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Archiv für November 2nd, 2021

Merkel und Griechenland

Erstellt von DL-Redaktion am 2. November 2021

Die ungeliebte Retterin

Alexis Tsipras on a short leash from the EU (19051574964).jpg

Die Schlinge um den Hals – beim Spiel zwischen den Göttern

Von Alexander Kritikos

Auf große Liebe stieß Merkel in Athen nicht. Ihre Sparpakete verschärften Not und Arbeitslosigkeit. Dennoch hätte es ohne sie schlimmer kommen können.

Dass Angela Merkel auf ihrer Abschiedstournee durch Europa auf einer der letzten Stationen Griechenland besucht hat, ist kein Zufall. In den 16 Jahren ihrer Kanzlerschaft waren Griechenland und Deutschland so eng miteinander verknüpft wie nie zuvor – allerdings mehr in schlechten als in guten Zeiten. Mit sieben Ministerpräsidenten aller Couleur und einer Ministerpräsidentin hatte sie es zu tun. Große Liebe kam nicht auf.

Das Verhältnis glich einer Schicksalsgemeinschaft mit hässlichen Untertönen und schriller Begleitmusik

Die Not bestimmte den Takt, das Verhältnis glich einer Schicksalsgemeinschaft, mit hässlichen Untertönen und schriller Begleitmusik. Man denke an die Verunglimpfung Merkels mit Hitlerbart und Hakenkreuz-Armbinde als Antwort auf die Aphrodite von Milos mit ausgestrecktem Mittelfinger. Doch ohne Merkel wäre es – trotz mancher Fehler – für alle Beteiligten wohl schlimmer gekommen.

Mit Griechenlands 2008 beginnender Staatsschulden- und Strukturkrise stand auch das Schicksal der Europäischen Union auf dem Spiel. Entschieden wurde es letztlich zwischen Deutschland und Griechenland. Früh wurden von Seiten der EU auch mit Billigung Merkels Rettungs- und Sparpakete für Griechenland geschnürt.

In diese Zeit fiel das erste von Griechenland angestrebte Referendum zum Verbleib Griechenlands im Euro, das auch auf Merkels Druck hin abgesagt wurde – ein Schritt, den viele als unzulässigen Eingriff in die griechischen Souveränitätsrechte empfanden. Diese wie auch die weiteren Rettungs- und Sparpakete waren mit dramatischen Einschnitten für Griechenlands Wohlstand verbunden.

Rettungspaket ohne Investitionsperspektive

Hohe Arbeitslosigkeit und große Armut in einem Teil der Bevölkerung waren die Folge. Bis heute lässt sich streiten, ob ein Austritt aus dem Euroraum besser gewesen wäre, oder ob der wirtschaftliche Einbruch bei einer Rückkehr zur Drachme nicht zu einem viel stärkeren und länger anhaltenden wirtschaftlichen Einbruch geführt hätte – wovon der Autor dieser Zeilen ausgeht.

Was aber in diesen Rettungspaketen zweifelsohne fehlte, war eine Investitionsperspektive. Die von Merkel mitgetragene Troika hat viel zu lange einseitig auf weiteren Strukturreformen beharrt, die dann über viele Jahre von griechischen Regierungen erfolgreich verschleppt wurden. Stattdessen wäre es besser gewesen, diese zu Recht geforderten Reformen an das Versprechen zu koppeln, parallel eine europäisch finanzierte Investitionsoffensive in Zukunftstechnologien in Griechenland zu starten.

Attica 06-13 Athens 50 View from Philopappos - Acropolis Hill.jpg

Dass ein solcher Schritt über all die Jahre ausblieb, dürfte ein zentraler Grund gewesen sein, warum letztlich auch die Troika gescheitert ist, und schlimmer noch, warum sich die Erholung der griechischen Wirtschaft viel zu lange hingezogen hat. Für dieses Ausbleiben einer Investitionsinitiative tragen zuallererst die jeweiligen griechischen Regierungen Verantwortung. Aber auch Merkel als stärkste Stimme im europäischen Konzert steht zu ihrer Mitverantwortung.

Ihre Stärken lagen woanders: im aktiven Krisenmanagement, das den „europäischen Laden“ am Laufen hält. Das hat sich vor allem im Jahr 2015 gezeigt. Zweimal stand es in diesem Jahr Spitz auf Knopf. Im Februar gab es in letzter Sekunde eine Einigung zwischen griechischer Regierung und europäischen Gläubigern, wonach das laufende Hilfsprogramm für Griechenland verlängert wurde. Die Kanzlerin hatte sich auch gegen den Willen ihres Finanzministers für diese Verlängerung eingesetzt.

Merkel hat den Grexit verhindert

Noch schwieriger gestaltete sich die Situation im Juli nach dem „óχι-Referendum“. In Deutschland kleideten einzelne Politiker den erwarteten Austritt Griechenlands aus der Eurozone bereits in scheinheilige Worte des Bedauerns. Doch der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras machte seine „Kolotoumba“, einen Purzelbaum, und begab sich auf einen Verhandlungsmarathon mit seinen Gläubigern. Merkel unterstützte erneut den Verbleib Griechenlands im Euroraum.

Quelle       :           TAZ-online         >>>>>          weiterlesen

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Oben     —   This caricature of <a href=“https://en.wikipedia.org/wiki/Alexis_Tsipras“ rel=“nofollow“>Alexis Tsipras</a> was adapted from a Creative Commons licensed photo by Olaf Kosinsky <a href=“https://www.flickr.com/photos/scobleizer/5355269707/„> available via wikimedia</a>. The body was adapted from a Creative Commons licensed photo from <a href=“File:DIE_LINKE_Bundesparteitag_10._Mai_2014_Alexis_Tsipras_-1.jpg“ rel=“nofollow“>Robert Scoble’s Flickr photostream</a>.The background was from a Creative Commons licensed photo from <a href=“https://www.flickr.com/photos/beggs/4563631720/„>Brian Jeffery Beggerly’s Flickr photostream</a>. This caricature of an <a href=“http://en.wikipedia.org/wiki/Albatross“ rel=“nofollow“>Albatrosses</a> was adapted from a Creative Commons licensed photos from the following Flickr photostreams of <a href=“https://www.flickr.com/photos/starr-environmental/9195375751/„>Forest and Kim Starr</a>, <a href=“https://www.flickr.com/photos/briangratwicke/„>Brian Gratwicke</a> and <a href=“https://www.flickr.com/photos/nh53/5154553741/„>NH53</a>. This caricature of <a href=“http://en.wikipedia.org/wiki/Angela_Merkel“ rel=“nofollow“>Angela Merkel</a> was adapted from a Creative Commons licensed photo by Dirk Vorderstraße <a href=“File:Angela_merkel_unna_2010.jpg“ rel=“nofollow“>available via Wikimedia</a>. The body is from a photo in the public domain <a href=“http://www.eucom.mil/article/24201/ila-2012-features-us-military-aircraft“ rel=“nofollow“>from the United States European Command</a>. This caricature of of <a href=“http://en.wikipedia.org/wiki/Jean-Claude_Juncker“ rel=“nofollow“>Jean-Claude Juncker</a> was adapted from a Creative Commons licensed photo from the <a href=“https://www.flickr.com/photos/eppofficial/12995014393/„>European People’s Party Flickr photostream</a>. The bodies for Angela Merkel and Jean-Claude Juncker were adapted from a photo in the public domain from <a href=“https://www.flickr.com/photos/usbotschaftberlin/15415411800/„>usbotschaftberli’s Flickr photostream</a>.

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Klimagipfel COP26

Erstellt von DL-Redaktion am 2. November 2021

Hoffen auf zwei Wunder

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Den politischen Kniefall vor den Lobbyisten wird auch der Papst nicht verhindern.

Eine Kolumne von Christian Stöcker

Um die Menschheit abzusichern, müsste bei der Klimakonferenz von Glasgow ein Verhandlungswunder geschehen. Viele Regierungen aber scheinen weiterhin auf ein ganz anderes Wunder zu hoffen. Das ist ein böses Omen.

»Die Zeit für diplomatische Freundlichkeit ist vorüber. Wenn nicht alle Regierungen – insbesondere die der G20-Staaten – aufstehen und die Anstrengungen gegen die Klimakrise anführen, steht uns entsetzliches menschliches Leid bevor.«
Uno-Generalsekretär António Guterres am 27. Oktober 2021

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Grafikquellen          :

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Unten     —       Christian Stöcker (2017)

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Berlin meine Schöne

Erstellt von DL-Redaktion am 2. November 2021

Zur Demo nach der Köpi-Räumung

Polizei-Einsatz während der Köpi-Demonstration in Berlin, 15.

Quelle     :     Untergrundblättle – CH 

Von Sebastian Lotzer

Zickenplatz im Dunkeln, ferne Erinnerungen, alte Geschichten, tolldreiste Nächte, wilde Fluchten, heute hängen die Strassen und Bürgersteige voller Menschen, alles ganz ruhig, aber das ist nur die Konzentration, der Moment sich zu sammeln vor dem Sprung.

Mein Gespräch, meine Lieder
mein Hass und mein Glück
mein Tag, meine Nacht, mein Vor, mein Zurück
meine Sonne und Schatten, Zweifel, die ich hab
an dir und in mir bis zum letzten Tag
deine Strassen, wo ich fliehe, stolper und fall
deine Wärme, die ich brauch, die ich spüre überall

Klaus Hoffmann – Berlin

Dann knallt Body Count aus dem Lautsprecher, und alles setzt sich in Bewegung, schnell, aber nicht hektisch. Eine schwarze Menge, die sich durch die Strassen schiebt. Die ersten Fenster zersplittern, dieses dumpfe Dong, wenn der Stein aufprallt, dass du tausend mal gehört hast und das du nie wieder vergessen wirst, wie das Rauschen des Meeres oder den Atmen des Geliebten im Bett neben dir.

Irgendwo laufen die Bullen seitlich mit, Pyros, Knaller und Steine fliegen ihnen um die Ohren. Eine Scheibe nach der anderen fällt in sich zusammen, du findest die alten Gefährten, wie selbstverständlich, kurze Umarmungen, du schlüpfst in dein alte Haut, das verwaschene Halstuch, an dem du so hängst, bedeckt jetzt dein Gesicht. Scherze unter alten Männern, die Wehwehchen, die vergessen sind, die morschen Knochen, die noch einmal tanzen.

An der Kottbusser Brücke zieht ein Bullentrupp halbherzig auf die Fahrbahn, der allseits bekannte Haufen Zivis taucht aus einer Seitenstrasse auf. Kurzes Zögern, ein paar werden hektisch, aber dann kassieren die Bullen schon wieder Steine und die Zivis rennen panisch zurück in die dunkle Seitenstrasse. Der Kotti taucht auf, ein Ring aus Licht, du siehst schon die lauernden Hundertschaften, das übliche Szenario, aber Käsekuchen, die Bullen fahren Raumschutzkonzept, eine taktische Katastrophe, bekommen ihre Truppen nicht schnell genug verlegt.

Die Bullen und Wannen, die am Kotti postiert sind, kassieren Wurfmaterial bis Anschlag, irgendwo gehen weitere Scheiben und obere Preisklasse Schlitten kaputt. In der Reiche dann der erste wirklich grosse Bullentrupp. Wartet erst unschlüssig auf dem Gehweg, während der Frontblock einfach weiter zieht, die ganze Zeit fliegen Steine und Pyros, die Bullen stürmen dann los, ein Teil dem Frontblock hinterher, ein Teil rennt wie bescheuert den Gehweg Richtung Kotti runter.

Die Demo reorganisiert sich, den Frontblock haben die Bullen auch nicht erwischt. Am O Platz erwischt es die nächsten Bulleneinheiten, ein Trupp flüchtet in Panik hinter sein Gruppenfahrzeug, das Schickimicki Hotel am Platz verliert ein paar seiner Sicherheitsglasfenster, Abendgesellschaften fliehen angesichts der unverhüllten Realität aus dem Foyer.

So langsam haben die Bullen ihre Truppen umgruppiert, nach 20 Minuten vollständigen Kontrollverlusts in der Oranienstrasse jetzt Spalier, Ecke Adalbert brechen aber schon die ersten Gruppen wieder aus, Richtung Köpi. Ein halbe Hundertschaft hinterher, ein paar Steinwürfe später stoppen sie aber sichtlich beeindruckt die Verfolgung. Na gut, also Spalier, aber dann eben Stimmung, Tausende ziehen mit Parolen durch die mit Touristen, Nachtwärmern und verbliebenen Einheimischen bevölkerten Oranienstrasse, das rhythmische Klatschen hallt von den Fassaden zurück. Dann zähes Stopp und Go durch die dunklen, engen Seitenstrassen. Die Bullen zupfen an den Seitentranspis und Schirmen, machen heute aber nicht den Larry, sichtlich verunsichert. die Demo noch immer mit Anmeldung und Lauti, während sonst wegen jedem Scheiss aufgelöst wird, lassen sie heute lieber laufen, die Angst vor dezentraler Action muss tief sitzen.

File:Berlin Riot Police.jpg

An der Köpi Bullenmassen und Wasserwerfer, trotzdem aus dem Dunkeln Abwerfen der nachrückenden Fahrzeugkolonne der Bundespolizei, irgendwann erreicht die Demo wieder die Adalbertstrasse, ein letztes Aufstoppen, dann sickern die Gruppen langsam raus. Einige hundert finden noch den Weg zurück in die Oranienstrasse, wo auswärtige Bulleneinheiten vom Bierflaschen schwenkenden Völkchen angepöbelt werden. Die alten Knochen fangen wieder an zu frieren, im Hahn ist es schön warm von Schnaps und Liebe, überall strahlende Gesichter, viele Umarmungen, aufgeregtes Vibrieren, ein typischer Freitagabend, bis ein Trupp Bullen unvermittelt den Laden stürmt.

Auf alles einschlägt in der engen, knallvollen Kneipe, wo alles übereinander stolpert und fällt, aber trotzdem keine Panik und man hilft sich wo man kann inmitten des Tumults. Schläge im Schwitzkasten gegen den Kopf, einige gehen zu Boden, zwei schleppen sie raus. Dann verpissen sie sich wieder. Rolläden fahren runter, Tische werden nach vorne geschoben, Blessuren versorgt. Vor der Kneipe eine Masse Bullen. Alte Kreuzberger Historie, vom Verwertungsprozess ausgemustert, aber immer noch mit einem Barhocker in der Hand, wenn sie nochmal stürmen. Lassen sie aber sein. Raussickern in die Nacht, von Genossen in Empfang genommen, der Schädel brummt, aber scheiss drauf. Begrabt mein Herz am Heinrichplatz.

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Grafikquellen          :

Oben     —      Polizei-Einsatz während der Köpi-Demonstration in Berlin, 15. Oktober 2021. / Nina (PD)

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Unten     —      Bereitschaftspolizei läuft Spalier bei einer Demo gegen die Zwangsversteigerung der Køpi

Urheber    :        Oliver Wolters     /   Datum  ;   unbekannt

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland“ lizenziert.

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Nachruf auf Bettina Gaus

Erstellt von DL-Redaktion am 2. November 2021

Mit Mut und Meinung

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Von Dominic Johnson, Lukas Wallraff und Jan Feddersen

Sie war für die taz Afrika-Korrespondentin, Politische Korrespondentin, Kolumnistin. Vor allem aber wusste sie, schlaue eigene Gedanken zu formulieren.

Zur taz stieß Bettina Gaus eher zufällig. Ihr erster Text „Somalia blickt in eine ungewisse Zukunft“ – die Überschrift wäre noch heute aktuell – erschien am 11. Januar 1991, nachdem die Reporterin, die bis zuvor über Somalias Bürgerkrieg berichtet hatte, als Vertretung eine Kollegin der Deutschen Welle empfahl, die mit ihrem kenianischen Ehemann in Nairobi lebte. Nur zwei Wochen später saß Bettina Gaus-Mbagathi in einem gecharterten Flugzeug nach Mogadischu und berichtete für die taz als eine der ersten Journalistinnen über die Wirren in Somalias Hauptstadt nach dem Sturz des Militärdiktators Siad Barre durch Rebellen.

„Alle Regeln des täglichen Lebens sind außer Kraft gesetzt, alle Institutionen sind zusammengebrochen“, schrieb sie und bewies ihr Gespür für Absurditäten: „Im Hintergrund sind während unseres Gesprächs vereinzelt Schüsse zu hören. ‚Das sind Freudensalven von Leuten, die entdeckt haben, daß ihr Haus weder geplündert noch zerstört ist‘, erklärt einer unserer Begleiter. Es ist schwer zu entscheiden, was unwahrscheinlicher ist: daß es sich um Salutschüsse handelt oder daß tatsächlich noch ein Haus in dieser zerstörten Stadt völlig intakt sein soll.“

So setzte sie fünfeinhalb Jahre lang als taz-Afrika-Korrespondentin journalistische Maßstäbe: sorgfältig aufschreiben, was man sieht und hört, und es allgemeinverständlich einordnen, ohne vorgefertigte Interpretation und ohne Dinge zu behaupten, die man nicht wissen kann.

Es klingt selbstverständlich – in der Praxis scheitern viele Reporter daran. Bettina Gaus nicht.

Sie war dabei, als Somalia implodierte, als Äthiopiens Militärdiktatur stürzte, als Eritrea unabhängig wurde, als Ruanda im Völkermord versank.

Texte per Satellitentelefon

Die frühen 1990er Jahre waren eine Zeit ohne Mobiltelefon und ohne Internet. Arbeitsmittel waren Aufnahmegerät, Schreibmaschine, Fax – oder auch das Satellitentelefon der UN, um für 20 US-Dollar pro Minute Texte durchzutelefonieren, wie an jenem Tag im Dezember 1992, als im Morgengrauen US-Marines am Strand von Mogadischu landeten und am nächsten Tag eine Reportagenseite in der taz stand, bei der jedes kleinste Detail stimmte.

Weder anderen noch sich selbst gegenüber war sie nachsichtig, wenn es um das journalistische Handwerk ging. Und sie erkannte, dass dieses Handwerk auch an Grenzen stößt, etwa in Ruanda 1994, als täglich Tausende massakriert wurden. Wie schreibt man darüber, erst als weiße Journalistin ausreisen zu dürfen, also dem Horror zu entkommen, und zwei Wochen später bei der Rückkehr ins gleiche Hotel zu erfahren, dass alle tot sind? Wer das miterlebt, ist gezeichnet fürs Leben. Zwei Jahre später verließ sie Afrika.

Bettina Gaus war aber kein Krisenjunkie, der erst in der schusssicheren Weste aufblüht. Ihre wichtigste Freizeitbeschäftigung in Nairobi, so schien es jedenfalls bei Planungstelefonaten aus Berlin, war das Kartenspiel Bridge, Pflichthobby weißer Oberschichtfrauen in der ehemaligen britischen Siedlerkolonie Kenia.

Sie lebte in Nairobi mit ihrer Tochter Nora zusammen, und wer damals ihr Haus betrat, stieß als Erstes auf eine gigantische Bücherwand, gefüllt mit dem kompletten Kanon des deutschen Bildungsbürgertums – eine intellektuelle Sektorengrenze, die ihr die nötige Distanz zu ihrer Arbeit ermöglichte, vor der aber Besucher plötzlich ganz klein aussehen konnten.

Selbstbewusst und unverstellt

So war sie eben – selbstbewusst, unverstellt und ohne die Anmaßung, man könne jemals vergessen machen, wie privilegiert man als Weiße in Afrika lebt. Schade, dass sie im Jahr 2007 den Literaturnobelpreis für Doris Lessing – ihr Werk beschrieb sie als „so unfaßbar großartig wie kaum irgend etwas anderes, was ich je gelesen habe, schon gar nicht über Afrika“ – dann doch nicht in der taz würdigte. „Wenn es noch irgend einen Bedarf an einem Artikel über Doris Lessing gibt: Ich schreibe diesen Artikel auch auf einem Bein stehend morgens um vier!“, mailte sie der Redaktion aus den USA, wo sie sich gerade befand. Leider einen Tag zu spät.

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Nach ihren Korrespondentenjahren in Afrika leitete sie zunächst das Parlamentsbüro der taz in der alten Westhauptstadt Bonn. Als Berlin zur Hauptstadt mutierte, zog es auch Bettina dorthin, an das neue Machtzentrum und an den Sitz ihrer Zeitung, aber nicht wirklich in die Redaktion. Ja, sie liebte die taz mit Leib und Seele, aber nicht unbedingt die ständige räumliche Gemeinsamkeit.

Bettina Gaus verfocht ihre Standpunkte bis zur Sturheit, war aber auch bereit, öffentlich Fehleinschätzungen einzuräumen. Aber noch öfter behielt sie recht

Als neu ernannte Politische Korrespondentin mit Zuständigkeit fürs ganz Große und Wichtige richtete sich Bettina lieber ein eigenes Büro ein, und zwar praktischerweise direkt in ihrer Charlottenburger Wohnung, befreit von den üblichen Präsenzpflichten, den Redigierschichten und den immer rigoroseren Rauchverboten. Bettina arbeitete bereits im Homeoffice, als noch niemand diesen Begriff kannte.

Sie war gleichwohl keine Einzelgängerin, ganz und gar nicht. Sie hatte nur einen ausgeprägten Freiheitsdrang und einen starken eigenen Willen. Geselligkeit? Ja, gern und auf jeden Fall, sie ging gern auf Partys, Spieleabende, genoss lange Diskussionen, natürlich über Politik, aber fast noch lieber über Klatsch, Tratsch und neue, öfters auch sogenannt seichte Fernsehserien. Das Computerspiel „Wer wird Millionär?“ spielte sie nächtelang bis zur Erschöpfung (ihrer Gegner).

Stets pünktlich und auf den Punkt

Bettina war eine begeisterte Gastgeberin, hatte viele Freunde, traf gern Menschen, aber eben am liebsten dann, wenn sie es wollte, und nicht, weil es in einem Dienstplan stand. Für die Besprechungen mit der Redaktion gab es zwar noch kein Zoom, aber Mail und Telefon, das reichte. Die Erfindung des Smartphones ignorierte Bettina konsequent. Wozu ständige Erreichbarkeit? Sie lieferte doch auch so stets pünktlich und traf meist den Punkt.

Ihre kleinen Privilegien genoss die Charlottenburg-Korrespondentin sehr, und die taz war schlau genug, sie zu gewähren. Schließlich galt es eine beliebte Autorin ans Blatt zu binden, die so schön, schnell und originell schreiben konnte wie nur ganz wenige. Weil es Bettina nie dabei beließ, das Offensichtliche zu wiederholen, sondern immer einen eigenen Gedanken hinzufügte, wurde sie auch von anderen Medien gerne eingeladen und sorgte so für mehr taz-Präsenz im Fernsehen als alle anderen. Wahrscheinlich auch deshalb, weil sie in Talkshows und Radiorunden einfach bei sich selbst blieb, also authentisch war.

Bettina Gaus bei „Maischberger“ und „Illner“ sprach genauso unverstellt, ungeniert und fast genauso unverblümt wie die Bettina daheim auf ihrem Sofa. Oft gelang es ihr dabei, selbst komplizierteste Sachverhalte so verständlich zu analysieren und down to earth zu bringen, dass man sich beim Lesen oder Zuhören dachte: Stimmt, da hat sie recht, irgendwie hatte ich auch schon das Gefühl, aber ich hätte es nicht so formulieren können.

Sie liebte den Streit

Oder man dachte: So ein Quatsch, jetzt übertreibt sie wirklich, jetzt komme ich nicht mehr mit. Denn Bettina Gaus war oft auch unbequem. Ja, sie liebte Streit. Nicht den Gut-und-Böse-Klick-Wettstreit wie heute auf Twitter, einem Medium, das sie genauso boykottierte wie Diensthandys, sondern den guten, altmodischen Streit mit Argumenten. Als Gesprächspartner waren ihr schlaue Konservative lieber als langweilige Wiederkäuer der tagesaktuellen linken Lehre. Sie respektierte und schätzte ihre Gegner – vorausgesetzt, sie blieben fair, waren auf intellektueller Augenhöhe und gaben sich genauso viel Mühe wie sie selbst.

Nur zwei von vielen Beispielen aus der taz: Mit kaum einem Kollegen hat sich Bettina intern und öffentlich so intensiv gefetzt wie mit dem Südosteuropa-Korrespondenten Erich Rathfelder während des rot-grünen Kosovokriegs, den sie ablehnte und den er nötig fand. Und doch sprach sie ihm nie ab, genauso redlich wie sie nach dem besten Weg zum Schutz der Menschenrechte im zerstörten Jugoslawien zu suchen.

Quelle         :          TAZ-online         >>>>>          weiterlesen

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Oben     —   Maischberger, Sendung vom 14. Dezember 2016. Produziert vom WDR. Thema der Sendung: „Wutbürger gegen Gutmenschen: Verliert die Demokratie?“ Foto: Bettina Gaus („taz“-Journalistin)

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DL – Tagesticker 02.11.2021

Erstellt von DL-Redaktion am 2. November 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Ein lahme Mähre bewegt sich nur, indem man ihr die Sporen gibt. Dieses hat ein Großteil der Deutschen Presse aber über viele Jahre verschlafen, da alle das eigene Nest sauber halten wollten! Jetzt wo es zu spät scheint wollen viele dieser Schläfer alles wieder richten, da eine lahme Ente niemanden mehr Nutzen bringt! 16 Jahre verschlafen heißt auch 16 Jahre verpennt zu haben. Wie sagte es einst Gorbi: „Wer zu spät kommt , den bestraft das Leben.“ Schade nur das die Bürger-Innen, die Versäumnisse der Politiker-Innen und Meinungsmache-Innen, einmal mehr ausbaden müssen! Aber vielleicht ist das der Grund für das sinken, nicht nur der Druckauflagen?

Fünf vor acht / Angela Merkel :

1.) Krisen konnte sie, Reformen eher nicht

Angela Merkel dreht ihre letzten Runden. Ihre Verdienste sind groß, doch nicht alles lief immer glänzend. Auch ihrer Partei hinterlässt die Kanzlerin kein einfaches Erbe. Die Bilder der vergangenen Tage wollten nicht richtig zusammenpassen: auf der einen Seite Angela Merkel, einsam auf der Besuchertribüne des Bundestages sitzend, weil sie keine Abgeordnete mehr war und auch nicht mehr gewählte, sondern nur noch geschäftsführende Bundeskanzlerin; andererseits Angela Merkel, die auf ihrer Abschiedstour rund um den Globus respektvoll verabschiedet wurde von denen, mit denen sie über eineinhalb Jahrzehnte Weltpolitik betrieben hatte, ein letztes Mal jetzt beim G20-Gipfel in Rom und bei der Weltklimakonferenz in Glasgow. Ihre Nachspielzeit wird voraussichtlich am 6. Dezember enden – am Nikolaustag, an dem Olaf Scholz zum Kanzler gewählt werden soll. Wenn es dabei bleibt, wird Angela Merkel die 5.869 Tage lange Amtszeit Helmut Kohls, bisher die längste eines Bundeskanzlers, wohl um knapp zwei Wochen verfehlen. Da sie die deutsche Politik 16 Jahre lang so souverän geprägt hat wie niemand sonst, liegt es jedoch nahe, eine erste Zwischenbilanz ihres Wirkens zu ziehen. Ich denke, Angela Merkels Bild in der Geschichte wird ein zwielichtiges sein. Um es in einem Satz zu sagen: Sie war eine große Krisenkanzlerin, aber keine Reformkanzlerin.

Zeit-online

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Oh – je, wer wollte denn noch einen aus den Kreis der größten Verschwörungstheoretiker an seiner Bahre stehen haben? Vielleicht würde dieser noch einen guten Ratschlag geben wie: „Passe auf, an der Bahnsteigkante und steige nicht in den falschen Zug ein! Denn dieser fährt direkt in das Mittelmeer zu den von den Göttern der Politik bestraften!“ Ach ja – wer hatte auf den Behörden denn je eine Ausbildung erhalten, denn warum gäbe es Heute dieses Versagen? Sehen wir die Herren oder Damen, kann ihr Geschirr nicht besser. Die Ausbildung wurde früher Lehre genannt und auch dort fielen die Meister nicht aus den Himmel!

Arbeit und Zuwanderung – Fachkräftemangel überall:

2,) „An der Wiege fehlt die Hebamme, an der Bahre der Priester“

Der Fachkräftemangel wird zur massiven Gefahr. Jedes zweite Unternehmen stöhnt inzwischen, dass es keine geeigneten Fachkräfte findet: Lkw-Fahrer, Pflegekräfte, Handwerker. Ganz schlimm ist es in Behörden. Dort will kaum einer mehr eine Ausbildung machen. Mehr Zuwanderung, und attraktivere Ausbildung sollen jetzt helfen, diese Dauerbaustelle zu schließen. Du hast keine Chance, also nutze sie – so ähnlich muss Hans-Werner Eschrich, Obmann der Innung Sanitär Heizung Klima in Düsseldorf, gedacht haben, als ihn Fernsehreporter jüngst ein Mikrofon unter die Nase hielt. Er sollte zu den langen Wartezeiten für Handwerker Auskunft geben. Der Chef der Firma H.W.E. GmbH antwortete geduldig. Und setzte dann zum Schlusswort an, um die minimale Chance zu nutzen, dazu beizutragen, das sich doch etwas am wahren Problem ändert: „Wenn Eltern ihren Kindern immer nur vermitteln, ein Studium sei das einzig Wahre, dann ist es kein Wunder, wenn Handwerksbetriebe keine Auszubildenden mehr finden.“ Und Kunden in der Folge keine Termine bekommen, weil es einfach zu wenig Mitarbeiter gibt.

Focus-online

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Ja- die rückwärts laufenden Uhren, – davon war Merkel nie sehr weit entfernt – obwohl sie die meisten immer nur von hinten sahen, wenn über den indirekten Lobbyismus und über die Verschwörungstheorien des Klimawandel verhandelt wurde.

Die einzig harte Währung auf der COP :

3.) Wenn die Uhren rückwärts laufen

Die Zeit, den Klimawandel einzugrenzen, rennt, obwohl sie manchmal stillzustehen scheint. Mit der Zeit auf der COP26 ist es wieder anders. Oben kreisen dröhnend die Hubschrauber, unten werden die Securityguards nervös: Gedrängel auf der Klimakonferenz vor dem Plenarsaal, der eigentlich nur ein sehr großes Bierzelt ist. „World Leaders Summit“ heißt das, und wer wichtig ist, muss mitdrängeln: PolitikerInnen, BeraterInnen, JournalistInnen, UmweltschützerInnen, Kameras hier, Mikrofone da. Die härteste Währung der Klimakonferenz ist Aufmerksamkeit. Das könnte man jedenfalls denken, wenn man die ersten zwei Tage sieht. Stimmt aber nicht. Der wichtigste Gradmesser für Gewicht und Wichtigkeit ist hier nicht mediale Aufmerksamkeit, nicht die Macht, die demonstriert wird, und nicht das Geld, das ausgegeben wird oder nicht. Die härteste Währung ist: Zeit. Denn wenn es etwas gibt, das es auf Klimakonferenzen nicht mehr gibt, dann ist das Zeit. Da hat echte Deflation eingesetzt: Bei der ersten COP 1995 hieß es, um die Klimakrise zu verhindern, müssten die globalen CO2-Emissionen in jedem Jahr um ein Prozent sinken. Nicht einfach, aber machbar. Heute sind es sechs oder sieben Prozent. Das schaffen wir bisher nur in einem Corona-Lockdown. Der Grund: knapp 30 Jahre Verzögern und Verzagen. Mit der knappsten aller Ressourcen sind wir umgegangen wie Elon Musk mit Investorengeldern. Einfach rausballern. Mordlust vor verschlossener Türe.

TAZ-online

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Warum sollten die Gesetze nicht außer Kraft gesetzt werden, wie es unter den Raubtieren üblich ist ? Heißt es dort nicht schon immer: „Nur die Hände welche mich füttern, lecke ich?“ Da brauchten wir doch nur bei den IMI aus der bayrischen „Rechtswüste“ anfragen.

Berlin Pressefreiheit

4.) Polizei versus Pressefreiheit

Journalist wird gezwungen, ein Video zu löschen – Behörde gesteht Fehlverhalten. Es sei »ein Skandal«, was dem britischen Journalisten Tom Wills in der vergangenen Woche vor dem Landesamt für Einwanderung passiert ist, sagt Jörg Reichel, Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in der Gewerkschaft Verdi. Polizist*innen und Sicherheitskräfte der Behörde behinderten Wills dort an seiner Arbeit als freier Journalist und zwangen ihn, ein Video zu löschen, das er von einer Festnahme gedreht hatte. Zufällig beobachtete Tom Wills, als er einen Termin im Landesamt für Einwanderung hatte, wie Beamt*innen von Polizei und Sicherheitsdienst vor dem Gebäude einen Mann mit Gewalt zu Boden drückten und begann, mit seinem Handy zu filmen, da die Festnahme im öffentlichen Interesse liegen könnte. Doch sofort hätten sich Security-Leute vor ihn gestellt und die Sicht blockiert, berichtet Wills »nd«, obwohl er gesagt habe, dass er Journalist sei. Ein Sicherheitsmann habe ihn nach seinem Presseausweis gefragt, den er nicht dabei hatte. Sein Vorschlag, dass ein Redakteur ihm einen Nachweis schicken könne, wurde nicht akzeptiert. Der Sicherheitsmann behauptete, dass Wills keine Erlaubnis zum Filmen gehabt habe und das Video löschen müsse.

ND-online

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Ist das nicht relativ wenig, wenn wir einen Vergleich zu den verursachten Schäden der Politiker-Innen ziehen? Alleine die Überschwemmungen in diesen Jahr, werden die genannte Summe toppen! Und das alles, da die Parteien-Clans seid mehr als 50 Jahren die Mahnungen aus Bevölkerung und Wissenschaft aus reiner Selbstsucht ignorieren. – Da sie als die größten Beutefänger gelten!

Milliarden aus dem Fenster werfen? Kita-Plätze statt Betreuungsgeld Aktion mit Sylvia Löhrmann, Cem Özdemir und Stefan Engstfeld.jpg

Organisierte Kriminalität verursacht mehr als 800 Millionen Euro Schaden

5.) BKA veröffentlicht deutsches Lagebild

Drogen, Gewalt, Raub: Die organisierte Kriminalität in Deutschland floriert. Laut BKA ist der wirtschaftliche Schaden 2020 weiter deutlich gestiegen. Die organisierte Kriminalität hat in Deutschland im vergangenen Jahr einen wirtschaftlichen Schaden von mehr als 800 Millionen Euro verursacht. Die Polizei führte insgesamt 594 Ermittlungsverfahren, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden berichtete. Dabei ging es um erbeutetes Vermögen im Wert von mehr als einer Milliarde Euro. Das Volumen der kriminell erlangten Vermögenswerte stieg damit um 58 Prozent. Im Jahr 2019 hatte das erbeutete Vermögen bei 644 Millionen Euro gelegen. Die Zahl der Tatverdächtigen sank den Angaben zufolge 2020 leicht auf 6529. Zugleich stellte die Polizei vor allem im Bereich der organisierten Rauschgiftkriminalität eine Zunahme an bewaffneten Tatverdächtigen fest. Laut BKA sind die Gruppierungen der organisierten Kriminalität zunehmend bereit, Menschen einzuschüchtern und Gewalt anzuwenden – sowohl gegen Aussteiger, Mitglieder verfeindeter Gruppierungen oder auch gegen Ermittlungsbeamtinnen und -beamte.

Tagesspiegel-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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Unten           Aktion der Grünen gegen das Betreuungsgeld im NRW-Landtagswahlkampf 2012

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