  4.) Kundgebung in Frankfurt (Oder)  – . –   5.) Betroffene Offizierin erzählt ihre Geschichte  – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Wer sind die Deutschen? Die Politik weiß alles, spricht aber nur über das was ihre Clans in den Parteien nicht belasten könnte, denn nur so ist es erklärlich, das ein Adenauer zum ersten Kanzler gewählt werden konnte. „Immer weiter so!“ lautete auch die Parole nach Ende des Krieges mit der Unterstützung der Alliierten. Nur so konnte ein kleiner Bürgermeister zum neuen Kanzler aufsteigen und seine weitere Kapriolen zu schlagen. Ziehen nicht auch heute noch viel Menschen gerne eine Uniform ihres Landes an, da sie nur ein Staat Lizenzen zum Töten als Privileg verteilt?

Heinz Reinefarth hat über 100.000 Polen getötet, nach dem Krieg war er Bürgermeister von Sylt.  Jaroslaw Kaczynski will Reparationszahlungen von Deutschland. Viele regen sich auf. Doch ein Kern Wahrheit steckt in seiner Botschaft.

1.) Wissen das die Deutschen?

Eines muss man Jaroslaw Kaczynski lassen: Er wird nicht müde zu betonen (und zugleich daran zu erinnern), welches Leid die deutsche Nazi-Besatzung den Polen angetan hat. Im deutschen Kulturgedächtnis spielt der Holocaust eine große Rolle, auch der Überfall auf Polen am 1. September 1939. Dafür ist die Erinnerung an die Zerstörung Warschaus schon viel geringer, ebenso an die „Aktion Reinhardt“ oder auch an die Rolle von Heinz Reinefarth, des Hauptsturmführers der SS, der in Warschau die Einsatzgruppe Reinefarth leitete und maßgeblich dafür verantwortlich war, den Warschauer Aufstand niederzuschlagen. Sein Spitzname: „Mörder von Warschau“. 100.000 polnische Aufständische und Zivilisten wurden unter seinem Befehl getötet. Was ebenfalls zum dunklen Teil der deutschen Geschichte gehört: Reinefarth wurde nie nach Polen ausgeliefert, nie verurteilt. Stattdessen machte er in Deutschland Karriere: Von 1951 bis 1964 war er Bürgermeister von Sylt. Später wurde er zum Landtagsabgeordneten gewählt. Erst 2014 stellte man sich auf der Insel seinen Kriegsverbrechen, dem Mord an über 100.000 Menschen. Jaroslaw Kaczynski hat historisch gesehen recht Eine ähnliche Geschichte könnte man auch über die Zerstörung von Warschau erzählen. Wer heute durch die Stadt läuft, sieht eine Metropole, der es gelungen ist, die Narben und Wunden durch das Wüten der Nationalsozialisten zu kaschieren und eine neue Identität nach dem Wiederaufbau zu finden. Man muss wissen: Ein Großteil Warschaus wurde während des Kriegs zerstört. Im Januar 1945 waren rund 85 Prozent der Gebäude zerstört: zehn Prozent infolge des deutschen Überfalls auf Polen von 1939 und anderer Kampfhandlungen, 15 Prozent infolge des Aufstandes im Warschauer Ghetto, 25 Prozent nach dem Warschauer Aufstand und 35 Prozent infolge systematischer deutscher Zerstörungsaktionen nach dem Aufstand, also aus Rache.

Berliner-Zeitung-online

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Begeben sich diese Figuren nicht ganz Freiwillig und Selbstverschuldet in diese Situation, da sie in  ihrer Sucht nach mehr nicht hoch genug hinaus kommen können, ohne ihren Wähler-innen auch nur das Geringste zurückgegeben zu haben? Hier fürchten sich diese Proleten doch schon vor Spaziergänger obwohl noch nie eine Fackel auf ihr Haus geworfen wurde, Fällt ein Dachdecker von Dach liegt es immer am mangelnden Schuhzeug oder der eigenen Leichtsinnigkeit. Jeder  Beruf hat eben seine ganz speziellen Risiken.

Ausschreitungen in Argentinien. Ein Mann richtet eine Pistole direkt auf die Vizepräsidentin Cristina Kirchner direkt vor ihrem eigenen Haus. Staatschef Alberto Fernández spricht von einem Attentat. Argentinien blickt in den Abgrund – wieder einmal.

2.) Cristina Kirchner: Heilige und Hassfigur

Das Video offenbart den Moment, der in Argentinien wieder einmal alles verändert. Es zeigt, wie der Lauf der Pistole vom Typ Bersa auf den Kopf der Vizepräsidentin Cristina Kirchner gerichtet ist. Die bekommt von dem Vorfall zunächst überhaupt nichts mit, lacht noch ihren Anhängern zu. Doch Augenblicke später ändert sich das Szenario schlagartig. Die Bilder legen nahe, dass der Schütze, ein seit 35 Jahren in Argentinien lebender gebürtiger Brasilianer, versucht hat abzudrücken. Ganz einwandfrei zu erkennen ist das nicht. Dann geht alles blitzschnell. Die Waffe fällt zu Boden, Kirchner reißt die Hände zum Schutz vor das Gesicht. Es hat sich kein Schuss gelöst Der Mann wird direkt verhaftet. Für Kirchners Leibwächter ist der Vorfall eine Blamage, sie agieren in der Szene wie blutige Anfänger. Später, so berichten es argentinische Medien, seien fünf Projektile in der Pistole gezählt worden. Im Lauf allerdings keine. Insgesamt hätten sieben Kugeln in der Waffe Platz gehabt, heißt es den Berichten zufolge. „Cristina hat nur überlebt, weil sich kein Schuss gelöst hat“, sagte Präsident Alberto Fernández am Abend und wertete den Vorfall als den größten Anschlag auf die Demokratie seit dem Ende der brutalen Militärdiktatur im Jahr 1983. Für den Freitag ordnete er einen Feiertag im ganzen Land an, damit die Menschen für den Frieden demonstrieren könnten. Kirchners Anhänger kündigten einen Solidaritätsmarsch an. Sogar Papst Franziskus, der sich ansonsten nicht zu politischer Gewalt in Lateinamerika äußert, meldete sich per Telegramm und Telefon und zeigte sich besorgt. Auch der Papst meldet sich per Telegramm.

Stuttgarter-Zeitung-online 

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Einigkeit wird vom Käseberg gemeldet und Olauf wird uns schon heute Morgen erklären, wer denn den Käse zum Bahnhof rollen soll. Die Bürger-innen können bis dorthin nur hoffen, dass dieser nicht so stark riechen wird, wie der frühere „Harzer-Roller“ aus meiner Kinderzeit, nachdem dieser seine Essbarkeit nach 4-wöchiger Reifezeit im Kühlschrank erreichte. 

Nach einem Verhandlungsmarathon gibt es ein drittes Entlastungspaket als Ausgleich für drastische Preissteigerungen. Einzelheiten werden später bekannt gegeben.

3.) Koalition einig über Entlastungspaket

Die Koalition hat sich nach stundenlangen Verhandlungen auf weitere finanzielle Entlastungen für die Menschen in Deutschland geeinigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagmorgen aus Verhandlungskreisen in Berlin. Einzelheiten wurden aber vorerst nicht bekannt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will die Ergebnisse erst um 11 Uhr auf einer Pressekonferenz verkünden. Das hatte das Kanzleramt bereits während der noch laufenden Beratungen der Spitzen von SPD, Grünen und FDP angekündigt. Die Verhandlungen hatten am Samstagmittag begonnen. Geplant war ein Paket mit zielgenauen Entlastungen, die die drastischen Preissteigerungen im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ausgleichen sollen. Dem Spitzentreffen waren wochenlange Diskussionen vorangegangen. Neben Scholz hatten unter anderem Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) an den Verhandlungen teilgenommen. Auch weitere Minister sowie die Spitzen der drei Bundestagsfraktionen und Parteien waren im Kanzleramt versammelt. Der Druck auf die Koalitionäre war vor der Entscheidung immer weiter gewachsen. Sie hatten die Erwartungen auch selbst hochgeschraubt. So hatten Lindner und SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich von einem „wuchtigen Paket“ gesprochen. Möglichst maßgeschneidert, effizient, zielgenau.

TAZ-online

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Nur laute Reden haben selten in der Politik für Veränderungen ausgereicht. Der Wille dazu muss durch eigene Taten auch erst einmal vorgelebt werden, wozu das Schreiben von Büchern lange nicht ausreicht. Wasser predigen um selber den Sekt zu saufen ist nicht gerade ein Vorbild für ein wirkliches Links sein!

Scheue Anfänge einer linken Protestbewegung?  An der Oder startet ein Bündnis mit Dienstagsdemos gegen die Inflation und den Energiepreisschock in den heißen Herbst. Über allem steht die Frage: Kann die Linke hier ihre Rolle finden?

4.) Kundgebung in Frankfurt (Oder)

„Ah, jetzt geht es ja wieder. Wir müssen wirklich dringend bei der Energiewende vorankommen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, ruft Janine Wissler ins Mikrofon. Um sie herum ertönen ein paar Lacher. Die Lautsprecheranlage, die hinter ihr in einem rot lackierten Lastenrad steht, ist kurz ausgefallen und hat die Rede der Linken-Vorsitzenden unterbrochen. Doch die rettet die Situation mit dem Spruch zur Energiewende. Dann geht es weiter im Text. Der lautet: Die Ampel versagt. Die Gasumlage muss weg, nicht nur überarbeitet werden. Die bisherigen Entlastungspakete? Zu spät, zu sozial unausgewogen, zu lückenhaft. Rentner seien „einfach vergessen“ worden, dafür bekämen auch die Gutverdienenden die Energiepauschale, empört sich Wissler. Und fordert einen Gaspreisdeckel sowie das sofortige Verbot von Gas- und Stromsperren. Vor allem für diese Forderung erhält die 41-Jährige Applaus. Wissler steht auf dem Marktplatz von Frankfurt an der Oder, hinter ihr das jahrhundertealte Rathaus der Stadt, der Arbeitsplatz ihres Parteigenossen René Wilke. Wissler hat eine schwarze Jacke übergezogen. Es ist kühl; nach dem Hitzesommer liegt an diesem Dienstagabend der Herbst schon in der Luft – zumindest, was das Wetter betrifft. Ob es auch ein bewegter Herbst voller Wut, ein Herbst großer Sozialproteste wird, das fragen sich derzeit viele Menschen, hoffnungs- oder sorgenvoll, je nachdem. Wenn es nach den etwa 250 Frankfurter-innen, die dem Aufruf eines Bündnisses aus Linkspartei, Gewerkschaften und Erwerbslosenaktivisten gefolgt sind und sich nun im Halbkreis um das rote Lastenrad mit der Lautsprecheranlage versammelt haben, dann lautet die Antwort: Ja, unbedingt! Wird es ein heißer Herbst? Ja, unbedingt! Ausgemacht ist die Sache indes noch nicht. Der Protest ist ein würdiger Auftakt, doch die kleine Demo, die sich nach Wisslers Rede zu „Money, Money, Money“ von ABBA langsam in Bewegung setzt, um durch die Stadt zu ziehen – einmal zur Grenze und zurück zum Marktplatz – ist eher Warmläufer als Selbstläufer. Ein Mann, der sich etwas am Rand hält, ist unzufrieden. Er gehört zur Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, sagt er und findet, es seien nicht genug gekommen. So viele würden schimpfen, aber dann müsse man sich auch bewegen.

Freitag-online

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Wer sich den teuflischen Politiker-innen  eines Staates freiwillig verpflichtet, braucht sich anschließend nicht wundern, wenn er in den zuvor Selbstgelegten Flammen umkommt. Eine Ehrliche Arbeit war immer schon der gültiger Wert eines stolzen Volkes! Selbst die meisten Sklaven-innen sind in früheren Zeiten nicht freiwillig in ihr Elend gezogen. Aber so war Politik immer und nur die Menschen selber können Barbaren-innen verändern. 

Türkei – Mindestens 150.000 Staatsdiener wurden nach dem Putschversuch in der Türkei per Dekret entlassen. Selbst Nachbarn wenden sich von Betroffenen ab. 

5.) Betroffene Offizierin erzählt ihre Geschichte

Nach dem Putschversuch in der Türkei am 15. Juli 2016 ließ Präsident Recep Tayyip Erdogan rund 150.000 Beamte per Dekret aus dem Staatsdienst entlassen, viele unter ihnen wurden verhaftet. In der Türkei nennt man sie „KHK’li“, was so viel heißt wie per Dekret Entlassene. Die Betroffenen aus allen Bereichen mussten sich wegen Terrordelikten und Putschversuchs vor Gericht verantworten. Wer in den zwielichtigen Prozessen freigesprochen wurde, konnte dennoch nicht zu seiner Arbeit zurückkehren. Diese KHK’li sind dem sozialen Tod ausgesetzt. Beispielhaft zeigt dies die Geschichte von Hacer Caylak, die vor ihrer Entlassung als Major in der türkischen Marine gedient hatte. Im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau von IPPEN.MEDIA erzählt Caylak, welcher Odyssee die Betroffenen in der Türkei ausgesetzt sind. So brachen zum Beispiel die Nachbarn jeglichen Kontakt ab, nachdem sie und ihr Mann, ein Oberstleutnant der Marine, entlassen worden waren. „Als ich an einem Tag den Müll rausbringen wollte, sah mich meine Nachbarin und machte sofort die Tür zu“, so Caylak.  Nach ihren Angaben ist die Familie in der Wohnung ständig Repressionen ausgesetzt gewesen. Der Höhepunkt sei am 17. Dezember 2016 erreicht worden, als rund 15 Beamte der Antiterrorpolizei 2016 die Wohnung der Familie gestürmt hätten. „Sie durchsuchten unsere Wohnung, weil sie Beweise gegen meinen Mann suchten“, erzählt die Offizierin. „Sie nahmen nicht nur sein Handy und den Computer mit, sondern auch meins und das unserer Kinder. Auch die Tablets unserer Kinder haben die Beamten beschlagnahmt.“

FR-online 

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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