DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Archiv für Mai 2nd, 2010

vergessliche Gewählte

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Mai 2010

Der Linke KV Gelsenkirchen

Studierendenkonferenz »Krise.Bildung.Zukunft.« am 11. Dezember 2011 in Berlin (6498248225).jpg

Bildung ohne Remmers = Verdummung ?

 

Im linken Kreisverband Gelsenkirchen nimmt man es mit der Politik der LINKEN nicht so genau! Wenn es um persönliche Belange geht, werden die linken Gelsenkirchener Mandatsträger auch schon mal linien-untreu. Wir haben es hier im Kreis Warendorf ebenfalls erlebt, als zu Ende des vergangenen Jahres die „ehemalige“ DKP-Funktionärin Ute Müller und der zugereiste Karl-Stephan Schulte– (der Mitglied der Sozialistischen LINKE ist, eine als links-extremistisch und verfassungsfeindlich eingeordneten Strömung der Linkspartei)- als Kreistagsmitglieder mal eben den Kreishaushalt 2010 mit der CDU und der FDP verabschiedeten.

Müller und Schulte, die in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden, die aber unter sich einig sind, möglichst nachhaltig von ihren Mandaten persönlich zu profitieren, glänzen durch unpolitisches Handeln und sind sicher keine Impulsgeber für linke Politik im Kreis Warendorf. Die Menschen, welche seinerzeit anlässlich der Kommunalwahl 2009, links gewählt haben, fühlen sich zunehmend durch diese Art von Vertretung verraten. Das Problem ist allerdings, das viele dies so wahrnehmen, allein, die beiden Kreistagsmitglieder Müller & Schulte nicht! Sie arbeiten weiter in ihrem kleinen Zirkel und in Hinterzimmern, und werden zunehmend zu Getriebenen von öffentlicher Kritik.

Die linke Fraktion Gelsenkirchen, dem Heimatwahlkreis der trickreichen MdB Ingrid Remmers (Mitglied ebenfalls der Sozialistischen Linken) steht ihnen da wenig nach. Zwar ist die Partei insgesamt für ein neues Schulsystem, aber bevor man sich unbeliebt macht, stimmt man dann doch lieber dem Erhalt eines Gymnasiums zu und erntet von der CDU dafür ein Lob. Es stellt sich die Frage, wie Ingrid Remmers dazu steht. Immerhin ist Gelsenkirchen ihr erklärter Wahlkreis. Aber Remmers ist geschickt genug, jeden noch so absurden Winkelzug als linke Politik zu verkaufen. Glauben tut ihr das allerdings kaum noch jemand.

Wer links wählt, wird manches ernten. Leider aber, und dies zu oft, nicht linke Politik! Denn die, welche in den Räten sitzen, sind froh und zufrieden und kassieren lieber, anstatt den Wählerwillen zu respektieren und um zu setzen.

Die WählerInnen erkennen dies zunehmend und werden dies am 9.Mai, dem Tag der NRW-Landtagswahl, ganz sicher auf ihre Weise honorieren! Eine sich verbreitende Zersplitterung von Ratsfraktionen in den NRW-Kommunen, und der weitere Zerfall von Kreisverbänden der Linkspartei NRW, welche von der verfassungsfeindlichen DKP unterwandert sind, werden die Folge sein.

Vielleicht noch ein sehr persönliches Wort: Ich wollte eine starke, solidarische, demokratische Linkspartei in Deutschland. Hätte ich die DKP oder ähnliches gewollt, hätte ich diese unterstützt. Aber das wollte ich nicht! Ich erwarte von dieser Linkspartei und ihren erklärten Kommunisten daher auch die Toleranz, die sie stets von anderen ihnen gegenüber erwarten, — bevor sie diese Frauen und Männer raus schmeissen mit dem unhaltbaren „Antikommunismus-Vorwurf“! Und damit beschäftigt sich diese „linke“ Partei nun mehr zusehends!

IE

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Fotoquelle :

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Die Schuld der Deutschen

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Mai 2010

Groll gegen den deutschen Überfluss

The Godfather Part III (Film) Logo.png

Eine interessante Betrachtung der Finanzkrise und „des Sichtbarwerdens“ bei Griechenland von Philip Inman. IE

Erst haben die Deutschen die Krise verursacht. Und nun zerstört ihr Egoismus die Europäische Gemeinschaft. Über einen außer Kontrolle geratenen abtrünnigen Elefanten

Die Deutschen geraten völlig außer Kontrolle. Zuerst spielten sie eine Hauptrolle in dem Drama, das zur Finanzkrise führte. Und dann, gerade als die Welt sich mühsam zurück in Richtung einer gewissen Normalität hangelt, beginnen die Deutschen am Ast zu sägen.

Mir geht es bei meinen Vorwürfen nicht darum, den Zweiten Weltkrieg noch einmal zu kämpfen oder zum Fremdenhass aufzustacheln. Ich möchte lediglich die Augen darüber öffnen, wie diese friedliebenden, sozialdemokratischen Deutschen auf egoistische Weise kränkelnde Länder, angefangen bei Griechenland, aus der EU kicken wollen, um ihren Status als vermutlich reichster Wohlfahrtsstaat des Planeten, der seine Bürger von der Wiege bis zur Bahre allumfassend versorgt, zu bewahren.

Schuld ist vor allem Deutschlands gewaltige Mittelschicht der Baby-Boomer, die heute die gleichen Ambitionen hegen wie einst die Aristokratie – einen langen, von Wohlstand geprägten und ausgesprochen faulen Ruhestand.

Alles fressen, was noch übrig ist.

Wie ein abtrünniger Elefant auf der Suche nach Futter, so haben die deutschen Investoren die letzte Rinde von allen Bäumen der Savanne geschält. Um einen künstlich hohen Lebensstandard und die versprochenen Renten zu sicher, scheinen sie nun fest entschlossen zu sein, alles zu fressen, was noch übrig ist.

Quelle : Der Freitag <<<<< Weiterlesen

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Logoquelle : SchreibwerkzeugEigenes Werk

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Kriegserklärung

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Mai 2010

„Uns hat man den Krieg erklärt“

Deutsche Waffen, Deutrsches Geld- plündern auch den Rest der Welt

Darauf haben die Mitglieder der Gewerkschaften sicher lange gewartet. Der Chef der IG Metall vergleicht die Wirschaftskrise mit einer Kriegserklärung. IE.

IG-Metall-Chef Berthold Huber über die fehlende Aufarbeitung der Wirtschaftskrise, die Macht der Konsumenten und seine Idee einer sozialen marktwirtschaftlichen Demokratie.

„Es fehlt an Anerkennung für diejenigen, die den gesellschaftlichen Reichtum schaffen.“

taz: Herr Huber, am 1. Mai, am Tag der Arbeit, gehen Gewerkschafter traditionell auf die Straße. Ist das nicht ein überholtes Ritual?

Berthold Huber: An diesem Tag zu demonstrieren ist unverändert wichtig. Es ist ein Tag für die Würde der Arbeit, für die Würde der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Sie sind nicht nur dafür da, Produkte in die Welt zu setzen, sondern müssen auch als gleichberechtigte Menschen akzeptiert werden.

Das ist doch eine Selbstverständlichkeit.

Leider nicht. Es fehlt in der Gesellschaft an Anerkennung und Respekt für diejenigen, die den gesellschaftlichen Reichtum schaffen. Ohne Arbeit gibt es keinen Wohlstand – diese Wahrheit bleibt, auch wenn sich heute Arbeit vielfältiger darstellt als vor 40 Jahren. Und auch wenn wir vor großen strukturellen Änderungen durch die Krise stehen.

Hat die deutsche Gesellschaft die richtigen Lehren aus der Krise gezogen?

Nicht im Geringsten. Bisher fehlt eine fundierte Analyse dieser Krise, die nicht nur eine einfache Konjunkturkrise ist, sondern eine tiefe Strukturkrise. Der marktradikale Kapitalismus hat eine Führungsschicht hervorgebracht, die durch Gier nach höchsten Renditen und Verantwortungslosigkeit gekennzeichnet ist. Spaltung und sozialer Zerfall der Gesellschaft sind die Folgen. Wir brauchen eine schonungslose Aufarbeitung, wie es zu diesem Desaster kommen konnte. Notwendig ist ein echter Kurswechsel, sonst ist die nächste Krise vorprogrammiert.

Sie fordern eine Wahrheitskommission zur Krisenaufarbeitung. Wie soll die aussehen?

Quelle : TAZ <<<<< Weiterlesen

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Fotoquelle : Joost J. Bakker from IJmuidenF 245 TCG OruçReis Uploaded by Oxyman

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