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RENTENANGST

Archiv für Januar 15th, 2022

Die Corona Wand

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Januar 2022

Die Wand ist These und Antithese zugleich

VON WALTRAUD SCHWAB

Da warten wir, warten auf die Wand. Sie kommt von allen Seiten, baut sich vor jedem auf, umschließt alle. Lässt niemanden durch.

„Da kommt keine Welle, sondern eine Wand“, hatte Christian Endt, ein Datenjournalist der Zeit, Mitte Dezember auf Twitter geschrieben. Und verschiedene Modelle gezeigt, wie sich die Wand entwickeln könnte. Wenn eine infizierte Person zweieinhalb Personen oder gar drei weitere ansteckt, geht es steil nach oben. Der Virologe Christian Drosten hat das Bild von der Wand aufgegriffen, den Tweet geteilt. Seine Stimme zählt. Seitdem warten wir. Die Wand braucht etwas länger als angekündigt. Aber sie kommt. In Bremen, dem Land mit den meisten Geimpften, stand die Inzidenz am Donnerstag schon bei über 1.500. Und die Weltgesundheitsbehörde WHO schätzt, dass sich im März die Hälfte aller Menschen in Europa mit Corona angesteckt haben könnten. Das wären um die 370 Millionen.

Wenn eine Person eine weitere ansteckt und diese auch eine weitere und immer fort, dann addiert sich das einfach: 1+1=2 / 2+1=3 / 3+1=4 / 4+1=5 / 5+1=6 / 6+1=7 Nach sechs Infektionsschritten haben sich insgesamt sieben Personen infiziert.

Wenn eine Person in der gleichen Zeit wie zuvor zwei weitere ansteckt und diese jeweils auch zwei und immer fort, dann haben sich nach sechs Infektionsschritten dagegen bereits insgesamt 127 Menschen infiziert. Rechnen Sie nach!

Wenn eine Person in der gleichen Zeit sogar drei andere ansteckt und diese jeweils auch drei weitere, dann haben sich nach sechs Infektionsschritten insgesamt 1.093 Personen infiziert. Im nächsten Schritt wären es 3.280 und danach 9.841.

Sehen Sie, wie rasant das aufsteigt? Bald lässt sich das nicht mehr in einem Diagramm abbilden, wo Fallzahlen in Relation zur Zeit stehen, weil die Zahl der Fälle über den Blattrand hinausreicht, und dann über die Zimmerhöhe, über die Hochhaushöhe, über die Zugspitze. Dann ist die Wand da. Das Wort beschreibt diesen steil nach oben rasenden Strich im Diagramm, der an sich keine Wand ist, nur im metaphorischen Sinne; eine Wand, die wir aber trotzdem physisch erwarten.

(Mit den Ma­the­ma­ti­ke­r*in­nen muss übrigens niemand ein Bedauern haben. Sie haben ihre Tricks, um die rasante Zunahme wieder auf einem Blatt abzubilden. Mit Logarithmen etwa.)

Das Bild von der Wand verschwindet nicht mehr. Sie baut sich schnell auf. Sie ist unüberwindbar hoch. Sie wirft uns zurück. Sie setzt Urängste frei. Was ist die Wand? Ein Tsunami? Ein Gefängnis? Ein Trauma? Trennung und Isolation? Eigentlich sollte eine Wand doch schützen, aber von dieser geht Gefahr aus.

„Uns geht es gut; ansonsten warten wir auf die Wand“, schrieb eine Freundin in ihrem Neujahrsgruß. Welche Wand meint sie?

Vielleicht hilft ein Blick auf Wikipedia weiter:

Wand (ahd. „das Gewundene, Geflochtene“ zu want „winden“) bezeichnet:

– eine Fläche, die einen Hohlraum abgrenzt

– ein senkrechtes Bauteil, dessen Ausdehnung in der Länge und Höhe sehr viel größer ist als in der Tiefe

– in der Anatomie trennende Häute

– eine steile geomorphologische Struktur freiliegenden Gesteins, die Felswand

– im Bergbau ein größeres abgetrenntes Gesteinsstück

– in der Meteorologie breite, scharfbegrenzte Wolkenformationen

„Die Wand“, der Roman von Marlen Haushofer, wird auf Wikipedia ebenfalls aufgeführt. Die Tsunami-Wand allerdings fehlt dort noch.

„Ich habe zurückgeschaut und sah diese Wand auf mich zukommen. Eine Welle war es ja weniger als eine echte Wand aus Wasser. Ich habe dann noch gehört, wie die Druckwelle der Wassermassen die Fenster aus den Rahmen sprengte. Dann sackte mir der Boden unter den Füssen weg. Ich dachte: Jetzt muss ich sterben.“ So schildert Anita Moor, wie sie den Tsunami 2004 auf Khao Lak in Thailand überlebte. Eine Wand aus Wasser war es.

Auch die Coronawand, die eine Wand aus Luft ist, fehlt bisher auf Wikipedia und auch im Duden.

Diese doch eigentlich metaphorische Wand, sie ist ja nicht real, trennt nicht nur den Raum, sondern auch die Zeit. Da ist nicht nur ein Dahinter und Davor, wie es bei einer Wand anzunehmen wäre, sondern auch ein Zuvor und Danach. Nach dem Tsunami. Nach Corona. Nach der Wand. Als ändere sich das Leben im Angesicht der Wand. Als würde man zurückgeworfen auf ein Innen, wie immer das auch aussähe – und das je nach Perspektive auch ein Außen, ein Jenseits der Wand sein kann. Denn wer weiß das schon, wer weiß, was hinter der Wand ist. Wer weiß, wo hinter und wo vor der Wand ist.

Lag da nicht die Banane obendrauf, welche Merkel den freien Weg wies?

Nur um das zu verdeutlichen: Auch die Berliner Mauer war so eine Wand, wo Innen und Außen sich vertauschten. Die in Westberlin dachten, sie wären außen – wegen der Demokratie, der Konsum-, der Reisefreiheit und so, und sie dachten weiter, dass die, die in DDR lebten, drin gefangen seien. Geografisch, und also auch faktisch, saßen die Westberliner jedoch drinnen. Die reale Wand behandelten sie wie eine Schimäre, ein Trugbild.

Was aber, wenn die imaginierte Wand real ist?

An der Stelle wird Marlen Haushofers Roman „Die Wand“ interessant. Da wacht eine Frau an einem Maimorgen in einer Jagdhütte auf, und als sie ins Dorf will, stößt sie an eine unsichtbare Wand. „Ich hatte mich davon überzeugt, dass über Nacht eine unsichtbare Wand niedergegangen oder aufgewachsen war, und es war mir in meiner Lage ganz unmöglich, eine Erklärung dafür zu finden“, schreibt die Hauptfigur in ihren Notizen. Durch die Wand ist sie vom Rest der Welt getrennt. Wenn sie dagegen anrennt, verletzt sie sich.

Fortan werden Tiere ihre Gefährten. Der Jagdhund, eine trächtige Kuh, eine Katze, die, wie sie, im von der Wand umgebenen Areal gefangen sind. Außerhalb der Wand scheint alles erstarrt, wie eingefroren, auch die Menschen. Die Protagonistin sieht es durchs Fernglas.

Quelle        :          TAZ-online           >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —     Die Heckmair-Route

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Unten      —        Mauerspechte

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Der Abschied vom Feuer

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Januar 2022

Abschied vom Feuer als Teil der Menschheitsgeschichte

»Jedes Stück Betonstahl hier stammt aus einem Walzwerk. Woher kommt die Hitze? Wir verbrennen Zeug. Der Zement stammt aus Brennöfen. Wie werden die angeheizt? Wir verbrennen Zeug. Wir verbinden Stahl und Beton und bauen Autobahnkreuze, damit Autos darüberfahren können. Wie halten wir die Autos in Bewegung? Wir verbrennen Zeug.«

Aus »Termination Shock« von Neal Stephenson (2021)

Eine Kolumne von Christian Stöcker

Seit Hunderttausenden von Jahren verbrennen Menschen Dinge, um Energie zu gewinnen. Wir lieben das Feuer – dabei könnten und sollten wir längst weitgehend darauf verzichten.

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Der Frömmler mit Papst

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Januar 2022

Ethikunterricht stärkt soziale Strukturen

Sebastian Kurz Papst Franziskus April 2015 (17075658512).jpg

Sage mir mit wem du gehst und ich sage dri wer du bist.

Quelle:    Scharf  —  Links

Ein Kommentar von Georg Korfmacher, München

Vor allem die Catholica lamentiert, dass der Ethikunterricht Religiosität und Gottesdienstbesuch verringert, obwohl der Religionsunterricht in Deutschland als Unterrichtsfach im Grundgesetz fest, allzu fest zementiert ist. Seit 1972 gibt es aber die Möglichkeit, zwischen Religions- und Ethikunterricht zu wählen, und zwar zunächst in Bayern und dann in unregelmäßigen Abständen in anderen Bundesländern. Seitdem hat insbesondere die Catholica wohl einiges verschlafen und hängt – über all ihr eigenes Versagen hinweg – an ihrer traditionellen Vorstellung von der Aufgabenverteilung der Geschlechter und der Ehe bzw. dem Zölibat. Aus diesen Wunschvorstellungen hat sie nun eine Studie des Münchener ifo– Instituts jä herausgerissen.

Nach dieser Studie ist seit der Einführung des Ethik-Unterrichts nicht nur ein Rückgang an Religiosität im Erwachsenenalter manifest, sondern es ergaben sich auch „weitreichende Folgen für Familien und Arbeitsmarkt“. Das zeigt einerseits, wie groß der Einfluss der Schule auf junge Menschen sein kann, und andererseits, wie offen unsere Gesellschaft für eine säkulare Lebenseinstellung ist. Die Studie macht auch überaus deutlich, wie absurd ein Schulsystem ist, in dem es viermal mehr Religionsunterrischt gibt als Physikunterricht. Die grundgesetzlichen Regelungen zum Religionsunterricht sind offenbar obsolet, zumal der Staat keinen Einfluss auf seinen Inhalt hat. Seinerzeit wurde also etwas verbindlich festgeschrieben, ohne den Lehrstoff festzulegen, wie das bei allen anderen Lehrfächern der Fall ist. Von dieser Absurdität löst sich ganz offenbar die in Ethik unterrichtete Jugend mit ganz praktischen Folgen für unsere sozialen Strukturen. Die Arbeitsmarktbeteiligung stieg um 1,5 %, die Arbeitszeit um 0,6 % und das Lohnniveau um 5,3 %, insbesondere aufgrund des Engagements der weiblichen Bevölkerung. Dabei sei der „Ethikunterricht nicht auf Kosten allgemeiner ethischer Einstellungen“ gegangen, so die Studie. Ganz im Gegenteil, der Ethikunterricht fördert die Zufriedfenheit mit dem Leben und das ethische Verhalten, wie z.B. das ehrenamtliche Engagement.

Insofern muss man die Einführung des Ethikunterrichts als greifbaren Erfolg in unsrer sich stetig wandelnden Gesellschaft sehen, hin zu mehr selbstbestimmtem Leben, Eigenverantwortlichkeit und Harmonie mit der Welt. Sehr erfreulich auch, dass nach 1700 Jahren christlicher Unterordnung der Frau endlich die traditionelle Geschlechterrolle zurückgedrängt wird. Das wirft natürlich die Frage nach dem Sinn des im GG (Art.7) abgesicherten Religionsunterrichts auf, zumal erst kürzlich die Landesschülervertretung in Rheinland-Pfalz forderte, den konfessionellen Religionsunterricht als Lehrfach komplett abzuschaffen, und sich in einer Umfrage 2016 ebenfalls rund zwei Drittel der Deutschen dafür aussprach, das Fach durch einen gemeinsamen Werteunterricht zu ersetzen. Aber nein. Entgegen dem Wunsch einer überwiegenden Mehrheit unserer Bevölkerung stemmt sich insbesondere die Catholica gegen die Säkularisierung der Gesellschaft und will ihr durch Katechese in einem GG-geschützen Unterricht entgegenwirken. Das aber zeigt nur, wie unsozial und privilegienbesessen die Kirchen ihre eigenen Schwächen und Versagen hinter Paragrafen zu schützen suchen. Vor dem Gesetz aber sind alle gleich (Art. 3, GG).

Urheberrecht
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Oben       —     Arbeitsbesuch Vatikan. Außenminister Sebastian Kurz trifft Papst Franziskus. Rom, 08.04.2015

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KOLUMNE * MATERIE

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Januar 2022

Alfred, mein Bundespräsident

Shinzo Abe und Frank-Walter Steinmeier bei der Inthronisation von Naruhito (1).jpg

Nur vor den Fahnen – reifen die Bananen !

Von niemandem habe ich im Jahr 2022 so viel über Demokratie gelernt wie von Alfred. Das ist am 15. Januar keine besonders weitgehende Aussage, werden Sie jetzt einwenden, aber Sie kennen Alfred noch nicht.

Alfred ist ein kleiner Boxer, ein Hund. Er wohnt in meiner Nachbarschaft und sieht für einen Boxer ganz freundlich aus. Ich habe Alfred am letzten Wochenende kennengelernt, beim Fußballspielen im Park. Meine Kinder wollten den neuen Ball einweihen, und so improvisierten wir aus unseren Fahrradhelmen zwei Fußballtore.

Nun hat sich der Park inoffiziell zu einer verkappten Hundewiese entwickelt. Offiziell gilt dort eine Leinenpflicht, die wird aber weder eingehalten noch kontrolliert.

So kam es, dass Alfred fröhlich auf uns zu rannte, sein Frauchen 30 Meter hinter ihm. Und während eines der Kinder gerade ebenso fröhlich das handgezählte 17:1 schoss, hob Alfred sein Bein und pinkelte an unseren Torpfosten: in den Fahrradhelm meines Sohnes.

„Ich fass es nicht!!!“, brüllte ich hysterisch. „Das ist so widerlich!“ und dann sagte ich noch irgendwas von „keine Hundewiese, eine Unverschämtheit“. Alfreds Frauchen ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, zog ein Tuch aus der Tasche und sprach mit sanfter Stimme – nicht mit mir, sondern mit ihrem Hund: „Alfred, das sollst du doch nicht machen.“

Was hat diese Anekdote nun mit Ihnen und mit dieser Gesellschaft zu tun?

02 Molly hat diesen Kong erwischt!. jpg

Nun, mein erster Reflex, während Alfreds Frauchen über den Fahrradhelm meines Sohnes wischte, war: „Bald ziehe ich in ein Haus mit Garten, dann hänge ich ein Alfred-verboten-Schild an meinen Jägerzaun und habe mit diesen scheiß Kötern nichts mehr zu tun.“

Doch dann sah Alfred, der Boxer, mich an und fing an zu sprechen:  „Kersten“ denk doch bitte auch an Immanuel Kant und den Kategorischen Imperativ: Es ist weder materiell noch rechnerisch möglich, dass sich jeder Mensch auf der Welt auf seine private Scholle zurückzieht. Wenn wir in einer Gesellschaft leben wollen, müssen wir uns arrangieren!“

Quelle        :         TAZ-online           >>>>>          weiterlesen

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Grafikquellen        :

Oben      —         Am 23. Oktober 2019 führte Ministerpräsident Abe ein bilaterales Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Gästehaus Akasaka Palace.

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DL – Tagesticker 15.01.2022

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Januar 2022

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

Heute in der Auswahl des „Bengels“:  – . –  1.) Söder kündigt Kurswechsel in Corona-Politik an  – . –  2.) Sperrung von #allesaufdentisch  – . –   3.) Klimabewegung ist entrüstet  – . –  4.) Flutkatastrophe mit 134 Toten  – . –  5.) Einstürzende Altlasten  – . –  DL wünscht allen Lesern eine  gute Unterhaltung. 

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Nachdem  Söder das Denken gelernt hat, kündigt er Änderungen an. Aber damit  ist ja schon viel, viel weiter als fast alle Regierungen nach den letzten Krieg. Wer mag ihm das beigebracht haben, gehen doch die Wähler-Innen davon aus das Politiker-Innen, diese Phase lange hinter sich gelassen haben, – bevor sie sich um Ihre Posten aufdrängten. Werden sich alle diese Nachkriegsluftballons jetzt für ihr nicht Aufwachen wegen Volksbetrug entschuldigen ? Schluss mit der Mär um Querdenker aus dem Volk, nur Politiker-Innen erhielten diese Lizenzen von ihren Clans.

»Ich habe lange nachgedacht« und sagt allen „Guten Morgen“

1.) Söder kündigt Kurswechsel in Corona-Politik an

Er gründete in der Pandemie das »Team Vorsicht«, doch jetzt will Bayerns Ministerpräsident seinen harten Corona-Kurs offenbar ändern – und plant bereits Lockerungen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, sonst Verfechter besonders strenger Coronamaßnahmen, plant anscheinend einen Kurswechsel. Er wolle einen »breiteren Ansatz« in der Coronapolitik verfolgen, denn die Gesellschaft erwarte von der Politik mehr als immer neue Verordnungen, sagte er dem »Münchner Merkur«. Es werde nicht mehr ausreichen, »die Lage nur medizinisch und virologisch zu betrachten. Wir müssen auch auf die gesellschaftliche und soziale Komponente stärker achten.« Und ergänzte: »Ich habe über den Jahreswechsel lange nachgedacht.« Er habe aus den vergangenen zwei Jahren »tiefe Lehren gezogen«. Die Gesellschaft sei nicht in zwei gleiche Teile gespalten, aber sie sei geteilt. Es gebe »eine kleine Gruppe Querdenker mit sehr abstrusen Argumenten, eine große Gruppe an sehr vorsichtigen Menschen«. Aber es gebe auch eine andere Gruppe, um die man sich stärker bemühen müsse, sagte der CSU-Chef: »Menschen, die einfach verunsichert und beschwert mitlaufen. Mit ihnen müssen wir wieder ins Gespräch kommen. Denn nicht jeder, der skeptisch ist, ist ein Coronaleugner, Verschwörungstheoretiker oder Rechtsradikaler.« Mehr hinhören sei der erste Schritt zum Heilen. Er wolle das Gespräch mit den Kritikern suchen. »Wir müssen erkennen, dass die Gesellschaft mehr von uns erwartet, als jeden Tag nur neue Verordnungen zu erlassen. Wir müssen künftig genauer und verständlicher begründen, was wir tun.«

Spiegel-online

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Sei es Lechts oder Rinks unter den Uniformen stank es schon immer.  Vielleicht wurde der Kuttenträger genau darum als Weihnachtsbaum in den Beraterstab berufen, um damit die Vertuschung dieses Vorfall voranzutreiben ?

Bundeswehr-Fluthelfer zum eigenen Wintergarten umgeleitet?

2.I Böser Verdacht im Verteidigungsministerium

Das Verteidigungsministerium ermittelt nach Spiegel-Informationen im eigenen Haus – wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei der Fluthilfe der Bundeswehr 2021. Die Flut im Sommer 2021 war eine der schlimmsten Naturkatastrophen, die die Bundesrepublik je erleben musste. Viele Menschen stehen auch heute noch vor den Scherben ihrer Existenz. Nur eine Randnotiz, aber eine der bitteren Sorte, ist es da, wenn andere Betroffene womöglich aufgrund ihrer Stellung Vorzüge bei der so wichtigen Fluthilfe erhalten haben. Doch genau dieser Vorwurf steht im Raum: Im Verteidigungsministerium laufen nach Informationen des Spiegel bereits seit einigen Wochen Befragungen. Internen Hinweisen zufolge soll eine Abteilungsleiterin im Verteidigungsministerium durch mehrere Anrufe eine Hilfseinheit der Bundeswehr samt Notstromaggregat zu ihrem Privathaus im Ahrtal geholt haben, wie das Magazin am Freitag berichtete. Die Soldaten sollten den Wintergarten des beschädigten Gebäudes von Schlamm reinigen und konnten deswegen bei deutlich stärker beschädigten Häusern in der Region nicht helfen. Die Rechtsabteilung nehme wegen der Hinweise bereits seit Ende Oktober Befragungen vor, berichtete der Spiegel. Nach einer ersten Einschätzung könne der Vorgang sogar strafrechtlich relevant sein. Das Ministerium wollte den Fall gegenüber dem Spiegel nicht im Detail kommentieren.

Merkur-online

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Es ist einfach unmöglich die internationalen Gremien mit adäquaten Politiker-Innen zu besetzen, wenn schon im Inland sich ein jeder hergelaufener „Hans-Gretel- Wurst“ für befähigt hält den Ansprüchen der Gesellschaft gerecht zu werden. Reichten Personen wie Scheuer, Seehofer oder Spahn zur Warnung nicht aus? Die Folgen lassen sich im eigenen Land noch Übertünchen, was aber schon für eine EU nicht mehr als ungenügend ist.

Umstrittene Pläne der EU zur Taxonomie

3.) Klimabewegung ist entrüstet

Ak­ti­vis­t*in­nen sind empört: Die EU will Atomkraft und Gas als nachhaltig einstufen. Fridays for Future protestierten am Freitag in 15 Städten. Für die Klimabewegung war die Nachricht ein Schlag ins Gesicht: Seit in der Silvesternacht bekannt wurde, dass die Europäische Kommission plant, Gas und Atomkraft unter bestimmten Bedingungen als nachhaltige Energiequellen einzustufen, sorgt das Thema für Entrüstung. Das „Taxonomie“ genannte Klassifizierungssystem soll EU-weit regeln, welche Finanzanlagen künftig als nachhaltig gelten, um Finanzströme in Richtung einer klimaverträglichen Wirtschaft zu lenken. Mehrere große Umweltverbände wie der Nabu, der Naturschutzring, die Deutschen Umwelthilfe, die Klima-Allianz und der WWF fordern die Bundesregierung in einem offenen Brief dazu auf, sich gegen die Pläne aus Brüssel zu wehren, die Investitionen in Gaskraftwerke oder Atomanlagen zukünftig als nachhaltig labeln würden. Die deutsche Bundesregierung müsse sich Österreich und Luxemburg anschließen und vor den Europäischen Gerichtshof ziehen, um die Entscheidung noch zu stoppen. Auch Fridays for Future mobilisiert gegen das grüne Label für Gas und Atomenergie. Am Donnerstag demonstrierte Luisa Neubauer zusammen mit anderen Ak­ti­vis­t*in­nen in Brüssel vor dem Sitz der EU-Kommission. „Ist das eigentlich alles ein Joke für euch?“, fragte sie in Richtung des Gremiums, „ist es ein Spiel, in dem ihr fossile Energien am Leben haltet, so lange es geht, und nur so tut, als würdet ihr Klimagase reduzieren wollen? So sieht es jedenfalls aus.“ Das Geld, das durch die Taxonomie in Gas- und Atomenergie fließen könnte, würde dann beim Ausbau regenerativer Energien fehlen. Der Versuch, Gas und Atomenergie als Teil der Lösung der Klimakrise darzustellen, sei verlogen und brandgefährlich.

TAZ-online

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Wo waren die Experten denn vor mehr als 40 Jahren, als die ersten Wetterkapriolen weltweit bekannt wurden, zumindest für die, welche sie sehen wollten? Diese waren zu den Zeiten nur vereinzelt zu hören und Politiker-Innen machten sich über ihre Warnungen gleich den heutigen „Querdenkern“ lustig, um sich so vermehrt der Wirtschaft zu widmen, da sie mit derer Hilfe  schneller ihre privaten Taschen füllen konnten.

Experten hielten Extremwetter im Ahrtal für absehbar

4.) Flutkatastrophe mit 134 Toten

Meteorologen und andere Fachleute sagen im Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe aus. Auch ihre Einschätzung soll klären, ob es Versäumnisse gegeben hat. Schon vor der Flutkatastrophe Mitte Juli im Norden von Rheinland-Pfalz war nach Ansicht mehrerer Experten absehbar, dass es zu extremen Wetterereignissen kommen wird. Für den Meteorologen Sven Plöger war zwei Tage vor der Flutkatastrophe klar, „da kommt ein extremes Ereignis“, sagte er am Freitag vor dem Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe des Mainzer Landtags. Er sei von Regenmengen von 100 bis 200 Litern pro Quadratmeter im Westen Deutschlands ausgegangen, sagte der Fernsehmoderator. Allerdings hätte dies genauso gut den Schwarzwald wie die Ahr-Region und das Sauerland treffen können. Der Regionaleffekt sei bis zum 13. Juli nicht ablesbar gewesen. Er habe aber zwei Tage vor der Katastrophe bereits gewarnt: „Achtung an den Flüssen, beobachten Sie die Pegel, gehen Sie von den Flüssen weg“, sagte Plöger. Dass der Ahr-Pegel über neun Meter steigen werde, „habe ich nicht gewusst, und ich behaupte, das hat auch keiner gewusst“.

Tagesspiegel-online

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Ist das schon das Ende oder erst der Beginn aus der „Wir schaffen das“ Ära von Merkel ? Aber Regierungen haben auf dieser Erde nie anders reagiert, wenn sie durch das Volk nicht verändert werden wollen. Dann kommt eben die Knute der Uniformen mittels Regierungsaufträge zum Einsatz um so mit Gewalt weiter zu herrschen. Ja, ja der Verkehrsminister – für die eigene Tasche war niemand zu bescheuert. Aber wer trug als Clan-Chefin die Verantwortung ?

AUTOBAHNGESELLSCHAFT

5.) Einstürzende Altlasten

Vertraulicher Bericht schreckt auf: Tausende Autobahnbrücken müssen saniert oder erneuert werden. Großes Fressen für Privatisierungslobby. Schwarze Null, Schuldenbremse, schlanker Staat – der jahrzehntelange Raubbau am öffentlichen Sektor birgt buchstäblich Einsturzgefahr. Nach einem internen Bericht der neugeschaffenen Autobahn-GmbH des Bundes ist eine Vielzahl der vor 1985 errichteten Straßenbrücken inzwischen so marode, dass eine Sanierung oder gar ein Neubau dringend angezeigt sei. Hatte man bisher mit 200 Instandsetzungen jährlich kalkuliert, sei nun von einer Verdopplung auszugehen, heißt es in dem »vertraulichen« Schreiben, aus dem am Mittwoch Spiegel online zitierte. Von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) fordert die seit einem Jahr mehr schlecht als recht arbeitsfähige Gesellschaft mehr Geld sowie ein »Maßnahmengesetz« nach dänischem Vorbild, mit dem die Prozesse entbürokratisiert und beschleunigt werden sollen. Man kann sicher sein, dass das Papier nicht versehentlich beim Hamburger Magazin gelandet ist. So hat das Ganze gleich den nötigen Drive, um Dinge in Bewegung zu bringen. Wohl nicht ganz zufällig hat sich ebenfalls am Mittwoch der Verkehrsausschuss des Bundestages auf Antrag der CDU-Opposition mit den neuen Erkenntnissen der Berliner Zentralstelle für den Bundesfernstraßenbau befasst: »Sollten die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen an den Tausenden Bauwerken nicht im erforderlichen Umfang und zeitnah umgesetzt werden, wird es in den kommenden Jahren zu erheblichen Verkehrseinschränkungen bis hin zu Sperrungen von Brückenbauwerken kommen.«

Junge-Welt-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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