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ZDF-Politbarometer Saar

Erstellt von IE am Donnerstag 26. Januar 2012

Januar 2012 – SPD vor CDU

Datei:Wolfgang Schumacher und Oskar Lafontaine.jpg

Das Presseportal ots informiert zur Saarland Wahl

Mainz (ots) – Dass jetzt im Saarland eine vorgezogene Landtagswahl stattfinden soll, finden 71 Prozent im Land gut und 24 Prozent nicht gut (weiß nicht: 5 Prozent). Dabei gibt es in allen Parteianhängergruppen eine deutliche Unterstützung für die Neuwahl.

Gut zwei Monate vor dem wahrscheinlichen Wahltermin am 25.März liegt die SPD vor der CDU, wenn schon jetzt gewählt würde: In der Politbarometer-Projektion kommt die CDU zurzeit auf 34 Prozent, die SPD auf 38 Prozent, die Linke auf 13 Prozent, die FDP lediglich auf 2 Prozent, die Grünen auf 6 Prozent und die Piraten auf 5 Prozent. Die anderen Parteien lägen zusammen bei 2 Prozent. Damit hätte aktuell sowohl eine große Koalition als auch eine Koalition aus SPD und Linke eine Mehrheit.

Bei der letzten Landtagswahl 2009 war die CDU auf 34,5 Prozent, die SPD auf 24,5 Prozent, die Linke auf 21,3 Prozent, die FDP auf 9,2 Prozent, die Grünen auf 5,9 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 4,6 Prozent gekommen.

Diese Projektionswerte geben lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den kommenden Wahlausgang dar. Nirgendwo in Deutschland gibt es einen so hohen Anteil an Wählern, die sich sowohl der katholischen Kirche verbunden fühlen und damit grundsätzlich gut für die CDU erreichbar sind, als auch als Arbeiter gewerkschaftlich organisiert sind und damit gleichzeitig eine Verbundenheit mit der SPD haben. Dadurch ist im Saarland für viele Wähler ein Wechsel von der CDU zur SPD und umgekehrt besonders leicht. Zudem dürfte das Wahlergebnis sehr stark von der Höhe der Wahlbeteiligung beziehungsweise den Mobilisierungsfähigkeiten der Parteien im kommenden Wahlkampf abhängen.

Für 71 Prozent der Saarländerinnen und Saarländer, die eine Wahlabsicht geäußert haben, ist die Politik im eigenen Bundesland ausschlaggebend, und nur für 24 Prozent die Bundespolitik (weiß nicht: 5 Prozent).

Die größte explizite Zustimmung und die geringste Ablehnung findet eine große Koalition als Regierung nach der Landtagswahl: Eine große Koalition unter Führung der SPD wird dabei von 39 Prozent gut gefunden und von 29 Prozent schlecht (egal: 29 Prozent). Eine solche Koalition unter Führung der CDU beurteilen 35 Prozent als gut und 33 Prozent als schlecht (egal: 29 Prozent). Auffällig ist dabei, dass zwar 80 Prozent der CDU-Anhänger eine von der CDU-geführte große Koalition als gut bewerten, aber nur 65 Prozent der SPD-Anhänger eine große Koalition unter Führung der SPD.

Die rechnerisch ebenfalls mögliche Koalition aus SPD und Linke finden nur 20 Prozent im Land gut, aber 63 Prozent schlecht (egal: 14 Prozent). Alle anderen Koalitionsmodelle, die aktuell auch keine rechnerische Mehrheit hätten, werden unabhängig davon mehrheitlich als schlecht bewertet.

Gegen die erst seit August 2011 regierende Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU wird Heiko Maas von der SPD antreten. Bei der direkten Frage, wen man lieber als Ministerpräsident/-in hätte, liegt Heiko Maas mit 43 Prozent vor Annegret Kramp-Karrenbauer mit 40 Prozent (keiner von beiden: 7 Prozent; weiß nicht: 10 Prozent). Dabei stehen die CDU-Anhänger mit 85 Prozent deutlicher hinter der Amtsinhaberin als die SPD-Anhänger hinter ihrem Spitzenkandidaten (74 Prozent).

Auf der +5/-5-Skala („Was halten Sie von …“) erhält Kramp-Karrenbauer einen Durchschnittswert von 1,9, Heiko Maas kommt auf 1,7 und Oskar Lafontaine (Linke) auf minus 0,5.

Beim wichtigsten Thema im Saarland, der Schaffung von Arbeitsplätzen, liegt die SPD in der Kompetenz mit 32 Prozent vor der CDU mit 28 Prozent (Linke: 6 Prozent; Grüne: 3 Prozent; keine Partei: 14 Prozent; weiß nicht: 16 Prozent). Beim zweitwichtigsten Thema, den Finanzen im Land, wird der CDU (30 Prozent) etwas häufiger zugetraut, die Probleme zu lösen, als der SPD mit 23 Prozent (Linke: 4 Prozent; Grüne: 0 Prozent; keine Partei: 24 Prozent; weiß nicht: 18 Prozent). Beim drittwichtigsten Thema, der Bildungspolitik, führt die SPD in der Kompetenzbewertung mit 34 Prozent deutlich vor der CDU mit 22 Prozent (Linke: 5 Prozent; Grüne: 8 Prozent; keine Partei: 8 Prozent; weiß nicht: 21 Prozent). Beim Thema Wirtschaftspolitik liegen SPD mit 28 Prozent und CDU mit 27 Prozent praktisch gleichauf (Linke: 3 Prozent; Grüne: 0 Prozent; keine Partei: 26 Prozent; weiß nicht: 16 Prozent).

Die Umfragen zu diesem Politbarometer extra wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 23. bis 25. Januar 2012 unter 1039 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten im Saarland telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10 Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte.

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28 Kommentare zu “ZDF-Politbarometer Saar”

  1. ichbins sagt:

    ich weiss nicht wen ich wählen soll, da für mich Keiner mehr wählbar ist – nicht wählen ist aber auch blöd, da dann trotzdem die rankommen die ich nicht will… Danke Die Linke dass Du mir den Glauben kaputtgemacht hast

  2. HaraldNiewtor sagt:

    Das Minus von OL verblüfft mich.

    63% wollen Rot-Rot nicht. Das sagt doch alles.

  3. REWE sagt:

    Für mich wäre der Oskar im Prinzip schon wählbar, auch ein Bierbaum,ein Schneider und eine Spaniol, aber alles Weitere? Und wenn ich dran denke, welche Hofschranzen und Schmeissfliegen sich im Fahrwasser von Oskar sonst noch so tummeln und nicht schlecht leben, wird mir kotzübel. Ich meine nicht nur die im Landtag, nein auch die auf auf örtlicher Ebene.
    Ein Paradebeispiel ist unster „langer Lulatsch“ in Berlin. Kallenborn hat da schon recht, der ist für mich einfach widerlich, wie auch so viele andere.

  4. Seeigel sagt:

    Bei Oskar kann Mensch ein Auge zudrücken.
    Lieber de „lange Lulatsch“ in Berlin als Spaniol im Landtag.
    Im Landtag (Pavillion) den Zeigefinger heben und dehemm am Tisch mit einem „Kriminellen“ sitzen. Widerlich ist die Beckingerin und der Schnauzträger aus Saarbrücken.

  5. REWE sagt:

    Und nicht zu vergessen der Schlüsselverwalter der Landesgeschäftsstelle in der Dudweilerstraße, der hat doch seit seinem Eintritt noch nichts konstruktives von sich gegeben, was ich wahrgenommen habe. Wenn man den Gerüchten glauben darf, ist er nur überall dort, wo es was gibt, ist ja auch eine Art der Präsens. Aber so sind die Präsidenten.

  6. REWE sagt:

    Hallo Seeigel,
    wenn bei mir zu Hause ein Krimineller vorm Fernseher sitzt, kann ich ja im Prinzip nichts dafür, dass er so ist. Das einzige was ich tun könnte, wäre es den Fernseher auszuschalten. Daber dann müsste ich aber aufpassen, dass er nicht die Badematten mitnimmt.

  7. David sagt:

    Die Spaniol wählbar? Ich fass es nicht. Schneider wählbar? Volker, schreibst du dich gerade selber hoch? Ich lach mich weg.

    Und Gerüchten Glauben? Willst du Sand in die Augen streuen oder was?

    Ich bin gespannt auf die Listen und werde dann entscheiden ob Die Linke dann wählbar ist. Mit der aktuellen Mannschaft ist sie das nicht. Selbst ein Prof Bierbaum ist an für mich unsäglichen Geschichten innerhalb der Partei beteiligt. Schneider hat immer seine Marionetten platziert, zu seinem Vorteil. Seine Angestellte Pia Döring war schlimm. Mit Geschäften führen hatte ihr Handeln nichts zu tun! Das macht der aktuelle Geschäftsführer wesentlich besser. Selbst Lutze war wesentlich besser als Schneiders Angestellte Döring mit ihren eigenen Mitgliederlisten.

  8. Christoph sagt:

    4. Februar 2012
    Wahlkreisversammlung Neunkirchen
    Homburg, Christliches Jugenddorf, 14 Uhr mehr

    hm, Homburg.
    Kostenersparnis für Frau Spaniol. 2009 wurde Stimmvieh mit Bus
    beigekarrt.

  9. ichbins sagt:

    Na dann bin ich mal gespannt wer da auf der Liste kandidiert. Meine Stimme hat Keiner von denen. Als Ex-Mitglied sowieso und als Wähler erst recht nicht. Die S tut so harmlos als könne sie nix für ihren Gatten. Alles wissen wird se nicht, aber vieles schon. So blind und naiv kann sie nicht sein. Und harmlos auch nicht. Die weiss was se tut und wen sie geehelicht hat und was der so macht mit oder ohne sie.

  10. AntiSpeichellecker sagt:

    den Personenkult um Lafontaine und seine Speichellecker mache ich nicht mit.Ich wähle Kramp-Karrenbauer. Ich hoffe viele tun das. Auch wenn sie sonst mit der CDU nichts am Hut haben.

  11. AntiSpeichellecker sagt:

    wenn ich mir Oskars Regierungsbilanz anschaue… Au Weia. Fast pleite.

  12. SchwarzeFeder sagt:

    Ich zieh an Türen, wo dick und fett „DRÜCKEN“ steht. Dieser Satz könnte aus dem Munde des Schlüsselverwalters sein.

  13. helle sagt:

    Hallo zusammen, 1 Mio für Neuwahlen!!! Und die Beamten gehen seit Jahren an der Saar leer aus!!!!Wenn man als Beamter ein Brötchen annimmt ist man bestechlich, Politiker der FDP nehem Pkw und nehmen noch die Kilometerp. vom Staat. Das sind Straftaten im Steuergesetz, aber sind ja nur pinats und alles wird eingestellt!! Verbrecher diese FDP

  14. REWE sagt:

    Ja, die Dicke ist schon eine Granate, hat gewisse Ähnlichkeiten mit einem Dum-Dum-Geschoss.
    Dort wo ein solches Geschoss einschlägt, sind die Auswirkungen unkalkulierbar.

  15. alfons helmut sagt:

    #13
    Thema „Öffentlicher Dienst“
    Wenn die SPD bei der Einhaltung der Schuldenbremse in einer Koalition mit der CDU bleiben wird, so geht das auch zu Lasten der Beschäftigten in diesem Bereich. Bei 20% Einsparungen (so hat man sich wohl kommentiert ~ im Falle einer großen Koalition an der Saar) sind das wohl etwas mehr wie 4500 Stellen! Und das mit den Sozialdemokraten und den Christdemokraten! Eine Schande, argumentiert mit dem demografischen Wandel an der Saar. Das ist sicherlich nicht das was unser strukturschwaches Land brauchen kann! Das nennt der Spitzenpolitiker der SPD „Aufbruch zu einer neuern Politik! Einfach lächerlich! Wähler an der Saar laßt euch nicht verar….!

  16. AntiSpeichellecker sagt:

    „Die Saar-Linke ist sehr gut aufgestellt“, so die Aussage von Oskar Lafontaine. Das ist einfach lächerlich.

    Wähler an der Saar lasst euch nicht vera…. schon gar nicht von Oskar und seinen Marionetten.

  17. AntiSpeichellecker sagt:

    #3
    Schneider hat Linsler gegenüber einen gr. Vorteil. Schneider hat Ahnung von der Satzung und Wahlordung.

  18. REWE sagt:

    #15

    Eine aus der Physik und Mathematik bekannte Extremwertbetrachtung führt hier sicher zum Ziel.
    Unterstellt man einmal, dass durch die demografische Entwicklung die Bevölkerung im Saarland gegen Null strebt, ist diese garnicht mehr in der Lage, den Beschäftigtenbedarf des öffentlichen Dienstes auf heutigem Niveau zu befriedigen.
    Die Folge wäre eine massive Anwerbungskampagne für Beamten im Saarland auf der Ganzen Welt.
    Man stelle sich vor, das Saarland hätte durch diese Entwicklung noch 10.000 Einwohner, aber 22.500 Beamte und Angestellte im ÖD.
    Da müsste doch der Dümmste merken, dass da an der Strategie was nicht stimmt.

    Im Übrigen müssen wir auch an die freie Wirtschaft denken, die einen unheimlichen Fachkräftebedarf an Befristeten, Leiharbeitern, Billiglöhnern und Minijobbern hat. Auch hier ist der ÖD gefordert zu helfen, ansonsten die Arbeitgeber dieser Sklaven in die Pfalz abwandern.

  19. DerböseWolf sagt:

    Erneute Kandidatur des im SZ-Artikel genannten Abgeordneten aus dem engsten Umfeld von Spaniol/Pollak am 04.02.2012 ???

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Pollak-zu-Haftstrafe-verurteiltHeutiger-Abgeordneter-der-Linken-im-Landtag-soll-falsche-Gutachten-erhalten-haben;art2814,3770705,0#.TyT0xYHcj7M

  20. REWE sagt:

    Pollak zu Haftstrafe verurteiltHeutiger Abgeordneter der Linken im Landtag soll falsche Gutachten erhalten haben

    Ex-Grünen-Parlamentarier und Facharzt Dr. Andreas Pollak (51) ist gestern vom Landgericht zu drei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er soll auch falsche Gutachten erstellt haben.

    Von SZ-Mitarbeiter Helmut Jakob

    Saarbrücken/Homburg. Über 800 000 Euro soll der ehemalige Landtagsabgeordnete und Facharzt für Allgemeinmedizin, Dr. Andreas Pollak, laut Anklage unrechtmäßig in seine Tasche gewirtschaftet haben. Im Laufe des 15 Monate dauernden Prozesses halbierte sich dieser Betrag zwar, aber es ging, wie der Vorsitzende einer Großen Strafkammer am Saarbrücker Landgericht, Udo Kuklik, gestern in der Urteilsbegründung ausführte, nicht um die Höhe, sondern um den enormen Vertrauensbruch über Jahre hinweg. Drei Jahre und neun Monate soll der Doktor ins Gefängnis. Wegen der langen Verfahrensdauer gelten sechs Monate als verbüßt. In zwei der angeklagten Fälle erfolgte ein Freispruch. Das von der Staatsanwaltschaft beantragte Berufsverbot hat das Gericht nicht verhängt. Pollak praktiziert seit 2005 nicht mehr und es droht ohnehin der behördliche Entzug der Approbation.
    In dem Prozess ging es um drei Vorwürfe: die wissentlich falschen Abrechnungen mit den Krankenkassen über die Kassenärztliche Vereinigung, die Beihilfe zum Betrug, damit ein St. Ingberter Orthopäde ebenfalls nicht erbrachte Leistungen abrechnen konnte und in drei Fällen um das Ausstellen von wissentlich falschen Gefälligkeitsgutachten.

    Betrug im Gesundheitswesen ist kein Einzelfall, sagte Staatsanwalt Becker in seinem Plädoyer, aber dieser Fall sei ungewöhnlich und wiege besonders schwer. Das System der Arztabrechnungen mache den Betrug leicht. Die Betrugsmöglichkeiten seien derart einfach, dass man darin sogar Strafmilderungsgründe sehen könne. Die Patienten wüssten nicht, welche Leistungen ihr Arzt abrechnet.

    Ein angeblicher Patient habe erst aus der Presse erfahren, dass er von Dr. Pollak behandelt wurde. Ein Patient hatte seine Krankenkassenkarte in einer Kneipe einem Freund gegeben. Der ging damit zum Doktor und bekam eine Krankschreibung.

    Ein Facharzt für Orthopädie aus St. Ingbert soll auch profitiert haben. Er bekam vom Angeklagten als Freundschaftsdienst die Daten von 112 Versicherten, damit er ebenfalls getürkte Abrechnungen einreichen kann. Von den falschen ärztlichen Attesten war auch ein ehemaliger Mitarbeiter und jetziger Landtagsabgeordneter begünstigt (siehe nebenstehenden Text).

    Während die Staatsanwaltschaft auf eine Gesamtstrafe von fünf Jahren plädierte, forderten die beiden Verteidiger Freisprüche für die Kassenabrechnungen und die Atteste. Die nach statistischen Verfahren erfolgten Hochrechnungen böten keine Grundlage für eine Verurteilung. Tatsächlich wurden aus mehreren tausend Patientenunterlagen nur einhundert als Stichprobe herausgenommen und ausgewertet. Bei der Auswertung seien Fehler unterlaufen. Eine Sachverständige habe sich dafür sogar während der Verhandlung entschuldigen müssen.

    Die Atteste seien nach bestem Wissen ausgestellt worden. Es sei nicht entscheidend, ob dafür eine ärztliche Untersuchung stattgefunden habe. Maßgeblich sei, ob der Arzt nach seiner pflichtgemäßen Prüfung eine tragfähige Grundlage für sein Gutachten habe. Lediglich die Weitergabe von Patientendaten an den befreundeten Orthopäden könne als Beihilfe zum Betrug gewertet werden. Dafür sei allenfalls eine Geldstrafe zu verhängen, zumal der Schaden bereits wieder gutgemacht sei.

    Das gestern gefällte Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung kündigte bereits an, vor dem Bundesgerichtshof in Revision gehen zu wollen. Saarbrücken. Seit dem 2. Februar 2010 hat eine Große Strafkammer des Landgerichts die Anklage gegen den Ex-Grünen-Parlamentarier und Facharzt Dr. Andreas Pollak (51) verhandelt. In dem Prozess trat neben vielen Zeugen auch ein Linken-Landtagsabgeordneter auf. Er war früher Mitarbeiter in der Praxis von Pollak und zugleich dessen Patient, weshalb er vor Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehört wurde.

    Im Plädoyer des Staatsanwalts kam gestern zur Sprache, dass dem Abgeordneten im März 2000 durch das Amtsgericht Neunkirchen der Führerschein entzogen worden sei. Der Grund: Alkohol am Steuer. Im Jahr 2001 habe ihm der gestern verurteilte Pollak in einem verkehrsmedizinischen Gutachten bescheinigt, dass er seit über sechs Monaten abstinent lebe und die Laborwerte nicht für Alkoholmissbrauch sprächen. Diese Bescheinigung soll falsch gewesen sein – das sagt nicht nur der Staatsanwalt. Auch das Landgericht verurteilte gestern unter Vorsitz von Richter Udo Kuklik den Arzt unter anderem wegen dieses mutmaßlich falschen Gutachtens zu seiner Freiheitsstrafe.

    Kurz darauf soll Dr. Pollak für denselben früheren Mitarbeiter und heutigen Abgeordneten, ein zweites Gutachten erstellt haben – diesmal mit entgegengesetztem Inhalt. Es ging jetzt laut Staatsanwalt um die Anerkennung einer Minderung der Erwerbsfähigkeit. In diesem Gutachten soll davon die Rede sein, dass bei dem Patienten wegen des Alkoholkonsums ein Kontrollverlust eingetreten sei und er an Halluzinationen leide. Ob das Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis ausstellte, kam in dem Prozess nicht zur Sprache. jht

    Beitrag vom: 20.05.2011, 00:08

    Anmerkungen von REWE:
    Also, wenn dieser Abgeordnete aus dem Beitrag von der Wahlkreisversammlung wieder aufgestellt werden sollte, leiden auch die dann anwesenden Mitglieder (auch ohne Gutachten von Pollak) ebenfalls an Halluzinationen.
    Ich denke es ist kein Geheimnis, um wen es sich hier möglicherweise handelt: Es könnte Ralph Georgie aus der alten Residenz an der Blies sein.

  21. SchwarzeFeder sagt:

    Die Ex-Grüne Spaniol wird den netten Typen von den Ex-Grünen über den grünen Tee loben.
    Halleluja!!!

  22. ichbins sagt:

    …und der Pollak, dem man ja ein halbes Jahr erlassen hat, weil der Prozess so lange gedauert hat ist nach wie vor frei und verschleppt mit seiner Revision weiter das Verfahren. Entblödet sich nicht die Staatsanwaltschaft verklagen zu wollen wegen seiner beschlagnahmten Kohle und macht munter mit seinem Tagesgeschäft weiter. Mahlzeit.. und seine heilige Gattin segnet alles ab und tut auf ich wasche meine Flossen in Unschuld.. ha ha ha ha!

  23. H.Becker sagt:

    @21
    O.L. wird am 04.02. vermutlich die wichtige Aufgabe übernehmen und Bewerber mit Leichen im Keller als „ideale Kandidaten“ zu verkaufen.

  24. Gilbert Kallenborn sagt:

    zu #20 @Rewe:

    Habt ihr Probleme mit der deutschen Sprache? Müsst ihr in einen Integrationskurs für Kritiker mit Sprachhemmung? Ladehemmung?

    Viel Sprich – nix Name – „Ein Abgeordenter der Linken Saar…“

    Leute, DL wird BUNDESWEIT gelesen. Meint ihr, auf der Insel Rügen (die mag ich, schöner Ort) kennen interessierte Linke, Demokraten – Leute, eben alle Saar-Namen der MdL im Detail? Wer A sagt, muss auch B sagen. Halbe Arbeit gibts nicht.

    Hier, das wissen wir Saarländer, handelt es sich um den ex-Grünen MdL DIE LINKE Saar R A L F  G E O R G I, der die gefälschten Gutachten des Mdl-Die Linke Barabra Spaniol-Ehemannes, Dr. Pollack – beide ex-Grüne MdL – in Anspruch nahm.

    Je nachdem, wie man die liest – die „Gutachten“ (eher Bösachten, Lachachten) widersprechen sie sich einander total. Einmal hat Georgi Bewusstseinstörungen (hoffentlich nicht bei der linken Parteiarbeit, oder aber es war Einstellungsbedingung) mutmasslich aufgrund zuvielen Saufens – Alkoholmissbrauch auf nettdeutsch; dann wieder sei er fit, im Ergebnis spricht die nun rechtskräftige Verurteilung Dr.Pollacks für den Wert all seiner „Gutachten“, und auch aller MdL – wie Georgi – die sie in Anspruch nahmen.

    Kriminelle Fälschungen anstelle ordnungsgemäßem ärztl. Attest. Wahlfälschungen von Saarlouis bis Saarpfalzkreis – alles gedeckt von der Parteispitze. Es „könnte“ nicht Ralf Georgi gewesen sein – es war Ralf Georgi.

    Der Mann hat ja, wie jeder Kritisierte, die Möglichkeit, sich auch hier auf DL zu äußern.
    Er ist allerdings nicht der einzige Amtsträger aus dem Pollack-Dunstkreis. Denn da wäre noch der Genosse BIERTH – stellvertretender Vorsitzender der Schiedskommission DIE LINKE Saar. Der Mann nach der Maus – Geschäftsführer von Prosecure – von Pollacks Gutachtenfirma der gut bezahlten Falschatteste. Ich hatte das mal als BEFANGEN vor der LSK gerügt: Abgelehnt! Pollacks Mithelfer seien nicht befangen, Parteiangestellte wie die Julia Maus auch nicht. Klassischer Satzungsbruch.

    Die grünen Kraken in der Linkspartei – deren Nerven liegen blank. Zwar drängen sich auf dem Politbauernhof – fast – dieselben Schweine an die Klassenfeindtröge, aber es gibt dieses Mal weniger Fressi-Fressi, sprich Pfründe, zu verteilen. Die Linke Saar wird nie mehr das 2009-Ergebnis erreichen. Somit wird die Anzahl der MdL halbiert werden.
    Von MdL nach Hartz 4, weil eine große Anzahl gar keinen fundierten Berufsabschluss vorzeigen kann. Ich suche heute noch z.B. die Arbeiten der MdL Huonker als „Journalistin“ oder derer Zulassung.
    Hilf suchen, Biggi Weber! Waren das DDR-Journale über DDR-Kritiker, inclusive familiärer Berichte verhafteter Angehöriger?

    Sie werden die Partei Stimmen kosten, nicht Stimmen bringen.

    Der 4.2.2012 im Saarpfalzkreis dürfte spannend werden – es werden UNVERMUTETE GEGENKANDIDATEN auftreten, antreten.

    So rauscht’s im roten Buschfunk.

  25. Schwatzwuzz sagt:

    Unvermutete Kandidaten wie die junge stellv. Landesvorsitzende?
    Schenkt man den Aussagen vieler Glauben, kommt von da nur blablabla.
    Zufälle gibt’s. Der Bruder der möglichen Kandidatin soll bei Prosecur, Inh. Dr. A. Pollak (Ehemann von Mdl Spaniol), beschäftigt sein.
    Lassen wir uns die gute Stimmung durch den roten Buschfunk nicht verderben und stellen die Frage „In welchem Wahlkreis kandidiert Oskar Lafontaine“?
    Flöhe aus dem Besenflickercamp husten, dass OBERLIMBERG seit Monaten nicht mehr der Hauptlebensmittelpunkt von O.L. sein soll. Der Erstwohnsitz ist jedoch entscheidend für die Listenaufstellung.

  26. REWE sagt:

    zu #24 Gilbert Kallenborn

    Ich habe in verschiedenen Beiträgen in der Summe nichts anderes geschrieben als Du in Deinem Beitrag.

  27. SchwarzeFeder sagt:

    OSKAR ist mächtig

  28. ichgreifmirandenkopf sagt:

    @ 27

    Wieso „Schwarze Feder“, wäre es nicht besser „Rote Feder“ :-) (ein Witz)

    Es ist gut, wenn „Oskar ist mächtig“ sein sollte. Wir werden jetzt erzittern. Und wie „mächtig“ ist die Partei? „Mächtig gewaltig, Egon“

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