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Archiv für August 19th, 2022

Tödliche Staatsgewalt

Erstellt von DL-Redaktion am 19. August 2022

Polizist erschießt Teenager

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Aus Dortmund Nordstadt von Aaron Wörz

Vor 11 Tagen tötete ein Polizist in Dortmund den 16-jährigen Mouhamed Lamine Dramé. Wer war der Junge aus dem Senegal? Und wie kam es zu seinem Tod?

Wäre die Dortmunder Nordstadt ein Lied, dann wäre das Heulen der Polizeisirene ihre Melodie. Alle paar Minuten rast in dem Stadtteil ein Streifenwagen um die Ecke. Vorbei an Kiosken, Imbissen und vollgesprayten Gründerzeitfassaden. Ein kurzer Blick weg vom Handy, ein langsames Kopfdrehen – mehr Aufmerksamkeit schenken die Be­woh­ne­r:in­nen den Be­am­t:in­nen gewöhnlich nicht.

Das Lied ist abgedroschen, die An­woh­ne­r:in­nen kennen es zu gut: Im Vorjahr wurden in der Nordstadt mehr als 14.000 Straftaten von der Polizei registriert. Dortmund ist, das sagt zumindest die Kriminalstatistik, die gefährlichste Stadt im Ruhrgebiet.

Seit 2016 gibt es eine eigene „Ermittlungskommission Nordstadt“. In dem Stadtteil werden harte Drogen verkauft, es gibt oft Stress: Unter Konsument:innen, unter Dealer:innen. Kameras überwachen deshalb ganze Straßenzüge in dem Viertel, 24 Stunden am Tag. Die ständige Polizeipräsenz ist, ob von den knapp 60.000 Be­woh­ne­r:in­nen erwünscht oder nicht, ziemlich normal in der Nordstadt.

Auch der Polizeieinsatz, über den seit vorvergangenem Montag bundesweit diskutiert wird, findet zuerst keine besondere Beachtung. Ohne Sirenen, so berichten es mehrere An­woh­ne­r:in­nen vier Tage später der taz, rücken am 8. August zwölf Po­li­zis­t:in­nen um kurz vor halb fünf in die Missunder Straße aus. Erst das Rattern einer Maschinenpistole schreckt die Nachbarschaft auf: Das ist kein normaler Einsatz.

An dem heißen Sommernachmittag werden insgesamt sechs Schüsse im Innenhof einer Wohngruppe für Jugendliche abgefeuert. Fünf davon treffen ihr Ziel: Den 16-jährigen Mouhamed Lamine Dramé.

Die Polizei schreibt am selben Abend, der Geflüchtete habe die eingesetzten Be­am­t:in­nen mit einem Messer angegriffen, woraufhin ein Polizist das Feuer eröffnete. Die Projektile treffen den jungen Senegalesen in den Bauch, den Arm, in die Schulter, am Hals und im Gesicht. Die Reanimationsversuche im Krankenhaus bleiben ohne Erfolg.

Es ist die Art, wie Mouhamed getötet wird, weshalb die Empörung über seinen Tod weit über die Stadtgrenzen von Dortmund hinaus schwappt. So brutal sich die Beschreibung des Polizeieinsatzes liest, so drängender stellen sich viele Menschen hinterher die Frage: Wieso endete der Einsatz so schonungslos tödlich für den Teenager?

Die Suche nach einer Antwort beginnt an dem Ort, an dem die Schüsse fielen. Vier Tage nach dem Tod von Mouhamed flattert erneut Absperrband in der Missunder Straße. Zwei Polizeiwagen versperren ankommenden Autos die Zufahrt. Mit einer Drohne und Kameras vermisst die Kriminalpolizei Recklinghausen den Tatort.

Ein schüchternen Teenager

Auf dem Gehweg vor dem Hof, in dem Mouhamed starb, erinnern Blumen und Trauerkerzen an den Getöteten. Immer wieder halten Pas­san­t-in­nen an, darunter viele Kinder aus dem Viertel. Sie tuscheln und zeigen mit dem Finger in den Hof.

Auslandsinstitut

Nur ein paar Meter vom Tatort entfernt lehnt Zoran Licic an einer Hauswand. Der 58-Jährige, ein kleiner Mann im Unterhemd, vergilbte Tattoos an seinen dürren Armen, wohnt seit mehr als 20 Jahren in der Nordstadt. Seine Erdgeschosswohnung grenzt direkt an den Hof der katholischen Jugendeinrichtung. Im Sommer steht er oft vor der Tür und lässt seinen Blick über die Straße schweifen.

So auch an jenem Montag, erzählt Licic. Er habe aus wenigen Metern Abstand von der Seite dabei zugesehen, wie ein Polizist mit Maschinenpistole durch die Eisenstangen des Zaunes in Richtung Innenhof schoss. Was davor im Hof passiert ist, konnte er von seinem Standpunkt aus nicht sehen. Genauso wenig den getroffenen Mouhamed.

Trotzdem wirkt Licic mitgenommen, seine Augen werden wässrig. Er zittert: „Das Ganze ist einfach nur traurig.“ Ein paar Mal sei er Mouhamed vorher auf der Straße begegnet. Er sei sehr ruhig gewesen, ein schüchterner Teenager: „Der hätte keiner Fliege was getan. Der war doch erst 16, fast noch ein Kind.“

Licic ist einer der wenigen aus dem Viertel, der an diesem Freitag kein Problem damit hat, seinen Namen in der Zeitung zu lesen. Die Anwesenheit der Polizei verängstige die Leute, sagt er. Die meisten An­woh­ne­r:in­nen treten mit versteinerten Gesichtern vor die Tür. Man tauscht sich untereinander kurz aus und fragt rum: Wer weiß schon mehr?

Die am häufigsten gestellten Fragen auf der Straße sind die gleichen, die aktuell die Staatsanwaltschaft in Dortmund beschäftigen: Wer war Mouhamed? Und was ist kurz vor den tödlichen Schüssen passiert?

„Das mit dem Vertrauen in die Polizei ist als Ausländer in Dortmund kompliziert. Der Tod von Mouhamed hat die negative Stimmung gegenüber der Polizei nur verschlimmert“

Zu beiden Fragen kursierten in den vergangenen Wochen immer wieder Gerüchte. Und auf beide Fragen gibt es teils noch immer keine vollständigen Antworten. Bedingt Aufklärung über Mouhameds Flucht nach Deutschland liefern die Akten des Jugendamtes im Rhein-Pfalz-Kreis, wo er nach seiner Ankunft im April erstmals registriert wurde.

Demnach soll er sich bereits Ende 2019 aus dem Senegal auf den Weg nach Europa gemacht haben. Gemeinsam mit seinem Stiefbruder sei der Jugendliche nach Zwischenstopps in Mali und Mauretanien Ende 2021 mit einem Boot von Marokko nach Spanien übergesetzt. Sein Stiefbruder sei auf der Fahrt im Mittelmeer ertrunken.

Erstmal kein Platz für Mouhamed

Angekommen in Spanien wohnte er offenbar in einer Unterkunft für Asylsuchende in Sevilla. Weil es ihm dort nicht gefallen habe, soll er sich entschlossen haben, mit dem Zug über Paris nach Deutschland zu fahren. Die deutsch-französische Grenze habe er zu Fuß überquert und sich in den nächstbesten Zug gesetzt, bevor er sich in Worms bei der Polizei meldete. Von dort wurde er am 30. April nach Zornheim gebracht, ein kleines Dorf südlich von Mainz. Dort gab Mouhamed an, seine beiden Eltern seien im Senegal gestorben.

Diese Information wurde zunächst von der Stadt Dortmund verbreitet. Weil es in den umliegenden Einrichtungen keinen Platz für ihn gab, wurde Mouhamed schließlich am 1. August in die katholische Jugendeinrichtung St. Elisabeth in der Dortmunder Nordstadt gebracht.

Die Informationen über Mouhameds Flucht aus der Akte des Jugendamts beruhen auf seinen eigenen Aussagen. Sie lassen sich nur schwer überprüfen. Eine Woche nach seinem Tod wurde bekannt: Er hat noch nahe Angehörige im Senegal. Auf der Suche nach Familienmitgliedern haben mehrere senegalesische Nachrichtenseiten Bilder von Mouhamed verbreitet.

Jörg Stüdemann, Krisenmanager in Dortmund

„Das ist eine heterogene Gruppe von Menschen aus unterschiedlichen Regionen der Welt, die eins eint: Sie sind am unteren Ende der sozialen Klaviatur“

Daraufhin meldeten sich sein Vater und sein Bruder. Sie stehen derzeit in Kontakt mit der senegalesischen Botschaft in Berlin und haben den Wunsch geäußert, Mouhamed in seinem Heimatdorf im Westen des Landes zu beerdigen.

Im Innenhof einer Moschee in der Dortmunder Nordstadt nehmen am Freitagnachmittag nach dem tödlichen Polizeieinsatz mehrere Hundert Menschen an einer Trauerfeier für den 16-Jährigen teil. Es verabschieden sich vor allem Menschen aus der afrikanischen und muslimischen Community. Unter den Zu­hö­re­r-in­nen sind kaum Menschen aus der weißen Stadtgesellschaft. Eine der wenigen Ausnahmen ist Thomas Westphal (SPD), Oberbürgermeister von Dortmund.

In seiner Trauerrede fällt wiederholt das Wort Vertrauen, das nicht verloren gehen dürfe. Er spricht vom Vertrauen in die Polizei, in die Justiz, in den Zusammenhalt aller Dortmunder-innen. Während der Rede gibt es immer wieder Zwischenrufe. Einige Teilnehmende sind verärgert, dass Westphal ausgerechnet im Moment des Innehaltens vom Vertrauen in die Behörde spricht, durch deren Waffe Mouhamed getötet wurde.

Über dem Hof der Moschee liegt an diesem Vormittag eine drückende Schwere. In den Blicken einiger Anwesender paart sich die Trauer mit Wut. Direkt im Anschluss ist eine Demonstration von der Moschee zum Rathaus geplant, die eine lückenlose Aufklärung des tödlichen Polizeieinsatzes fordert.

Bei der Trauerfeier und anschließenden Demo ist auch Mariama Sow dabei. Die 30-jährige Sozialarbeiterin aus Guinea, herzliches Lachen, runde Brillengläser, hat die muslimische Gedenkfeier mitorganisiert. Sie sagt: „Das mit dem Vertrauen in die Polizei ist als Ausländer in Dortmund kompliziert.“

Auffällig gewalttätig

Sow ist Mitglied im Integrationsrat der Stadt. Sie kennt die zahlreichen Geschichten von negativen Erfahrungen, die in Dortmund lebende People of Colour mit der Polizei machen. Sie selbst werde nach 12 Jahren in Dortmund regelmäßig auf der Straße nach ihrem Ausweis gefragt.

In letzter Zeit sei das Verhältnis zur Polizei besonders angespannt gewesen. In den vergangenen zwei Monaten fielen Po­li­zis­t-in­nen der Wache Nord zweimal mit gewalttätigen Einsätzen auf. Ende Mai wurden drei Teenagerinnen, die auf einem E-Scooter unterwegs waren, unsanft vom Roller geholt und von den Be­am­t:in­nen angeschrien.

Auf Tiktok machte ein Video des Vorfalls die Runde. Vier Tage später wurde ein flüchtender Kleindealer in der Nordstadt von einem Polizeiauto angefahren. Bereits 2019 wurde eine schwangere Frau von einem Polizisten mehrere Minuten auf den Boden gedrückt. Ihr Kiefer brach nach mehreren Schlägen ins Gesicht.

Quelle       :         TAZ-online         >>>>>       weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —    Der Hannibal an der Bornstraße, Dortmund

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Fehlendes Tiermodel

Erstellt von DL-Redaktion am 19. August 2022

Affen kriegen immer noch kein AIDS  (AID Syndrom).

Von Johannes Kreis

Bevor ich zu diesem Punkt kommen, möchte ich eine Vorbemerkung machen. Es gibt keinerlei universitäre Diskussion zu dem HIV=AIDS Dogma, weltweit. Dabei gibt es viele, seit Jahrzehnten offene Fragen zu denen es dringend einer Diskussion bedarf.

  • Zuallererst, die Geburtenrate in Afrika ist weiterhin hoch und die Bevölkerungszahl wächst, trotz HIV und allen tatsächlichen humanitärer Katastrophen, die man häufig hinter HIV verschwinden läßt.
  • Man weiß seit 30 Jahren, dass viel zu wenige CD4 Zellen einen HI Virus tragen, als dass dies zu einer Verringerung der CD4 Zellen des Immunsystems führen könnte. CD4 Zellen werden zudem in der Größenordnung von einigen Milliarden Zellen jeden Tag neu gebildet.
  • Es gibt keinen Normalwert der CD4 Zellenzahl beim Menschen und beliebige Infektionen, insbesondere die in Afrika verbreitete, AIDS-definierende Tuberkulose, senken die CD4 Zellenzahl. Dieser Biomarker ist zur Diagnose eines AID Syndroms vollkommen unbrauchbar.
  • Retroviren, zu denen auch HIV gehört, töten keine Zellen. Das war in den 1970er Jahren ein wesentlicher Grund, warum man sie als Ursache von Krebs untersucht hat.
  • HIV ist so variabel, dass keine zwei HIV+ gemessenen Menschen dieselbe Variante tragen, und jeder HIV+ gemessene Menschen trägt mehr als eine Variante. Wie kann das jedes Mal derselbe molekulare Mechanismus sein, der zum AID Syndrom führen soll? Man könnte auch fragen, was die HIV Test tatsächlich nachweisen?
  • Ca. 90 Jahre nach den, der Theorie nach, mindestens erforderlichen  13 Zoonosen in Afrika (4 für HIV-1 und 9 für HIV-2), 40 Jahre nachdem man die ersten AID Syndrom Fälle bei schwer drogenabhängigen und ohne neuen Virus tatsächlich schwer kranken Homosexuellen in den USA beobachtet hat, kann es sich selbst nach der Virushypothese des AID Syndroms nicht mehr um dasselbe Pathogen handeln. Es gibt zu diesem Punkt keinerlei Diskussion. Ein positiver Test triggert die Behandlung und nach 15 – 20 Jahren („Langsamer Virus“) sollen sich dann Symptome des AID Syndroms einstellen.
  • Warum sollen Antikörper gegen HIV ca. 90 Jahre nach den postulierten mindestens 13 Zoonosen immer noch wirkungslos sein, wie man seit den 1980er Jahren ohne Beweis unterstellt
  • Wie plausibel soll es sein, dass um 1930 herum sofort 2 HI Viren entstanden (HIV-1 und HIV-2), die sich im Genom um 45% unterscheiden? Stammbaumanalysen (phylogenetische Analysen) ergeben bei einem so variablen Virus wie HIV gar keinen Sinn. Wo ist der Beleg, dass es um 1930 herum tatsächlich zu mehreren, fast gleichzeitigen Zoonosen kam?
  • Es gibt keinerlei Diskussion zu dem praktisch nicht zu begründenden Konzept sogenannter „Langsamer Viren“, die 15 -20 Jahre nach einer Infektion und nachdem sie durch Antikörper neutralisiert worden sind, zu Symptomen führen sollen.
  • Die Schäden nach jahrelanger Behandlung bei HIV+ gemessenen Menschen entsprechen 1:1 den Nebenwirkungsprofilen der eingesetzten Substanzen.
  • Es gibt kein Tiermodell, weder zu HIV noch zum AID Syndrom. Dazu wird unter mehr gesagt werden.

Zu den Nachweisen vgl.

Nur Einzelne wagen es, die seit mehr als 30 Jahren offenen Fragen zur Virushypothese des AID Syndroms öffentlich zur Diskussion zu stellen und das sind in der Regel diejenigen unter den Wissenschaftlern, die schon aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden sind.

Dia Mundial de Luta contra a Aids – Assinatura da Declaração de Paris (51717507947).jpg

Es ist die Kernstrategie der Pharmalobby und der sogenannten Wissenschaft keine Diskussion zuzulassen. Einmal indem man selbst keine führt. Die Diskussion wird von arroganten Landesbeamten an den Universitäten für überflüssig erklärt. Und zum anderen diffamiert man diejenigen, die den Diskurs führen wollen.

Zumeist muß man zur Veröffentlichung von Widersprüchen in der Virustheorie des AID Syndroms auf alternative Webseiten ausweichen, die alle eine eigene Agenda haben, was der Diskussion nicht förderlich ist und der Unterstellung Vorschub leistet, es gäbe nichts, was wissenschaftlich zu diskutieren sei.

Diese alternativen Medien soll hier nicht kritisiert werden, im Gegenteil. Wir verdanken die jetzt beginnende Aufklärung zu den katastrophalen Nebenwirkungen der SARS-CoV2 Impfungen allein den alternativen Webseiten und den sozialen Medien.  Das muß man sich einmal bewußt machen. Das Bundesgesundheitsministerium gibt inzwischen 1 schwere Nebenwirkung in 5000 Injektionen zu.

„Korrektur: Die Melderate für schwerwiegende Reaktionen beträgt laut @PEI_Germany 0,2 Meldungen pro 1.000 Impfdosen.“

Erfahren hat man das nur aufgrund des Druckes von Nicht-Mainstream und Nicht-ÖRR Medien. Aber keine Sorge, der FOCUS hat aufgepasst, und hält zusammen mit dem Rest der Mainstream-Medien dagegen, insbesondere gegen die Dunkelziffer bei den Impfopfern, gerade bei alten Menschen im Pflegeheim. Da stand dann immer COVID-19 auf dem Totenschein.

„Dagegen argumentiert Holstein: „Erscheint jemand mit neu aufgetretenen Symptomen, für die es möglicherweise einen Zusammenhang mit der vorherigen Anwendung eines Medikaments gibt, dann schreibt man als ÄrztIn (unkompliziert) online, oder als Papier eine Meldung.“

In den 1980er und 1990er Jahren, als die sogenannte Wissenschaft begann HIV+ gemessene Menschen über Monate und Jahre hinweg mit hohen Dosen von Zellgiften aus der Chemotherapie zu „behandeln“, gab es noch keine soziale Medien. In den Mainstream-Medien traten nur „Experten“ auf, die von „im Allgemeinen gute verträglichen Medikamenten“ sprachen. Niemand erfuhr, dass die behandelten HIV+ gemessenen Menschen Bluttransfusionen brauchten, um die Behandlung zu überleben.

Nie, zu keinem Zeitpunkt gab es in der Wissenschaft eine Diskussion dazu. Wieviele der damals objektiv kranken, schwer drogenabhängigen, mehrfach mit Geschlechtskrankheiten infizierten Homosexuellen in den USA hätten überlebt, wenn man sie nicht mit AZT behandelt hätte? Niemand weiß es, da die Versuche aus „ethischen Gründen“ entblindet wurden. Seit 35 Jahren wartet man vergebens auf eine Diskussion zu AZT.

  • Richman et al., “The toxicity of azidothymidine (AZT) in the treatment of patients with AIDS and AIDS-related complex. A double-blind, placebo-controlled trial”, N Engl J Med, 1987 Jul 23;317(4):192-7, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3299090/

Twenty-one percent of AZT recipients and 4 percent of placebo recipients required multiple red-cell transfusions (P less than 0.001). Neutropenia (less than 500 cells per cubic millimeter) occurred in 16 percent of AZT recipients, as compared with 2 percent of placebo recipients (P less than 0.001).”

“Although a subset of patients tolerated AZT for an extended period with few toxic effects, the drug should be administered with caution because of its toxicity and the limited experience with it to date.”

The results of Concorde do not encourage the early use of zidovudine in symptom-free HIV-infected adults. They also call into question the uncritical use of CD4 cell counts as a surrogate endpoint for assessment of benefit from long-term antiretroviral therapy.”

In all, 99 Imm and 38 Def participants stopped trial capsules because of adverse events. In only 16 Imm and 2 Def was haematological toxicity the main reason; in the rest it was predominantly gastrointestinal or neurological symptoms (headache) or malaise (table 6). One or more blood transfusions were received by 18 Imm and 11 Def while they were taking trial capsules.”

Die tödliche Medikation ist der Grund, warum es keine Diskussion zu dem HIV=AIDS Dogma gibt. HIV muß ein (nach 15 – 20 Jahren) tödlicher Virus sein („Langsamer Virus“), um die lebenslange Behandlung mit Zellgiften aus der Chemotherapie zu rechtfertigen. Über die letzten 30 Jahre hat man die Dosen dramatisch reduziert und ist zu weniger toxischen Substanzen gewechselt. Und siehe da, die so Behandelten leben länger.

Einige der Substanzen sind so giftig, dass man sie still und leise vom Markt nehmen mußte, Didanosine (ddI), Stavudine (d4T), Fosamprenavir (FPV), Indinavir (IDV), Nelfinavir (NFV), Saquinavir (SQV) und Tipranavir (TPV). Zidovudin (AZT) ist weiterhin im Einsatz, besonders in Afrika.

Das ist die Ausgangslage für eine wissenschaftliche Diskussion zu der Virushypothese des AID Syndroms. Nun zu dem fehlenden Tiermodel des AID Syndroms.

Dass die Tiermodelle für HIV nicht funktionieren, d.h. es keinen in Bezug auf Virulenz, Pathogenese, Genetik, Proteine, Infektion und Wirtsantwort analogen Verlauf gibt, ist vielfach festgestellt worden.

Es gibt kein Tiermodell für HIV und/oder AIDS bei Tieren, obwohl dies immer wieder, z.B. in der Impfstoff-Forschung so dargestellt wird.

HIV/AIDS vaccine research using NHPs represents one of the most notable failures in animal experimentation translation. Immense resources and decades of time have been devoted to creating NHP (including chimpanzee) models of HIV. Yet all of about 90 HIV vaccines that succeeded in animals failed in humans.”

  • Shedlock et al., „Monkeying around with HIV vaccines: using rhesus macaques to define ‘gatekeepers’ for clinical trials“, Nat Rev Immunol. 2009 October ; 9(10): 717–728, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19859066

The major limitation surrounding HIV study in animal models is that the virus does not replicate in most animal species tested, including rodents and non-human primates (the rare exceptions being gibbon apes and chimpanzees; however, in these animals HIV-1 infection is typically not associated with clinical diseases and haematological abnormalities). Although chimpanzees are the closest species in evolutionary terms to humans, they are endangered, they are costly to maintain and their use can be of ethical concern. Thus, the focus has shifted to viral surrogates of HIV, simian immunodeficiency viruses (SIVs), for which infection in natural non-human primate hosts, such as sooty mangabeys and African green monkeys, is generally non-pathogenic, but experimental infection of non-natural hosts, such as Asian monkey species, including rhesus macaques (Macaca mulatta), results in the development of disease similar to that described in patients with AIDS (simian AIDS).

One of the major limitations in searching for cures and vaccines for HIV-1 has been the lack of an animal model that recapitulates all of the salient features of HIV-1 infection in humans. HIV-1 is a direct descendant of SIVcpz, a virus that infects Central Africa chimpanzees (Pan troglodytes troglodytes) and might have a substantial impact on wild chimpanzee communities. Nevertheless, HIV-1 infection of chimpanzees in captivity rarely results in the development of disease.

The animal relative closest to humans, the chimpanzee, had been exploited extensively in AIDS research, but it was realized off late that even chimpanzees do not develop human AIDS-like symptoms.

Rhesus macaque/SIV model has not contributed much to the development and optimization of AR therapy, because of their unsuitability.“ 

Vaccine responses in chimpanzees and humans are highly discordant. Claims of the importance of chimpanzees in AIDS vaccine development are without foundation, and a return to the use of chimpanzees in AIDS research/vaccine development is scientifically unjustifiable.

This analysis expands on previous data that underlined the poor performance of chimpanzees as models in HIV/AIDS research, evidenced by a large number of negative opinions and comments toward it and by the significant withdrawal of NIH funding for it.”

“Comparative studies of lentivirus infections in other species show that AIDS is not an inevitable outcome of infection because simian immunodeficiency virus in natural hosts seldom causes disease.”

  • Dunham et al., “The AIDS resistance of naturally SIV-infected sooty mangabeys is independent of cellular immunity to the virus.”, Blood. 2006 Jul 1;108(1):209-17. Epub 2006 Mar 7, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16522814

“These findings indicate that the absence of AIDS in naturally SIV-infected sooty mangabeys is independent of a strong cellular immune response to the virus.”

Zu diesem Punkt kann man sogar das RKI zitieren,

Reservoir

Einziges bekanntes Reservoir für HIV-1 und HIV-2 ist der Mensch. Schimpansen können mit HIV-1 infiziert werden, erkranken aber entweder gar nicht oder erst nach sehr langen Inkubationszeiten.“

Sehr lange Inkubationszeit ist hier als in der Größenordnung der Lebenserwartung gesunder Tiere zu lesen.

Nur mit speziell gezüchteten Viren lassen sich in einigen Affenarten “AIDS ähnliche” Symptome erzeugen. Beim Schimpansen, der dem Menschen am nächsten verwandt ist, funktioniert das nicht, siehe oben. Mit dem fehlenden Tiermodell fehlt aber auch die Erfüllung der Koch‘schen Postulate beim HI Virus.

Man kann aber auch umgekehrt fragen: wenn es diese „tödliche Seuche“ durch SIV bei Affen gibt, dann gibt es sie seit mehreren 10.000 Jahren und nicht erst seit 1930. Wie haben die Affen das überlebt? Und was ist mit den Vorfahren der heutigen Menschen, die damals diese Affen verzehrt haben?

Inzwischen glaubt man auf molekularer Ebene eine Erklärung dafür gefunden zu haben, dass Affen immer noch kein AIDS kriegen. Vgl.

  • Warren et al., “A glycan shield on chimpanzee CD4 protects against infection by primate lentiviruses (HIV/SIV).”, Proc Natl Acad Sci U S A. 2019 Jun 4;116(23):11460-11469, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31113887

und

Diese Arbeiten sind insofern bemerkenswert, als dass sie das bestätigen, was Kritiker des HIV=AIDS Dogmas seit 30 Jahren sagen. Aber, die sogenannte Wissenschaft steht nun vor dem Problem noch so viel Platz zu lassen, dass es noch für die Virushypothese von AIDS beim Menschen reicht. Es ist wichtig, diese Arbeiten in dem Kontext früherer Arbeiten zu sehen, denn es gab nie einen Beweis, dass Affen durch SIV am AID Syndrom erkranken können.

Beatrice Hahn (Co-Autor in Bibollet-Ruche  et al.) war die letzten 25 Jahre die Referenz für angebliches AIDS bei Affen und die Zoonose von SIV, also der Sprung vom Affen (SI Virus) auf den Menschen (HI Virus).

Welt-Aids-Tag PHOTO DU JOUR DU MERCREDI 1. DEZEMBER 2021.jpg

Die CD4 Zellen beim Affen wären sogar durch 2 Mechanismen vor dem Eindringen von SI Viren geschützt, einmal durch Glykolysierung des Rezeptors und zum anderen durch die Variabilität des CD4 Rezeptors. Wo ist überhaupt noch Platz für die  Virushypothese des Simian AIDS (SIV induziertes AIDS beim Affen)?

Da Affen kein AIDS kriegen, darf es keine Infektion geben. Da es aber SIV bei Affen gibt, müssen die CD4 Zellen, die bei AIDS zerstört werden sollen, zwangsläufig vor der Infektion mit dem mutmaßlichen Auslöser, SIV, geschützt sein.  Etwas anderes ist nach der Virus-Hypothese von AIDS nicht möglich, denn nach dem Eindringen soll der Virus die CD4 Zelle töten. Offen bleibt dabei in beiden Arbeiten, wie sich der SI Virus in dem Wirt vermehren soll, wenn er nicht in die Zellen eindringen kann. Und SIV vermehrt sich bei Affen, allerdings ohne CD4 Zellen zu töten.

Es war schon immer reines Wunschdenken, AIDS beim Affen zu unterstellen. Man brauchte einen tödlichen Virus bei Affen, damit die Zoonose-Theorie von HIV Sinn ergibt. Nämlich, aus dem tödlichen SIV beim Affen sei nun, um 1930 herum, der tödliche HIV Virus beim Menschen geworden. Aufgrund der engen genetischen Verwandtschaft von Menschen und Schimpansen ist das wesentlich plausibler, als wenn aus dem harmlosen SIV nun das tödliche HIV geworden wäre. Allein, es gab nie eine Pandemie bei Affen, auch nicht bei Schimpansen, die tatsächlich durch viele Faktoren bedroht sind, außer durch SIV.

Aber so konnte man sich die Daten zusammensuchen und danach alle anderen Faktoren, außer SIV, ignorieren. Das wird im Zusammenhang deutlich. Vgl. dazu eine Untersuchung von Hahn und Mitarbeiter von 2009 aus dem Gombe Nationalpark in Tanzania,

Diese Arbeit untersuchte den Stuhl und das Urin von Schimpansen der Unterart Pan trogylodytes schweinfurthii auf SIVcpz. Das ist eine der Unterarten, die durch die Diversität der CD4 Zellrezeptoren geschützt ist, wie Bibollet-Ruche et al. 2019 feststellten. Vgl. ebenda,

„One CD4 polymorphism that potently inhibits SIVcpzPts [SIVcpz bei Pan trogylodytes schweinfurthii] strains in vitro is the R25 substitution (Fig. 3). Despite screening over 500 chimpanzees, this polymorphism was found only in chimpanzees from Gombe National Park.”

Es fand bei Keele et al. (2009) keine Anamnese (Untersuchung) des Gesamtzustandes des einzelnen Affen statt, auch nicht zu den insgesamt vorhandenen Infektionen. Man fokussierte sich allein auf SIV.

Keele et al. (2009) ist die wesentliche Arbeit, die  belegen soll, dass Affen durch eine SIV Infektion an AIDS erkranken können. Damals haben Keele et al. aus 7 SIV+ gemessenen Schimpansen, die in 9 Jahren verschwanden oder starben, eine tödliche Epidemie bei Affen postuliert, vgl. ebenda,

“For this analysis, only Kasekela and Mitumba chimpanzees of known SIVcpz infection status were included. During the 9-year observation period, 7 of 17 infected and 11 of 77 uninfected chimpanzees died or disappeared.”

Auf diesen 7 Affen baut die ganz Theorie auf. Dabei wurden AIDS-ähnliche Symptome unterstellt, die u.a.  auf einer Analyse der CD4 Zellenzahl beruhte. Dieser Biomarker ist hochgradig fehleranfällig, da fast alle klassischen Infektionen bei Primaten zu einer Verringerung der CD4 Zellenzahl führen, einschließlich Sonnenbrand und der AIDS definierenden Tuberkulose beim Menschen.

Was in der Regel nicht zitiert wird, sind die Ergebnisse der weiteren Beobachtung der Schimpansen im Gombe National Park in Tanzania. Diese ergab, dass die Schimpansen unter starkem Parasitenbefall litten. Beatrice Hahn und Brandon Keele sind Co-Autoren dieser Arbeit.

„All of the chimpanzees greater than 1 yr of age had intestinal and mesenteric parasitic granulomas associated with true strongyles consistent with Oesophagostomum spp.”

“All SIVcpz-infected chimpanzees were infected with moderate to numerous Oesophagostomum spp.”

“In contrast to previous reports and demographic surveys of chimpanzees from Gombe and other locations, disease was an uncommon cause of death in this survey and no morbidity or mortality could be attributed to an anthropozoonotic disease in these chimpanzees.”

Die überwiegende Mehrzahl der Affen stirbt nicht an einer Krankheit und eine Abnahme der CD4 Zellenzahl ist symptomatisch für eine chronische Infektion durch Parasitenbefall, der auch beim Menschen in Afrika sehr häufig ist.

Unter dem Strich ist die Arbeit von Keele et al. eine reine Mutmaßung. Man liest sich aus den Daten was man braucht, ignoriert alles andere und verweigert dann die Diskussion.

Jedoch alles, was im Sinne der aktuellen Konsenstheorie behauptet wird, wird als richtig postuliert und darf publiziert werden.  Damit wird es dann zur Wissenschaft.

Mit Hinweis auf einen (1) Affen in Gefangenschaft, der 20 Jahren nach der Infektion krank wird, versuchen Hahn und Mitarbeiter weiterhin die Zoonose-Hypothese eines slow virus künstlich am Leben zu halten, vgl.

“Here, we report progressive immunodeficiency and clinical disease in captive western chimpanzee (P. t. verus) infected twenty years ago by intrarectal inoculation with an SIVcpz strain (ANT) from a wild-caught eastern chimpanzee (P. t. schweinfurthii).”

In Summe sind die Behauptungen absurd. Es gibt keinerlei Beleg, dass Affen in Afrika an demselben AID Syndrom erkranken können, wie es bei den schwer drogenabhängigen und multipel mit Geschlechtskrankheiten infizierten Homosexuellen Anfang der 1980er Jahre in den USA auftrat. Aber es ist nicht diskutierbar. Wer es versucht, sieht sich unsäglichen persönlichen Angriffen ausgesetzt.

Gedenktafel zum Welt-Aids-Tag, Liverpool (2). JPG-Datei

Jeder(!) HIV+ gemessene Mensch  soll laut WHO und UNAIDS so schnell und so intensiv wie möglich mit schwersten Zellgiften therapiert werden („hit hard and early“). Die schweren Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie (ART) stimmen 1:1 mit den sogenannten HIV related diseases überein, in Abgrenzung zu opportunistischen Infektionen, die nach 15+ Jahren als AID Syndrom auftreten sollen (slow virus).

Erst wenn man soweit Abstand gefunden hat, dass man wieder zwischen HIV und AIDS unterscheiden kann, ist man in der Lage, die richtigen Fragen zu stellen. Und dabei gibt es eine ganz klare Richtung, nämlich die Fragen gehen an die Wissenschaft.

Dabei ist es nicht notwendig, dass man sofort die fertige Theorie liefert, wenn man das HIV=AIDS Dogma, 38 Jahre nach der Verkündigung der Virushypothese des AID Syndroms 1984 in einer Pressekonferenz, kritisiert. Es ist die Aufgabe der sogenannten Wissenschaft, die enormen Widersprüche in ihrer eigenen Theorie aufzuklären. Eine ethische Wissenschaft wird sich ernsthaften Fragen nicht verweigern. Nur von einer ethischen Wissenschaft sind wir eben weit entfernt. Man darf sich nicht von farbenfrohen 3D Graphiken zu unterstellten Molekülstrukturen und unbelegten Spekulationen auf der molekularen Ebene beeindrucken lassen. Es sind die einfachen Fragen, die die Wissenschaft nicht beantworten kann, siehe oben. Molekularbiologische Phantasien liefern keine Beweise und sie gehen zu Lasten der Betroffenen, die weiterhin mit schweren Zellgiften den Rest ihres Lebens behandelt werden sollen.

Es ist zulässig darauf zu verweisen, dass die einfachste Hypothese, die mit den wenigsten Annahmen auskommt, in der Regel die Richtige ist. Affen nehmen keine Drogen, weder Kokain noch Amylnitrite („Poppers“). Deshalb gibt es bei Affen auch kein AID Syndrom.

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Oben     —     Die drei weisen Affen als Symbol des Tabus

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Ein Skandal ohne Ende

Erstellt von DL-Redaktion am 19. August 2022

Privatisierte Uni-Spitäler

Quelle      :        INFOsperber CH.

Von     :     Bernd Hontschik /   

Im Land Hessen hatten CDU und FDP Investitionen gescheut und eine Spitalgruppe an einen Konzern verschachert. Jetzt wird’s teuer.

Red. Der Autor dieser Kolumne, Bernd Hontschik, ist Chirurg und Publizist.

Über den Verkauf der Universitätskliniken Marburg und Giessen (heute 86 Spitäler und Institute mit 11’000 Mitarbeitenden) an den börsennotierten Konzern Rhön-Klinikum AG (Umsatz 2011: 1,4 Milliarden Euro) ist in den vergangenen sechzehn Jahren eigentlich schon alles gesagt worden. Vorher hatte die Hessische Landesregierung ihre gesetzlichen Verpflichtungen der Krankenhausfinanzierung jahrelang und so lange ignoriert, bis die Kliniken in ihrer Bausubstanz soweit heruntergekommen waren, dass CDU und FDP sie für den Spottpreis von 116 Millionen Euro an den Rhön-Konzern verkaufen konnten, der seinen Aktionären seitdem zehn Prozent Rendite zukommen lässt. Die Landesregierung unter Roland Koch brüstete sich lauthals, den Landeshaushalt von der millionenschweren Last notwendiger Investitionen und Unterhaltskosten befreit zu haben. Was dem ärztlichen und pflegerischen Personal damit angetan wurde, interessierte nicht. Was das für die Medizin bedeutete, interessierte auch nicht. Heute wissen wir aber, dass alles sowieso ganz anders gekommen ist. Denn niemand weiss ja, was in dem Kaufvertrag von 2006 eigentlich vereinbart worden ist. Der Vertragstext ist nach wie vor geheim. Warum ist dieser Vertrag wohl geheim? Misstrauen ist angesagt.

Bernd Hontschik

Versprechungen wurden nicht eingehalten, vertraglich Vereinbartes gekündigtDruckversuche ausgeübt und die Öffentlichkeit immer wieder getäuscht, aber das Schlimmste ist: Seitdem lässt sich jede Hessische Landesregierung am Nasenring durch die Manege führen. Nicht einen einzigen Euro hat der Verkauf der Universitätskliniken erspart, im Gegenteil. Vor kurzem hat die Hessische Landesregierung sogar eine halbe Milliarde Euro für den Konzern locker gemacht, um die privatisierten Universitätskliniken «zu fördern»!

Weniger Forschung und hohe Ausschüttungen an Aktionäre

Red. Auf der Wikipedia-Seite über die privatisierten Universitätsspitäler ist folgende Anmerkung zu finden:
Der Autor und Journalist Werner Rügemer kritisierte in einer Analyse der Privatisierung, dass sich die Arbeitsbedingungen im Klinikum verschlechterten, weniger Geld in Forschung investiert werde, der Unterricht für Medizinstudenten regelmässig ausfällt und die Anzahl der Doktorarbeiten rückläufig ist. Gleichzeitig wurden im Zeitraum von 2015 bis 2019 insgesamt 278,2 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Hinzu kamen 10 Millionen Euro an Aufsichtsratsmitglieder, der doppelte Betrag an aktive und ehemalige Vorstände sowie 6 Millionen Euro an das Wirtschaftsprüfungsunternehmen PricewaterhouseCoopers.

Und in der ganzen langen Reihe von Tricks und Täuschungen ist aktuell nun die Partikeltherapie an der Reihe. Die Partikeltherapie war 2006 eine der grossen und gross angekündigten Versprechungen des Rhön-Konzerns, um die Vorteile der Privatisierung der Unikliniken anzupreisen. Bei der Partikeltherapie handelt es sich um eine Sonderform der Strahlentherapie zur Behandlung bösartiger Tumoren. Zur Anwendung kommen positive Ionen. Grosse Hoffnungen ruhen auf ihr. Die Partikeltherapie ist mit einem hohen technischen und apparativen Aufwand verbunden und der konventionellen Strahlentherapie überlegen, denn nicht nur das Bestrahlungsfeld lässt sich punktgenau konfigurieren, sondern auch die Bestrahlungstiefe. In Deutschland gibt es bislang nur zwei Zentren, die diese Therapie anwenden können, in Heidelberg und eben in Marburg.

Auszug aus der Wikipedia: Von Juli 2001 bis Juni 2013 war er Mitglied des Aufsichtsrats der Rhön-Klinikum AG. Hierbei geriet er in die Kritik, da der Rhön-Klinikum AG 2013 die Ausbeutung der Putzkräfte und Unterlaufen des Mindestlohns vorgeworfen wurde, in der Zeit, in der Lauterbach im Aufsichtsrat saß.[80] Er gab den Posten im Juni 2013 im Zusammenhang mit seiner Berufung in das Kompetenzteam von Peer Steinbrück für die Bundestagswahl 2013 ab.[81]

Und nun verkündet Christian Höftberger, der Vorstandsvorsitzende der Rhön-Klinikum AG, dass diese Technik in Marburg «an ihr Ende kommen wird, weil sie anscheinend zu komplex ist». Eingeweihte wissen natürlich, dass diese technischen Argumente nur vorgeschoben sind, um die betriebswirtschaftliche Logik der Argumentation zu verschleiern. Die Technik sei zu teuer, zu aufwändig und nicht rentabel. Und so ist die Partikeltherapie in Marburg ein eklatantes Beispiel dafür, was mit der Medizin passiert, wenn sie rote Zahlen schreibt: Sie wird gestrichen, geschlossen und eingestellt. Ein Versorgungsauftrag oder die Gesundheit der Betroffenen sind dabei gleichgültig.

Was hier geschieht, ist nicht verboten. Es folgt der einfachen Logik jedes Unternehmens: Kosten senken, Einnahmen steigern, Gewinne ausschütten. Ob das Klopapier, Elektroautos oder Gesundheitsleistungen sind, ist dem Kapital gleichgültig, Hauptsache es vermehrt sich. Wenn Krankenhäuser in Konzernbesitz geführt werden wie jedes andere Unternehmen, dann hat die Medizin abgedankt. Es gibt nur einen Ausweg, und das ist die Gemeinnützigkeit. koste es, was es wolle.

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Diese Kolumne erschien am 13. August in der «Frankfurter Rundschau».

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Grafikquellen        :

Oben      —    Universitätsklinikum Marburg

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Rumrenner ohne Ansagen

Erstellt von DL-Redaktion am 19. August 2022

TV-Moderator Plasberg hört auf

Nehmen nicht alle Talk-Shows den gleichen Verlauf, da niemand über Lügen und Betrügen in der Politik fragt?

Von Steffen Grimberg

TV-Moderator Plasberg hört auf. Moderator Frank Plasberg macht Schluss bei „Hart aber fair“ und geht in Rente. Tatsächlich? Schade wäre das – und Jobs gibt es ja gerade.

Gefühlt hat Frank Plasberg noch Jahrzehnte vor sich. Aber bei Wikipedia steht’s schwarz auf weiß: Der Kerl ist tatsächlich schon 65. Und „Hart aber fair“ läuft auch schon seit über zwei Jahrzehnten.

Als die Sache anno 2001 startete, hieß der ARD-Polittalk noch „Sabine Christiansen“. Davor hatte „Talk im Turm“ im Privatsender Sat.1 den lässigen TV-Austausch mit der Politik salonfähig gemacht. Die ARD schaffte das Kunststück, das Konzept fast eins zu eins zu klauen und gleichzeitig das Niveau zu senken. Jetzt sind sie nach einem absoluten Tiefpunkt namens „Günther Jauch“ bei „Anne Will“ angekommen. „Das hast du jetzt aber hart und gar nicht fair formuliert“, sagt die Mitbewohnerin.

Heute heißen alle Polittalks nach ihren Macher*innen. Nur Plasberg blieb stoisch bei „Hart aber fair“, obwohl er wie alle Politmoderatoren natürlich auch ein eitler Sack ist. Das liegt vermutlich an Jürgen Schulte, dem Regisseur und „Schnipselmann“, mit dem „Ansager“ Plasberg die Sendung erfunden hat und bis heute macht. Schulte sorgt für Bodenhaftung und die Einspielfilme, mit denen 2001 „Hart aber fair“ so richtig neu war.

Außerdem fragt Plasberg anders, schärfer und meistens immer noch interessanter als der Rest. Beim Start im WDR-Dritten war „Hart aber fair“ satte 90 Minuten lang und bezog von Anfang an die Zuschauerschaft mit ihren Fragen und Kommentaren ein. Dabei gab’s weder Twitter noch Facebook. „Man kann eben auch in der Regionalliga Bundesliga versuchen“, war Plasbergs Motto. Und plötzlich guckten in der Regionalliga eine Million zu. 2005 wurde Plasberg und Schulte der WDR-Byzantinismus zu bunt, sie gründeten ihre Produktionsfirma „Ansager und Schnipselmann“. Da hätten sie schon längst ins Erste gehört.

Keinen Bock auf Plasberg

Quelle       :        TAZ-online         >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —    Frank Plasberg, deutscher Journalist und Fernsehmoderator. Foto nach der Aufzeichnung von Hart aber fair, eine Fernsehsendung des Westdeutschen Rundfunks

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DL – Tagesticker 19.08.2022

Erstellt von DL-Redaktion am 19. August 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Wie ehrlich ist Olaf Scholz im Cum-Ex-Skandal ?  – . –  2.) Der Bonus, den es angeblich nie gab  – . –   3.) Der Gas-Preis bleibt heiß  – . –  4.) Holocaust-Äußerung von Mahmud Abbas  – . –  5.) Ex-Minister Gerhart Baum kritisiert seine FDP   . –   DL wünscht allen Leser-Innen eine  gute Unterhaltung.

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Nahmen Politiker-Innen nicht schon immer das Recht für sich in Anspruch alles das zu machen, was sie ihrem Volk zuvor Verboten hatten?  Etwa wie Demos, Spaziergänge, vor den Häusern der Bewohner usw. usw.? Wenn die Bürger-Innen den Anordnungen nicht Folge leisteten wurden die Uniformierten Garden von der Leine gelassen, welche auf Pfiff -Schlägertruppen gleich – Anordnungen per Gewalt durch setzten, welche sogar vor Mordtaten nicht zurück schreckten.

Am Freitag muss der deutsche Bundeskanzler vor dem Hamburger Untersuchungsausschuss zu dem Steuerskandal aussagen. Bis jetzt leugnet er eine politische Einflussnahme. Viel deutet jedoch darauf hin, dass es sie gab. Ein Überblick.

1.) Wie ehrlich ist Olaf Scholz im Cum-Ex-Skandal ?

Ein Schliessfach voller Geld. Das ist so konkret und plastisch, das versteht jeder. Es erinnert an einen Krimi. Das Schliessfach gehört dem SPD-Politiker Johannes Kahrs, einer schillernden Figur, bestens vernetzt, einflussreicher Haushaltspolitiker im Bundestag, Jahrzehnte mit Strippenziehen beschäftigt – und dann im Mai 2020 ganz plötzlich von allen Ämtern zurückgetreten und rätselhaft abgetaucht. Das Schliessfach brachte den Cum-Ex-Steuerskandal wieder zurück ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, und das gefällt dem deutschen Bundeskanzler gar nicht. Er wird den Makel einfach nicht los. An diesem Freitag muss Olaf Scholz zum zweiten Mal vor dem Untersuchungsausschuss der Bürgerschaft, dem Hamburger Landesparlament, aussagen. Beim letzten Mal hatte er sich auf «Erinnerungslücken» berufen. Inzwischen gibt es aber weitere Ermittlungsergebnisse, die Scholz in Bedrängnis bringen könnten. Worum geht es? Cum-Ex ist einer der grössten Steuerskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte. In den Jahren 2007 bis 2011 prellten die Beteiligten den Staat dank einer Lücke im Gesetz um Steuern in Milliardenhöhe, indem sie rund um den Dividendenstichtag Aktien mit («cum») und ohne («ex») Ausschüttungsanspruch hin und her schoben. In der Folge erstatteten Finanzämter Kapitalertragssteuern, die gar nicht gezahlt worden waren, und das teilweise mehrfach. Das Steuerschlupfloch wurde 2012 geschlossen.

NZZ-online

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Mit den Steuergeldern ihrer Bevölkerung konnte die Politik noch nie umgehen. Darum verkraftet ein Staat auch spielend einen gelernten Hausmeister als Finanzminister. In der Politik – und das sehen wir hier einmal mehr in aller Deutlichkeit – werden ganz andere Fähigkeiten verlangt. Da geht es nur darum die Clans ihrer Parteien bei der Stange zu halten. Hauptsache, sie folgen den Anweisungen von Oben. Dann ist alles egal – Scheißegal, sei es in den Behörden, Kranken, Lebens, oder sonstige staatl. Institutionen.

Der RBB hat Gehälter und „leistungsorientierte Vergütungen“ an der Senderspitze offengelegt. Über die Hintergründe des Systems, das es nicht mehr lange geben soll. Hagen Brandstäter, geschäftsführender Intendant des RBB, kennt kein Bonussystem im RBB, schafft es jetzt aber ab!

2.) Der Bonus, den es angeblich nie gab

Variable Gehaltsanteile – so wollte Hagen Brandstäter das verstanden wissen, was man gemeinhin einfach Bonus nennen würde. Prämie, Sonderzahlung, Geld jedenfalls, das man für besondere Leistungen zusätzlich zum Gehalt erhält. Patricia Schlesinger bekam es, so wie insgesamt 27 in der RBB-Führung. Die Geschäftsleitung und einige Abteilungsleiter wären so an der Erreichung bestimmter Unternehmensziele gemessen worden, erklärte der amtierende Intendant Brandstäter am Dienstag im Brandenburger Landtag. Ein Bonussystem aber habe es im RBB nicht gegeben, darauf beharrte er. Nur einen Tag später veröffentlichte die Geschäftsleitung des RBB gegenüber der Belegschaft die Gehälter in der Senderspitze. Nicht nur die Grundgehälter, sondern auch die „leistungsorientierten Vergütungen“, so viel Bemäntelung musste offenbar noch sein. Wie bei RBB24, der Nachrichtenseite des Senders, nachzulesen ist, erhält der Verwaltungsdirektor des Senders, der nun amtierende Intendant Brandstäter, 230 000 Euro Grundvergütung – und mehr als 30 000 leistungsorientierten Zusatz. Die Juristische Direktorin und der Produktions- und Betriebsdirektor erhalten knapp unter 200 000 Euro Grundgehalt und etwa 39 000 beziehungsweise 38 000 dazu. Der Programmdirektor, Jan Schulte-Kellinghaus, verdient 215 000 Euro, „leistungsorientiert“ kommen knapp 31000 Euro hinzu. Die Personalie, für die sich Belegschaft und Öffentlichkeit am brennendsten interessieren, fehlt: Patricia Schlesinger.

Süddeutsche-Zeitung-online

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Hieß es nicht immer schon in der Politik: Rechte Tasche – Linke Tasche und dann das Maul weit auf – heraus kommt nichts als Hühnerkacke in Form der Scholzigen Sprachakrobatik. 

Geringere Mehrwertsteuer auf Gas. Die Ankündigung des Kanzlers ist nur ein Anfang. Der anstehende Winter könnte ziemlich kalt werden – nicht im übertragenen Sinn, sondern ganz real.

3.) Der Gas-Preis bleibt heiß

Er kann es also doch. Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich am Donnerstag kurz ins Fernsehen gestellt und dem Volk da draußen die größten Sorgen genommen. Die Mehrwertsteuer auf Gas wird ab Oktober zeitlich befristet von 19 auf 7 Prozent abgesenkt. Aber mal abgesehen davon, dass kaum nachvollziehbar ist, wieso den Ver­brau­cher-in­nen erst eine Gasumlage aufgebrummt wird, die dann per Steuersenkung wieder ausgeglichen wird, anstatt das Geld direkt an die klammen Gasimporteure zu geben: Ist jetzt wenigstens für die Ver­brauch­er-innen wieder alles gut? Leider nein. Denn Gas wird nicht wieder billiger. Es wird nur etwas weniger teurer. Viele müssen aktuell bereits durch Schreiben ihres Energieversorgers erfahren, dass sich die Kosten locker mal vervierfachen. Wer bisher beispielsweise 100 Euro im Monat für Heizung und Herd verbrennt, wird bald schon rund viermal so viel zahlen müssen. Die Steuerdämpfung von Scholz mildert das etwas ab. Statt 400 muss man nur mit 360 Euro im Monat rechnen. Für viele wird das immer noch unbezahlbar bleiben. Zu Recht wird daher schon ein heißer Herbst befürchtet. Mit heftigen Protesten und vermutlich mit „Scholz muss weg!“-Plakaten. Man muss hoffen, dass sich eine stabile, schlüssig argumentierende Bewegung von links bildet, die den berechtigten Unmut auffängt – und nicht einer extremen Rechten überlässt.

TAZ-online

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Hatte nicht Merkel die „Nazi – onale Staatsräson“ einst Hoffähig gemacht, welcher nun natürlich jeder Erbprinz im gleichen Geist folgen muss? Nur so, dem gleichen Duktus folgend, wird es nie gelingen seinem Volk in Aufklärender Weise zu Dienen, was auch wohl von der Politik nicht gewünscht wird. Als sich selbst laizistisch gebender Staat sollte dieser aber die Trennung zwischen den Religionen und seinen Staaten nicht noch mit groben Fahrlässigkeiten unterstützen. 

Worauf die Kritik an Olaf Scholz zielt. Mit seiner Holocaust-Äußerung hat Mahmud Abbas für einen Skandal gesorgt. In der Aufregung und der Kritik an Olaf Scholz geht unter, wie viel Sprengstoff in seinen anderen Statements liegen.

4.) Holocaust-Äußerung von Mahmud Abbas: 

Normalerweise gilt der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, kaum als provokant. Als er jedoch vergangenen Dienstag, am Ende der Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz, „50 Massaker, 50 Holocausts“ erwähnte, die Israel seit 1947 in palästinensischen Orten verübt hätte, lieferte er damit vielen – einschließlich der Medien – ein willkommenes Skandalon, um der Diskussion über die eigentlichen Äußerungen aus dem Weg zu gehen. Abbas bedankte sich mehrfach überschwänglich für die humanitäre Hilfe, die Deutschland den Palästinensern zukommen lässt, und dafür, dass die deutsche Regierung an ihrer Politik der Verurteilung des Siedlungsbaus und der Zweistaatenlösung in den Grenzen von 1967 festhalte. Scholz bestätigte in seinen Statements, dass seine Regierung in diesen Punkten die Kontinuität langjähriger deutscher Politik fortsetze. Übereinstimmung herrschte auch im Bekenntnis zu einer nur in Verhandlungen zu erreichenden Friedenslösung. Gewaltfreiheit sei der wichtigste Pfeiler der Politik seiner Regierung, betonte Abbas mehrfach – ebenfalls überschwänglich. Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde ging so weit, indirekt sogar die Möglichkeit einer Ein-Staaten-Lösung mit gleichen Rechten für Palästinenser und Israelis einzuräumen, von der freilich nicht zu erwarten sei, dass Israel sie in dieser Form akzeptieren würde. Da zur Zeit nur ein Apartheid-Staat in Aussicht stehe, bliebe den Palästinensern nichts anderes übrig, als einen eigenen zweiten Staat anzustreben. Vom Begriff der Apartheid distanzierte sich Scholz im Namen der deutschen Israel-Politik. Hamas bereitet sich auf eine politische Rolle vor. Mahmud Abbas sprach auch von der Vorbereitung der von Scholz angemahnten palästinensischen Wahlen. Unerwähnt blieb, dass die Palästinenser diesen Wahlen durch die im Juli in Algier besiegelte Versöhnung von Fatah und Hamas einen wichtigen Schritt näher gekommen sind . Ein weiteres Indiz dafür, dass sich Hamas auf eine in erster Linie politische Rolle vorbereitet, war ihre Zurückhaltung bei dem Schlagabtausch zwischen Israel und den Palästinensergebieten Anfang August. Allerdings wird das Abhalten von palästinensischen Wahlen auch von Israel behindert, weil es der Teilnahme der Bürger des annektierten Ostjerusalem nicht zustimmt.

Freitag-online

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Das ist Politik wie sie Leibt und lebt. Mit den Jahren wächst auch der Verstand. So sprich Tacheles mit den Hausmeister und lehre ihm die Sitten:  Trete ihn in den Allerwertesten  und fahre mit ihm Schlitten !

»Nein-Sager-Partei«. Der frühere Bundesinnenminister der FDP traut seiner Partei nicht zu, die Klimakrise zu bekämpfen. Lob hat er für einen Grünen übrig.

5.) Ex-Minister Gerhart Baum kritisiert seine FDP

Es ist nicht das erste Mal, dass FDP-Urgestein Gerhart Baum deutliche Worte für die Liberalen findet: In einem Interview hat sich der ehemalige Innenminister über das Verhalten der FDP in der Klimakrise geärgert und sich für ein Tempolimit auf Autobahnen ausgesprochen. »Die FDP tritt immer als Nein-Sager-Partei auf«, sagte er dem am Freitag erschienen Podcast »Die Wochentester« des »Kölner Stadt-Anzeigers« und des Redaktionsnetzwerks Deutschland. »Traut man ihr wirklich zu, den Klimawandel zu bekämpfen? Ich hätte längst auf den Autobahnen eine Geschwindigkeitsbegrenzung gemacht.« Der 89-jährige frühere Bundesinnenminister (1978–1982) lobte dagegen ausgerechnet einen Grünenpolitiker: »Die Position, die Herr Habeck einnimmt, vermisse ich bei der FDP. Es ist mir alles zu kalt und zu rational«, sagte er. »Ich habe eine gewisse Skepsis gegenüber der Haltung der FDP zum Staat. Der Staat ist nicht böse. Er hat wichtige Aufgaben«, kritisierte der frühere Spitzenpolitiker seine eigene Partei weiter.  Baum gilt als einer der profiliertesten Verfechter des linksliberalen Flügels seiner Partei. Er hatte kürzlich bereits den Coronakurs der aktuellen FDP-Parteiführung scharf kritisiert. Nach den für die FDP dürftigen Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein hatte Baum der Partei teils Verantwortungslosigkeit vorgeworfen.

Spiegel-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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