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Wahl im KV Saarbrücken

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 20. Juni 2011

Wahl im KV Saarbrücken

Am Sonntag, dem 19. 06. 2011, fand in Völklingen der Kreisparteitag des Kreisverbandes Saarbrücken statt. Als Haupt-Tagesordnungspunkt war die Neuwahl des Kreisvorstandes ausgeschrieben.
Nachfolgend ein Bericht von Gilbert Kallenborn, der als Gast an der Veranstaltung teilnahm.

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Liebe Genossinnen, Genossen,

der neue Kreisvorstand Saarbrücken setzt sich folgendermaßen zusammen:

1. Vorsitzende Astrid Schramm, da gleichzeitig MdL finden wir hier die in der LINKEN übliche Ämterhäufung wieder (alles aus einer Hand)

Geschäftsführer: Hans Kurt Hill

StellvertreterInnen: Astrid Altepeter, Birgit Schmitt, Sigurd Gilcher und Martin Kalkoffen

Schatzmeister: Gerhard Heckmann Schriftführerin: Klara Feld

BeisitzerInnen: Heike Hochreiter, Tanja Sebastian, Lutz Röder, Conny Reinhard, Karl-Heinz Wiesen,

Hermann Vatter, Nicolas Zapp, Annerose Both

Zu einem Eklat kam es in der Versammlung, als der Versammlungsleiter Thomas Lutze das Mitglied  Jürgen Straub auf dessen Kritik an der nicht eingehaltenen Wahlordnung, vor ca. 200 Teilnehmern, mit den Worten: „Halt die Klappe, du Schnapsbirne“ diffamierte. Jürgen Straub wurde in seiner Kritik von dem ehemaligen MdB Volker Schneider bei Nennung der entsprechenden Paragraphen unterstützt.

Der Gebrauch des Wortes „Schnapsbirne“ ist kein Element der politischen Rüge, sondern eine klare Diffamierung als schwerer Alkoholiker. Wer Lutze kritisiert, muss also ein Säufer sein? Was hat die Säufer-Schelte bei einer Wahlkritik zu suchen?

Ich selbst hatte kürzlich ein Parteiausschlussverfahren des Landesvorstands am Hals, weil ich angeblich Genossen diffamiert habe. Wer Genossen diffamiert, sollte aus der Partei ausgeschlossen werden, so die Argumentation von Linsler, Lafontaine und Bierbaum. Diese Gesetze gelten in der LINKEN scheinbar nur für das allgemeine Fußvolk, während sich die Großkotze unter Denkmalschutz stellen. Das  Lutze nicht ausgeschlossen wird, beweist erneut, dass George Orwells „Animal Farm“ – Farm der Tiere – längst LINKE DDR Realität ist; denn die Politbonzen halten sich nicht an ihre eigenen Regeln. Jeder einzelne Wähler wird so zum rechtlosen Stimmvieh degradiert.

Es gab keinen Ordnungsruf gegen Lutze, auch nicht von Linsler. Der schaute nur betreten drein, von einem Parteiführer aber ist mehr gefordert, denn betreten dreinschauen! Linsler mit seinen 71 Jahren packt scheinbar seinen Job nicht mehr und alles, was über die Friede-Freude-Eierkuchen-Lobgesänge hinausgeht, ist ihm zu viel. Wie kann der Vorsitzende  einer Antragskommission nur so öffentlich niedergemacht werden? Und die Parteibosse schweigen und begeben sich mit dem Denunzianten auf das gleiche Niveau!

Wenn schon die Parteispitze damit beginnt, die Basis dermaßen abzukanzeln, können wir die Partei zumachen oder wir beginnen wieder mit der Rotwein Sammlung von Oskar Lafontaine, dem Günther Grass einmal zornig vorwarf:  „Geh in deine Villa und saufe Rotwein!“ Im Unterschied zu Lutze war Grass allerdings weder Versammlungsleiter der LINKEN, kein Landesgeschäftsführer, geschweige denn ein Mitglied des Gesetzgebungsorgan Bundestag.

Lutze hat der Partei schweren Schaden zugefügt. Wer in einem solch hohen Amt als Volksvertreter sitzt und sich nicht besser beherrschen kann, der gehört abgewählt.

In den nun drei aufeinander folgenden Wahlen :

30.05.2011 Dillingen  / Saar – Bundesdelegierte, Landesdelegierte

12.06.2011 Dillingen  / Saar – Kreisvorstandswahl Saarlouis

 

 

19.06.2011 Völklingen / Saar – Kreisvorstandswahl Saarbrücken

hat sich Lutze quasi selber als Versammlungsleiter installiert und in der Durchführung seine Unfähigkeit nachgewiesen. Dass alle drei Wahlen in nicht geheimer Wahl und durch Kartenzeichen trotz Widerspruch durchgezogen wurden, lässt auf ein vorgefasstes System vermuten. Ein klarer Bruch der Bundessatzung,des § 2 Abs. (2)WO Wahlordung die Linke.

Gilbert Kallenborn – GVWallerfangen Die Linke – 19.6.2011

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Hier noch ein Mailwechsel zwischen Lutze und Kallenborn:

Von: Thomas Lutze . DIE LINKE im Saarland <thomas.lutze@dielinke-saar.de>
An: kallenborng@aol.com
Verschickt: Mo., 20. Jun. 2011, 15:06
Thema: Bitte um Kenntnisnahme

Sehr geehrter Herr Kallenborn,

vielleicht ist es Ihnen möglich zur Kenntis zu nehmen, dass ich nicht den Begriff „Schnapsdrossel“ sondern ein anderes Wort verwendet habe. Sie waren anwesend und müssten es vernommen haben.

Außerdem habe ich mich auf der Versammlung am Mikrofon bei dem Genossen Straub entschuldigt. Er hat diese Entschuldigung auch angenommen. Zu diesem Zeitpunkt waren Sie nicht im Saal.

Von mir aus verbreiten Sie weiter Ihre Lügen. Mich erfreut die Lektüre.

Glück Auf, Thomas Lutze.

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Von: Gilbert Kallenborn GV Linke Wallerfangen <kallenborng@aol.com>
An: thomas.lutze@dielinke-saar.de
Verschickt: Mo., 20. Jun. 2011, 18:49
Thema: Re: Bitte um Kenntnisnahme

Es ist jedenfalls, Herr Lutze,

erneut ein Beweis des SED-Politkommissars an der Saar, großkotzig von oben herab zu den „niederen“ Genossen im Osten unbrauchbar, Stasi-mäßig in Leipzig verbrannt, bei Oskar untergekrochen, weit weg bis an die Saar.
Der nächste Landesgeschäftsführer wird nicht mehr Lutze heißen.
Solange dann viel Freude an der Lektüre. Die ist nicht echt, genausowenig wie der bisherige Lutze-Lebenslauf.

mfg
Gilbert Kallenborn
20.06.2011
-Herrenloser Kritiker-

IE

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Fotoquelle: Screenshot DL / Saarbrücker-Zeitung – Foto: Becker&Bredel

8 Kommentare zu “Wahl im KV Saarbrücken”

  1. La Fontäne sagt:

    Es ist schon bemerkenswert, wie ein Lutze mit seiner einschüchternden Beschimpfung „Halt die Klappe, du Schnapsbirne“ in primitiv-kaltschnäuziger Chuzpe (von hebräisch [chuzpà] für „Frechheit, Dreistigkeit, Unverschämtheit“; Chuzpe ist eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter ??? Unverschämtheit, Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit) seine totale Unfähigkeit beweist, eine solche Versammlung in neutraler Distanz und in gegenseitigem Respekt zu leiten.

    Ein Armutszeugnis erster Güte ist dem Herrn Linsler auszustellen, dass er ohne Kritik oder Ordnungsruf dem Lutze diese übliche Entgleisung durchgehen liess.

    Trotz Antrag auf geheime Abstimmung, die danach zwingend vorgeschrieben ist, wurde in Saarland-Vefahrentechnik à la Lafontaine, öffentlich abgestimmt. Daraus resultiert eigentlich ein Anfechtung der Wahlen; denn erneut und zum wiederholten Male wurde die Satzung der Partei „mit Füssen getreten“.

    bitte nachtragen:
    Es wird Zeit, dass diese Partei ihre Leuten einmal Benimm und Respekt lehrt. Der Genosse Nitz, seines Zeichens Kommunikations-Wissenschaftler und „Chef“ der Roten Reporter, hätte in diesem Landesverband sicher eine Lebensaufgabe. Man sollte ihn von Berlin aus bald entsenden.
    Aber manche lernen es nie; denn „was ‚Lutzelein‘ nicht gelernt hat – von wem auch? – lernt Lutze nimmermehr.“

  2. Rotkäppchen sagt:

    Thomas Lutze hat sich entschuldigt, in- und vor den VersammlungsteilnehmerINNEN.
    Die angebliche „Schnapsbirne“ hat die Entschuldigung angenommen.

    Verwerflicher sind m.E. die Entgleisungen und Hetztiraden des Genossen OLAF auf die kritischen Geister.

    Bei den kritischen Geistern sieht OLAF Splitter, aber nicht die riesengr. Balken seiner Marionetten.

  3. anna sagt:

    *GÄHN*

  4. Gilbert Kallenborn sagt:

    Die Entschuldigungen des Thomas Lutze sind verlogen.Sie sind nicht echt,sondern Taktik.Beweis: ÖFFENTLICH in der „Saarbrücker Zeitung“ wurde kundgetan: „Landesgeschäftsführer verliert gegen Mitglied“ (Bericht Patrick Griesser) Mitglied:Kallenborn.Urteil:Landgericht SB.

    Das war, als das Landgericht Saarbrücken feststellte, daß Lutze rechtswidrig Wahlen manipuliert.(Kerlingen,26.3.2010 GV Wallerfangen)

    Dabei auch (es gab 2 Artikel) eine „Entschuldigung“ des ERTAPPTEN Lutze, in der „SZ“! -ich bin der gute Lutze. Oh, es tut mir ja alles so leid.

    Nur: Beim Betroffenen der Wahlrechtsbeugung, bei mir, hat er sich nie entschuldigt. Sondern mir eine Bildungsfahrt nach Berlin kaputtgemacht -die vom Presseamt der Bundesregierung und nicht mit Parteigeldern bezahlt wird- die schon genehmigt war. Kallenborn und Ludwig, Ludwig durfte, Kallenboirn nicht. Begründung? Muss mal beim Presseamt nachfragen. Denn fahren will ich, Bildung tut not.
    Das sind die Lutze-Entschuldigungen. Cuzpe? Nana. Ich widerspreche. Das ist keine Chuzpe. Chuzpe ist nie primitiv-Lutze ist es.
    Er zeigte das in öffentlicher Sitzung der BSchK im Karl-Liebknacht Haus, Parteiausschluss Kallenborn (aufgehoben ) bei der Frage nach der MfS -Stasi – Vergangenheit aus Leipzig, Vater Lutze:

    DAS GEHT DICH EINEN SCHEISSDRECK AN !!!
    =======================================
    also : Ein tatsächlich primitver MdB, der kriegt noch 15.ooo Euro pro Monat für solch eklatante Bürgerdiffamierung

    Dem Lutze die Kunst der Chuzpe zuzubilligen, hieße Dutzende jüdische Künstler oder Schriftsteller beleidigen (Kafka z.B.)

    Und kaltschäuzig ist Lutze auch nicht. Erläuft immer rot an, bei seinen Willkürakten. Lafontaine ist kaltschnäuzig. Dem schwellen aber die Adern wenn er so richtig abgeht (Zornesadern – der Mann muss mit Querulanten leben, die er einfach nicht loswird! ) genau kucken auf die Videos oder life. Man sollte LaVo nicht mit ToLu vergleichen, das ist unfair. Oskar ist immer noch rednerisch interessant als Satzungsbruch -Demagoge zu betrachten.
    Weil : „Wer 20 Beschwerden an die LSK schreibt, hat nichts in der Partei verloren!“ Oskar life in SB.
    Ob damit nun Kallenborn; oder mehrere -oder gar unbekannte Newcomner? -Jugend nach vorn- gemeint waren, wurde nicht klar.
    Eine numerische Begrenzung von Beschwerden nach Gusto Oskar war mir auch nicht bekannt ( 19 Beschwerden sind dann zulässig? 20 Nicht?)
    Von der Sowjetunion lernen, heisst siegen lernen. Das wurde den DDR-Bürgern eingehämmert, spruchbandweise, jahrelang.
    Und Chuzpe? Die lernt man von Kallenborn, please, nicht von Lutze.

  5. Gilbert Kallenborn sagt:

    Habe was wichtiges vergessen,sorry…

    Nämlich die Frage…

    was passiert mit denen,die die -angeblichen- 2o Beschwerden VERURSACHEN????
    ……………………………………………………………………
    Antwort:

    Die Angreifer von Wahlfälschungen werden beseitigt

    Die Wahlfälscher bleiben.

  6. La Fontäne sagt:

    Es gibt „zwei Sorten“ Chuzpe:

    Ich meinte bei Lutze nicht die jiddische Chuzpe, diese Kunst aus dem Osten, die in einer eigentlich verlorenen Situation mit leichter Dreistigkeit, Witz und Charme noch etwas für sich herauszuschlagen versucht und bei anderen Anerkennung für diese vermeintliche Unerschrockenheit erzeugt, sondern die harte hebräische Version, die verwerflich egoistisch, ohne Anstand und sicher ohne Höflichkeit zu definieren ist.

  7. Asterix sagt:

    ##3
    tja, liebe OSKAR-Anhänger – die Wahrheit ist nicht schöööööön

  8. anna sagt:

    @ Anna: das war #3:
    …sachbezogene Beiträge gern, für nichtssagendes ‚Parlieren‘ oder weiteres Gähnen ist uns die Zeit zum Freischalten zu schade.

    DL-Red./UP.

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