DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Archiv für April 23rd, 2021

Berliner Stadtgespräch

Erstellt von DL-Redaktion am 23. April 2021

Respekt, Herr Habeck

Von Ulrich Schulte

Grünen-Chef Robert Habeck wird verhöhnt, weil er über die Niederlage bei der Kanzlerkandidatur spricht. Doch er bricht mit alten Männlichkeitsidealen.

Kaum hatte die Zeit das Interview veröffentlicht, in dem Robert Habeck über seine Niederlage gegen Annalena Baerbock spricht, ging das korinthenkackerhafte Geningel auf Twitter los. Ein „Emotionsbrötchen“ sei Habeck und „wehleidig“, er könne es eben nicht ertragen, die zweite Geige zu spielen, und überhaupt: Warum kriegen Frauen, die einen Schritt zurückgetreten sind, keine langen Interviews, in denen sie erklären dürfen, wie es ihnen geht?

Nun neigt Habeck mit Sicherheit zu Selbstbezogenheit und Pathos, und auch sein Einordnen ins Glied ist – wie alles bei den Grünen – perfekt inszeniert und Eigen-PR. Aber bei all dieser Mäkelei sollte doch der wichtigste Punkt nicht verloren gehen: Was Habeck gerade macht, ist vorbildlich und ehrenwert. Der Mann, dem seit Jahren ein übergroßes Ego vorgeworfen wird, stellt sich in den Dienst der Sache. Er macht das etwas melodramatisch, zugegeben, Habeck bleibt Habeck. Aber er macht es eben auch redlich, ehrlich und ohne södereske Gemeinheiten.

In der Zeit räumt er eine „persönliche Niederlage“ ein. „Nichts wollte ich mehr, als dieser Republik als Kanzler zu dienen. Und das werde ich nach diesem Wahlkampf nicht.“ Der Montag, an dem er Baerbock als Kanzlerkandidatin vorschlug, sei der „schmerzhafteste Tag“ in seiner politischen Laufbahn gewesen. Das ganze Interview ist nicht larmoyant und selbstmitleidig, wie es manche sehen, sondern bullshitfrei, ehrlich und nah an der Realität.

Es ist ja so: Baerbock und Habeck haben die K-Frage nicht harmonisch und freundschaftlich entschieden. Beide wollten den Job unbedingt, beide halten sich für besser als den oder die andere. Aber Baerbock hatte in diesem Duell die besseren Karten, um sich durchzusetzen – und das wird sie ihm unmissverständlich klargemacht haben.

„Todeszone“ der Politik

Vielleicht haben sie sich angebrüllt, vielleicht irgendwann eisig geschwiegen, man weiß es nicht. Aber Habeck hat nicht verzichtet, wie das Zeit-Team twitterte, mitnichten war es eine generöse Geste. Habeck musste verzichten, gegen seinen Willen und gezwungenermaßen. Das ist kein Drama, sondern der Normalfall, solche Wettbewerbe sind in der Politik die Regel.

Aber, auch das ist eine Binse, natürlich lässt das Verletzungen zurück, auch Politiker sind Menschen. Habeck arbeitet seit Jahren daran, die Grünen ganz nach vorne zu bringen. Er bewarb sich bereits 2017 um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl – und unterlag nur knapp Cem Özdemir. Habeck hat wesentliche Teile des geistigen Fundaments gebaut, auf dem die Grünen heute stehen.

Quelle          :       TAZ          >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen      :

Oben      —         Dr. Robert Habeck (Bundesvorsitzender Bündnis90/Die Grünen) Foto: stephan-roehl.de

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Gerechtigkeit – George Floyd

Erstellt von DL-Redaktion am 23. April 2021

Ein Urteil – kein Abschluss

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Eine Kolumne von Bettina Gaus

George Floyd starb durch rassistische Polizeigewalt. Es ist eine Erleichterung, dass sein Mörder verurteilt wurde. Doch das gesellschaftliche Problem besteht weiter.

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35 Jahre Tschernobyl

Erstellt von DL-Redaktion am 23. April 2021

& 10 Jahre Fukushima

Quelle:    Scharf  —  Links

Von Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Am 26. April 2021 jährt sich die Reaktorexplosion im Atomkraftwerk Tschernobyl zum 35. Mal.

Am 26. April 1986 explodierte ein Reaktor im Atomkraftwerk von Tschernobyl und schleuderte riesige Mengen radioaktiven Materials in die Atmosphäre. Sieben Monate lang kämpften 800 000 sowjetische Soldaten, Bergleute und Zivilisten, um die Radioaktivität vor Ort einzudämmen und um eine zweite Explosion zu verhindern. 50.000 bis 100.000 dieser Katastrophenhelfer sind inzwischen an den Folgen der Strahlenbelastung gestorben, die meisten Überlebenden sind krank.

35 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl und 10 Jahre nach Fukushima
haben viele Menschen und insbesondere manche Politiker die atomare Katastrophe vergessen oder verdrängt. Auch die vielen anderen Atomunfälle (Lucens, Harrisburg, Geesthacht…) sind teilweise vergessen. (besser: Das Vergessen wurde/wird gut organisiert)

Erfreulicherweise steigen wir in Deutschland aus der Gefahrtechnologie aus.
Doch die AfD,die Werteunion, rechtslibertäre Teile von CDU, CSU, FDP und die -Partei der „Humanisten“- drängen auf die Gefahrzeitverlängerung der noch nicht abgeschalteten deutschen AKW und wollen neue AKW bauen. Konzerne sind in diesen modernen Konflikten gezielt unsichtbar. Es werben bezahlte Influencer und atomare Tarnorganisationen wie die Nuclear Pride Coalition, Stand up for nuclear, Mothers for Nuclear, Nuklearia oder Ökomoderne. Das Hauptkonfliktfeld ist die aggressive Bekämpfung der erneuerbaren Energien.

Fukushima I by Digital Globe.jpg

Im Gegensatz zu diesen Lobby-Politikern haben Pilze ein besseres Gedächtnis“

Bestimmte Pilz- und Wildarten sind in einigen Gegenden Deutschlands durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl noch immer stark mit Cäsium-137 belastet.

  • Bayerische Wildschweine sind 35 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl noch immer radioaktiv belastet. Mancherorts seien Messwerte von 600 Becquerel Radiocäsium pro Kilogramm keine Seltenheit.
  • Die Kontamination von Pilzen ist sowohl vom Cäsium-137-Gehalt in der Umgebung des Pilzgeflechts (Myzel) als auch vom speziellen Anreicherungsvermögen der jeweiligen Pilzart abhängig.
  • Wildbret ist je nach Region und Tierart sehr unterschiedlich belastet.
  • Wer seine persönliche Belastung verringern möchte, sollte in den höher belasteten Gebieten Deutschlands auf den Genuss selbst erlegten Wildes und selbst gesammelter Pilze verzichten.

Der Süden Deutschlands – vor allem Südbayern und der Bayerische Wald – sind davon besonders betroffen. In den letzten Jahren wurden Werte von bis zu mehreren Tausend Becquerel pro Kilogramm bei Wild und bei bestimmten Speisepilzen gemessen.“

Quelle: www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html

Hier weiter lesen:
https://www.mitwelt.org/tschernobyl.html
Axel Mayer, Mitwelt am Oberrhein

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Grafikquellen       :

Oben        —      www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html

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Unten         —           The Fukushima I Nuclear Power Plant after the 2011 Tōhoku earthquake and tsunami. Reactor 1 to 4 from right to left.

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Den Anschluss verpasst

Erstellt von DL-Redaktion am 23. April 2021

Am Tag der erneuerbaren Energien

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Von Viviane Raddatz

Das Geburtsland der Energiewende tut sich zu schwer, den Energiegewinn aus Wind und Sonne voranzutreiben. So lassen sich die Klimaziele kaum erreichen

Mit Deutschland und der Energiewende ist es ein bisschen so wie mit der Erfindung des Fahrrads. Es wurde viel getüftelt und ausprobiert und am Anfang war alles noch sehr teuer. Aber irgendwann stimmte die Technik – die Energiewende kam ins Laufen; sie hatte quasi endlich zwei gleich große Räder und alle wollten Fahrrad fahren.

Mittlerweile aber hat Deutschland vergessen, wie man Fahrrad fährt, während andere Länder schon auf E-Bikes umsatteln. Deutschland, Geburtsland der Energiewende, hat den Anschluss verloren. Das ist nicht nur für unsere Wirtschaft gefährlich: Als eine der größten Industrienationen stehen wir in besonderer Verantwortung, was den Klimaschutz angeht. Ohne eine umfassende Energiewende hin zu sauberem Strom heizen wir aber die Klimakrise weiter an. Damit steigt das Risiko für extremes Wetter auch bei uns. Hitzetage nehmen zu, mit teils schweren Folgen für unseren Kreislauf. Tropische Krankheiten können sich ausbreiten. Dürren auf der einen, Überflutungen auf der anderen Seite gefährden Ernährungssicherheit und Wohlstand. Ein steigender Meeresspiegel vertreibt Millionen Menschen.

Leider folgt auf die Dringlichkeit aber noch kein entschlossenes Handeln. So gibt es anlässlich des Tags der erneuerbaren Energien am 24. April nichts zu feiern. Im Gegenteil: Der Ausbau sauberer Energie aus Wind und Sonne ist drastisch eingebrochen. Im vergangenen Jahr wurden gerade einmal 6,3 GW zusätzlich geschaffen. Nötig wären 15 bis 20 GW pro Jahr, wenn Deutschland seine eigenen, ohnehin zu niedrigen Klimaziele erreichen möchte. Bei Wind waren es in der Vergangenheit auch schon einmal vier- bis fünfmal so viel in vergleichbarem Zeitraum, bis die Energiewende ins Stocken kam. Jetzt wurde sogar noch die Ausschreibungsmenge zurückgefahren.

Stattdessen sind noch immer sechs der zehn größten CO2-Schleudern Europas deutsche Kohlekraftwerke – trotz Kohleausstiegsgesetz. Und das Klimaziel 2020 hat Deutschland nur erreicht, weil es unschöne Schützenhilfe von der Coronapandemie bekommen hat. Langfristig sorgt aber auch in der Politik wie in der Mathematik eine Krise (Minus) mal die andere (Minus) für ein Plus: an Emissionen. Denn der Emissionsrückgang im Zuge der Coronapandemie ist nicht nachhaltig.

Unser gesamtes zukunftsfähiges System hängt davon ab, dass uns ausreichend Strom aus Wind und Sonne zur Verfügung steht. Einmal für den unmittelbaren Stromkonsum. Aber auch für den Verkehr: Wenn etwa Tesla aus dem brandenburgischen Grünheide den deutschen Automarkt mit Elektroautos versorgt, brauchen diese Strom aus erneuerbaren Energien, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Und auch die Industrie braucht einen schnellen Ausbau: Kommen jetzt nicht die richtigen Signale aus der Politik, kann es passieren, dass in klimaschädliche Produktionsanlagen reinvestiert wird. Neben direkter Elektrifizierung ist für die Industrie auch die Förderung grünen Wasserstoffs wichtig – also solcher, der mithilfe erneuerbarer Energien hergestellt wird. Im großen Hype um Wasserstoff als Allheilmittel darf nicht unberücksichtigt bleiben: Es benötigt viel Energie, um ihn herzustellen. Nur grüner Wasserstoff ist langfristig sinnvoll.

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Das Wirtschaftsministerium unter Peter Altmaier hat lange den tatsächlichen künftigen Strombedarf heruntergespielt. Abgesehen davon, dass es im Interesse alter Wirtschaftszweige wie der Kohle lange Strukturveränderungen verzögert hat. Was leider im Sinne keines Wirtschaftszweiges ist – weder dem der Kohle, deren Arbeitnehmenden mit Verzögerungstaktiken nur Strukturbrüche drohen, noch dem der erneuerbaren Energien, in dem mittlerweile viel mehr Menschen beschäftigt sind – nämlich mehr als 300.000, verglichen mit weniger als 20.000 in der Kohle.

Quelle           :          TAZ       >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen      :

Oben      —       Natur und Technik

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DL – Tagesticker 23.04.2021

Erstellt von DL-Redaktion am 23. April 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Soviel an Kritik gegen seine persönliche Unfähigkeit, einer neutralen  Beurteilung. Erst mit Wirecard erkannte er den politischen Hochstapler Guttenberg ? Würde die Bäume des Adel noch Früchte tragen, könnten heute kein Politiker der Regierung das eigene Versagen, für seine eigene Darstellung nutzen. Haben sich nicht alle einen ähnlichen Speckgürtel umgeschnallt? In der Politik galt immer das selber Fressen als erste Maxime !

CSU-Finanzpolitiker Michelbach: „Der Wirecard-Skandal hat mich die Freundschaft zu Guttenberg gekostet“

1.) Wirecard-Untersuchungsausschuss

Vor der Befragung von Angela Merkel zur Wirecard-Affäre zieht Ausschussmitglied und CSU-Politiker Hans Michelbach Bilanz. Die Kanzlerin nimmt er in Schutz, andere kritisiert er umso stärker. Vor der Befragung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Wirecard-Untersuchungsausschuss hat der CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach seinen Parteifreund Karl-Theodor zu Guttenberg wegen dessen Lobbying im Kanzleramt scharf kritisiert. „Man kann nicht eine Bundeskanzlerin für Geschäfte einspannen. Vor allem dann nicht, wenn man das Geschäftsmodell selbst nicht geprüft und dafür auch noch 900.000 Euro eingestrichen hat“, sagte Michelbach dem Handelsblatt. „Der Wirecard-Skandal hat mich die Freundschaft zu Guttenberg gekostet“, sagte der CSU-Politiker, der auch stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses ist. „Er hat mich beschimpft, dass ich ihn nicht unterstützt hätte.“ Guttenberg hatte bei Merkel vor einer China-Reise für Wirecard lobbyiert, damit die Kanzlerin sich in Peking für den Konzern einsetzt. „Bei Wirecard haben zu viele Lobbyisten Geld gerochen, die Selbstverantwortung der Wirtschaft hat nicht funktioniert“, sagte Michelbach.

Handelsblatt-msn-online

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Sind das schon Verschwörungstheorien, wenn die versagenden Politiker-Innen der Regierung mit Namen genannt werden ? Selten so gelacht über die sich selbst berufenen Dilettanten der Regierung. Das linke Pin-up Girl wird nicht aufgeführt !

Deutsche Filmstars kritisieren Corona-Politik

2.) Kollegen reagieren entsetzt

Mehrere bekannte deutsche Schauspieler veröffentlichen im Netz sarkastische Videobotschaften, in denen sie sich gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung aussprechen. Bei vielen Kollegen stößt das auf Ablehnung. Beifall gibt es für die Aktion aus der rechten Ecke. Rund 50 prominente Film- und Fernsehschauspieler sorgen mit einer großangelegten Internetaktion unter dem Motto #allesdichtmachen für Aufsehen. Künstler wie Ulrich Tukur, Volker Bruch, Meret Becker, Richie Müller, Heike Makatsch, Jan Josef Liefers und viele weitere verbreiteten bei Instagram und auf der Videoplattform Youtube gleichzeitig ironisch-satirische Clips mit persönlichen Statements zur Coronapolitik der Bundesregierung. Andere prominente Schauspielkollegen reagierten entsetzt. Wie die Aktion koordiniert wurde, ist nicht bekannt. Die Hashtags #allesdichtmachen, #niewiederaufmachen und #lockdownfürimmer wurden binnen kurzer Zeit zu den am meisten verwendeten bei Twitter. „Schließen Sie ausnahmslos jede menschliche Wirkungsstätte und jeden Handelsplatz“, fordert etwa Tukur die Bundesregierung auf. „Nicht nur Theater, Cafés, Schulen, Fabriken, Buchhandlungen, Knopfläden nein, auch alle Lebensmittelläden, Wochenmärkte und vor allem auch all die Supermärkte.“ Und er fügt hinzu: „Sind wir erst am Leibe und nicht nur an der Seele verhungert und allesamt mausetot, entziehen wir auch dem Virus und seiner hinterhältigen Mutantenbagage die Lebensgrundlage.“

NTV-online

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War es je anders in dieser Welt ? Haben nicht von Beginn aller Zeiten die Machthaber mit den Religionen an ihren Kartellbildungen  geschmiedet ? Die Menschheit hat sich immer Vorbilder gesucht und diese dann als Götter sterilisiert. Anders wäre der Unterschied zum Affen, durch einen aufrechten Gang, bei Vielen bis heute vielleicht nicht sichtbar geworden? Niemand anders als diese Beiden haben je mehr Verschwörungstheorien auf dieser Erde verbreitet.

Nach dem Putsch kooperieren einige Äbte mit dem Militär.

3.) Mit dem Segen von Myanmars Mönchen

Ihre gesellschaftliche Rolle im mehrheitlich buddhistischen Myanmar hat sich gewandelt. Als Myanmars Militär am 1. Februar putschte und zahlreiche Politiker, einschließlich der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, festnahm, verschleppte es auch drei bekannte buddhistische Mönche. Sie hatten bei der sogenannten Safran-Revolution 2007 gegen die damalige Militärdiktatur eine führende Rolle gespielt. Eine Wirtschaftskrise hatte damals eine Mönchsrevolte im „Land der Pagoden“ ausgelöst, wo fast 90 Prozent der Bevölkerung buddhistisch sind. Zu Tausenden gingen Mönche auf die Straße und drehten ihre Almosenschalen für Militärangehörige um – und verweigerten ihnen damit eine Verbesserung ihres Karmas. Doch die Generäle, die sich als Schutzmacht des Buddhismus sehen, brachen innerhalb von zehn Tagen den Widerstand der Klöster. Mönche wurden verhaftet und gefoltert. Auch an den jetzt seit mehr als zweieinhalb Monaten andauernden Massenprotesten gegen den Militärputsch sind Mönche beteiligt, vor allem in Mandalay, dem spirituellen Zentrum von Myanmars Buddhismus. Doch hat das Militär einige prominente Äbte für sich vereinnahmt. Schon 2017 genoss das Militär die Rückendeckung des konservativen buddhistischen Klerus, als es die muslimischen Rohingya zu Hunderttausenden aus dem Land trieb. Putschgeneral Min Aung Hlaing inszeniert sich als gläubiger Buddhist und nobler Spender für die weltgrößte Buddha­statue aus Marmor. Er lässt sich mit führenden Äbten ablichten, um zu zeigen, dass er ihren Segen hat.

TAZ-online

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Von Politiker-Innen aus einer Regierung in der manche, so beurteilen Außenstehende derer Arbeit, die Eindrücke erwecken, nie eine Schule besucht zu haben, sollte auch niemand anderes erwarten. In anderen Jobs könnte keiner so schnell vom Schalterkassierer zum Millionär emporkommen.

Die Bildungspolitik in Corona-Zeiten ist alles andere als weitsichtig.

4.) Einfach nur popelig

Popeln, Spucken, Blasen. Kinder lieben das. Für Pädagog-Innen ein No-Go und normalerweise interventionsbedürftig. Jetzt hocken sie zusammen in der Schule, üben das medizinisch angeleitete Bohren und Spucken, und wenn die französischen Wissenschaftler:innen, die derzeit an einem neuen Corona-Test arbeiten, Erfolg haben, auch Letzteres. Man bläst in ein Rohr, das mit einem Gerät in der Größe eines Kühlschranks verbunden ist, die ausgetretenen Moleküle werden massenspektroskopisch untersucht und das Ergebnis wird schnell ausgeworfen. „Covidair“ könnte möglicherweise den herkömmlichen, teuren PCR-Test ersetzen. Schule war von jeher das Experimentierfeld ambitionierter Kultuspolitiker:innen. Aber das, was derzeit gerade abläuft in den 13 von 16 Bundesländern, die das Testen verpflichtend eingeführt haben, hat nichts mit forcierter Reformpädagogik zu tun, sondern mit dem Horror Vacui entleerter Schulflächen, die nun endlich wieder befüllt werden sollen mittels Popeln und Spucken. Dem einsamen Osterspaziergang entronnen, kehrt ein Teil der Schüler:innen in ihre Klassenräume zurück und erlebt, wie sie seitens der Lehrerschaft oder Eltern zum Objekt gemacht werden, immer natürlich zu ihrem Besten.

Der Freitag-online

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Sollte die Haselnuss ins Dunkelbraune hinüber reifen – wird es gefährlich für alle anderen Farbnuancen. Es ist schon Interessant das niemand einen Umsturz plant, obwohl diese hohle Nuss für seine gewählte Aufgaben keine Zeit mehr findet, und sich mehr und mehr dem Sprecherrat seiner Partei zuwendet ?

Wie weit rechts darf’s sein?

5.) Sachsen-Anhalt

Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. Juni geht die Angst um, dass der Einfluss der AfD wächst. Der Platz von Reiner Haseloff im Magdeburger Landtagsgebäude blieb unbesetzt. Der CDU-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt fehlte, als die Mitglieder des Landtags in dieser Woche zur letzten Sitzungsreihe der Legislaturperiode vor der Wahl am 6. Juni zusammenkamen. Haseloff, der zwischen Magdeburg und Halle seit fünf Jahren eine Kenia-Koalition mit SPD und Grünen leitet, befand sich zu Beginn der Woche zunächst in einer vorsorglichen häuslichen Quarantäne, weil in seinem erweiterten Umfeld zwei Coronafälle vermutet wurden. Am Donnerstag fuhr er dann – negativ getestet – nach Berlin, um sich in der Sitzung des Bundesrats mit dem zuvor im Bundestag beschlossenen neuen Infektionsschutzgesetz zu befassen. Nachdem bereits größere Teile der CDU-Landesgruppe – entgegen der Mehrheit der Union – dem Gesetz im Parlament die Zustimmung verweigert hatten, rebellierte nun auch Haseloff und bezeichnete die sogenannte »Bundes-Notbremse« als »Tiefpunkt in der föderalen Kultur der Bundesrepublik Deutschland«.

ND-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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