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Archiv für Mai 8th, 2022

Ein „Danke an Omikron“

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2022

Es wird Zeit für „Danke Omikron!“-T-Shirts

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Können solche Augen töten, solch eine Nase näseln – oder solche Zähne beißen ?

VON GEREON ASMUTH

Erinnert sich noch jemand an Karl Lauterbach? Diesen Gesundheitsminister, der Anfang April verkündete, im Mai sei eine Quarantäne für Corona-Infizierte ohne Symptome nicht mehr angemessen? Der einen Shitstorm erntete und Rücktrittsforderungen gerade auch in der Social-Media-Welt, die ihn nur Monate zuvor erst ins Amt getwittert hatte? Der noch am selben Abend, nein, nicht zurücktrat, aber einen Schritt zurück tat und in einer Talkshow bei Markus Lanz die angekündigte Lockerung gleich wieder cancelte?

Der Fall zeigt, wo wir nach zwei Jahren Corona stehen. Genauer gesagt: nach zwei Jahren erhitzter Debatte. Zwei Jahre, in denen die Quer­den­ke­r:in­nen mit Verschwörungsfantasien sprachlos machten. Zwei Jahre aber auch, in denen das „Team Vorsicht“ seine meist mehr als berechtigten Warnungen so oft wiederholen musste, dass es einigen nun schwerfällt, wieder loszulassen.

Lauterbach musste seinen Vorstoß nicht zurückziehen, weil er Unsinn war. Die mit der Aufhebung der Quarantänepflicht einhergehende Entlastung der Gesundheitsämter wäre eigentlich überfällig. Der Gesundheitsminister hat davon abgesehen, weil ihm die Reaktionen gezeigt hätten, dass es „psychologisch das falsche Signal“ gewesen wäre. Gerade von Ver­tre­te­r:in­nen des „Teams Vorsicht“ war ihm vorgeworfen worden, die Pandemie zu verharmlosen. Es ging also nicht darum, ob eine Maßnahme sinnvoll sein könnte, sondern nur, ob sie auch richtig verstanden wird. Das ist wahrlich keine gute Voraussetzung für eine sachliche Debatte. Dabei wäre es eigentlich endlich Zeit, ein wenig Luft abzulassen. Tief durchzuatmen (ja, das kann man wieder). Und ein „Danke Omikron!“-T-Shirt überzuziehen.

Das war schon Anfang April absehbar. Die Entwicklung der Coronazahlen in den letzten Wochen aber lässt es überdeutlich werden. Zwar hat die Omikron-Variante, die seit Jahresbeginn in Deutschland dominiert, die erwartete gigantische Infektionswelle ausgelöst. Allein in den letzten drei Monaten Februar, März und April wurden 15 Millionen Neuansteckungen registriert, in den zwei Jahren zuvor waren es insgesamt nur 10 Millionen. Doch schon seit sieben Wochen sinkt die Fallkurve kontinuierlich. Aktuell werden zwei Drittel weniger Infektionen registriert als beim Höchststand der Omikron-Welle Ende März.

Skeptiker vom „Team Vorsicht“ geben nun zu bedenken, dass ja anders als noch vor wenigen Wochen kaum mehr getestet werde. Und ohne Tests sehe man die Pandemie nur nicht. Das wäre nicht von der Hand zu weisen, wenn nicht auch andere, weniger anfällige Indikatoren das Abflauen der fünften Coronawelle belegten.

Die Hospitalisierungsrate, mit der das Robert-Koch-Institut die Belastung der Krankenhäuser durch Corona-Patient:innen bemisst, ist wieder auf ein Niveau gesunken, wie es zuletzt Ende Januar gemessen wurde. Und wichtiger noch: Die Zahl der Covid-19-Patient:innen, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen, ist so niedrig wie seit Anfang September nicht mehr. Von einem Zusammenbruch der intensivmedizinischen Versorgung durch Überlastung, wie er im Dezember kurz bevorstand, sind wir aktuell weit entfernt. Dank Omikron!

Tschüs, scheinbare Sicherheit

Denn diese Coronavariante hat sich an die ersten Erkenntnisse der Wis­sen­schaft­le­r:in­nen gehalten. Sie ist zwar mehr als zehnmal so ansteckend wie ihre Vorgängerinnen. Aber sie führt auch – in Kooperation mit den vielen Impfungen – zu deutlich weniger schweren Erkrankungen. Und damit relativ auch zu weniger Toten. Unter Omikron werden nur noch etwa 12 Coronatote pro 10.000 registrierten Infektionen beobachtet. Bei der Vorgängervariante Delta waren es Ende 2021 noch bis zu 10 Mal mehr – trotz hoher Impfquote. Während der dritten Welle Anfang 2021 waren es sogar gut 25 Mal so viele. Da war Corona tatsächlich die furchterregende Pandemie, von der man noch nicht viel weiß, der man gerade deshalb alles Mögliche entgegenstellen musste. Laut der aktuellen Sterberate ist eine Coronainfektion – ja tatsächlich – sogar harmloser als eine Grippe. Dank Omikron.

Liegen diejenigen also falsch, die laut beklagen, dass die Pandemie seit dem weitgehenden Wegfall nahezu aller Beschränkungen nur nicht mehr gesehen werde? Tatsächlich scheint es so, als könne die Dunkelziffer aktuell höher liegen denn je. Aber selbst das belegt nicht die Schwere der Pandemie, sondern das Gegenteil. Wenn es viel mehr Infizierte gibt als von der Statistik erfasst, dennoch aber die Pa­ti­en­t:in­nen­zahl in den Kliniken und die Zahl der Todesfälle nicht steigt, sondern sinkt, dann ist Corona im Frühling 2022 wirklich noch viel harmloser, als es die offizielle Statistik zeigt. Dank Omikron.

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Sogar Kamele lassen sich Impfen. Aber welcher Mensch möchte ein Kamel sein?

Ist Corona also vorbei? Leider nein. Im Gegenteil, wir werden damit leben müssen. Es tritt so langsam ein, was Virologen wie Christian Drosten von der Charité schon Anfang des Jahres vorhergesagt hatten. Corona wird endemisch und zu einem der vielen Viren, denen wir im Laufe unseres Lebens immer wieder begegnen werden. Wir gewöhnen uns daran. Medizinisch betrachtet heißt das: Unsere Körper, die vor zwei Jahren noch nicht wussten, was sie Corona entgegensetzen sollten, haben Abwehrmechanismen entwickelt. Mit jeder Begegnung mehr. Und Omikron hat ihnen dabei entscheidend geholfen – gerade weil es so viele Menschen so schnell erreicht hat.

Drosten hatte die Omikron-Variante schon im Januar als „Nachdurchseuchungsvirus“ und im Grunde „perfektes erstes endemisches Virus“ bezeichnet. Mittlerweile sieht er sich bestätigt. Vor wenigen Tagen freute sich der Charité-Mediziner auf Twitter über aktuelle Forschungsergebnisse. Durch die Omikron-Welle sei die Immunität in der Bevölkerung offensichtlich so sehr gestiegen, dass nun die Schwere der Erkrankungen bei weiteren Infektionen nachlasse. Dank Omikron.

Quelle      :       TAZ-online         >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen      :

Oben     —   Karl Lauterbach in der WDR-Sendung „Maischberger“ am 2019-04-10

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Mann gesund – Zeit krank

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2022

Youtube – ein Video von einem kerngesunden, jungen Mann

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Ein Symbolfoto unabhängig vom Artikel

Von Johannes Kreis

wir möchten auf einen Beitrag von follow me. reports hinweisen, der einen kerngesunden, jungen Mann zeigt.

follow.me reports, „Ein Video von einem kerngesunden, jungen Mann“, 2019https://www.youtube.com/watch?v=jnGXEowVnD0

Dieser Mann ist ganz offensichtlich, für jeden erkennbar, kerngesund. Er hat keinerlei Symptome, er leidet an nichts, er treibt Sport, er lebt ein ganz normales Leben.

Aber eine Wissenschaftssekte, die keine Kritik erlaubt und nur überzeugte Virus-Fanatiker in ihren Reihen duldet, hat ihn für krank erklärt, da er positiv auf einen Biomarker reagiert. Dieser junge Mann war und ist vollkommen gesund, mit und ohne positiven Biomarker. Aber mit positivem Test ist er als Aussätziger gekennzeichnet, der 15 – 20 Jahre nach seinem positiven Test sterben soll (slow virus Hypothese). Erst wenn er hochgiftige und am Ende tödliche Substanzen nimmt, darf er in die Gemeinschaft zurück.

Tatsächlich ist dieser symptomfreie, junge Mann gesund, ohne dass es irgendeiner Therapie bedarf. Er hätte eine vollkommen normale Lebenserwartung, wenn er nicht durch enormen sozialen Druck dazu verurteilt worden wäre, sich einer hochtoxischen, lebenslangen(!) Therapie zu unterziehen. Die Liste der Nebenwirkungen, die sich über die nächste Jahre bei diesem jungen Mann zeigen werden, ist lang. Er wird sie alle durchlaufen, denn die sogenannte „Therapie“ ist hochgiftig und man wird deshalb die Substanzen im Laufe der Jahre mehrfach wechseln.

or

https://clinicalinfo.hiv.gov/sites/default/files/guidelines/documents/AdultARV_GL_AdverseEffects.pdf

Bleeding Events

Bone Density Effects

Bone Marrow Suppression

Cardiac Conduction Effects

Cardiovascular Disease

Cholelithiasis

Diabetes Mellitus and Insulin Resistance

Dyslipidemia

Gastrointestinal Effects

Hepatic Effects

Hypersensitivity Reaction

Excluding rash alone or Stevens-Johnson syndrome

Lactic Acidosis

Lipodystrophy

Myopathy/Elevated Creatine Phosphokinase

Nervous System/Psychiatric Effects

Rash

Renal Effects/Urolithiasis

Stevens-Johnson Syndrome/Toxic Epidermal Necrosis

Diese Liste ist eher zu kurz als zu lang, da man einige allzu toxische Substanzen wie Didanosin (ddI), Stavudin (d4T), Fosamprenavir (FPV), Indinavir (IDV), Nelfinavir (NFV), Saquinavir (SQV) und Tipranavir (TPV) inzwischen nicht mehr einsetzt. Davor waren sie jahrelang in Gebrauch, mit katastrophalen Folgen für die damit behandelten Menschen.

Hautausschlag und Kopfschmerzen, nach  denen der behandelnde Mitarbeiter der Universität Jena den jungen Mann fragt, das sind Symptome von Nebenwirkungen dieser Substanzen. Ebenso prüft dieser Mitarbeiter Leberwerte und Nierenwerte. Das prüft er nicht wegen HIV, sondern wegen der schweren Leber- und Nierenschäden, die diese Substanzen verursachen. Die Literatur dazu ist eindeutig, siehe auch unten.

Und natürlich kommt auch wieder der Unsinn von der Viruslast. Die ist uninteressant, denn was immer man dort mit einem Test glaubt nachzuweisen, es hat keinen Bezug zu irgendeiner Form von Erkrankung. Es ist seit langem bekannt, dass es keinen Zusammenhang zwischen der sogenannten Viruslast und einer Abnahme der CD4 Zellen des Immunsystems gibt, was das AID Syndrom einleiten soll.

only a small proportion of CD4 cell loss variability (4%-6%) could be explained by presenting plasma HIV RNA level

Es ist das übliche Viruslast-Blendwerk. Der Begriff „Virus“ reicht für diesen Hokus-Pokus.

In dem Betrag fehlen die Gutmenschen von der Deutsche-AID-Syndrom-Hilfe, die sonst zu Wort kommen. Üblicherweise schwabulieren diese Damen und Herren dann über eine mögliche Erkrankung 15 – 20 Jahre nach einem ersten positiven Biomarker-Test. Keiner von diesen Herrschaften ist jemals auch nur in der Nähe eines molekularbiologischen Labors gewesen. Keiner kann irgendeinen Beweis für die Hypothese eines „Langsamen Virus“ (Lentivirus) als Ursache des AID Syndroms angeben.

Niemand von der Universität Jena klärt den jungen Mann darüber auf, dass bis heute niemand weiß, wie HIV-1 überhaupt zu einem nennenswerten Sterben von CD4 Zellen des Immunsystems führen soll. Es sind viel zu wenige Zellen infiziert, als dass dies zu einer Schwächung des Immunsystems führen könnte. Zugleich werden CD4 Zellen in enormer Menge jeden Tag neu gebildet.

“HOW DOES HIV-1 CAUSE AIDS?  As is apparent from this article and the rest of the collection, in the 25+ years since its discovery, we have learned an enormous amount about HIV, but we still cannot answer the one big question: How does HIV-1 cause AIDS?”

Even if we knew the mechanism of HIV-mediated cell killing, we would not know how HIV-1 causes CD4+ T-cell decline and AIDS in humans. The observation that virus and cell turnover rates in various SIVs in their natural hosts (such as SIVsm in sooty mangabeys), which do not progress to AIDS, are essentially identical to those in humans, who do progress, implies that cell killing alone cannot account for AIDS pathogenesis. Indeed, this result is consistent with the high natural turnover rate of activated effector memory helper T cells, the primary target for HIV-1 infection, on the order of 1010 cells per dayof which only a small fraction are infected after the initial primary infection phase.”

Niemand klärt den jungen Mann darüber auf, dass es seit Millionen von Jahren Lentiviren gibt, und dass diese im Tierreich weitverbreitet sind. Man findet sie u.a. bei Pferden, Rindern, Schafen, Katzen, Hunden und Affen, ohne dort zu irgendeiner Schädigung zu führen, auch Jahrzehnte nach einem positiven Test. Niemand klärt den  jungen Mann darüber auf, wie die sogenannte Wissenschaft seit 37 Jahren vergeblich versucht, Affen zu finden, die nach Jahrzehnten der Gefangenschaft und unzähligen Experimenten so etwas wie eine AID Syndrom ähnliche Immunschwäche zeigen (apes don’t get AIDS).

Niemand klärt den jungen Mann darüber auf, was für ein unglaublicher Zufall es gewesen sein muß, dass es um 1930 herum zu mindestens 13 Zoonosen von mindestens 3 verschiedenen Affenarten in Afrika gekommen sein soll, damit der Virus 1981 ausgerechnet zum ersten Mal in einer schwer vorgeschädigten Population von Homosexuellen in den USA auftaucht. Nicht nur das. Die 13 Zoonosen um 1930 herum hätten auch fast zeitgleich zu dem Entstehen von 2 neuen Lentivirusarten beim Menschen geführt, HIV-1 und HIV-2, die sich im Genom um ca. 45% unterscheiden. Trotzdem wird ihnen dieselbe Wirkung unterstellt.

Keiner der Virus-Spinner in den deutschen HIV Schwerpunkt Praxen sagt dem jungen Mann, welche der Millionen von unterschiedlichen Varianten des HI Virus er trägt. In 20 Jahren, wenn dieser junge Mann von den schweren Nebenwirkungen seiner „Medikamente“ gezeichnet sein wird, ist die ursprüngliche Variante die mutmaßlich zu einem positiven Biomarker-Test geführt hat, längst wegmutiert. Niemand klärt den jungen Mann dazu auf. Hauptsache der Test ist positiv.

“Mutations of the virus occur repeatedly so that every person living with HIV has more than one virus variant [154]. During transmission, a limited number of virus variants (one to a few) are transmitted, but these will also mutate to form new variants so that no two persons’ HIV is identical [155].”

Angesichts von geschätzten 37 Mio. sogenannten Infizierten seit den 1980er Jahren bedeutet das eine ungeheure Menge von Mutationen für einen Virus, der nur 9.000 Basenpaare lang ist.

In solchen Beträgen wie von follow me.reports werden regelmäßig Menschen gezeigt, die die “Arzneimittel“ schlecht metabolisieren und fast vollständig wieder ausscheiden. Deshalb zeigen sich in solchen Menschen die Nebenwirkungen erst später. Aber irgendwann, nach 20 – 30 Jahren, nach Jahrzehnten der Therapie mit schweren Zellgiften, wird der junge Mann aus dem Video oben, so aussehen wie Scott Jordan,

•    The Guardian, „Growing old with HIV: ‚I’m in my 30th year of sickness. For the last 23, I’ve thought about death almost every day‘“, 2014https://www.theguardian.com/society/video/2014/aug/14/hiv-america-us-aging-video

Wie man auf einem Bildausschnitt sehen kann bekommt Scott Jordan u.a. folgende Substanzen verschrieben,

Stribild, 25-50 mg täglich, ein „antiretrovirales“ Kombinationspräparat aus Elvitegravir, Cobicistat, Emtricitabine und Tenofovir

Atenolol und Chlorthalidone, 40 mg 2x täglich, ein Beta-Blocker gegen Bluthochdruck

Nexium (Esomeprazol), 40 mg 3x täglich, gegen schwere Gastritis

Oxycontin (Oxycodon), 40 mg, 3x täglich, ein Opioid und sehr starkes Schmerzmittel mit hohem Suchtpotential

Crestor (Rosuvastatin), 40 mg, 1x täglich, ein Cholesterinsenker, gegen Fettstoffwechselstörungen

Geodon (Ziprasidone), 20 mg 1x täglich, ein Antipsychoticum zur Behandlung von Schizophrenie und bipolarer Störung

Lyrica (Pregabalin), 50 mg 2x täglich, gegen neuropathischer Schmerzen, Epilepsie sowie allgemeine Angststörungen, darf nicht zusammen mit Opioiden eingenommen werden

Lamictal (Lamotrigin), 150 mg 2x täglich, gegen Epilepsie und affektive Störungen

Prozac (Fluoxetin), 10 mg 1x täglich, ein Anti-Depressivum, mit bekannten, schweren Nebenwirkungen

Alle diese Substanzen erzeugen schwere Nebenwirkungen.

Scott Jordan, der Mann im Guardian wurde 1984 HIV+ gemessen. Er hatte keine der ca. 30 AIDS definierenden Krankheiten. Er ist von keiner dieser Krankheiten geheilt worden. Er hat sie nie gehabt. Trotzdem nimmt er pro Tag insgesamt 13 verschiedene Medikamente. Die meisten inzwischen gegen die Nebenwirkungen seiner „antiretroviralen Therapie“. Diese betreffen bei Scott Jordan vermutlich vor allem das zentrale Nervensystem, was die hohe Anzahl an Psychopharmaka und Anti-Epileptika zeigen.

Psychatrische Erkankungen sind neben chronischem Bluthochdruck sehr häufige Nebenwirkungen der sogenannten „antiretroviralen Therapie“, vgl.

  • Maggi et al., “Clusterization of co-morbidities and multi-morbidities among persons living with HIV: a cross-sectional study.”, BMC Infect Dis. 2019 Jun 25;19(1):555, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31238916

“Non-HIV co-morbidities included: cardiovascular diseasediabetes mellitushypertensiononcologic diseasesosteoporosis, probable case of chronic obstructive pulmonary disease (COPD), hepatitis C virus (HCV) infection, psychiatric illnesskidney disease.”

“Table 1 – Characteristics of 1087 patients enrolled in the Cluster Project: Years since ART initiation 9.0 (4.0–16.0)”

“The most frequent co-morbidity was dyslipidemia (55.3%), followed by hypertension (31.4%), COPD (29.4%), hepatitis C virus (HCV) infection (25.4, 5.5% with detectable HCVRNA), psychiatric illness (10.3%), diagnosis of osteopenia/osteoporosis (10.1%), diabetes (6.1%), and renal impairment (4.8%); 95 (8.7%) subjects had history of non-AIDS-defining cancer. Forty-nine patients (4.5%) had pCVD events.“

“Our data evidence that, in spite of mean age lower than 50, co-morbidity was the rule among our PLWH (82%)and that more than 50% of our patients were multi-morbid. Moreover, about 30% of them had three or more chronic non-HIV related conditions, thus confirming recent data provided by other studies in the field.”

Jedoch, all dies attributieren die Vorzeige-Wissenschaftler der Virologie seit 37 Jahren dem Hirngespinst eines „Langsamen Virus“ (Lentivirus), zu denen auch das HI Virus zählt.

Dass diese Menschen überhaupt so lange leben, hat allein damit zu tun, dass man in den letzten 30 Jahren die Dosen massiv gesenkt hat und zu weniger toxischen Substanzen übergegangen ist. Diese Menschen leben nicht länger dank der Medikamente, sondern aufgrund der heute niedrigeren Dosen sterben sie langsamer. So ist die Tenofovir Dosis in der Tenofivir Alafenamid Formulierung des in dem Beitrag von follow me.reports gezeigten Descovy (Descovy und Tivicay Kombinations-„Therapie“ des jungen Mannes) 9 mal niedriger (nach Molekulargewicht) als in der sogenannten „HIV Prä-Expositionsprophylaxe (PreP)“ mit Truvada (Tenofovir Disoproxil Fumarat Formulierung). Deshalb gibt es mit Descovy deutlich weniger Nebenwirkungen, wie erwartungsgemäß bei der DISCOVER Studie von Gilead Science herauskam, vgl.

  • Results from DISCOVER Trial Provide Bone and Renal Safety Profile Data from Participants who Switched from Truvada for PrEP® to Descovy for PrEP.”, Conference Reports for NATAP, IDWeek October 3 -7, 2018
    San Francisco, CA, http://www.natap.org/2019/IDWeek/IDWeek_61.htm

Die niedrigere Nebenwirkungsrate geht auf die deutlich niedrigere Dosierung von Tenofovir zurück, das zu einer Stoffklasse mit dem Phantasienamen „Nukleotidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI)“ gehört. Diese Stoffklasse schädigt nachweislich die Mitochondrien, die Energielieferanten der Zellen, und führt nach einigen Jahren zu vielfachen Gewebeschäden. Die Literatur dazu ist auch eindeutig.

“In 1988, the suggestion that the first antiretroviral drug, zidovudine, was the potential cause of muscle pathology in HIV-infected persons resulted in structural and biochemical patient studies demonstrating acquired mitochondrial dysfunction. Assessment of subsequent nucleoside analog reverse transcriptase inhibitor (NRTI) antiretroviral drugs has indicated that mitochondria are a common target of NRTI toxicity in multiple tissues, leading to a wide variety of pathology ranging from lipodystrophy to neuropathy. Overwhelmingly, these complications have emerged during post-licensing human studies.”

“Millions of patients have been treated with mitochondrially toxic NRTIs and these drugs remain the backbone of antiretroviral rollout in much of sub-Saharan Africa.”

Es sei noch angemerkt, dass die sinnlose und schädigende Descovy – Tivicay Kombinations-„Therapie“ des jungen Mannes alle 3 Monate die Krankenkasse 1561,47€ (Descovy) und 2134,88€ (Tivicay) kostet, zusammen 3.696,35 €. Und diese oder ähnliche Präparate soll dieser junge Mann den Rest seines Lebens nehmen. Wer würde eine so profitable Therapie aufgeben wollen?

Jede neue Generation von jungen Menschen glaubt den Quatsch von den zoonotischen Killerviren, die alle 5 – 8 Jahre die Menschheit seit 40 Jahren heimsuchen sollen, seit es mit dem Viruswahnsinn und HIV in den 1980er Jahren anfing. Und sie glauben auch den Unsinn von den Wunderdrogen, die die Wissenschaft aus dem Hut gezaubert hat.

Es ist kaum noch jemand da, der ihnen erzählen kann, wie es in den 1980er Jahren wirklich gewesen ist, als man glaubte, in schwerst drogenabhängigen und vielfach mit Geschlechtskrankheiten infizierten Homosexuellen, nach Jahren des Antibiotika Mißbrauchs gegen eben diese Geschlechtskrankheiten, einen neuen Virus gefunden zu haben. Selbst damals reagierte nur ein Teil dieser, ohne jeden neuen Virus, schwer kranken Menschen auf den hastig zusammengeschusterten Test. Später reichte der Test zur Diagnose und die mutmaßliche Infektion, d.h. der positive Test, definiert die Krankheit. Und siehe da, alle Infizierten hatten auch einen positiven Test, denn so hatte man sie ja gefunden. Niemand klärt den jungen Mann in dem Video über diesen klassischen Ringschluß auf, auf dem fast die ganze, sogenannte moderne Infektionsmedizin basiert.

Kürzlich verstarb im Alter von 83 Jahren ein Zeitzeuge des HIV=AIDS Wahnsinns, John Lauritsen, der von Anfang an den Viruswahnsinn miterlebt hat. Seinen Nachruf auf der Webseite von Children’s Health Defense, der Organization von Robert F. Kennedy Jr., schrieb Celia Farber,

Es wird noch mindestens eine Generation dauern, bis man sich der Katastrophe, die der Viruswahn ausgelöst hat, auch in den Medien annähern kann. So ist das eben in der Wissenschaft. Man kann sich nicht immer aussuchen, was man herausfindet. Die sogenannte scientific community kann nur auswählen, was sie diskutiert und worüber man spricht. Aber das ist dann keine Wissenschaft mehr, sondern Marketing.

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Grafikquellen     :

Oben       —   Daniel Sousa – Laboratório Fapcom – 12.10

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Der 09. Mai in Russland

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2022

Was der 9. Mai in Wladimir Putins Russland heute bedeutet –
und wie es dazu kam

Von   :    Shaun Walker

Was an diesem Montag in Moskau oder Mariupol auch geschieht: Der „Tag des Sieges“ der Sowjetunion über Deutschland hat seit Putins Amtsantritt eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen – bis zum Motiv der „Entnazifizierung“ der Ukraine.

In den Städten Russlands werden an diesem Montagmorgen Panzer und Raketenfahrzeuge durch die Hauptstraßen donnern. Soldaten werden über zentrale Plätzen marschiere. Über die Köpfe der Menschen werden Kampfjets hinwegdonnern. Der Tag des Sieges, an dem die Russen das Ende des „großen patriotischen Krieges“, wie sie ihn immer noch nennen, im Jahr 1945 feiern, ist in den zwei Jahrzehnten, in denen Wladimir Putin an der Macht ist, allmählich zum Kernstück eines russischen Identitätskonzepts geworden.

In diesem Jahr, dem des grausamen Angriffs der russischen Armee auf die Ukraine, findet der Tag besondere Resonanz. Einige erwarten eine dramatische Ankündigung Putins, die entweder den Sieg in der Ukraine verkündet oder die Lage weiter verschärft.

In ganz Russland werden einige Familien in Stille ihrer Vorfahren gedenken, die im Kampf gegen den Nationalsozialismus ihr Leben ließen, oder auf die wenigen noch lebenden Veteranen anstoßen. Andere werden im Einklang mit der offiziellen Botschaft einen bombastischeren Ansatz wählen, vielleicht den Kinderwagen ihres Kindes mit einem Pappmaché-Turm versehen, damit er wie ein Panzer aussieht, oder „Nach Berlin“ auf ihr Auto schmieren.

Die „Entnazifizierung“ der Ukraine

Ein düsterer Slogan, der in den vergangenen Jahren am Tag des Sieges an Popularität gewonnen hat, lautet „Wir können es wieder tun“. Russischen Staatsnachrichten zufolge ist dies genau das, was Russland in der Ukraine seit der Invasion am 24. Februar getan hat. Von Anfang an hat der Kreml die Sprache und die Bildsprache des Zweiten Weltkriegs verwendet, um den Angriff auf sein Nachbarland zu beschreiben.

Putin hat die „Entnazifizierung“ der Ukraine als eines der zentralen Ziele seiner Invasion beschrieben. Als er Mitte März im Moskauer Luzhniki-Stadion vor einer fahnenschwenkenden Menge sprach, versprachen Transparente eine „Welt ohne Faschismus“. Seine Soldaten tragen oft das orange-schwarze St.-Georgs-Band, das zum Symbol sowohl für den Sieg im Zweiten Weltkrieg als auch für den Krieg in der Ukraine geworden ist.

Viele halten dieses Gerede von „Entnazifizierung“ für reine Propaganda. Sicherlich gibt es andere überzeugende Erklärungen für den Einmarsch Russlands in die Ukraine: die Angst vor der Expansion der NATO, die postimperiale Verachtung der ukrainischen Sprache und Kultur, oder die Erzählung von Putin als isoliertem Führer, der die Covid-19-Pandemie in einem Bunker verbrachte und dabei über sein Vermächtnis nachdachte. Aber auch die Rhetorik des Sieges und des Kampfes gegen die Nazis, die in den vergangenen beiden Jahrzehnten immer verdrehter geworden ist, spielt eine Rolle.

Natürlich bedarf es einer besonderen Denkweise, um angesichts des russischen Expansionskrieges mit seinen Hinrichtungen, den gezielten Angriffen auf Zivilisten und der Schikanierung Andersdenkender im eigenen Land zum Schluss zu kommen, die Ukrainer seien Nazis. Doch schon seit einigen Jahren wird der Siegeskult von Kritikern als „Pobedobesie“ bezeichnet – eine abfällige Anspielung auf die russischen Wörter für „Sieg“ und „Obskurantismus“.

Putins Vertrauter Nikolai Patruschew

Da sich diese Pobedobesie von Jahr zu Jahr ausbreitete, nahm das Phänomen immer groteskere Formen an: In den Schulen wurden Aufführungen veranstaltet, bei denen sich Kinder als sowjetische Soldaten verkleideten; Menschen, die sich als gefangene Nazis ausgaben, wurden durch die Straßen geführt. Immer mehr Gegner des modernen Russlands wurden als Nazis, Neonazis oder Nazi-Komplizen gebrandmarkt. Heutzutage wird in fast jedem Interview mit einem Repräsentanten des russischen Staates über aktuelle Ereignisse auf den Zweiten Weltkrieg Bezug genommen. Das Außenministerium twittert fast täglich darüber. Putins einflussreicher Vertrauter Nikolai Patruschew machte kürzlich den Westen für den Aufstieg Hitlers verantwortlich und meinte, die heutige westliche Welt (und ihre ukrainischen „Marionetten“) seien die wahren Erben der Nazis. „Man sollte sich nicht von angelsächsischer Seriosität täuschen lassen. Selbst ein eng geschnittener Anzug kann Hass, Wut und Unmenschlichkeit nicht verbergen“, wütete er.

In modernen russischen Darstellungen der sowjetischen Kriegsanstrengungen wird Unbequemes wie der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt von 1939 und die anschließende Aufteilung Europas oder die Deportation ganzer ethnischer Gruppen durch Stalins Regime während des Krieges stillschweigend ignoriert. Auch das Bild der „Nazis“ hat sich zunehmend verwischt. In russischen Geschichtslehrbüchern ist kaum von Hitlers Politik, seinem Aufstieg zur Macht, seinem Antisemitismus und vom Holocaust die Rede. Stattdessen ist das Hauptmerkmal der „Nazis“, dass sie die Sowjetunion angegriffen haben. Nach dieser Logik sind alle, die das moderne Russland bedrohen, ebenfalls Nazis.

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Dieser Prozess ging im Laufe der langen Amtszeit Putins schrittweise voran. Im Jahr 2000 fand der Tag des Sieges nur zwei Tage nach Putins erstem Amtsantritt als Präsident statt. In einer Rede vor Veteranen erklärte der neue russische Staatschef die Bedeutung des historischen Sieges: „Durch Sie haben wir uns daran gewöhnt, Sieger zu sein. Das ist uns ins Blut übergegangen. Das war nicht nur für militärische Siege verantwortlich, sondern wird auch unserer Generation in friedlichen Zeiten helfen, ein starkes und blühendes Land aufzubauen.“

Es gab kaum eine Familie in Russland ohne Verwandte, die im Krieg gekämpft hatten, und die enormen Verluste, die die Sowjetunion durch den Sieg über Deutschland erlitt, stellen die Verluste der anderen Alliierten zusammengenommen in den Schatten. Doch das Erbe des Krieges und Putins Rede von den „Siegern“ war auch ein seltener historischer Lichtblick für eine Bevölkerung, die durch den Zusammenbruch der Sowjetunion und das wirtschaftliche Chaos der 1990er Jahre traumatisiert war.

Natürlich ist Russland nicht das einzige Land, das in seinen Erzählungen über den Zweiten Weltkrieg gefangen ist. Großbritannien hat einen Premierminister, der sich derzeit – weitgehend erfolglos – darum bemüht, den Geist Winston Churchills wirken zu lassen; Polens Regierung arbeitet fieberhaft daran, jeden Hinweis auf polnische Komplizenschaften beim Holocaust herunterzuspielen. Deutschlands Zurückhaltung bei der Lieferung von Waffen an die Ukraine wird weithin dem historischen Schuldgefühl angesichts der Nazi-Vergangenheit des Landes zugeschrieben, und in Teilen der Ukraine verwehren sich viele Menschen tatsächlich dagegen, die Mitschuld ukrainischer Nationalisten an den Verbrechen während der Kriegsjahre zu untersuchen.

2008: Einmarsch in Georgien

Quelle      :       Der Freitag-online       >>>>>     weiterlesen      /      The Guardian

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Grafikquellen     :

Oben       —     Leuchtschrift zum 9. Mai vor dem Weißen Haus, dem Regierungssitz in Moskau (2009)

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Unten      ––        Военный парад на Красной площади в ознаменование 74-й годовщины Победы в Великой Отечественной войне 1941–1945 годов

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Europa und Ukraine-Krieg

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2022

Ein Wettbewerb der moralischen Überlegenheit

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Von Karolina Wigura und Jaroslaw Kuisz

Die Bürger sind solidarischer und vernünftiger als die Staaten. Unter denen herrscht ein unguter Wettbewerb darüber, wer moralisch überlegen ist.

Vor ein paar Tagen wurden wir in der Berliner U-Bahn von einer Frau angesprochen. Sie fragte, wie man zum Alexanderplatz kommt. Lena – so ihr Name – war Ukrainerin, sie kam in der ersten Märzwoche in Berlin an, ganz allein. Da sie einen starken Akzent hatte, wechselten wir zu unserem eher eingerosteten Russisch und erklärten, dass unsere Generation in Polen die Sprache nur in der frühen Kindheit gelernt hatte. Nach 1989 musste niemand mehr „bukvy“, das kyrillische Alphabet, studieren. „Ich danke Polen und seinem ganzen Volk“ – sagte sie gerührt. Und sie war dankbar für die Hilfe Deutschlands.

Plötzlich glauben europäische Länder, dass sie Russland am besten verstehen

Das ist das Berlin von heute, das ist Mittel- und Osteuropa. Und so sieht der Krieg in der Ukraine auf einer höchst individuellen, persönlichen Ebene aus. Es geht um gegenseitige Hilfe, um den Austausch von Telefonnummern, manchmal auch um ein Treffen zum Kaffee mit jemandem, der allein in einer fremden Stadt lebt. Sowohl die Polen als auch die Deutschen zeigen Solidaritätseifer.

Anders sieht es aus, wenn es um die Beziehungen zwischen Ländern geht. Mehr als siebzig Tage sind seit Kriegsbeginn vergangen, und die Stimmung wandelt sich. Noch vor einem Monat, als der Krieg in der Ukraine noch etwas Neues war, zeigten sich, transportiert über die Medien, kollektive Emotionen. Der Krieg war ein Katalysator für die kollektive Angst.

In Osteuropa hat diese Angst eine existenzielle Dimension. Die Ukraine, aber auch Polen und die baltischen Staaten fürchten um ihre Existenz. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat ihnen gezeigt, dass sie verschwinden können. Der Krieg erinnert sie an die verschiedenen Gesichter des mindestens 300 Jahre alten russischen Imperialismus in der Region. Zarismus, Kommunismus und Putinismus verschmelzen zu einer einzigen Bedrohung. Die westeuropäischen Länder hingegen dachten bis vor Kurzem vor allem an den Slogan „Nie wieder!“. Die Menschen hingegen fürchten über Grenzen hinweg einen europaweiten Krieg.

In der heutigen internationalen Politik ist jedoch der Wettbewerb der Ängste durch einen Wettbewerb der moralischen Überlegenheit und in einigen Fällen auch der Arroganz ersetzt worden. Plötzlich scheinen viele europäische Länder zu glauben, dass sie Russland am besten verstehen und dass sie allein die Lösung des Konflikts kennen. Polen – weil es Erfahrungen mit der langen Geschichte der russischen Besatzung hat. Deutschland – weil viele Menschen hier immer noch auf eine Rückkehr zu „Wandel durch enge Beziehungen“ setzen.

Fruchtlose Auseinandersetzungen

Quelle       :        TAZ-online

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Grafikquellen     :

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DL – Tagesticker 08.05.2022

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.)  Trump – MUSS DRAUSSEN BLEIBE   – . –   2.) AUTORIN UND FEMINISTIN  – . –  3.)Tag der Befreiung oder Kriegsende?   – . –   4.) Toll, dieser Panzerfeminismus!  – . –  5.) Mehr als eine Rechengröße   – . –   DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung.

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Wer würde denn ein solches Portal sonst noch nützen um allen Müll in die Welt zu verbreiten. Sind es nicht gewöhnlich die Politiker-Innen für derer Schreie in den staatlichen Mülleimern kein freier Platz mehr vorhanden ist? Irgendwie brauchen gerade Diese ein Format, sich der Spaziergänger zu erwehren.

US-Richter weist Trumps Klage gegen sein Twitter-Verbot ab

1.)  Trump – MUSS DRAUSSEN BLEIBE

Der ehemalige US-Präsident wehrte sich vor Gericht gegen die Löschung seines Kontos bei dem Kurznachrichtendienst, ist damit aber nun gescheitert. Für eine Wiederwahl wäre dieser Kanal jedoch entscheidend. Ob dieser sich ihm wieder öffnet, hängt nun an einer Person. Der frühere US-Präsident Donald Trump hat im juristischen Kampf gegen die Sperrung seines Twitter-Kontos eine Schlappe erlitten. Ein Bundesrichter im US-Bundesstaat Kalifornien wies am Freitag eine entsprechende Klage Trumps ab. Der Richter ließ Trump und seinen Anwälten aber die Möglichkeit offen, diese in geänderter Form erneut einzureichen. Die Kläger würden nicht aus einer starken Position heraus argumentieren, hieß es in der Urteilsbegründung. Twitter sei ein privates Unternehmen und der erste Verfassungszusatz, der die Meinungsfreiheit schützt, gelte für staatliche Eingriffe – nicht aber für angebliche Eingriffe privater Unternehmen, hieß es weiter. Twitter wie auch Facebook und YouTube hatten Trumps Konten im Januar 2021 kurz vor dem Ende seiner Amtszeit gesperrt. Auslöser waren die Erstürmung des US-Kapitols am 6. Januar 2021 durch Anhänger Trumps – und dass er Sympathie für die Angreifer bekundete.  Außerdem behauptete er – auch aktuell noch – ohne jegliche Belege, dass ihm der Sieg bei der Präsidentenwahl im November durch Betrug gestohlen worden sei. Damit heizte er die Stimmung im Land auf.

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Warum eigentlich stellt Russland für solcher Art von streitbereiten Damen von Format, weder eine Uniform noch einen Granatwerfer zur Verfügung ?

Alice Schwarzer: „Selenskyj hört nicht auf zu provozieren“

2.) AUTORIN UND FEMINISTIN

„Provokation ohne Gleichen“: Feministin Schwarzer kritisiert den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hart und rät Scholz von einer Reise nach Kiew am 9. Mai ab. Die Feministin Alice Schwarzer wünscht sich vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gemäßigtere Töne. „Ich bedauere, dass Selenskyj nicht aufhört zu provozieren“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in München bei der Vorstellung des Dokumentarfilms „Alice Schwarzer“. Würde Bundeskanzler Olaf Scholz der Einladung Selenskyjs folgen und am 9. Mai nach Kiew reisen, wäre das eine „Provokation ohne Gleichen“. An dem Tag feiert Russland den sowjetischen Sieg über das nationalsozialistische Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Schwarzer steht seit Tagen wegen eines offenen Briefes an Scholz in den Schlagzeilen, in dem sie sich aus Furcht vor einer Ausweitung des Krieges mit anderen Intellektuellen gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine ausspricht.

Hamburger*Abendblatt-online

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So werden es sicher viele sehen, welche in der Zeit ihre Jugend verbracht haben. Die 68-ger Bewegung entstand nicht im Irgendwo, sondern nahm auch Bezug auf Zeiterscheinungen, welche bis auf den heutigen Tag nicht in Frage gestellt wurden. Warum liegen die Vorkommnisse aus der Haftanstalt „Stammheim“ bis heute unter staatlichen Verschluss?

Was uns die Daten der Internetsuchmaschinen über den 8. Mai sagen

3.) Tag der Befreiung oder Kriegsende?

Kriegsende oder Tag der Befreiung – was tippen Deutsche eher in den Suchschlitz bei ihrer Internetrecherche? Synchron bewegen sich die Verlaufskurven der verräterischen Suchbegriffe in den Google-Trends, eine Kurve immer über der anderen. Nur zum Jahrestag schießt die blaue Kurve „Tag der Befreiung“ über die rote Kurve „Kriegsende“ hinaus – mehr Menschen suchen dann danach, insbesondere anlässlich großer, runder Jubiläen. Eine Karte zeigt die regionale Verteilung der Suchen, fein aufgeschlüsselt nach Bundesländern. Rechts blau, links rot: Im Gebiet der ehemaligen DDR suchen deutlich mehr Menschen nach „Tag der Befreiung“, im Westen eher nach „Kriegsende“. Das überrascht nicht, führte die DDR doch 1950 den „Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus“ als Feiertag ein – zumindest bis 1967 als arbeitsfreien Feiertag. Bis heute zeigt sich die eilige Entnazifizierung der Feiertage in den Such-Statistiken. Und in der BRD? „Kriegsende“ hieß es da – mehr muss man doch dazu nicht sagen! Altnazis und ehemalige Wehrmachtangehörige bestimmten die Deutung der deutschen Kapitulation. Die ging schleppend voran, mit vielen stillen Pausen. Schnell vergessen war Ludwig Erhards Erklärung zum 20. Jahrestag, in der er einen nicht überwundenen, „geistigen und moralischen Verfall“ anmahnte. Auf Willy Brandts Miniatur-Erklärung zum 8. Mai 1970 entgegneten Vertreter der Union: „Niederlagen feiert man nicht.“

TAZ-online

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Die staatlichen verordneten Uniformen werden so schnell auch ihren besonderen Reiz in der Öffentlichkeit nicht verlieren, da diese einfach fester Bestandteil der Deutschen Gehorsamkeit gegenüber den selbsternannten  Vorgesetzten aufzeigt.  Dieses Abzuschaffen käme schon einer Revolution gleich, denn das Versprechen auf gewisser Privilegien gegenüber den vielen  anderen Gesellschaftsteilhabern weisen sehr deutlich auf bestehende Klassenunterschiede hin. Vielleicht ist immer noch ein Traum Vieler, den Andren zum Heldentod zu überreden? 

Feministische Außenpolitik Man kann sich kaum noch retten vor Talkshows, in denen Frauen zustimmend über Aufrüstung und „Heldentod“ reden.

4.) Toll, dieser Panzerfeminismus!

 Wer sich, wie unsere Autorin, mit der Geschichte des Feminismus auskennt, guckt diesem Schauspiel eher ratlos zu.  Ginge es nach dem Meinungsunternehmer Wolfram Weimar, hieße die deutsche Verteidigungsministerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Diese brachte sich in den beginnenden Ukraine-Krieg damit ein, dass sie die hiesigen Generäle wegen ihres „Geschwurbels“ zurechtwies. Dann wäre das Kürzel MASZ vielleicht schon so populär wie einst das AKK von Annegret Kramp-Karrenbauer, der vorangegangenen politischen Generalin der Bundeswehr. Seitdem mit Ursula von der Leyen und AKK Politikerinnen über Militärisches nicht nur reden, sondern auch entscheiden dürfen, ist es in der weiblichen Etappe chic geworden, über Kriegsstrategie, schweres Gerät und, ja, sogar den soldatischen Heldentod zu schwadronieren – so wie kürzlich Marieluise Beck mit dem ihr eigenen Pathos. Gar nicht zu reden von Politikwissenschaftlerin Florence Gaub, die sich in der Talkshow Markus Lanz über die Russen ausließ, welche als „Nichteuropäer“ mental ein ganz anderes Verhältnis zu Gewalt und Tod hätten als wir hier im Westen. Auch bei Markus Lanz: Wirtschaftsjournalistin und Aufrüstungsbefürworterin Ulrike Herrmann, die über Einzelheiten des Panzers fachsimpelte, als hätte sie das Schützenhandwerk selbst mal gelernt. Unions-Politikerin Serap Güler propagiert schon seit Langem die Lieferung schweren Kriegsgeräts. Ihre grüne Kollegin Agnieszka Brugger erklärte dem Nachrichtenportal Watson kürzlich, weshalb sie das Aufrüstungsprojekt unterstützt.

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Erkennen vielleicht erst heute viele aus den Ländern der Weißen Weltbewohner die Schlafmützigkeit ihrer Entscheidungen für den weiteren Verlauf auf dieser Erde?

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Hierzulande ist der Erdüberlastungstag nur ein Datum. Andernorts auf der Welt dagegen mangelt es dramatisch an Ressourcen – auch unsretwegen.

5.) Mehr als eine Rechengröße

Bei solchen Meldungen dürften sie sich verwundert die Augen reiben oder auch ihren Ohren nicht trauen: die Bewohnerinnen und Bewohner der Slums von Bombay, der Favelas von Rio de Janeiro und all der anderen Armenviertel in den Großstädten. Ganz ähnlich dürfte es der Landbevölkerung in den meisten Regionen der Welt gehen, die unter Mangel an Wasser, Nahrung und Brennholz leiden. Deutschland soll, so sagen die Berechnungen, am 4. Mai dieses Jahres den Erdüberlastungstag erreicht haben, also den Tag, an dem unsere Republik ihre ökologischen Ressourcen für das Jahr 2022 aufgebraucht hat. Das kann niemand von außen erkennen, davon ist hier nichts spürbar, außer dass die Medien ein paar Berichte dazu bringen: Es gibt bei uns ab dem 5. Mai keinen quälenden Hunger, keinen lebensbedrohlichen Mangel an Wasser und Brennstoffen. Das Datum ist eine Rechengröße, die wir als reiches Land mit Technik und Importen großzügig überbrücken können. Dagegen leiden Millionen Menschen anderswo schon vom 1. Januar an am Ressourcenmangel, und am 31. Dezember war es für sie nicht anders. Wie in den Vorjahren und ziemlich sicher auch noch in den kommenden Jahren. Für sie ist die Übernutzung der Ressourcen täglich und real spürbar, nicht ein statistischer Wert. Sie haben nicht die Möglichkeit, einfach auszuweichen oder es sich gar auf Kosten anderer gut gehen zu lassen. Wir Deutschen nutzen also seit Mitte dieser Woche mehr Nahrungsmittel und Holz, als in einem Jahr nachwachsen können, und emittieren mehr Kohlendioxid, als unsere Ökosysteme aufzunehmen und zu speichern in der Lage sind. Damit erweist sich Deutschland auch bei dieser Art der Berechnung als eine der führenden Nationen beim Verbrauch natürlicher Ressourcen und bei den Emissionen klimaschädlicher Gase. Weltweit wird der Erdüberlastungstag dagegen erst im Juli erreicht werden.

FR-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

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Grafikquellen          :

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Unten     —       Karikatur von Gerhard Mester zum Klimawandel: „Weiter so“

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