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RENTENANGST

Werden so die Wähler gelinkt?

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 21. August 2013

Saarbrücker Zeitung:
Wagenknecht begrüßt Idee eines deutschen
Euro-Austritts im Interesse Südeuropas

File:Sahra Wagenknecht-03.JPG

Heute gehen wir einmal auf das Wahlprogramm der Linken ein. Anlass ist folgende Presseerklärung welche auf ots Presseportal verbreitet wird.

Saarbrücken (ots) – Die Finanzexpertin und stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, hält einen Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone für denkbar, um Europa wirtschaftlich wieder ins Lot zu bringen. „Aus der Perspektive der deutschen Exportindustrie wäre das sicher ein harter Schnitt. Aus Sicht der meisten anderen Euro-Länder kann man darüber durchaus diskutieren“, sagte Wagenknecht der „Saarbrücker Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe).

Die Linken-Politikerin reagierte damit auf Überlegungen des wissenschaftlichen Chefberaters des Bundesfinanzministeriums, Kai Konrad, der kürzlich einen deutschen Euro-Austritt ins Gespräch gebracht hatte, um die Einheitswährung abzuwerten und südeuropäischen Krisenländern damit auf die Beine zu helfen.

Sie wundere sich ohnehin, warum die Südeuropäer, aber auch Frankreich „nicht stärker darauf drängen, dass Deutschland entweder sein Lohndumping aufgibt oder eben den Euro-Raum verlässt“, erklärte Wagenknecht. „Wenn die Politik so weitermacht wie bisher, also ein Dumpingwettlauf bei den Löhnen, Kürzungen bei sozialen Leistungen und gleichzeitig immer neue Bankenrettungspakete, dann wird der Euro zwangsläufig auseinander fliegen“, so die Linken-Politikerin.

Quelle: ots – Presseportal

Diese Nachricht wird verbreitet von der „Finanzexpertin“ und stellvertretenden Vorsitzenden der LINKEN wobei es hier nicht um eine Wertung der Aussage geht. Diese überlassen wir den entsprechenden Fachleuten welche wir allerdings weniger unter den Politikern zu finden glauben. Wir stellen hier nur das offizielle Wahlprogramm der Partei entgegen wofür Frau Wagenknecht zu sprechen glaubt? Oder auch nicht? Lesen wir heute nur die Meinung einer bestimmten Gruppierung innerhalb der Partei? Die Gruppierung der Millionäre, welcher allmählich der Boden unter den Füßen zu heiß wird, aufgrund privater Vermögensverluste?

Hier einige Auszüge aus dem Wahlprogramm zur Bundestagswahl der DIE LINKE:

DIE LINKE steht für einen Neustart der Europäischen Union. Gemeinsam mit anderen linken Parteien steht DIE LINKE für einen Politikwechsel in Europa: Für eine andere, eine bessere EU. Ausgangspunkte unserer Politik für die Weiterentwicklung der Sozial-, Wirtschafts- und Friedensunion sind Menschen, nicht Märkte, Solidarität statt brutaler Wettbewerb, Demokratie und Mitbestimmung statt elitärer Hinterzimmerdiplomatie. Wir wollen eine Europäische Union ohne Ausgrenzung, Armut und Krieg. Wir wollen eine EU, in der gut entlohnte und sozial abgesicherte Arbeit und ein Leben in Würde für alle gesichert ist.

DIE LINKE steht für einen Neuanfang in Europa und einen grundlegenden Politikwechsel der Europäischen Union. In der EU wird Wettbewerb kontrolliert – wir wollen, dass die Einhaltung von sozialen Vorschriften EU-weit überprüft und Verstöße dagegen geahndet werden.

Wir wollen eine Europäische Union, die Wohlstand und Wohlfahrt für alle fördert. DIE LINKE fordert gemeinsam mit den Gewerkschaften eine soziale Fortschrittsklausel in den EU-Verträgen. Soziale Grundrechte und die Tarifautonomie müssen Vorrang vor den Binnenmarktfreiheiten haben. Sozialstaatlichkeit muss in den EU-Verträgen neben Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geschützt werden.

Die Rechte des Europäischen Parlaments wollen wir stärken und basisdemokratische Elemente in der EU schaffen und ausbauen. In der EU müssen verbindliche Volksbegehren und Volksentscheide möglich werden, mit denen auch die EU-Verträge geändert werden können.

Quelle: Wahlprogramm der Partei DIE LINKE / Krisenüberwindung Europa

Das Wahlprogramm im Ganzen >>>>> HIER <<<<<

Wir sehen also, dass sich die Partei (Frau Wagenknecht) so ganz still und leise, wie auf Freierfüßen, in die Spur der größeren Parteien begibt? Wird uns hier schon vor einer Wahl gezeigt wie groß der Wert von Programmen ist, wenn die Wahl erst einmal gelaufen ist? Dazu hier auch das angesprochene Interview:

„Löhne rauf oder aus dem Euro raus“
Interview mit Linkspartei-Vize Sahra Wagenknecht

Die Finanzexpertin und stellvertretende Chefin der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, hält einen Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone für denkbar, um Europa ökonomisch wieder ins Lot zu bringen. Unser Berliner Korrespondent Stefan Vetter fragte nach. (Veröffentlicht am 21.08.2013)

Frau Wagenknecht, weder die Union noch die SPD halten einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland erforderlich. Ist das glaubwürdig?

Wagenknecht: Nein. Das ist eine bewusste Lüge. Durch die Kürzungsdiktate ist die griechische Wirtschaft jetzt fünf Jahre in Folge geschrumpft. Die Schuldenquote ist immer weiter gestiegen. Das Land ist bankrott, auch Frau Merkel und Herr Steinbrück wissen das. Aber sie waren beide daran beteiligt, Milliarden an Steuergeld zu verbrennen, um Banken und Reiche vor Verlusten zu schützen. Bei dem nächsten Schuldenschnitt kommen Milliardenkosten auf den deutschen Steuerzahler zu. Und das will man den Wählern natürlich nicht vor dem Wahltag sagen.

Wäre der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone eine sinnvolle Alternative?

Wagenknecht: Die Steuerzahler müssten trotzdem bluten, denn dann müssten die Schulden erst recht gestrichen werden. Eine eigene Währung in Griechenland würde ja massiv abwerten.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Source Own work
Author Gorinin

10 Kommentare zu “Werden so die Wähler gelinkt?”

  1. Dattergreis sagt:

    Mich haut’s um…

  2. Gänseblümchen sagt:

    Was will das „Sprachrohr Zar von der Saar“ wirklich?

  3. Ein wahrer Linker sagt:

    So langsam kommt die Wahrheit über die Griechenlandhilfe, oder besser gesagt, die Hilfe für griech. Banken ans Tageslicht.
    Aber die ganze Wahrheit werden wir erst nach der Bundestagswahl von der früheren FDJ-lerin Merkel erfahren.
    Vielleicht haben dann schon ein paar Städte und Gemeinden in Deutschland Konkurs angemeldet. Hauptsache in Griechenland läuft alles rund.

  4. Fridolin Fröhlich sagt:

    Weltverbesserer und Wahlversprecher kommen nicht nur aus den etablierten Parteien!
    Ein dickes Ei das Frau Wagenknecht ihrer Partei da ins Körbchen
    legt.

  5. Dengmerter sagt:

    Ein guter Politiker sollte bodenständig, authentisch und ehrlich sein. Authentisch ist Frau W. nicht (mehr).

  6. Linksdrachenmaus sagt:

    Linkspartei-Vize Sahra Wagenknecht will…

    In mir brodelt es.

    Wir brauchen eine starke linke Opposition ohne Hü und Hott!!!

  7. Sara Dingsbums sagt:

    # 6 Und ohne Labern von Dehm, Lafontaine und Wagenknecht.

  8. Ichbins sagt:

    die machen doch eh alle was sie wollen und scheren sich einen Feuchten um die Wähler, Mitglieder und Basis! Die interessieren sich doch gar nicht für einen. Die sind auf dem Olymp und thronen da fein

  9. MeineMeinung sagt:

    # 6
    Eigentlich macht die Linke nichts anderes als labern.
    ———————————————————

    Wer nicht wählen geht, darf sich nicht über die Politiker beschweren.
    Denn Fakt ist: durch eure Enthaltung wählt ihr sie. Das ist kein, ich wähle nicht, weil ich niemanden wählen möchte, sondern ich stimme für die Person mit den meisten Stimmen.

  10. Tigerlilly sagt:

    Wer Sara Wagenknecht sprechen hört, hört Lafontaine … Meine Sympathien für sie schwinden von Tag zu Tag!

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