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Archiv für September 3rd, 2022

Tod oder Leben ?

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2022

Über Sprache und Sterbehilfe: Einmal Jenseits und zurück

Ob Tod oder Leben, im Krieg ist immer einer der Mörder !

Von Friederike Gräff

Unsere Gesellschaft forciert eine Enttabuisierung des Todes. Zugleich will sie ihn durch sprachliche Verharmlosung unter Kontrolle bringen.

Es gibt einen neuen Euphemismus fürs Sterben. „Der sich treu Gebliebene ist gegangen“, hat n-tv seinen Nachruf für Christian Ströbele betitelt. „Wieder ist ein Guter gegangen“, schreibt ein User unter den Text zum Tod von Michail Gorbatschow im österreichischen Standard. „Er wollte gehen“, so hat mir kürzlich jemand vom Tod seines über 90-jährigen Vaters erzählt.

Nun ist es nichts Neues, dass man den Tod sprachlich mit Rüschengardinen verhängt. Das Unheimliche ist, wenn eine Formulierung das Sterben zum persönlichen Entschluss macht und so gut zum Konzept des assistierten Suizids passt, als hätte der Marktschreier der Sterbehilfe, Roger Kusch, sie sich persönlich ausgedacht.

„Er ist gegangen“, das klingt so freundlich und mir wird kalt, wenn ich es höre.

Gehen, das ist Sterben 2.0. Wer geht, kann umkehren. Wer geht, hat umfassende Kontrolle über den eigenen Körper. Nichts davon ist der Fall, wenn wir eines natürlichen Todes sterben. Tatsächlich ist Sterben ein Prozess, in dem unsere Kräfte schwinden. Kein Wunder, dass es da Unbehagen gibt in einer Gesellschaft, die Zeugung und Geburt, die andere große Unwägbarkeit, weitgehend unter Kontrolle gebracht hat.

Die Sterbehilfeorganisationen gehen dabei einen interessanten Mittelweg. „Wir zögern nicht, das Wort Sterben zu verwenden“, schreibt der Geschäftsführer des von Kusch gegründeten „Vereins Sterbehilfe“, Jakub Jaros, als ich ihn frage, ob er davor zurückschrecke. Schließlich trage man das Sterben ja sogar im Namen, schreibt Jaros und dass das Wort „keine tiefere emotionale Bewertung verdiene“. Man versuche, „ein Gleichgewicht zwischen menschlicher Sensibilität und juristischer Rationalität zu finden“.

Als ich anrufe, und frage, was das bedeutet, sagt Jaros, dass es darum gehe, etwas zu finden, „was nicht Pathos verbreitet, aber doch eine gewisse Sensibilität ausdrückt“.

Wie an einer Verkehrsampel

Das ist es: kein Pathos, es geht ja nur ums Gehen. Der Sammelband über die bislang 470 „Suizidbegleitungen“ des Vereins trägt den Titel „Ausklang. Vom Glück des grünen Lichts“, als ginge es um die Überquerung einer Kreuzung. Tatsächlich soll das grüne Licht verweisen auf die Zusage des Vereins, wenn alle Voraussetzungen für den Vertragsabschluss zum assistierten Suizid erfüllt sind.

Dies ist kein Pamphlet gegen Sterbehilfe, es ist eines gegen ein Konzept kontrollierten und kontrollierbaren Sterbens, das schleichend normativ wird. „Warum so panisch?“, könnte man fragen. „Sie ist von uns gegangen“ steht doch seit Jahrhunderten in den Traueranzeigen. Aber nun sickert das, was einmal Baustein für eine ganz bestimmte Textform war, in das alltägliche Sprechen: „Er wollte gehen.“ Aber gehen tut man, solange man autark ist. Schwäche ist da nicht vorgesehen, Bettlägerigkeit, auf andere angewiesen zu sein.

Es gibt einen Science-Fiction-Film, „Logan’s Run – Flucht ins 23. Jahrhundert“, über eine Gesellschaft, in der die Menschen kurz vor ihrem 30. Geburtstag getötet werden. Es ist eine Welt, die Krankheit und Verfall ausschließt und dafür einen absurden Preis zahlt. Was bedeutet es, wenn Sterben zu einem persönlichen Entschluss gemacht wird, den man zum richtigen Zeitpunkt treffen sollte? Selbst schuld, wenn man den Absprung nicht vor der Demenz geschafft hat. Selbst schuld, wenn man das Gesundheitswesen mit den Kosten für die Versorgung eines bettlägerigen Menschen belastet.

„Logan’s Run“ ist 1976 erschienen. Heute streitet man in den Niederlanden, ob das Nein einer Dementen Grund genug ist, einen assistierten Suizid abzubrechen. In England hat gerade ein Gericht gegen den Willen der Eltern bestimmt, dass die lebenserhaltenden Apparate, an denen ihr Sohn hängt, abgestellt werden, und ein Kommentator hat das in Zusammenhang gebracht mit den angespannten Finanzen des britischen Gesundheitssystems.

Quelle       :      TAZ-online        >>>>>        weiterlesen

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Oben     —       „Gaza Massacre!“ von Carlos Latuff. Redaktionelle Karikatur: Israel hämmert Gaza für den vierten Tag…

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Ein Brief an Soldaten.

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2022

An All den Führern und Gelddespoten zum 1. September

Drei große Soldaten

Quelle     :     Untergrundblättle – CH

Von      :    Eckhard Mieder

Egal, wem du Soldat bist und dienst,
Geh deinem General von der Fahne.
Egal, wer dich mit Geld besticht –
Mehr als dein Geld braucht das Liebste dich.

Egal, wer einen Krieg verbricht,
Du, Soldat, warst es sicher nicht.
Egal, welcher Führer vom Vaterland spricht –
Dich braucht es lebend, ihn nicht.

Egal, was sie dir versprochen haben,
Sie lügen alle an deinem Tod vorbei.
Egal, was sie dir auf den Grabstein schreiben –
Es ist ein uraltes Tandaradei.

Egal, Soldat, du bist ihnen egal,
All den Führern und Gelddespoten.
Egal, ob du lebst oder stirbst, sie liegen
Nicht nach der Schlacht bei den Toten.

Egal, wem du Soldat bist und dienst,
Geh deinem General von der Fahne.
Egal, ob er da steht und nach dir brüllt;
Er steht alleine da, wenn du das willst.

Soweit nicht anders angegeben und keine Quellenangabe (Name einer Organisation oder Internet-Adresse) vorhanden ist, gilt für die Texte auf dieser Webseite eine Copyleft (Public Domain) Lizenz.

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Oben      — Drei große Soldaten

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Die Regierungsblindheit

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2022

Blind für die Realität und ab in die falsche Richtung

Sie alle reden viel – aber sagen und machen nichts !!

Quelle       :        Scharf  —  Links

Ein Kommentar von Georg Korfmacher, München

Während unsere Politiker trefflich über Für und Wider der Globalisierung streiten, hat China längst die Vorteile internationalen Handels und Kulturaustausches – wohl aufgrund der Erfahrung mit der „alten Seidenstraße“ – verinnerlicht und zeigt dem stupenden Westen, dass man internationale Beziehungen auch ohne Macht und Gewalt zum gegenseitigen Vorteil pflegen kann.

Blindwütig mit den hausgemachten Fehlern beschäftig, haben unsere Politiker den Blick für die Realitäten unserer Welt verloren und wollen uns in die falsche Richtung drängen: weg von China. Dabei übersehen sie geflissentlich oder haben es bewusst verschlafen, dass China mittlerweile mit dem“globalen Süden“ Geschäfte im Volumen gleichgroß mit denen der USA und Europa zusammen betreibt. Nur, im Gegensatz zur US-Kuli-Mentalität betreibt China die „neue Seidenstraße“ (BRI) im Geist einer ausgewogenen Partnerschaft und hilft seinen Partnern, dem Beispiel Chinas für den eigenen Erfolg zu folgen. Dazu fördert China das Potential seiner Partner durch den Aufbau einer soliden Infrastruktur, baut Fabriken und installiert eine zeitgerechte IT-Technik inklusive Bildung und Ausbildung. Wenn unsere hoch- bzw. langnäsigen Politiker das nicht verstehen wollen oder können, sollten sie Firmen wie Bosch, VW, BMW und viele mehr befragen, warum deren Geschäfte in China trotz Pandemie besser laufen als die im eigenen Land. Oder Duisburg und Piräus, wie diese die Zusammenarbeit mit China bewerten.

Beziehungen und Geschäfte nur zum eigenen Vorteil und ohne Respekt vor der Kultur des Anderen sind langfristig zum Scheitern verurteilt. Ohne Respekt und Austausch von Kultur ist jede Beziehung hohl und morsch. Ein Reichtum unserer Welt ist die Vielfalt der Kulturen. Unsere christlich-abendländliche Kultur mit ihrem Aufruf, sich due Erde untertan zu machen (1.Mose 1,27-28), ist da ein eher fragwürdiges Leitbild. China hingegen zeigt uns, wie man seit nunmehr 5000 Jahren das stets größte und menschenreichste Land der Welt zum Wohl des Volkes führt.

Das mögen wir mit unserer Bildung nicht immer verstehen. Respekt fordert aber allemal, dass und wie China in nur vier Jahrzehnten sein Volk aus 90% Armut herausgeführt hat, und zwar mit den Gewinnen, die es mit den Produktionsaufträgen aus dem Ausland und den daraus entwickelten Eigeninitiativen und -Innovationen zum Wohl des Volkes realisiert hat. Daran könnten wir und insbesondere die USA uns ein Beispiel nehmen. Aber nein, immer wieder dieselben eigenen Fehler machen, weil man die ja so gut kennt.

Zum Gedeihen braucht unsere Welt Frieden und Kooperation und nicht Aufrüstung mit Waffen und/oder Missachtung bis Hass und Gewalt. Wenn unsere Politiker nicht sehen wollen, dass ein Bruch mit China zum totalen Zusammenbruch unserer Wirtschaft führt, liefern sie selber den Beweis ihrer mangelnden Kompetenz und Verantwortung für das Amt, in das sie gewählt worden sind. In dem kümmerlichen Rest von Demokratien im globalen Norden müssen wir alles tun, um zu verhindern, dass wir trotz der scheinbar blinden Politiker nicht in die falsche Richtung gedrängt werden. Der Weg ist das Ziel, so Konfuzius, und nicht der geile Profit für wenige. Und der Weg kann sehr lang sein. Nicht gerade das Traumziel der Eigennutzer.

Urheberrecht
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Oben      —    Unterzeichnung des Koalitionsvertrages der 20. Wahlperiode des Bundestages am 7. Dezember 2021

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KOLUMNE Fernsicht-China

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2022

Ahnenanbetung in sozialen Medien als moderne Regimekritik

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Von    : Shi Ming

Ahnenanbetung, so scheint es, ist im Westen, insbesondere in westlichen Demokratien, oft eine heikle Sache, umso mehr, wenn damit auf etwas angespielt wird, von dem sich gleich viele peinlich berührt fühlen. Etwa: Ein SPD-Anhänger schwärmt urplötzlich für Willi-Brandt, wegen dessen Kniefalls in Warschau; und ein anderer besingt – genauso urplötzlich – Helmut Schmidt, der Ronald Reagan angefleht hatte, Pershing-II-Raketen auf westdeutschem Boden zu statieren.

Beide schweigen Olaf Scholz tot, seine „Zeitenwende-Rede“, um die deutsche Unterstützung der Ukraine gegen Putins Angriffskrieg zu unterstreichen, und sein Schweigen über Putins lieben Freund Gerhard Schröder, der für Scholz ein viel direkterer Ahn ist, dem zu folgen Scholz aber die Koalition kosten könnte. Schröder öffentlich zu kritisieren könnte andererseits die ohnehin schwache SPD in der Wählergunst genauso gefährden.

So oder so ähnlich verhält es sich zurzeit in China – nur viel krasser: Für zehn Tage im August schwollen in Chinas sozialen Netzwerken die Bewunderungswellen für Deng Xiaoping an, derweil es kaum jemand wagte, Mao Zedong zu loben. Dabei sind beide geheiligte Ahnen – in der Satzung der KP Chinas genauso wie in Chinas Verfassung. Der Schmerzpunkt: Mao hatte durch Kulturrevolution China an die Wand gefahren, derweil Deng mit seiner Öffnungs- und Reformpolitik, so die bisher offiziell erlaubte Lesart, maoistische Fehler korrigiert und China Prosperität beschieden hat. Für zehn Tage wurde Xi Jinping, der amtierende Parteichef, eisern gemieden. Zehn Tage zuvor hätte das an Majestätsbeleidigung gegrenzt. Im autoritären China sollte Majestätshuldigung an keinem einzigen Tag fehlen.

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Im demokratischen Deutschland hingegen passiert den SPD-lern, egal ob sie Brandt oder Schmidt als Ahnen anbeten, nichts, selbst wenn sie damit Olaf Scholz im Berliner Kanzleramt so oder so einen Bärendienst erweisen würden. Ja, sie hätten dem Amtsinhaber ins Gesicht sagen dürfen, wenn nicht sollen, wo es langgeht: Noch einmal ein Kniefall, diesmal womöglich in Moskau, im Namen des Weltfriedens oder ein Kalter Krieg 2.0, im Dienste der Gerechtigkeit?

Dem allmächtigen KP-Chef sagen, wo es langgeht, ist im gegenwärtigen China ein absolutes No-go. Lange wurde dennoch die Ahnenanbetung streng eingeschränkt: Jegliche positive Äußerung über Deng wurde zensiert, auch weil Xi Jinping wieder belebt, was Deng angesichts Fehler aus der Mao-Ära verboten hatte: den Personenkult; eine unbegrenzte Amtszeit für Parteichefs etwa oder tollkühne Provokationen gegen den Westen – zu Unzeiten.

Quelle      :       TAZ-online         >>>>>       weiterlesen

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Oben     —     Vogelbeobachtung in Panama

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DL – Tagesticker 03.09.2022

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Mehrheit hält Staat für überfordert  – . –   2.) Städtetag: Ampel darf sich nicht im Klein-Klein verzetteln  – . –  3.) Geld öffnet keine Akten  – . –  4.)  Untersuchungen gehören nicht in die Hände einer Regierung  – . –   5.) Streit um Rechtmäßigkeit des Titels   – . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Ein Staat welcher es sich erlauben kann. einen gelernten Hausmeister zum Finanzminister einzubestellen, kann nicht funktionieren, es sein denn er arbeitet mit der Mentalität eines Hausierers. Dieser sollte einmal versuchen seinen Minister in der Freien Wirtschaft einen solchen Posten zuzuschustern? Dort aber sind nur die Plätze für studierte Lobbyisten frei!

Weniger als jede und jeder Dritte in Deutschland hält den Staat einer neuen Umfrage zufolge derzeit für fähig, seine Aufgaben zu erfüllen. Den Staat überfordert sehen deutliche Anteile derzeit in den Bereichen Energie und Klimaschutz. Das zeigt eine am Donnerstag in Berlin präsentierte Bürgerbefragung des Beamtenbunds dbb.

1.) Mehrheit hält Staat für überfordert

Weniger Menschen als früher sehen den Staat bei der Schul- und Bildungspolitik überfordert sowie bei Migration und innerer Sicherheit. Das Institut Forsa erhebt jährlich für den dbb Daten zum Vertrauen in Staat und öffentlichen Dienst. In der im Juli durchgeführten Erhebung gaben nur noch 29 Prozent der Befragten an, der Staat sei handlungsfähig und könne seine Aufgaben erfüllen. Der Wert lag 2019 schon einmal bei nur 34 Prozent. 2021 hielten 45 Prozent den Staat für handlungsfähig. Zwei Drittel (66 Prozent) halten den Staat derzeit für überfordert nach 51 Prozent im vergangenen Jahr. dbb-Chef: Staat präsentiert sich als schlechter Krisenmanager. Der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach sagte: „Der Trend war bereits letztes Jahr zu erkennen, jetzt ist das Kind endgültig in den Brunnen gefallen.” Der Staat präsentiere sich als schlechter Krisenmanager. Silberbach nannte etwa die Klimakrise oder Corona. Der Gewerkschafter sagte: „Jetzt zahlt die Gesellschaft den Preis dafür, dass wir bei der Politik um jeden Euro und jede Stelle für den öffentlichen Dienst feilschen müssen.”

WIWO-online

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Wurden die miesen Jobs der Bürgermeister früher schon in den Parteien, gleich den Börsenpapieren meistbietend verhökert? In NRW sagte der Bürgermeister einer Großstadt, das er in der Nachbarbarstadt nicht einmal, bei gleichen Job, Tot über den Lattenzaun hängen möchte.

ENERGIEPREISE – Städtetag: – .Die Ampel-Koalition will heute über weitere Maßnahmen angesichts steigender Preise beraten. Der Städtetag hat konkrete Vorstellungen von den anvisierten Entlastungen.

2.) Städtetag: Ampel darf sich nicht im Klein-Klein verzetteln

Der Deutsche Städtetag fordert von der Regierungskoalition eine «große Lösung» für Entlastungen. «Die Ampel darf sich nicht im Klein-Klein verzetteln», sagte Präsident Markus Lewe (CDU) der dpa mit Blick auf den Koalitionsausschuss von SPD, Grünen und FDP an diesem Samstag. «Viele Menschen treibt die Sorge um, ihre Energierechnungen und die steigenden Preise nicht mehr bezahlen zu können. Auch Vereine und Betriebe ächzen unter den steigenden Kosten.» Vertreter der Ampel-Koalition kommen an diesem Samstag in Berlin zusammen, um über weitere Entlastungen angesichts steigender Preise zu beraten. Im Gespräch sind unter anderem gezielte Hilfen für Rentner und Studierende und Steuersenkungen sowie eine Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket. Appell an die Ampel. Der Oberbürgermeister von Münster appellierte an die Koalition, sich auf «konkrete und wirksame Entlastungen» zu verständigen. «Heizkostenzuschuss und Kinderbonus sind schnelle Hilfen, die sehr zielgenau bei den Betroffenen ankommen. Das ist gut und richtig. Aber wir brauchen für diesen Winter darüber hinaus eine große Lösung, die schnell wirkt und gut praktisch umsetzbar ist.» Lewe warb für einen Energiepreis-Deckel: «Mit einem gedeckelten Grundbudget könnte die Rechnung des Energieversorgers für die Kunden geringer ausfallen und dennoch der Anreiz zum Sparen erhalten bleiben.»

Hamburger-Abendblatt-online

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Wer könnte es sich nicht gut vorstellen, wenn viele dieser Bürger-innen sich an  einer solchen Show-Klamotte Deutscher „Werte-Demokat-innen nicht die Finger schmutzig machen wollten? Zumal nachdem der Öffentlichkeit die Wahrheit 50 Jahre vorenthalten wurde! Auch mit Geld werden die Toten nicht auferstehen, vielleicht sollten es unsere politischen Schaben einmal mit beten versuchen, um für sich das Schwert des Damokles herbei zu flehen?

Bundesregierung und das Olympia-Attentat: Die Bundesregierung sagt den Familien der Opfer des Olympia-Attentats von 1972 Entschädigungen zu. Ist das der Beginn einer echten Aufarbeitung?

3.) Geld öffnet keine Akten

Die Erleichterung muss groß gewesen sein am Mittwoch. Die offizielle Bestätigung, dass die Familien der Opfer des Olympia-Attentats sich mit der Bundesregierung auf eine Entschädigung einigen konnten, war nur wenige Minuten alt, da bekundeten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, SPD-Innenministerin Nancy Faeser und Re­gie­rungs­po­li­ti­ke­r-in­nen ihre Freude über das Ergebnis der wochenlangen Verhandlungen. Zwischen den Zeilen konnte man vor allem eins erkennen: die Entkrampfung, gerade noch rechtzeitig einen diplomatischen Eklat verhindert zu haben. Denn ohne eine Einigung mit den Angehörigen wollte auch der israelische Präsident Jitzchak Herzog nicht nach München reisen. Der Bundesregierung blieben fünf Tage bis zur prominent besetzten Gedenkveranstaltung am 50. Jahrestag des Attentats. Die Festzelte auf dem Flugplatz in Fürstenfeldbruck, wo die missglückte Befreiung von neun israelischen Geiseln 1972 in einem Blutbad endete, waren bereits aufgebaut, die Reihenfolge der Red­ne­r-in­nen­lis­te festgelegt. Ein würdiges Erinnern ohne die Anwesenheit derer, die bei der Geiselnahme ihren Vater, Ehemann oder Bruder verloren, wäre befremdlich gewesen und ein Armutszeugnis für das einladende Innenministerium. Zwar wurde dieses Szenario abgewendet – wirklich überzeugend wirken die finanziellen Zugeständnisse und das Versprechen einer neuen Aufarbeitung angesichts der Last-Minute-Einigung nicht.

TAZ-online

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Der Filz in dieser von den Parteien geleiteten Clan-Politik ist viel gefährlicher als es der – die anständige Bürger-in je Erträumen könnte. Das Stimmen käuflich sind sehen wir in den schnellen Stimmungswechseln, welche in  alle Parteien sehr schnell erfolgen, wenn es darum geht die Macht zu erhalten. Die Pöstchen vergaben gehen hinunter zu den staatlichen  Lebensversicherungen oder den Pflicht-Krankenkassen welche dann aus Stadt-Kreis- oder Landtagen an die Frau oder den Mann gebracht werden. . 

Untersuchungsausschüsse müssten von unabhängigen Bürgern geleitet werden. Was kommt heraus, wenn die Politik ihre eigenen Skandale untersucht? Meistens nicht viel, wie der Cum-Ex-Skandal um Olaf Scholz zeigt. Deshalb sollten Untersuchungsausschüsse reformiert werden.

4.)  Untersuchungen gehören nicht in die Hände einer Regierung

Stellen wir uns einmal vor, ein herausgehobener Politiker habe sich erst gar nicht an Treffen mit einem Bankier erinnern können, dessen Haus den Staat um Millionen geprellt hat. Stellen wir uns weiterhin vor, dass ihm dieses Treffen an sich wieder einfiel, als er mit unleugbaren Hinweisen konfrontiert wurde. Und stellen wir uns drittens vor, dass sich jener Politiker daraufhin zwar noch immer nicht an den Inhalt dieser Zusammenkünfte erinnern kann – sich aber nichtsdestotrotz ganz sicher ist, das staatliche Vorgehen gegen diese Bank nicht beeinflusst zu haben. Sieht es bei gesundem Menschenverstand nicht so aus, als sei hier was im Busch? Wofür spricht dieses auffallend selektive Vergessen? Was war wirklich los? Das ist eine wahre „Gretchenfrage“, also eine sehr grundsätzliche, eigentlich einfache Frage mit weitreichenden Konsequenzen. Sollte es nämlich irgendwie darum gegangen sein, jenen Bankier einen Weg finden zu lassen, wie er die Beute behalten könnte, dann stünde unser Politiker so sehr mit dem Teufel im Bunde wie der in Goethes Drama von Gretchen befragte Doktor. Er wäre untragbar. Sofort und für immer, ob ihm juristisch etwas nachzuweisen wäre oder nicht. Eigentlich sollte dieses Land gerade den Atem anhalten ob der – wo möglichen, es gilt, wie man im skandalerprobten Österreich immer so schön sagt, die Unschuldsvermutung – Affäre um Bundeskanzler Olaf Scholz und das Hamburger Bankhaus Warburg. Doch stattdessen sitzt man im Theater. Man schaut sich an, wie Scholz den Faustus gibt, der ja schon bei Goethe die simple Frage wortreich zerredet, wie er es denn nun mit Gott halte. Das Stück wird derweil zusehends langatmiger. Doch irgendwann muss der Grund dafür auffallen: Es fehlt auf der Bühne sogar ein Gretchen – also eine Instanz, die klar und mit Nachdruck fragt. Untersuchungsausschüsse falsch konstruiert.

Freitag-online

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Die Profilierungssucht unter Politiker-innen mit gekauften Titeln nahm schon immer in den Parteien einen wichtigen Platz ein. Machen sieht man diese Eitelkeiten der persönlichen Dummheit schon an den Brillengläsern an. 

Berlin – Justizsenatorin Lena Kreck lässt Professorenbezeichnung ruhen. Linke-Politikerin will Debatte in eigener Sache beenden.

5.) Streit um Rechtmäßigkeit des Titels

Justizsenatorin Lena Kreck verzichtet ab sofort und »bis auf Weiteres« darauf, die Bezeichnung »Professorin« zu tragen. »In den aktuellen Krisenzeiten gibt es für eine Senatorin Wichtigeres als Debatten in eigener Sache über verschiedene Rechtsauffassungen zu Berufsbezeichnungen zu führen«, teilte die Linke-Politikerin am Freitagmorgen mit. Bei der seit Wochen vor sich hin köchelnden »Debatte in eigener Sache« geht es um die Frage, ob Kreck, die seit Oktober 2019 als Professorin für Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) tätig ist, den entsprechenden Titel als Senatorin weitertragen darf oder nicht.Losgetreten hatte die Diskussion Anfang Juli das Nachrichtenmagazin »Focus«, andere Medien sprangen auf den Zug auf. Die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus raunte rasch von einer »im Raum stehenden Straftat« nach Paragraf 132a des Strafgesetzbuches, also »Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen«. Der Vorwurf: Bevor Kreck im Dezember 2021 ihr Amt als Senatorin antrat, hatte sie nur etwas mehr als zwei Jahre als Professorin an der EHB gelehrt. Dem Berliner Hochschulgesetz zufolge müsste sie mindestens fünf Jahre als Professorin im Lehrbetrieb tätig gewesen sein, um die Berufsbezeichnung nach dem Ausscheiden weitertragen zu dürfen.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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