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Archiv für Juni 12th, 2021

Hirnloses Bla, Bla der G – 7

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Juni 2021

Verzögerung in der Beschleunigung

Covid vaccine clinical trial with Ridwan kamil.jpg

„Willige Helfer“ brauchen keine großen Reden um sich wichtig zu machen !!

Von Marc Engelhardt

Im Wettlauf gegen die Zeit. Die G7 wollen bis Ende 2022 eine Milliarde Impfdosen in die ärmsten Länder liefern. Und bis dahin? Könnten Tests, Medizin und Sauerstoff helfen.

Zum G7-Gipfel in Cornwall hat Joe Biden ein Geschenk im Gepäck: 500 Millionen Impfdosen für die ärmsten Länder der Welt. Damit rea­giert der US-Präsident auf Chinas umstrittene Impfkampagne und wohl auch auf einen Aufruf von Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO: „Wir brauchen 250 Millionen Impfdosen bis September und jeweils 100 Millionen davon noch im Juni und Juli.“

Nur so lasse sich das ohnehin schon korrigierte Impfziel, 10 Prozent der Weltbevölkerung bis September zu impfen, erreichen. „Die G7-Staaten haben die Macht, diese Ziele zu erfüllen: Deshalb rufe ich sie auf, ihren Impfstoff zu teilen, und dies bereits im Juni und Juli.“

Doch daraus wird wohl nichts, und das, obwohl der britische Premier Boris Johnson am Freitag sogar versprach, die G7 würden 1 Milliarde Impfdosen spenden. Das Problem ist die Zeit. Johnsons wie auch Bidens Versprechen soll erst bis Ende 2022 eingelöst werden, ebenso wie die aus Deutschland (30 Millionen Dosen) und der EU (100 Millionen Dosen). Bis dahin wird sich wohl das fortsetzen, was WHO-Direktor Tedros ­Adhanom Ghebreyesus eine „zunehmend gegenläufige Entwicklung“ der Pandemie nennt: Während reiche Länder zum Alltag zurückkehren, gibt es in Afrika, Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum immer mehr Coronatote.

In den meisten dieser Länder sind nicht einmal die Risikogruppen geimpft. Ein Filmteam der WHO war Anfang Mai dabei, als im afghanischen Masar-i-Scharif der Arzt Azizullah Basij eine der 470.000 Impfdosen für 38 Millionen Afghaninnen und Afghanen erhielt. Der Arzt ist sichtlich erleichtert. Ein Lächeln zieht sich unter seinem Schnurrbart von Wange zu Wange, er kann es selbst kaum fassen. „Ärztinnen und Ärzte kämpfen an der Front der Pandemie, die ersten, die hier infiziert wurden, waren wir“, berichtet er. „Denn meine Kollegen und ich, wir wollten den Menschen natürlich helfen, deshalb blieb unser Krankenhaus offen. Aber es war eine schreckliche Erfahrung.“

Ungerecht verteilt

Gerecht verteilt, hätten die bisher weltweit verimpften 2 Milliarden Dosen laut WHO ausgereicht, um nicht nur Azizullah Basij, sondern alles medizinische Personal weltweit und dazu noch alle älteren Menschen impfen zu lassen. Die Wirklichkeit dagegen beschreibt Bruce Aylward, der Chef der globalen Anti-Covid-Allianz ACT Accelerator, so: „Von den 2 Milliarden Dosen sind drei Viertel in nur zehn Ländern verimpft worden. Ganze drei Länder, China, die USA und Indien, haben 60 Prozent aller Impfdosen verbraucht. Auf der anderen Seite stehen die ärmsten Staaten, in denen jeder zehnte Erdenbürger lebt. Sie haben nicht einmal ein halbes Prozent der verfügbaren Impfdosen erhalten.“

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Seit Indien die versprochenen Impfstofflieferungen für das globale Impfprogramm Covax, das zum ACT-Accelerator gehört, gestoppt hat, sind manche Regierungen so verzweifelt, dass sie Impfstoff von dubiosen Zwischenhändlern oder sogar im Internet kaufen, teils zum doppelten Preis. Der WHO-Expertin Soumya Swaminathan bleibt nur, zur Überprüfung fremd gekauften Impfstoffs aufzurufen. Schließlich gebe es auf dem Markt sowohl minderwertige wie auch gefälschte Vakzine.

Der Schwarzmarkt ließe sich wohl am ehesten bekämpfen, indem mehr Impfstoff hergestellt würde. Doch für den Vorstoß in der Welthandelsorganisation, die Patente auf Impfstoffe vorüber­gehend aufzuheben, ist auch nach einer weiteren Verhandlungsrunde in dieser Woche kein Durchbruch in Sicht. Vor allem die EU blockiert.

Die Impfungerechtigkeit ist Teil eines viel größeren Problems: Die Länder, die keinen Impfstoff haben, haben auch sonst fast nichts, um die Pandemie zu bewältigen. In Afrika hat gerade einmal jedes zehnte Krankenhaus Tests vorrätig, PCR-Tests sind noch seltener, wie Françoise Vanni vom Global Fund festgetellt hat. „Das bedeutet, dass Krankenhäuser nicht die Möglichkeit haben herauszufinden, ob die Patienten, die zu ihnen kommen, positiv sind, und sie entsprechend zu behandeln.“

Quelle          :           TAZ        >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —     The Governor of West Java Ridwan Kamil participating in phase 3 trial of the Sinovac COVID-19 vaccine in Indonesia

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Unten     —       Tim Reckmann from Hamm, Deutschland – Corona Impfung

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Impfkampagnen – Vergleich

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Juni 2021

We are looking for Freedom!

Dieses Bild müsste den Politikern jeden Tag  gezeigt werden !

Eine Kolumne von Samira El Ouassil

In Frankreich kehrt die Kultur zurück, in Neuseeland hat man gegen die Pandemie gewonnen – die deutsche Impfkampagne jedoch behandelt die Bürger wie trotzige Kinder.

Was ist eigentlich mit der offiziellen Coronakampagne in Deutschland los? Erst sind wir #besonderehelden, die auf dem Sofa den Ersten Pandemiekrieg überlebt haben, dank der Hilfe der Lieferanterie – und jetzt soll die Impfung eine »Looking for Freedom«-mäßige Ein-Mann-Version des Mauerfalls sein?
In Deutschland tut die Regierung so, als müsste man uns angebliche Trotzlinge noch mit dem Argument der Verantwortung vom Impfangebot überzeugen.
Re publica 18 - Day 1 (41804922692).jpg
Quelle        :       Spiegel            >>>>>           weiterlesen
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Grafikquellen          :

Oben     —      Deklaration der Menschenrechte

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Prozess/Danniaktivistin-Ella

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Juni 2021

Sanft und entschlossen gegen die Staatsgewalt

File:Alsfeld-Amtsgericht1-Bubo.JPG

Quelle     :     Untergrundblättle – CH 

Von  „Quelle: Graswurzelrevolution“ 

Nach sechsmonatiger Beugehaft startete der Prozess gegen die Aktivistin „Ella“ vor dem Alsfelder Landgericht. Wir veröffentlichen hier eine längere Passage des Statements der Frau, deren Identität weiterhin unbekannt ist.

Der Gerichtssaal ist voll mit Kameras, Sat 1, HR, ZDF, verschiedene Sender sind vertreten. Als die junge Aktivistin den Gerichtssaal betritt, ruft eine Besucherin: „Klimaschutz ist kein Verbrechen!“. Später ist in den Medien dazu nichts zu hören.Wenn man der Anklage der Staatsanwältin zuhört, hat man das Gefühl, man habe es mit einer Schwerverbrecherin zu tun. Auf 15 m Höhe soll die kleine Person zwei SEK-Beamten schwere Körperverletzung zugefügt haben. Sie selbst verweigert ihre Identität, aus Solidarität mit Menschen ohne Papiere, aber auch aus der Überzeugung, dass sie stellvertretend für viele Menschen für die Zukunft kämpft. Sie selbst nennt sich Ella, für die Behörden ist sie UWP 1.Mit keinem Wort erwähnt die Staatsanwaltschaft, dass im Dannenröder Forst 400.000 Liter Trinkwasser in einem wertvollen Flora-Fauna-Habitat zerstört werden und das Autobahnprojekt die Zukunft der Region bedroht.Nachdem die Anklageschrift verlesen ist, kommt die Angeklagte zu Wort. Sie hält eine lange Rede auf Englisch, der Dolmetscher gibt sie auf Deutsch wieder. Im Folgenden einige Auszüge aus Ellas Rede:„Die Menschheit ist an einem Wendepunkt. Sie erkennt, dass sie sich von den anderen Lebewesen entfernt hat, von einer mystischen Sicht und Wahrnehmung entfernt hat. Dies eröffnet uns die Chance, ein neues Bewusstsein und eine lebenswerte, erfüllte Art des Daseins zu entwickeln. Wir sind Teil eines Ganzen, und wir stehen mit allem in Wechselwirkung. Das bedeutet, wenn ein Teil des Waldes beschnitten wird, wird auch ein Teil von uns beschnitten.Wenn wir hingegen ein Ökosystem retten, helfen wir das Ganze zu retten. Wir müssen Respekt vor dem Anderen lernen und Gerechtigkeit üben. Ob eine gefährdete Fledermausart oder 300jährige Eichen, alles ist miteinander verbunden. Wir müssen verstehen, dass wir einander brauchen. Das eigene Interesse ist das Interesse der anderen, das haben wir als Gruppe im Danni zu leben versucht. Im Wissen, dass die globale Zerstörung des Gewebes der Erde wie die Zerstörung unserer eigenen Organe ist.Wir müssen beginnen, eine Beziehung herzustellen zwischen der Plünderung und Zerstörung unseres Planeten und dem Denken, das nur Quantität sieht statt Qualität.Ich habe beschlossen, den lokalen Ökozid zu unterbrechen. Die meisten Aktivisten haben als Kinder zwischen Bäumen gespielt und von Bergen geschaut, sind in Ozeanen geschwommen, haben sich an der Wildnis erfreut. Im Einklang mit einem gesunden Ökosystem wird unser Handeln von der Liebe beflügelt, und wir können Wege zu geistiger und physischer Gesundheit finden.Während die Umweltzerstörung und die Klimakrise in aller Munde sind, werden weiterhin Biotope zerstört. Kostbare Arten sterben, Erde wird abgetragen, die Temperatur steigt, Gletscher schmelzen, Menschen werden gezwungen zu fliehen.

Ich habe mich der Aufgabe verschrieben, diese Wunden zu heilen. Seit einem halben Jahr bin ich nun im Gefängnis, dies hat mir ein schmerzhaftes Misstrauen gegenüber Institutionen beschert und gegenüber der Mentalität, die uns diesen Wahnsinn beschert.

Es ist ganz eindeutig, dass diese Mentalität weder unsere noch die Interessen der Erde vertritt. Sie respektiert weder unsere Bedürfnisse noch die der Erde. Ihre Vertreter fügen unserer Biosphäre und Lebensgrundlage eine Verletzung nach der anderen zu, alles wird zerstückelt und zerstört für die Maximierung kurzfristiger Profite.

Ich hoffe, dass wir nicht nur hier in diesem Gerichtssaal sind, um die Schuld oder Unschuld einer Person festzustellen. Wir müssen beginnen, eine Beziehung herzustellen zwischen der Plünderung und Zerstörung unseres Planeten und dem Denken, das nur Quantität sieht statt Qualität.

Ich hoffe, dass wir endlich sehen und fühlen und verstehen lernen, wie verheerend diese ökozidale Plünderung unseres wunderschönen und intelligenten Planeten ist.

Wir müssen eine Beziehung schmieden, die auf Qualität und nicht auf Quantität beruht. Eine Beziehung, die die Erde und ihre Pflanzen, ihr Ökosystem und ihre Spezies heilig hält, nicht nur in der Theorie, sondern in der Praxis. Ich frage dich, lieber Leser, liebe Zuhörerin, in welcher Welt wollen wir leben? Ich wünsche mir eine Welt, die den Schutz und die Erhaltung der Ökosphäre höher wertet als den Erhalt politischer und finanzieller Macht.

Wir alle sind miteinander verbunden und voneinander abhängig. Darum kann es ohne soziale Heilung keine Heilung des Ökosystems geben.

Ich strebe eine Neuorientierung hin zu Ganzheit und Integrität an. Das ist der Grund, warum wir heute hier sind, wofür ich heute hier stehe.“

Tronje Doehmer, der Anwalt der Angeklagten, weist anschliessend darauf hin, dass die Polizisten unzureichend gesichert waren, obwohl geeignete Sicherungsvorkehrungen zu ihrem Job und ihren Dienstanweisungen gehören. Sie hätten von unten versucht, Ella in 15 m Höhe von einer Traverse, einem quer gespannten Sicherungsseil, herunterzuholen. Dabei hätten sie, statt den Hubwagen zu nehmen, die junge Frau in dieser Höhe eingekesselt. In den vorherigen Wochen hatten Beamte bei Räumungen bereits Sicherungsseile durchgeschnitten, es gab mehrere schwere Verletzungen, was die jungen Menschen bei der Räumung zusätzlich verunsicherte. Schliesslich spricht Doehmer das Offenkundige aus: Dass nämlich die Vorwürfe der Anklage – Schläge ins Gesicht der Polizisten, Tritte und weitere Angriffe – auf den angeblichen Beweisvideos nicht zu sehen sind.

Am Ende seiner Rede fordert der Anwalt, die nunmehr ein halbes Jahr dauernde U-Haft seiner Mandantin zu beenden.

Der Richter zeigt nun ein Video der Räumung. Zweimal schlägt ein Polizist der jungen Frau ins Gesicht; einmal weicht sie der Hand aus, die sie vom Seil ziehen will, und ihr Fuss berührt dabei die Hand des Polizisten. Als sie wie eine Mumie gefesselt in einen Tragesack verpackt wird, kann man erkennen, dass sie nach hinten unten kippt, als der Polizist ihr Sicherungsseil durchtrennt und ihre Füsse nach oben schnellen, aber das ist kein Treten, sondern sie kippt mit gefesselten Händen nach hinten. Langsam wird Ella aus 15 m Höhe nach unten geleitet, und unten durchtrennen Beamte die fest um ihre Handgelenke gebundenen Kabelbinder mit einer Zange, um ihr Handschellen anzulegen.Der Richter zieht sich mit den Schöffen zur Beratung zurück, nachdem er der Staatsanwältin servil zugelächelt hat. Im Zuschauerraum breitet sich freudige Erwartung aus: Nach diesem Video kommt Ella nun bestimmt frei! Doch mitnichten. Der Richter hält sich brav an die Vorgaben der Staatsanwältin. Sicher kommt das seinen Karrierewünschen zugute, UWP 1 bleibt weiter in Haft.Ob das Gerechtigkeit ist oder Vetternwirtschaft, was hier im Gerichtssaal passiert, ist die grosse Frage. In der Hessenschau jedenfalls, am gleichen Abend, kommen weder lokale Aktivisten oder Bürgerinitiativen noch das Musikkollektiv Lebenslaute zu Wort. Lang sehen wir im HR das Statement der Staatsanwältin, kurz den Verteidiger. Der poetische Text der Angeklagten kommt überhaupt nicht vor.

Ella freut sich über solidarische Präsenz im und vor dem Gericht. Die weiteren Hauptverhandlungstermine sind: 08.06., 15.06., 16.06. und 22.06., Amtsgericht Alsfeld.

Weitere Infos über und Texte von Ella, darunter Offene Briefe, ein Gedicht und ihre politische Erklärung vor Gericht, findet ihr unter https://freethemall.blackblogs.org/unbekannt/. Dort steht auch ihre aktuelle Postadresse.

Solidarische Briefe in den Knast sind sehr willkommen!

Soweit nicht anders angegeben und keine Quellenangabe (Name einer Organisation oder Internet-Adresse) vorhanden ist, gilt für die Texte auf dieser Webseite eine Copyleft (Public Domain) Lizenz.

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Grafikquelle      :

Oben      —  Gebäude des Amtsgerichts Alsfeld, Landgraf-Hermann-Straße 1 in Alsfeld.

Author Bubo        /        Source     —      Own  work

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

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Unten       —     Protest vor der Landesvertretung Hessens in Berlin Oktober 2020

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KOLUMNE * ERNSTHAFT

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Juni 2021

Den Grünen wird der Acker überlassen

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Von Ulrike Winkelmann

Das Klima ist uns um Jahrzehnte voraus. Die jüngste Aufregung über höhere Spritpreise aber zeigt, dass noch immer so diskutiert wird wie in den 90ern.

Es ist noch keine zwei Wochen her, da behauptete ich, dass nun wirklich jeder „den Schuss gehört“ habe: Ohne Klimapolitik sei kein Blumentopf mehr zu gewinnen, also kein Wahlkampf mehr zu bestreiten. Zugegeben – das war im Eifer eines Gefechts, in dem es nötig schien, klimapolitische Zuversicht zu verbreiten. Aber in jenem Augenblick entstieg meiner etwas taktischen Zuversicht eine, wie ich fand, haltbar wirkende These.

Selten wurden Blumentöpfe so billig verschleudert, sie kosteten allerdings meinen Optimismus. Die Bilanz des Spektakels zur Spritpreiserhöhung ist deprimierend: Der Klimawandel ist da, und wir führen die Debatten der frühen 90er. Tatsächlich wollen die allermeisten Parteien von CSU bis Linke durchaus ohne Klimapolitik auskommen.

Oder wie anders soll man die Reaktionen auf die Ansagen der Grünen-ParteichefInnen, wonach der Benzinpreis um 16 Cent steigen müsse, deuten: „Baerbock schaut mit einer unerträglichen Arroganz auf die Menschen mit kleinen Einkommen. Denn die trifft das wirklich, während Reiche weiter problemlos volltanken“, schrieb Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali auf Twitter. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz richtete via Bild aus: „Wer jetzt einfach immer weiter an der Spritpreisschraube dreht, der zeigt, wie egal ihm die Nöte der Bürgerinnen und Bürger sind.“

Ganz abgesehen davon, was die Grünen genau wollen: Wer so spricht, erkennt keine klimapolitischen Notwendigkeiten an, sondern sieht im Klima ein Themenfeld, das man besetzt oder auch nicht, womit Klientelpolitik betrieben werden kann oder auch nicht. Klar, in jedem Wahlkampf gibt es Botschaften mit doppeltem Boden. Spitzenkandidat X schmettert einen besonders saftigen Vorwurf in Richtung der politischen Gegnerin – dies aber in der augenzwinkernden Erwartung, dass das Publikum eine notwendige Zuspitzung einzuordnen wisse, schließlich sei er sonst auch differenzierter unterwegs.

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Als Grünen-Wahlhelfer-Innen diskreditiert

Doch davon war in den Ansagen von Mohamed Ali, Olaf Scholz, Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) oder einem der vielen anderen, die sich in ihrer Sorge um den einfachen Spritverbraucher übertrafen, nichts zu spüren. Es war ein Moment großer Klarheit im dichter werdenden Wahlkampfdunst: SPD und Linkspartei schwenken auf „Öko nimmt euch alles weg“. Sie räumen den klimapolitischen Kosmos, sie sehen hier nur einen Acker, den die Grünen ruhig allein bestellen sollen. Offenbar halten sie von ihren eigenen klimapolitischen Vorstellungen selbst nicht so viel.

Quelle      :      TAZ       >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —

 Ulrike Winkelmann. Foto: SeeSaw /Sophia Lukasch www.seewsaw-foto.com Veranstaltung „Öffentlich-rechtliche Medien im (digitalen) Wandel“ der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin

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DL – Tagesticker 12.06.2021

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Juni 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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In welch einen Land auf dieser Erde haben die Politiker-Innen je etwas anderes getan als unter sich gestritten ? Der Ami im besonderen, da er immer noch glaubt das Waffen den Frieden bringen könnten. In Schland streitet sich die Politik am liebsten um die Bärte ihrer ehemaligen, idiotischen Kaiser. Kein Politiker-In will diese abschneiden da sie alle in der Hoffnung leben selber einmal Einen zu bekommen. So lautet denn das Motto: „Immer Rückwärts – Niemals nach Vorwärts.“ Die Kaiser und Könige unserer UR-UR-UR-Ahnen verreckten schon unter den gleichen Fahnen!

China und USA streiten über Ursprung des Coronavirus

1.) G7-Gipfel

Am Rand des G7-Gipfels ist es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Außenministern beider Länder gekommen. Die USA fordern Aufklärung, China nennt die Vorwürfe absurd. Die USA und China haben sich am Rand des G7-Gipfels gegenseitig kritisiert. Es ging um die Aufklärung der Ursprünge der Corona-Pandemie sowie die Menschenrechte. In einem Telefonat mit Chinas Spitzendiplomat Yang Jiechi forderte US-Außenminister Antony Blinken die chinesische Regierung dazu auf, die Entstehung der Covid-19-Pandemie aufzuklären. Yang warf den USA vor, das Thema für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Blinken betonte gegenüber Yang „die Wichtigkeit von Kooperation und Transparenz bezüglich der Herkunft des Virus“, wie das US-Außenministerium mitteilte. Er forderte auch, dass Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach China zurückkehren dürfen. China nennt Laborunfall-Theorie „absurd“ Zudem rief er China auf, den Druck auf Taiwan zu verringern und „die Probleme friedlich zu lösen“. Die Kommunistische Partei Chinas betrachtet Taiwan, das sich 1949 von China losgesagt hatte, als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll. In den vergangenen Jahren hat China den wirtschaftlichen, militärischen und diplomatischen Druck auf Taiwan stark erhöht.

Zeit-online

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Stehen nicht in jeden ordentlich geführten Haushalt die Flaschen aufgereiht – Glied für Glied. Auch die Politik beherrscht dieses System bis hin zur Perfektion. Da brauchen wir nur einmal einen Blick in die Parteien werfen. Nur dort sind gerade die dickbäuchigsten bis zur Neige leer !

Heilpraktikerin als Rechtsterroristin angeklagt

2.) Weinflaschen mit Hitler-Etikett

Sie soll Muslime bedroht und einen Anschlag geplant haben: Heilpraktikerin Susanne G. pflegte auch Kontakte ins Umfeld der Terrorbande NSU, wie vor Gericht klar wird. Eines hat sie noch gut in Erinnerung. »Die Weinflaschen mit dem Hitler-Etikett – die sind mir im Kopf geblieben«, sagt die Polizistin vor Gericht. »Ich weiß noch, dass die Flaschen in Reih und Glied standen.« Die Polizistin war dabei, als im Oktober 2014 das Haus von Susanne G. in der Nähe von Nürnberg durchsucht wurde. »Ich habe mich damals schon gewundert, dass es so etwas gibt.« Seit April muss sich Susanne G. vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) München verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft der 55 Jahre alten Heilpraktikerin vor, zwischen Dezember 2019 und März 2020 zwei Politiker, eine muslimische Gemeinde und einen Flüchtlingshilfeverein bedroht und einen Anschlag vorbereitet zu haben. Die Anklage lautet unter anderem auf Bedrohung und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Im September 2020 wurde Susanne G. festgenommen. In ihrem Auto fanden die Ermittler Utensilien, aus denen sich eine sogenannte Benzinhandbombe basteln ließ. Die Anleitung zum Bombenbau stand in dem Buch »Die Autobombe«, das Susanne G. im Mai 2020 laut Anklage bei Amazon gekauft hat.

Spiegel-online

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Überkommt nun den Schland-Uniformierten das große Fracksausen ? „Ganz allein in fremden Landen – da könnten wir als Strandgut landen.“ Bestimmt fängt nun der Run auf die Rückflugtickets an. Von der Politik allein gelassen macht man sich jetzt selbst zum Affen. Aber letztendlich bekommt eine jeder, was er sich erarbeitet hat. Vielleicht war ja auch alles eine gute Lehrstunde – auch einmal NEIN sagen zu lernen ! Bleibt Zuhause und nährt euch redlich! Lasst die Besetzer des Bundestag an die Front ziehen, – das nächste Mal. Die verstehen selbst am wenigsten für wen sie ihre Köpfe hinhalten sollen.

Bis 2023 könnte die französische Militärpräsenz auf 2.500 Soldaten reduziert werden

3.) Macron kündigt Rückzug aus Mali an

Frankreichs Präsident will die Antiterroroperation „Barkhane“ in der afrikanischen Sahelzone beenden. Die militärische Zusammenarbeit mit Mali hat Frankreich seit dem jüngsten Militärputsch bereits aufgekündigt. Frankreich wird seine Militärinterventionen in der afrikanischen Sahel­zone gegen islamistischen Terror beenden. „Wir werden eine tiefgreifende Umwandlung unserer Militärpräsenz im Sahel vornehmen“, sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstagabend in Paris und kündigte „das Ende der Operation ‚Barkhane‘ “ an – dem französischen Antiterroreinsatz in Mali, der zuletzt beständig ausgebaut worden war und derzeit 5.100 französische Soldaten umfasst.Details sollen bis Ende Juni bekanntgegeben werden. An die Stelle dieses größten Auslands­einsatzes der französischen Armee seit dem Algerienkrieg soll laut Macron eine „internationale Allianz“ treten, die den Fokus auf Spezialkräfte legt. Frankreich hatte Anfang 2013 in Mali militärisch eingegriffen und die damals im Norden des Landes herrschenden Islamisten zurückgedrängt. 2014 wurde aus dieser Militärintervention die Operation „Barkhane“ zum gezielten Kampf gegen islamistische Terrormilizen in der gesamten Sahelregion. Als Reaktion weiteten islamistische Terrorgruppen ihre Aktivitäten auf Niger und Burkina Faso aus. Lokale Konflikte in Mali haben sich verselbstständigt und intensiviert. Im August 2020 wurde die gewählte Regierung Malis vom Militär gestürzt. Im Mai 2021 folgte ein erneuter Militärputsch, was zum Bruch mit Paris führte.

TAZ-online

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Minister welche selber alles verbocken, brauchen sich selber Keinen mehr zu schießen. Ob Nieten oder Nadelstreifen niemand wird dieser Regierung einen Cent noch leihen. Das Wichtigste ist doch das Volk erkennt, welche Versager es einmal nicht mehr wählen soll ! 

Gesundheit: Impfen, Tests oder Masken:

4.) Spahn scheitert

Der Gesundheitsminister verbockt eins nach dem anderen. Auch die angeblich solide finanzierte Pflegereform steht auf wackeligen Füßen. Für Kritik an Jens Spahn gibt es jede Menge Anlässe: Mit dem wirren Kurs des Gesundheitsministers in Sachen Corona-Impfung, der Einladung zur Abzocke an Betreiber von Teststellen und Spahns Versuchen, Journalisten bei der Recherche zu seinem Villenkauf zu behindern, sind diese Anlässe längst nicht vollständig aufgezählt. Ob er, wie von der SPD unterstellt, Obdachlosen und Hartz-IV-Empfängern mangelhafte Schutzmasken andrehen wollte, blieb bis zuletzt ungeklärt. Vorbehaltlos hingegen ist dem CDU-Minister vorzuwerfen, was aus der von ihm groß angekündigten Pflegereform nun geworden ist. Spahn wollte einlösen, was seine Vorgänger immer wieder verschleppt haben. In der Altenpflege Beschäftigten versprach er einen Lohn, der zum Leben reicht, Pflegebedürftigen die Deckelung der Eigenanteile und Heime wollte er verpflichten, mehr Personal einzustellen. Doch das, worauf sich die Koalitionäre in den letzten Minuten der Legislaturperiode geeinigt haben, ist ein aus Kompromissen und Kleinmut geborenes Stückwerk, wie es die meisten „durchgreifenden“ Sozialreformen kennzeichnet. Da ein verbindlicher flächendeckender Tarifvertrag am Widerstand der Caritas gescheitert ist, können sich die privaten Heimbetreiber nun irgendeinen Tarifvertrag aussuchen und damit im Pflegegeschäft bleiben. Verdi ist zu Recht alarmiert; es lässt sich absehen, dass viele in der Pflege Tätige leer ausgehen werden; Tarifverträge mit Dumpinglöhnen gibt es in der zerklüfteten Branche zuhauf. Mehr Personal werden die Einrichtungen aber erst finden, wenn endlich besser bezahlt wird.

Der Freitag-online

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Wären Politiker nicht geistig Unterbelichtet, gäbe es solche Vorfälle sicher nicht ! Nur Menschen welche von ihrer Arbeit etwas verstehen, werden sich nicht mit diesen Gerne großen auseinandersetzen, da sie im Studium auch etwas gelernt haben ! Das ist genau das Problem mit welchen sich die Laienspielscharen messen lassen müssen. Niemand vom Fach Fach würde sich in ein Parlament setzen, wo die größten Dummköpfe des Lande am lautesten krakelen ! Im westfälischen Sprachgebrauch lautet  eines schönes Sprichwort: „Aus einen Pisspott lässt sich kein Bratpott machen – er wird immer stinken !“

Schummelei-Verdacht bei Intensivbetten – wie konnte es soweit kommen?

5.) Zwei weitere Watschen für Jens Spahn

Fast 14.000 Betten für Intensivpatienten sollten Krankenhäusern durch die Corona-Wellen helfen. Doch kann das Spahn-Ministerium nicht prüfen, ob es sie gibt. Es ging in der Kritik über die zu hohen Erstattungsbeträge für die Masken-Verteilaktion in Apotheken fast unter: Der Bundesrechnungshof (BRH) hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zwei weitere Watschen erteilt. Neben den 10,2 Milliarden an Ausgleichszahlungen für coronabedingte Umsatzausfälle an die Krankenhäusern alleine für 2020, kritisierte der Bericht auch die Zahlungen für den Aufbau von Intensivbetten. 700 Millionen Euro wies der Bund per Verordnung an. 13.700 zusätzliche Betten für intensivpflichtige Patient:innen sollten dadurch geschaffen werden und ein Polster für die Spitzen der Corona-Wellen bieten. Nur: Ob die bereits bezahlte Leistung tatsächlich abgeliefert wurde wie bestellt, ist nicht nachvollziehbar. Das liegt vor allem an Definitionsschwierigkeiten um die Frage, was denn ein Intensivbett ausmacht und wie viele davon ein Krankenhaus zur Verfügung hat. Denn die Bundesländer nutzen für ihre Statistiken unterschiedliche Definitionen. Durch einen Bericht der „Bild“-Zeitung waren Vorwürfe laut geworden, die Krankenhäuser hätten Auslastungsquoten künstlich hoch gehalten, um mehr Kompensation zu kassieren.

Tagesspiegel-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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