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RENTENANGST

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 20. April 2010

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Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Friedrich Küppersbusch erklärt uns an dieser Stelle immer die Welt. Heute erzählt er aus seiner Jugend.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in Ihrer Jugend?

Friedrich Küppersbusch: Die Ungeduld.

Was wird besser im Alter?

Die Frisur.

Opa erzählt traditionell vom Krieg. Und Sie?

Hatte keinen Opa. Von einem gab es einen Brieföffner, gearbeitet aus dem Granatsplitter, der ihm den Arm aufgeschlitzt hatte. Ein Onkel war so präsent, dass man ihm bei Familienfeiern einen Stuhl frei hielt, obwohl er seit 44 vermisst wurde. So was von vermisst! Die Generation der Väter, also die heute 75- bis 80-Jährigen, die Pimpfe und Hitlers letztes Aufgebot, erzählte gar nichts. Meinem Papa schrumpfte sein Kindsoldatenschicksal auf ein, zwei Anekdoten zusammen, ein steifes Bein und nachts nicht schlafen können.
Friedensbewegung, Anti-Atomwaffen, gegen Nato-Nachrüstung: Der „Krefelder Appell“ und die Demos in der Bonner Hofgartenaue gingen schnell in die Hunderttausende. Und handelten ja auch davon, dass wir die zwingende Konsequenz aus der Epoche unserer Väter und Opas ziehen wollten. Die das dann als linken Krawall abtaten. Anfang der 80er gab es erstmals deutschsprachige nicht peinliche Rockmusik, die Grünen und auch die taz waren unterwegs, die 68er hatten die Bude gelüftet und … na ja … hört ruhig weg … der Opa erzählt vom Frieden.

Sauer, nicht zu den „legendären 68ern“ gezählt zu haben?

Quelle : TAZ <<<<< Weiterlesen

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