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Westliche Doppelmoral

Erstellt von UP. am Mittwoch 18. Januar 2012

Debatte um Syrien-Aufruf

International Physicians for Prevention of Nuclear War (IPPNW) Logo.gif

IPPNW-Presseinformation vom 17.1.2012

Medien müssen über westliche Doppelmoral aufklären.

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW kritisiert die öffentliche Debatte um den Aufruf gegen Kriegsvorbereitungen und Embargo Syriens und des Irans als Medienkampagne gegen Teile der Friedensbewegung. „Keiner der Unterzeichner des Aufrufs verteidigt die brutale Gewalt des syrischen Präsidenten gegen sein eigenes Volk. Ziel des Aufrufs ist allein, vor der drohenden Kriegsgefahr für die Bürger im Syrien und im Iran durch eine Eskalation der Konflikte aufgrund der Embargopolitik und permanenter Kriegsdrohungen zu warnen“, erklärt der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim.
Kriegerische Interventionen sind kein Mittel zur Verteidigung der Menschenrechte. Ihre Opfer sind im Gegenteil in der Mehrzahl Zivilisten, deren Leben zu verteidigen, nur vorgeblich Ziel dieser Interventionen ist. Der Krieg gegen Libyen hatte nach Angaben der Rebellen etwa 50.000 Tote, zahllose Verletzte und Vertriebene sowie eine große Zerstörung von Infrastruktur zur Folge.

Verhaftungen und Verhöre ohne Prozess und Rechtssicherheiten und unter Folter sind ebenso zu verurteilen, wenn sie sich im Iran, Syrien oder in Guantanamo ereignen. Auch die „gezielte Tötung“ von Wissenschaftlern und Politikern ist mit dem Völkerrecht unvereinbar. Die Androhung von Gewalt gemäß Artikel 2 (4) der UN-Charta ist genauso verboten wie die Anwendung von Gewalt. Auf diese Doppelmoral der westlichen Staatengemeinschaft im Umgang mit ungeliebten Regimen weist die Friedensbewegung hin. Große Teile der Medien kommen dieser Aufgabe nur unzureichend nach.

Erklärung von IPPNW-Beirat Prof. Dr. Norman Paech zum Leitartikel „Syrien und den Linken Damals wie heute“ von Christian Bommarius, Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung vom 14. Januar 2012:         Siehe Nachdenkseiten

„Kein Krieg um Iran! Die Waffen nieder – Friedenspolitik beginnen!“, Text von IPPNW-Beirat Andreas Buro
Pressekontakt:
Angelika Wilmen, Tel. 030 – 698 074 15, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de

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Grafikquelle    :    The image is the official logo of IPPNW.

Ein Kommentar zu “Westliche Doppelmoral”

  1. margret Lorenz sagt:

    Dieser Normann Paech, ist der nicht einer von den Ultra-LINKEN bei der Partei DIE LINKE, wie Jelpke, Gehrke etc, teilweise ehemals DKP.
    Wie kommt der zu IPPNW ?
    Ich war auch mal bei IPPNW, zur Zeit des Nato-Doppelbeschlusses, also zu Zeiten des Kalten Krieges.
    Die Organisation hat seinerzeit den Friedensnobelpreis bekommen. Prof. Eberhardt Richter, Psychoanalytiker, kürzlich verstorben, war da führend.
    Ich möchte ein Buch empfehlen, wenn ich auch nicht gänzlich einverstanden damit.
    Bernd Ulrich
    Wofür Deutschland Krieg führen darf und muss, eine Streitschrift
    Rowohlt, Okt. 2011
    Ich habe mittlerweile Stress mit den Friedensaktivisten und mit diesen Ultra-Linken aller Art. Sie sind im Denken des Kalten Krieges verhaftet, so einfach ist das Freund-Feind -Schema nicht mehr.
    Das wird in dem Buch angesprochen.

    Ulrich, stellvertrentender Chefredakteur des Pol. Ressort bei DER ZEIT, unterscheidet zwischen falschen und richtigen Kriegen – z. B. Libyen war seiner Ansicht nach richtig, Irak und Afghanistan falsch.
    Es geht darum, ob man Diktatoren wüten lassen kann und Völkermord geschehen.
    Da ist eine Norm im Entstehen bei der UNO, ( Resolution A/Res/63/308, Verantwortung zu schützen, Responsibility to protect ).
    Empfehle es für den Müller von den Nachdenkseiten, für den und überhaupt auch folgendes Buch:
    Tim Jackson
    Wohlstand ohne Wachstum, Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt.

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