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ZDF-Politbarometer 3/17

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 11. März 2017

Große Mehrheit gegen Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland
SPD legt erneut zu – Merkel und Schulz gleichauf

Polit – Barometer

Mainz (ots) – Im April stimmen die Türken über eine neue, von Präsident Erdogan gewünschte Verfassung ab. 83 Prozent der Befragten und klare Mehrheiten in allen Parteianhängergruppen sind der Meinung, türkische Politiker sollen dafür in Deutschland keinen Wahlkampf machen dürfen. Nur 15 Prozent finden solche Auftritte in Ordnung (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“). Zwei Drittel (66 Prozent) wollen zudem, dass die Bundesregierung die Türkei wegen ihres politischen Kurses stärker kritisiert, weniger Kritik halten 9 Prozent für angebracht, und für 20 Prozent soll sich da nichts ändern. Wegen der Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei rechnet fast die Hälfte (49 Prozent) damit, dass das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei scheitert und dann wieder mehr Flüchtlinge nach Europa kommen, 42 Prozent glauben das nicht.

Projektion

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, könnte die CDU/CSU weiterhin mit 34 Prozent rechnen, die SPD könnte zum dritten Mal in Folge zulegen auf 32 Prozent (plus 2), das ist ihr bester Projektionswert seit fast fünf Jahren. Die Linke verbesserte sich auf 8 Prozent (+1), die Grünen kämen nur noch auf 7 Prozent (minus 2) und die FDP auf 5 Prozent (minus 1). Die AfD würde erneut einen Punkt abgeben auf 9 Prozent, und die anderen Parteien zusammen erreichten 5 Prozent (plus 1). Damit gäbe es weiterhin nur eine klare Mehrheit für CDU/CSU und SPD – für Rot-Rot-Grün oder eine Koalition aus CDU/CSU, Grüne und FDP würde es nicht reichen. Unabhängig von möglichen Koalitionspartnern wünschen sich nach der Bundestagswahl 41 Prozent eine Regierung unter Führung der CDU/CSU und 47 Prozent eine SPD-geführte Regierung.

TOP TEN

Die beste Bewertung auf der Liste der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker erhält

1 . Winfried Kretschmann. Er erreicht auf der Skala von +5 bis -5 einen Durchschnittswert von 1,9 (Feb.: 2,0) und verschlechtert sich damit geringfügig.

2 . Angela Merkel rückt mit leicht verbesserten 1,8 (Feb.: 1,7) auf Platz zwei vor.

3 . Martin Schulz, zuletzt auf Platz eins der Liste, hat mit 1,7 (Feb.: 2,0) Einbußen und liegt jetzt auf Rang drei, gefolgt von

4 . Wolfgang Schäuble mit 1,6 (Feb.: 1,7). Im Mittelfeld schließen sich

5 . Thomas de Maizière mit 1,0 (Feb.: 1,2),

6. Sigmar Gabriel ebenfalls mit 1,0 (Feb.: 0,9),

7 . Heiko Maas mit 0,9 (Feb.: 1,0) und

8 . Ursula von der Leyen mit 0,8 (Feb.: 0,9) an. Danach

9 . Horst Seehofer mit 0,5 (Feb.: 0,4) und Schlusslicht

10. Sahra Wagenknecht, die auf minus 0,3 (Feb.: minus 0,4) kommt.

Quelle: ZDF – Politbarometer >>>>> weiterlesen

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  • Erstellt: 25. Dezember 2006

 

3 Kommentare zu “ZDF-Politbarometer 3/17”

  1. Viktor Busch sagt:

    Alle, die für Schulz sind, haben nicht mehr alle Latten am Zaun !

  2. Thomas A. Bolle sagt:

    Auftritte ausländischer – hier türkischer Minister oder AKP-Funktionäre.

    Ein schwieriges Thema. Als Bürger ohne Verantwortung kann ich natürlich sehr schnell nach Verboten rufen. Aber bin ich dann nicht genauso wie der Welcher diese Rechte in seinem eigenen Land einschränkt?
    Oder habe ich doch das Recht zu sagen wenn du dich nicht daran hälst hast du kein Recht dieses von mir zu fordern?
    Aber was ist mit unseren gewählten Politikern?
    Sie sollen und müssen Staatsinteressen waren. Und da wir uns als Demokratie bezeichnen geht es eben nicht so schnell nach Verboten zu rufen.
    Und nun beginnt das Dilemma. Populisten. Dadurch werden die wenigsten Bürger einer ruhigen vernünftigen Argumentation nicht mehr folgen.
    Das hat auch nichts mit der derzeitigen Regierung zu tun, dieses kann in jeder Konstellation vorkommen.
    Und nun gibt es noch die Erklärung des Bundesverfassungsgericht.

    Ich habe mir das nun eine Zeit lang angehört und angesehen. Und bin für micht zu dem Schluss gekommen, keiner der demokratische Rechte beschneidet hat das Recht bei uns dafür Werbung zu betreiben. Auch die Doppelpassregelung möchte ich wieder abgeschafft haben. Ich kann nicht Diener zweier Herren sein. Wenn jemand der Meinung ist das eine bestimmte Regierungsform in seinem Heimatland gut sei sollte er dann dahin zurück kehren.

  3. Luzifer sagt:

    Wer hier in Deutschland für einen auf die Barrikaden geht, der im eigenen Land die Demokratie mit Füßen tritt, sollte ins Reisebüro gehen und einen Flug in seine Heimat buchen.

    Mir reicht es so langsam, was sich diese türkischen Politiker außerhalb ihres Landes herausnehmen.

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