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RENTENANGST

Archiv für Mai 9th, 2021

Jetzt die Bildungsrevolution!

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Mai 2021

Corona-Aufholpaket der Bundesregierung

Von Anna Lehmann

Die Coronakrise legt die Ungerechtigkeiten im Bildungssystem offen. Um sie zu beseitigen, reicht kein Geld – die Art zu lernen muss sich ändern.

Das Schuljahr, das nie richtig begonnen hat, ist in einigen Bundesländern schon fast wieder zu Ende. In wenigen Wochen gibt es Zeugnisse. Alles wie gewohnt also. Obwohl alles anders ist. Fast 90 Prozent der Schulen arbeiten derzeit im sogenannten Wechselmodell, das heißt, die Schüler kommen für einige Stunden oder Tage in die Schule und bearbeiten ansonsten Aufgaben zu Hause.

Als Deutschland vor über einem Jahr in den Lockdown ging, war viel von der Krise als Chance die Rede. So, als wenn plötzlich der geliebte Diesel kaputtgeht und man zum ersten Mal ernsthaft darüber nachdenkt, ob man ein eigenes Auto braucht. Und als die Schulen schlossen und der Schulalltag stockte, fragten sich viele, ob wie und was dort gelernt wird, wirklich noch ins 21. Jahrhundert passt.

Die Krise hält an, die Chance blieb bislang ungenutzt. Die Schulen stiegen, so gesehen, einfach auf ein Hybridauto um. Viele Schü­le­r:in­nen und Leh­re­r:in­nen erhielten zwar im Hauruckverfahren Tablets, sie tummelten sich plötzlich auf Lernplattformen und trafen sich in Videokonferenzen. Der digitalen Revolution in den Schulen folgte bislang jedoch keine Bildungsrevolution.

Die Zeit des Ausschlafens ist für die meisten Kinder wieder vorbei, der Leistungsdruck zurück. Die Kul­tus­mi­nis­te­r:in­nen halten krampfhaft an veralteten Bildungsstandards fest, in denen der Begriff „soziale Medien“ noch nicht mal auftaucht. Sie betonen den Wert von Prüfungen und Zensuren; auch das Sitzenbleiben, das im vergangenen Schuljahr ausgesetzt war, ist wieder üblich.

Warum Zensuren?

Die Zahl der Schüler:innen, die während der Schulschließung den Anschluss verloren haben, wird wohl wachsen, die Bundesbildungsministerin rechnet damit, dass bis zu 20 Prozent der Schü­le­r:in­nen deutliche Lernlücken haben. Die Bundesregierung hat deshalb in dieser Woche ein sogenanntes Aufholpaket beschlossen – 1 Milliarde Euro soll allein in Nachhilfe und Zusatzunterricht fließen, um Lernlücken in den Kernfächern zu schließen.

Die Biontech-Gründer:innen haben nicht Formeln gepaukt und dann aus dem Gedächtnis in vier Stunden einen Impfstoff entwickelt

Falsch ist es nicht, Kinder, die langsam lernen oder bei denen zu Hause keine Bücherwände stehen, gezielt und zusätzlich zu fördern. Falsch ist jedoch der Gedanke, dass dafür ein Jahr und eine Milliarde Euro genügen. Denn die Coronakrise hat bestehende Verwerfungen im Bildungssystem nur schärfer zutage treten lassen. Dass die häusliche Umgebung viel Einfluss darauf hat, wie ein Kind in der Schule reüssiert, gilt nicht erst in Zeiten des Zuhauselernens.

Quelle          :            TAZ           >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —       Thailändische Grundschüler auf dem Schulweg

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Post von Augstein

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Mai 2021

Das Ende der Covid-19-Politik

Bundesarchiv Bild 173-1282 Berlin Brandenburger Tor Wasserwerfer-Colorized.jpg

Eine Kolumne von Franziska Augstein

Das öffentliche Klima ist schlechter als zu Zeiten des Kalten Kriegs. Wer damals Verständigung mit dem Osten forderte, wurde nur angefeindet. Wer sich aber heute über die Anti-Corona-Maßnahmen lustig macht, wird geradezu verteufelt.

In den Neunzigerjahren hatte ich gedacht, Neonazis seien gegen den Rechtsstaat und gegen die bundesdeutsche Demokratie und ihre Gesetze, mit einem Wort: gegen unseren Staat. Dann erhielt ich eine Lektion. Das sei so nicht richtig: Neonazis hielten korrekte, staatliche Ordnung für sehr wichtig, weshalb sie sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Straßen halten würden. Später war ich bei Freunden auf dem Land eingeladen. Einer warnte mich telefonisch, bevor ich mich ins Auto setzte: Aufpassen möge ich, es gebe einige Blitzanlagen auf dem Weg. Meine Antwort: Er müsse sich keine Sorgen machen, ich würde fahren wie ein Neonazi.

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Hessische Gesetzesinitiative

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Mai 2021

Verschärfungen im Namen der Pressefreiheit

MK62144 Vereidigung Eva Kühne-Hörmann (Kabinett Bouffier III).jpg

Dort, wo der rechte Arm nach oben zeigt – betont ein Bouffier eigene Wichtigkeit?

Quelle     :     Untergrundblättle CH

Von Peter Nowak

Es ist wohl einmalig in Deutschland, dass am Tag der Pressefreiheit, die eigentlich ein Schutzrecht gegen den Staat ist, über Gesetzesverschärfungen im Namen der Pressefreiheit diskutiert wird.

Im Diskurs der Staatsapparate und ihr nahestehender Nichtregierungsorganisationen wird es nicht als Einschränkung der Pressefreiheit in Deutschland gesehen, dass das staats- und machtkritische Onlineportal Indymedia-Linksunten seit 2017 abgeschaltet und die vermeintlichen Verantwortlichen kriminalisiert wurden. Auch die häufigen Angriffe von Polizist*innen auf Journalist*innen bei linken Demonstrationen kamen an diesen Tag kaum zur Sprache.Vielmehr werden als grösste Bedrohung der Pressefreiheit in Deutschland Angriffe auf Journalist*innen durch verschiedene Protestszenen in den Fokus gerückt. Dabei geht es wahlweise um linke oder rechtsoffene Demonstrationen, beispielsweise der Gegner*innen der Corona-Massnahmen. Schon wird ein neues Gesetz gegen die „Störung der Tätigkeit der Presse“ vom Bundesland Hessen in die Diskussion geworfen.Es soll demnächst im Bundesrat eingebracht werden. Dass es sich hier um eine weitere Einschränkung des Versammlungs- und Demonstrationsrechts handelt, wird aus dem in der FAZ vorgestellten Katalog der Strafverschärfungen klar, die von der hessischen CDU-Justizministerin Eva Kühne-Hörmann vorgestellt wurden.Da soll es schon justiziabel sein, wenn eine Personengruppe durch laute Sprechchöre oder Trillerpfeifen ein Interview behindert oder Fahnen und Transparente vor eine Kamera hält, so dass keine Filmaufnahmen mehr gemacht werden können. Auch, wenn jemand Journalist*innen das Aufnahmegerät aus der Hand reisst und es – womöglich sogar unbeschädigt – an einem anderen Ort ablegt, soll das strafrechtlich sanktioniert werden. Ein anderes Szenario könnte dem Ministerium zufolge sein, dass Demonstrant*innen einem Übertragungswagen mit Reporter*innen den Weg versperren. „Auch gewaltlose Störungen können die freie Berichterstattung durch die Presse massiv behindern. Zum Schutz der überragend wichtigen Pressefreiheit muss beides jedoch wirksam verhindert werden“, erklärt Kühne-Hörmann.

Nicht in meinen Namen

Hier sollten wir Journalist*innen mal Haltung zeigen, indem sie sich dagegen verwahren, für die weitere Verschärfung von Gesetzen herzuhalten.

Schliesslich können wir Journalist*innen es verschmerzen, wenn wir in einer Protestszene gerade nicht erwünscht sind. Wenn wir dann keinen Abstand halten, müssen wir auch mal Sprüche wie „Kameramann/frau – Arschloch“ anhören. Die gibt es bereits seit Jahrzehnten auch in linken Protestszenen, in den letzten Jahren wohl auch zunehmend in rechtsoffenen Kreisen. Das mag nicht schön sein, ist aber nicht mit der Verfolgung von Journalist*innen durch Staatsapparate zu vergleichen.

Wenn ich in einer Protestszene nicht erwünscht bin, kann ich mich entscheiden, zu dieser auf Abstand zu gehen. Wenn ich von Staatsorganen verfolgt werde, bin ich mit unterschiedlichen Formen von Kriminalisierung konfrontiert. Diese Unterschiede sollten nicht verwischt werden. Natürlich soll nicht in Abrede gestellt werden, dass beispielsweise linke Journalist*innen oft auch in ihren Privatleben verfolgt und belästigt werden. Dagegen sollen sie sich wehren und dafür verdienen sie auch Solidarität und Unterstützung.

Ein solches Solidaritätsnetzwerk sollten Kolleg*innen aufbauen, um beispielsweise Journalist*innen, die in rechten Netzwerken recherchieren, zu unterstützen. Was wir dazu bestimmt nicht brauchen, sind Staatsapparate, die mit dem Argument, die Pressefreiheit zu schützen, weitere Gesetzesverschärfungen vorbereiten. Daher lehne ich sie ab und werde mich auch noch nicht auf sie berufen, wenn sie nicht verhindert werden sollten. Zuvor aber wünsche ich mir, dass sich viele Kolleg*innen ähnlich positionieren.

Soweit nicht anders angegeben und keine Quellenangabe (Name einer Organisation oder Internet-Adresse) vorhanden ist, gilt für die Texte auf dieser Webseite eine Copyleft (Public Domain) Lizenz.

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Grafikquelle      :

Oben        —         Vereidigung von Minister Eva Kühne-Hörmann im Hessischen Landtag durch Ministerpräsident Volker Bouffier am 18.1.2019

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Eine überfällige Kontroverse

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Mai 2021

Debatte um Buchpreis für Habermas

Jede/r welche/r Preise verteilt, möchte sich in erster Linie selber im Vordergrund zeigen. Das gilt für den Staat, gleichermaßen wie Kultur oder auch den Karneval ! Ein Lob an Habermas welcher die Annahme verweigerte !

Von Andreas Fanizadeh

Jürgen Habermas hat den „Sheikh Zayed Book Award“ abgelehnt. Nun ist ein Streit um die Strategien auswärtiger Kulturpolitik entbrannt.

Man muss Jürgen Habermas dankbar sein. Dankbar dafür, dass der 91-jährige deutsche Philosoph die Auszeichnung mit dem Sheikh Zayed Book Award aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zunächst annahm. Und noch mehr dafür, dass er als international führender Demokratietheoretiker diesen nach dem Patriarchen der Herrscherfamilie Abu Dhabis benannten Preis nun doch nicht annimmt.

Die mit 225.000 Euro (!) dotierte Auszeichnung sollte ihm im Rahmen der am 23. Mai beginnenden Buchmesse in Abu Dhabi verliehen werden. Frankfurter Buchmesse, Auswärtiges Amt und Wirtschaftsministerium organisieren dort den Auftritt deutscher Kultur und Verlage in der Hauptstadt der Emirate. Das stärkste der dank Petrodollars reich gewordenen, aber menschenrechtlich betrachtet immer noch armen Emirate gilt der auswärtigen Kulturpolitik als strategischer Partner.

So sitzt Buchmessenchef Juergen Boos im neunköpfigen Beirat des Sheikh Zayed Book Award. Schirmherr des Preises ist kein Geringerer als Kronprinz Muhammad bin Zayid Al Nahyan selbst, der de facto Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Machthaber am Golf ist. „Gerade dieser Preis für Habermas wäre jedoch mehr gewesen“, schrieb Stefan Weidner auf dem Internetportal Qantara.de, das zur Deutschen Welle gehört.

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Der Buchautor und Arabist sagt, was Boos oder Strategen wie Andreas Görgen vom Auswärtigen Amt in solchen Fällen zur Rechtfertigung gerne behaupten. „Fortan“, so Weidner, „hätte unsere Diplomatie die emiratische Politik an den Maßstäben unseres besten Philosophen messen dürfen. Allerdings sind es Maßstäbe, denen auch die westlichen Gesellschaften kaum je genügen.“ Der zweite Satz hier versteht sich als Zugabe für notorisch antiwestlich orientierte Kreise. Über solch relativierende Behauptungen und angedeutete Gleichsetzungen von Demokratien mit Diktaturen kann man halt mit allen im Geschäft bleiben.

Dichtender Emir

Doch gibt es für Weidners Einlassung, die Emirate hätten sich künftig an Habermas‘ Demokratieverständnis messen lassen wollen, glaubwürdige Hinweise? Eher nicht. Dietmar Pieper berichtet im Spiegel, wer vor Habermas auch schon den Sheikh Zayed Book Award erhielt. Habermas’ Vorgänger als „kulturelle Persönlichkeit“ des Jahres war 2015 etwa Mohammed bin Rashid Al Maktoum, seines Zeichens Emir von Dubai. In seiner Freizeit pflegt er das „freie Wort“ und schreibt Gedichte.

Jüngst ließ er jedoch seine Tochter Latifa entführen. Die Prinzessin war ins Ausland geflüchtet. Der dichtende Vater ließ sie zurück nach Dubai verschleppen. In einem an die BBC gelangtem Video wandte sich die Gefangene Hilfe suchend an die Öffentlichkeit.

Quelle       :         TAZ        >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben     —     Juergen Habermas at a discussion in Munich, 2007

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DL – Tagesticker 09.05.2021

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Mai 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Ja, Ja, so wie die Alten Sungen, so zwitschern heut die Jungen ! Hat sich in diesem Land nach den Krieg irgendetwas verändert ? Trotz oder Gerade ob der Mitnahmementalität in den C-Parteien wurde bereits Anfang der 50ger Jahre von den Kanzeln der Religionen für ihre Clans-Wahlwerbung betrieben.

Millionenprovision für Tochter von Ex-Generalsekretär

1.) Linke wirft CSU »Clankriminalität« bei Maskenbeschaffung vor

Mehr als 30 Millionen sollen bei dubiosen Maskendeals allein an die Tochter des früheren CSU-Generalsekretärs Tandler geflossen sein. Die Linke fordert eine Rückzahlung der Summe. Angesichts neuer Details über Provisionen bei der Maskenbeschaffung übt die Opposition scharfe Kritik an den Unionsparteien. »Dass die Tochter des Ex-CSU-Generalsekretärs Tandler über 30 Millionen Euro Provision und letztlich Steuergeld aus Maskendeals abgriff und Schweizer Jungunternehmer jetzt Ferrari und Bentley fahren, ist eine Art legale Clankriminalität«, sagte Linkenfinanzpolitiker Fabio De Masi. Es sei »denkbar, dass derartige Provisionen verdeckter Parteienfinanzierung dienen. Das alles muss geprüft werden.« Andrea Tandler ist die Tochter des früheren CSU-Generalsekretärs Gerold Tandler. Für Maskenlieferungen der Schweizer Firma Emix erhielt sie laut einem Bericht von WDR, NDR und »Süddeutscher Zeitung« mit ihrer PR-Firma Little Penguin GmbH zwischen 5 und 7,5 Prozent Honorar und Provision. Gemessen an der Gesamtsumme von Lieferungen an deutsche Ministerien bedeute das einen Anspruch von 34 bis 51 Millionen Euro. Ein großer Teil der Summe sei tatsächlich geflossen.

Spiegel-online

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Erhält als Nächster der Kretschmann aus BW seine Scheidungspapiere ? Lassen die Mitglieder aller Parteien-Clans nicht  ihre einstigen Hosenscheißer-Innen zu hoch über die Wolken hinaus wachsen ?

Erstaunliche Parallelen: Schon 2019 forderten Grüne nach rassistischem Kommentar Palmers Parteiaustritt

2.) „Passt nicht zu den grünen Werten“

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer liebt die Provokation, hat mit umstrittenen Kommentaren bereits öfter das Fass an den Rand des Überlaufens gebracht und damit Parteikollegen gegen sich aufgebracht. Vor zwei Jahren forderten einige Grüne sogar seinen Parteiaustritt – wegen eines Facebook-Posts, der Parallelen zu seinen aktuellen Äußerungen aufweist. Das Netz läuft über vor Empörung, Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist mal wieder im Auge eines heftigen Shitstorms. Am Freitag löste er eine Debatte über Rassismus aus – auf Facebook, mit Aussagen über den früheren Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo. Er benutzte einen rassistischen und obszönen Begriff aus einem Zitat, das Aogo zugeschrieben wird. Doch Palmer äußerte sich nicht zum ersten Mal rassistisch in der Öffentlichkeit und nicht zum ersten Mal zog das die deutliche Kritik seiner Partei mit sich. Bereits seit Jahren fällt der Politiker immer wieder mit provokanten Kommentaren auf, die innerhalb seiner Partei für Unruhen sorgen. Bereits 2019 forderten Grüne seinen Parteiaustritt.

Focus-online

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Früher, als die Mutti noch voller Stolz als Mutti anerkannt wurde, entfernte sie die „Mitesser“ ihren Kindern mit äußerster Sorgfalt aus den Gesichtern ! Heute ist ja bekanntlich alles Anders und Besser und viele Muttis denken nur noch an ihr eigenes Wohlergehen ?

Auf der A24 von Hamburg nach Berlin

3.) Alles in Maaßen am 8. Mai

Was eine Autobahnfahrt durch Brandenburg mit dem Tag der Befreiung und dem Ex-Präsidenten des Verfassungsschutz zu tun haben. Unser Autor klärt auf. „Stunde Null“ und „Nie wieder!“ waren meine ersten Assoziationen, als ich erfuhr, dass mein nächster Text am symbolträchtigen 8. Mai erscheinen wird. Fast zeitgleich kürte die CDU in Süd-Thüringen den Rheinländer und Wahlberliner Hans-Georg Maaßen zu ihrem Direktkandidaten für den Bundestag. Als eines der Gesichter der Werteunion gehört der ehemalige Chef des Verfassungsschutzes zu denen, die schamlos mit dem äußerst rechten Rand flirten. Verdammt, dachte ich, wieder nutzt ein Wessi Ostdeutsche aus, um sich eine neue berufliche Karriereoption zu verschaffen, und nährt dabei das Klischee vom radikal rechten Osten. Ausgerechnet Thüringen. Jenes Bundesland, in dem 1994 der Westimport Helmut Roewer Präsident des Verfassungsschutzes werden durfte. Während sich seine Behörde ausgiebig dem Kampf gegen Linksextremisten widmete, wuchs und gedieh in seiner Amtszeit die rechtsextreme Szene – auch mit Geld des VS, der NSU entstand. Heute ist Roewer seinen Job längst los, schreibt für das Compact-Magazin und andere neurechte Medien. Ein Antifa-Schelm, wer Böses dabei denkt.

TAZ-online

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Ist sein größter Feind nicht seine schon Sprichwörtliche, Hündische Hingabe zu seinen alten Zeiten unter Gerhard Schröder ? Einmal Clan bleibt immer Clan. Wer sich selber ins Abseits begibt, wird sehr lange brauchen, um die richtigen Wege ins Freie zu erkennen und sie dann auch finden. Einmal verpasst wird Morgen schon geschasst. Wer beobachtet nicht mit Erstaunen, wie es ein Kind wie Kevin Kühnert solange unter Krähen aushält? Es sei denn er hätte lange die Gleichheit unter den Vögeln erkannt.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz

4.) Sein Feind ist der Zweifel

Am Sonntag soll der Parteitag Olaf Scholz als Kandidaten bestätigen. Doch bislang zieht der kaum. Denn er trägt viel Ballast mit sich herum. Jetzt oder nie. Die Erwartungen an den Parteitag am Sonntag sind hoch in der SPD. Denn es gibt derzeit kaum einen anderen Grund zur Hoffnung. Die vergangenen Wochen waren nicht schön für die kleinere Regierungspartei. Als die Maskenaffäre im März begann, schmolz der Vorsprung der Union dahin. Alle Konkurrenten profitierten davon, nur die SPD nicht. ie reibungslose Ausrufung der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock vor zwei Wochen und der Dauerstreit um die Entscheidung für Armin Laschet in der Union verdrängten die Sozialdemokraten dann fast vollständig aus der öffentlichen Wahrnehmung. Vizekanzler Olaf Scholz ist zwar fast jeden Tag in den Medien präsent, aber meist mit eher drögen politischen Zwischenständen als mit Botschaften, an denen sich die Menschen erfreuen oder reiben. Verpasst die SPD den Wahlkampfstart? Nun soll auf dem digitalen Parteitag am Sonntag das Wahlprogramm beschlossen und Scholz als Kanzlerkandidat bestätigt werden. Von seiner Rede erwarten die Genossen viel: Er soll darin deutlich machen, wofür er steht und warum er der Richtige ist, um das Land zu führen. Diesmal gehört die Bühne ihm fast alleine, viele solcher Gelegenheiten wird er bis zum Wahltag nicht mehr haben.

Tagesspiegel-online

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Wer vermag schon aus einer geschaffenen Wirtschafts-Institution mehr herausholen als zuvor hineingegeben wurde ? Es lohnt nicht Lehrlinge in internationale Ämter zu senden, wo Meister ihres Fach benötigt werden ! Aber wie hieß es doch so schön vor ca. 40 Jahren: „Hast du einen Opa schick ihn nach Europa. Schickst du einen Greis – erhält du den Beweis!“ Eine jede Institution lebt von der Standfestigkeit und nicht von seinen Umfallern.

Kein Garant sozialer Rechte

5.) Soziale Säule der EU

Die Europäische Union dient zuerst großen wirtschaftlichen und politischen Interessen. Das Vorhaben klingt vielversprechend. Auf ihrem Gipfel am Freitag in der nordportugiesischen Stadt Porto bastelt die EU weiter an ihrer 2017 in Göteborg ausgerufenen »sozialen Säule«. Insbesondere zugunsten junger Menschen sollen angesichts der dramatischen Folgen der ökonomischen Shutdowns in der Coronakrise Schritte unternommen werden. Die Geschichte der Europäischen Union und der sie leitenden Interessen und neoliberalen Prämissen lassen nicht unbedingt erwarten, dass sich der Staatenbund nun zum Vorkämpfer sozialer und Arbeitsrechte mausert. Bereits die EU-Vorläufer, die in den 1950ern gegründete Montanunion und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), zielten vorrangig auf die Schaffung eines gemeinsamen Binnenmarktes, der in den vergangenen Jahrzehnten mit der Europäischen Gemeinschaft (EG), der Gründung der EU 1993 und deren Osterweiterung sukzessive ausgedehnt wurde. Die politische und die – weiter fortgeschrittene – wirtschaftliche Integration schufen einen Block von Gewicht in der globalen Konkurrenz. Dem dient auch die mittlerweile in 19 von 27 EU-Staaten eingeführte Gemeinschaftswährung Euro und die vergemeinschaftete Geldpolitik. Zugute kommt diese vor allem den großen exportorientierten Nationen im Euro-Raum.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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