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Wir bauen uns einen GAU!

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 15. März 2011

Bastelanleitung: Wir basteln uns einen GAU!

Wie ein AKW Gau funktioniert, kann man übrigens vom Prinzip her  im Selbstexperiment leicht selber ausprobieren, wovon allerdings abzuraten ist, da man danach meist einen neuen Herd oder eine neue Küche braucht, ist aber nicht so teuer, wie ein neues Land …

Man nehme einen handelsüblichen Küchenkochtopf, gebe in ihn 20 Stahlstäbe mit je 10 cm Länge und ca. 1 Zentimeter Durchmesser. Dann bedecke man die Stäbe gut mit Wasser und stelle die Herdplatte auf höchste Stufe und lege den Deckel auf den Kochtopf.

Sodann verlasse man die Küche, begebe sich z.B. in einen Kurzurlaub für mehrere Tage und warte einfach ab.

Mit etwas Glück, schaltet die Thermosicherung der Herdplatte irgendwann wegen Überhitzung die Platte aus, oder die Stromsicherung springt raus. Aber wer würde sich darauf bei diesem kleinen Selbstexperiment wirklich verlassen?

Geht es doch immerhin um den eigenen Herd und die eigene Küche. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Brand kommt, ist bei diesem Experiment sehr hoch, was übrigens an vielen Feuerwehrschulen zur Standardausbildung gehört.

Bei Ausfall einer der Sicherungen brennt der Kochtopf durch, da ja das Wasser in ihm verdunstet ist und die gespeicherte Hitze in den Stahlstangen in ihm ja nicht so einfach weg ist.

Für Küche und Herd ist das dann der GAU.

Vielleicht kommt man ja noch rechtzeitig zurück, sieht den rotglühenden Kochtopf auf der rotglühenden Herdplatte, welche die AKW Reaktorbrennstäbe in unserem kleinen Experiment symbolisiert und dann kippe man zum Abkühlen kaltes Wasser über das Ganze!

Das ist der sogenannte „Bumm“ Effekt, sehr schön zu sehen im Moment an den japanischen AKW’s, nur sind die Kochtöpfe da etwas grösser.

Komisch, dass die Menschheit bei AKW’s Sicherungen vertraut, denen sie in ihrer eigenen, heimischen Küche nie vertrauen würde.

Soweit zum Thema: „Wir basteln uns einen kleinen Gau“, Teil 1, für Anfänger.

Teil 2, für Fortgeschrittene, ist bei jedem AKW Betreiber kostenlos über die Gauhotline erhältlich

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Grafikquelle  :  PEBE-Bausteine, in der Mitte ein Auto aus der Miniserie

3 Kommentare zu “Wir bauen uns einen GAU!”

  1. Wiki sagt:

    Gefährlich verharmlosender Beitrag der Atomkatastrophen in Japan.
    Jedes Gas- Kohle- Ölkraftwerk hat solchen einen „Wassertopf“, der auch bei Überdruck platzen kann. Einen Supergau kann man nicht -auch nicht ironisch- mit einem Wasserkessel darstellen wollen.
    Bei diesem Beispiel, würde man, bei „Rückkehr aus dem Urlaub, durch ein tote Stadt und unbewohnbares Land ohne Einwohner fahren müssen, bevor man mit Wasser den heißen Topf kühlen könnte. Vermummte Sicherheitskräfte mit Schutzanzügen würden die Rückkehr verhindern. Die Nachbarn wären alle tot.
    Die breite Bevölkerung schätzt das AKW-Risiko ohnehin nicht richtig ein, sonst wären die Straßen voller Demonstranten.
    Man schaue sich Bilder der Tschernobylkinder an, mit zwei Köpfen und schlimmeres.
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-13189-4.html
    Bitte also keinen Sarkasmus diesem Thema! Hohn und Spott wird auch den tausenden Opfer nicht gerecht.

  2. Dieter Carstensen sagt:

    Lieber Wiki,

    wenn neben der Küche das Mehrfamilienhaus abfackelt und evtl. no einige Mitbewohner mit, wäre es im Größenvergleich von Ursache und Wirkung gar nicht so weit auseinander.

    Sarkasmus finde ich, ist gerade zu diesem Thema angesagt, um zu verdeutlichen, um welchem Vulkan die Menschheit seit Jahren tanzt.

    Satire hat immer die Aufgabe der Überspitzung und niemand ist geholfen, wenn jetzt alle in Trauerstimmung durch die Gegend rennen, das würde den Opfern meines Erachtens nach auch nicht gerecht.

    Aber da mögen die Ansichten unterschiedlich sein, ich fühle allerdings sehr wohl mit den Menschen in Japan mit, obwohl ich auch in diesem Zusamennhang die Satire für ein probates stilistisches Mittel halte.

    Zur Erinnerung: Gegen die Gräueltaten der Nazis wurde sehr viel Satire und Sarkasmus eingesetzt, beispielsweise in den Fotomontagen von John Heartfield, da half Trauer und Anteilnahme alleine nicht weiter.

    LG, DC

  3. Gabriel van Helsing sagt:

    Lernt eigendlich jeder Feuerwehrmann/frau-Anwärter zur Fettexplosion.
    1 Liter Wasser, oder Fett, ergibt 1000 Liter Nebel.
    Und der will irgendwo hin.

    Aber zurück zum Supergau.
    Ich kann mich noch gut an Schulungen erinnern, eine Aktentasche über den Kopf gelegt und die Strahlung gleitet an einen ab.
    Oder diese ABC-Packs der Bundeswehr nebst Katastrophenschutz.
    Wenn nichts mehr hilft, dann Atropin!?

    Auch im Jahr 2011 hat die Bundesregierung für ihre Bevölkerung keine Vorsorge getroffen,bei einer Gefahr der Verstrahlung ihrer Bevölkerung,
    diese anständig davor, danach zu beschützen.

    Von wem auch?
    Sirenen wurden abgebaut, bis auf ein paar noch für den Feuerschutz,
    ABC-Züge wurden abgeschaft. Die bis heute angeschaften KFZ sind Alibifahrzeuge zum Sand in die Augen streuen. Hilfe durch Freiwillige Feuerwehrleute? Dazu fehlt denen die Ausbildung, Schutzbekleidung und die Technik.
    Das THW? Auch Fehlanzeige. Von der Handvoll Betriebfeuerwehr der Betreiber?

    Wie unsere Politik und die Betreiber uns belügen zu diesen Atommeilern und zur Vorsoge, kann man an einen Beispiel ersehen.

    Die Atommeiler werden von keiner Versicherung für den Schadensfall versichert.
    Für Schäden kommt der Staat auf.

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