DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Wagentains Holzweg

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 10. August 2018

#aufstehen?

Bundesarchiv Bild 183-1988-0819-431, Berlin, Besuch Lafontaine, Spaziergang in Köpenick.jpg

Der Zwerg von der Saar stand schon einmal vor Kinder
Der Volksmund sagt : „Lügen haben kurze Beine“

Quelle  :     Scharf – Links

Von Edith Bartelmus-Scholich

Oskar Lafontaine meldet Erfolge: Nach vier Tagen haben sich bereits mehr als 50.000 UnterstützerInnen auf der Webseite www.aufstehen.de angemeldet. Auf diese Webseite haben offenbar viele Menschen lange gewartet, immerhin wurde das Projekt mit unterschiedlichen Akzentuierungen seit Jahresbeginn medial vorbereitet. Am 4. September soll auf den Online-Auftritt dann eine Gründungsversammlung folgen.

Momentaner Stand ist, dass das mit Lafontaine und Wagenknecht verbundene Projekt eine Sammlungsbewegung werden soll. Als Unterstützer sichtbar sind derzeit  Mitglieder des auf Sahra Wagenknecht und  Oskar Lafontaine orientierenden Parteiflügels der Linkspartei sowie einzelne PolitikerInnen des jeweils linken Flügels von SPD und GRÜNEN  und wenige Intellektuelle bzw. Künstler.

#aufstehen als ein Ergebnis des gesellschaftlichen Rechtsrucks

Die Schwächung der neoliberalen Hegemonie in Folge der Finanzkrise von 2008 hat in Deutschland nicht zu einer Stärkung der linken Beiträge im gesellschaftlichen Diskurs geführt. Das Ergebnis war vielmehr ein Dammbruch für rechte Ideologien, Verschwörungstheorien etc. in Medien und sozialen Netzwerken. Auf den Straßen sehen wir seitdem einen rechten Mob, politisch profitiert die AfD.  Alle bürgerlichen Parteien nahmen die Rechtsentwicklung auf.

Es stimmt bedenklich, dass nun auch ein Flügel der Linkspartei in den Sog geraten ist, der Veränderung im Diskurs folgt, linke Inhalte nationalistisch überformt und dazu auch insgesamt eine Entwicklung zu politischen Positionen der sog. linken Mitte durchläuft. Diese weitere Rechtsverschiebung im politischen Spektrum  hilft nicht im Kampf um linke Hegemonie.

Eine neue „Machtperspektive“  im Rückgriff auf die Sozialdemokratie?

Die InitiatorInnen sagen, dass es ihnen um eine neue „Machtperspektive“ geht. Diese „Machtperspektive“  besteht für sie in der Herstellung parlamentarischer Mehrheiten links von der CDU. Die Sammlungsbewegung soll Druck auf die Parteien ausüben, deren Wahlprogramme beeinflussen und prominente UnterstützerInnen der Sammlungsbewegung sollen u.U. auf den Listen der Parteien in die Parlamente einziehen. Die politischen Zielvorstellungen liegen zwar noch nicht alle auf dem Tisch, aber, da es sich um eine Mitte-Links-Sammlung handelt, werden sie rechts von der Programmatik der Partei DIE LINKE. zu verorten sein. Tatsächlich wird mit einer Rückkehr zur Entspannungspolitik Willy Brandts geworben und auch sonst scheint die Ära Brandt die Blaupause für die Programmatik abzugeben.

Fatal ist hierbei, dass die InitiatorInnen offenbar verkennen, dass es eine Rückkehr zur Politik der SPD von vor 50 Jahren schon deswegen nicht geben kann, weil sich viele der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen verändert haben. Damals arbeiteten u.a.  bei annähernder Vollbeschäftigung noch sehr viel mehr  Menschen in industriellen Großbetrieben mit akzeptablen gewerkschaftlichen  Organisationsgraden. Die Kampfbedingungen für die Lohnabhängigen waren viel besser und auf eine durchsetzungsfähige Streikbewegung folgte ab 1967 der gesellschaftliche Linksruck mit der Bewegung von 1968. Heute hingegen befinden wir uns in Abwehrkämpfen für die wir noch nicht die richtige Strategie gefunden haben. Es arbeiten viel weniger Menschen in industriellen Großbetrieben, Beschäftigung ist sehr oft dereguliert und unsicher, die Erwerbslosigkeit nach wie vor hoch, Erwerbslose werden mit Hartz IV gnadenlos ausgehungert und schikaniert. Streikbewegungen gibt es vor allem da, wo Beschäftigung zwar ziemlich sicher scheint, aber niedrig entlohnt wird und wo auch sonst schlechte Bedingungen herrschen, z.B. in Kliniken. Gemessen daran mutet der Ansatz der InitiatorInnen voluntaristisch an und kann nur zu einer Enttäuschung führen.

Es trifft zu, dass nach dem Wegfall der Perspektive auf Bundesebene eine rot-rot-grüne Regierung zu bilden, alle Flügel der Partei DIE LINKE. über die Möglichkeiten zukünftig linke Politik wirkmächtig werden zu lassen diskutieren. Tatsächlich ist auch eine stärkere Orientierung auf soziale Bewegungen und aktivierende Kampagnen eine Folge dieser Debatten in der Linkspartei.

2016-04-23 Anti-TTIP-Demonstration in Hannover, (10063).jpg

Die Superfaulen lassen sich am Stock tragen und bei Bundestagssitzungen hat sie eine der höchsten Abwesenheitsquoten. Vom Volk bezahlt werden um in der Arbeitszeit privat Bücher zu schreiben ?

Sehr fraglich ist jedoch, ob eine bei Strafe ihres Untergangs an Agenda 2010 festhaltende SPD von einer Sammlungsbewegung programmatisch korrigiert werden kann und ob sie Personen aus einer solchen Bewegung den Einzug in den Bundestag ermöglichen würde. Ich denke, dass sie das eher nicht tun wird. Sollte es aber doch so sein, dass eine starke Bewegung mit jeweils einigen Abgeordneten über die Listen von SPD und Grünen sowie Linkspartei in den Bundestag einziehen würde, was wäre dann gewonnen? Das überschaubare Grüppchen würde dort gewiss nicht viel bewegen.

Bewegung auf Zuruf?

Überhaupt müsste die Sammlungsbewegung zuerst einmal schlagkräftig werden. Hierfür ist es nicht unerheblich zu wissen, dass der Flügel der Linkspartei, der die Sammlungsbewegung initiieren möchte, bislang nicht gerade mit einer besonderen Nähe zu Bewegungen oder durch Bewegungsaktivitäten aufgefallen ist. Fortschrittliche Bewegungen hat es ja in den letzten Jahren durchaus gegeben, angefangen von den vielen tausenden Menschen, die sich für die hier ankommenden Geflüchteten einsetzen, über die Bewegungen von Mietrebellen, Erwerbslosen, AktionsschwarzfahrerInnen, KlimaretterInnen, TierrechtlerInnen etc. bis hin zu der sich gerade organisierenden „Seebrücke“. Wagenknecht, Lafontaine und der auf sie orientierende Flügel der Partei DIE LINKE. waren bei diesen Bewegungen gar nicht präsent.

Auch „Team Sahra“ stellt keine Bewegungsaktivität, ja noch nicht einmal Aktionismus dar. Es ist ein politischer Fanclub – und zudem einfalls-  und bewegungslos. Die UnterstützerInnen erhalten einmal pro Woche eine „Aktionsmail“ in der sie i.d.R. aufgefordert werden eine Bundestagsrede von Wagenknecht oder di  Masi  weiter zu verbreiten. Die „Aktivität“ folgt dann in sozialen Medien, immer schön zu Hause sitzend und schlimmstenfalls in Hasskommentaren zu kritischen Anmerkungen auf Facebook gipfelnd. Nicht einmal einen unaufwändigen Flashmob bringt  „Team Sahra“ bisher auf die Straße.

File:Bundesarchiv Bild 183-U0523-0009, Bez. Neubrandenburg, Viele "Schätze".jpg

Team Sahra ?
Lumpen, Eisen, Zähne und Papier – ausgediente Schlüpfer sammeln wir

Grundsätzlich gilt, dass Bewegung nicht von oben in Gang gesetzt werden kann. Sie bildet sich von unten, wenn Betroffene mit einem Zustand nicht mehr leben wollen und zudem noch Hoffnung haben, dass gemeinsames Handeln etwas ver ändern könnte.

Es kann nicht angenommen werden, dass die InitiatorInnen der Sammlungsbewegung das nicht auch erkennen. Sie wissen genau, dass ein Fanclub keine Bewegung ist und auch keine werden wird. Interessanter für sie ist bei diesem Projekt, dass die Sammlungsbewegung ihnen den direkten Kontakt zu ihrer politischen Anhängerschaft  und deren Organisierung eröffnet.

Das Ende der Linkspartei wie wir sie kennen?

Die Linkspartei  ist nämlich ein sehr zerbrechliches Gebilde. Als pluralistisches Konstrukt von vier größeren Flügeln (Sozialliberale, Sozialdemokraten, Reformisten, Revolutionäre) stand sie aufgrund ihrer Breite von Anfang an unter großer Spannung.

Die einzelnen Flügel sind jeweils der Meinung, dass sie allein über die zielführenden politischen Ansätze verfügen und vor allem der Umstand, dass die anderen Flügel sie daran hindern ihre Ansätze umzusetzen für den geringen Erfolg der Partei ursächlich ist.

Jedem/r war von Anfang an klar, dass die Partei nur solange in der Gründungsformation Bestand hat, wie kein einzelner Flügel allein Aussicht auf den Einzug in den Bundestag hat. Nur dies war die Ursache dafür, dass auf dem Parteitag 2012 die Einheit der Partei noch einmal gerettet werden konnte, obwohl ein Klima gegenseitigen Hasses herrschte.

Nun tritt jedoch der Fall ein, dass einer der Flügel den Ernstfall testet:  Bei guten Umfragewerten für ein eigenes parlamentarisches Projekt – eine Liste Wagenknecht wird mit bis zu 25% der Stimmen umgefragt –  wird ausgelotet, ob mit einer entsprechenden Anzahl von (prominenten) UnterstützerInnen ein Organisationsaufbau machbar ist.

Hier gilt: Reisende muss man ziehen lassen, man muss ihnen aber nicht noch die Koffer tragen.

Edith Bartelmus-Scholich, 8.8.2018

DIE LINKE.: Planvolle Eskalation? – 22-10-17 20:59

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Grafikquellen      :

Oben    —  Es folgt die historische Originalbeschreibung, die das Bundesarchiv aus dokumentarischen Gründen übernommen hat. Diese kann allerdings fehlerhaft, tendenziös, überholt oder politisch extrem sein. ADN-ZB/Oberst/18.8.88/Berlin: Lafontaine-Besuch Der Ministerpräsident des Saarlandes und stellvertretende Vorsitzende der SPD, Oskar Lafontaine (M.), bei einem Spaziergang durch Köpenick. Dabei gab es auch ein Treffen mit sonnenbadenden Kindern. Rechts: Horst Stranz, Stadtbezirksbürgermeister von Köpenick

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2.) von Oben    ––    Kurz vor dem Beginn der Hannover Messe 2016, die unter anderem von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama eröffnet wurden, organisierte ein Trägerkreis zum Samstag, den 23. April 2016 auf dem hannoverschen Opernplatz eine Demonstration unter dem Motto „TTIP und CETA stoppen.

Foto: Bernd SchwabeEigenes Werk

  • CC BY-SA 4.0Die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Person(en) beschränken bestimmte Weiterverwendungen des Bildes ohne dessen/deren vorherige Zustimmung.Hinweise zur Weiternutzung
  • File:2016-04-23 Anti-TTIP-Demonstration in Hannover, (10063).jpg
  • Erstellt: 23. April 2016

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Unten   —         Bez. Neubrandenburg, Viele „Schätze“ /      1979

Att ribution: Bundesarchiv, Bild 183-U0523-0009 / Bartocha, Benno / CC-BY-SA 3.0

11 Kommentare zu “Wagentains Holzweg”

  1. Morgenmuffel sagt:

    Tja die einstigen Macho-Spdler a la Schroeder, Lafontaine und Dehm (der für die Sammelbewegung was Schönes komponieren soll) sind dieselben Karrieristen geblieben, die sie immer gewesen sind.

  2. Zitrone sagt:

    Mehrheitsbeschluss des Vorstands der Basisorganisation DIE LINKE. Naumburg am 14.08.2018
    Sammlungsbewegung „#Aufstehen“
    Wir nehmen die Bestrebung mit #Aufstehen eine linke Sammelbewegung zu schaffen zur Kenntnis. Wie bei jeder Bewegung, die nicht gegen die Grundsätze der Partei DIE LINKE verstößt, steht es jedem Mitglied frei, sich daran zu beteiligen.
    Die Sammelbewegung „#Aufstehen“ versteht sich als überparteiliche Bewegung und ist kein Projekt der Partei DIE LINKE. Daher müssen wir als Basisorganisation keine Entscheidung über eine Beteiligung treffen.
    Allerding stellen wir mit Verwunderung fest, dass die Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Sahra Wagenknecht meint, dass es eine neue Bewegung geben muss. Sie ist doch in einer Funktion, aus der sie mit der Partei und der Fraktion Inhalte in die Öffentlichkeit bringen kann. Wir halten den Weg von Sahra Wagenknecht für falsch. Wenn sie eine andere Meinung hat, dann wäre der Bundesparteitag im Juni 2018 der Ort gewesen, dafür zu streiten. Wenn sie uns allerdings über die Medien wissen lässt, dass sie es zur Not alleine entscheiden kann, dann widersprechen wir ihr. Ein Beschluss eines Bundesparteitages kann nur ein Bundesparteitag aufheben!
    DIE LINKE in Naumburg versteht sich als pluralistische Partei. Dass wir nicht immer einer Meinung sind, ist gut und wichtig. Nur die ständige Diskussion bringt eine Partei weiter. Am Unterdrücken der Diskussionen ist eine unserer Vorgängerparteien gescheitert. Diesen Fehler wird es mit uns nicht ein zweites Mal geben. Daher ist es richtig auf Parteitagen bzw. Mitgliederversammlungen zu streiten und zu diskutieren. Am Ende steht ein Ergebnis, welches dann umzusetzen ist.
    DIE LINKE. Naumburg steht an der Seite der Bevölkerung, streitet für soziale Gerechtigkeit und kämpft gegen Ausgrenzung. Wir treten für eine weltoffene Gesellschaft ein, somit sind auch wir gegen besondere Gesetze für Migranten. Deutschland ist ein Rechtsstaat. Dies schließt für uns ein, dass Straftäter entsprechend der Gesetzgebung zu bestrafen sind. Grundlage hierfür ist immer ein ordentliches Verfahren. Die Freizügigkeit innerhalb der EU ist für uns nicht verhandelbar.

  3. Regenbogenhexe sagt:

    Erklärung des geschäftsführenden Parteivorstandes der Linkspartei im Wortlaut:

    Geschäftsführender Parteivorstand der LINKEN / 13.8.2018

    Verständigung zur Sammlungsbewegung „#Aufstehen“

    #Aufstehen ist eine Initiative von Einzelpersonen, kein Projekt der Partei DIE LINKE.

    Die Sammlungsbewegung richtet sich nicht an Organisationen und versucht keine Plattform oder Bündnis von Organisationen aufzubauen. Sie wirbt um einzelne Anhängerinnen und Anhänger, besonders Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die mit dem aktuellen Kurs ihrer Partei unzufrieden sind und um Menschen, die sich der AfD zugewandt haben.

    In den bisher öffentlich gewordenen inhaltlichen Forderungen bewegt sich die Sammlungsbewegung zwischen der SPD und der LINKEN.

    Für die Programmatik und inhaltliche Ausrichtung der Partei DIE LINKE hat die Sammlungsbewegung keine Konsequenzen.

    Wir begleiten #Aufstehen mit Interesse, rufen aber unsere Mitglieder nicht dazu auf, sich ihr anzuschließen.

    Eine Sammlungsbewegung, die die gesellschaftlichen Verhältnisse nach links rücken will, macht nur Sinn, wenn sie vor allem die Menschen anspricht, die noch nicht links sind oder noch nicht links organisiert sind. Und wenn der linke Pol in der Gesellschaft stark ist und nicht in die Mitte oder nach rechts gezogen wird.

    Unser Schwerpunkt ist, DIE LINKE zu stärken, als Motor und Orientierungspunkt für linke und sozial gerechte Politik. Wir kämpfen für eine fortschrittliche gesellschaftliche Mehrheit als Voraussetzung für einen grundlegenden Politikwechsel. Dazu suchen wir Bündnisse mit anderen gesellschaftlichen Bewegungen und Initiativen, Organisationen und Parteien und verbinden uns mit allen, die sich für eine demokratische, soziale, ökologische und friedliche Wende einsetzen. Wir stellen uns dem Rechtstrend und der Verrohung der bürgerlichen Parteien entgegen. Wir bieten dem von den Rechten geschürten Rassismus die Stirn. Deshalb begrüßen wir die Demonstration in Bayern #ausgehetzt und die vielen Aktionen und Kundgebungen zur Seenotrettung.

    Wir haben uns aktiv daran beteiligt und werden das auch weiterhin tun. Die LINKE Kampagne gegen Pflegenotstand hat zusammen mit Ver.di und den Beschäftigten erste Erfolge erzielt.

    Gesundheitsminister Jens Spahn musste erhebliche Zugeständnisse machen. Wir werden unsere Aktivitäten verstärken, auch mit dem Pflegevolksbegehren in Bayern. Wir starten Mitte September eine Kampagne für bezahlbare Mieten und gründen an vielen Orten Mieter-Initiativen. Wir arbeiten daran, dass sie zu einer machtvollen bundesweiten Mieter*innen-Bewegung zusammenfinden. Zusammen mit vielen Unterzeichner*innen des Aufrufs „Abrüsten-statt-Aufrüsten“ mobilisieren wir für Frieden und Abrüstung und kämpfen gegen die Pläne der Regierung, mehr Geld in Waffen und Rüstungsindustrie zu stecken und die Militarisierung der EU voranzutreiben. DIE LINKE steht im Alltag an der Seite der Menschen:

    Wir organisieren Zuhörveranstaltungen, sprechen mit den Menschen an den Haustüren, auf den Marktplätzen, vor den Job-Centern. Wir kämpfen mit den Beschäftigten in der Pflege, der Kitas, von Amazon, Ryan-Air und vielen anderen. Mit unserer Initiative für ein neues Normalarbeitsverhältnis sagen wir prekärer Arbeit den Kampf an. Unser Ziel ist immer, dass sich mehr Menschen engagieren, organisieren und sich selbst ermächtigen, um für ihre Interessen einzutreten. Eine linke Partei in Bewegung braucht Wurzeln in konkreten Kämpfen. So haben wir in den vergangenen Jahren viele neue Mitglieder gewonnen. Auf diesem Weg werden wir weitergehen. Wir nehmen Interessen und Forderungen der Menschen auf. Sie werden dann in einem demokratischen Prozess beschlossen, werden die Forderungen der LINKEN und sind für alle Vertreter_innen und Funktionär_innen der LINKEN verbindlich.

    Die gesamte Partei unterstützt die bayerischen und hessischen Genossinnen und Genossen in ihren Landtagswahlkämpfen. Wir werden zeigen: Die Unzufriedenheit mit der Regierung kann nach links gewendet werden. Beide Wahlen bilden einen wichtigen Ausgangspunkt für zehn Kommunalwahlen, drei Landtagswahlen und die Europawahlen im nächsten Jahr. Wir überlassen Europa nicht den Rechten. Wir wollen unsere kommunale Verankerung weiter ausbauen, den linken Ministerpräsidenten in Thüringen und die rot-rote Regierung in Brandenburg verteidigen, in Sachsen und Bremen zulegen. Das sind Bausteine für einen linken Aufbruch. Sie tragen dazu bei, die politischen Verhältnisse nach links zu rücken. Dafür benötigen wir unsere Kraft, dafür benötigen wir das Engagement der gesamten Partei und der Fraktion im Bundestag. Für einen linken Aufbruch und eine starke Partei DIE LINKE.

  4. Regenbogenhexe sagt:

    Der ohne Gegenstimmen angenommene Antrag des Göttinger Kreisverbands an den niedersächsischen Landesparteitag zum Projekt „aufstehen“

    „Die Kreismitgliederversammlung von Die LINKE Göttingen/Osterode vom 14.8. lehnt die Ausrufung der Sammlungsbewegung „aufstehen“ durch die Fraktionsvorsitzende ohne Absprache mit den gewählten Gremien der Partei Die LINKE ab.

    Wir erinnern daran, daß unsere Partei mit dem Ziel der Sammlung aller Linken in Deutschland gegründet wurde. Die Bildung von Parallelstrukturen birgt die Gefahr einer unnötigen Spaltung der linken Kräfte. Das gilt besonders, wenn sie mit Forderungen nach Zuwanderungsbeschränkungen für Geflüchtete verbunden werden sollte.

    Die KMV Göttingen/Osterode und der Landesparteitag der niedersächsischen LINKEN fordern alle Verantwortlichen unserer Partei, darunter die niedersächsischen Bundestagsabgeordneten dringend dazu auf, die Bundesparteitagsbeschlüsse – unter anderem in der Migrationsfrage – öffentlich zu respektieren und anstelle von Wahlvereinen wirkliche soziale Bewegungen zu unterstützen.“

    Nach ausführlicher Debatte ohne Gegenstimmen bei einigen Enthaltungen beschlossen am 14.8.18

  5. Regenbogenhexe sagt:

    SAMMLUNGSBEWEGUNG #AUFSTEHEN

    Linkspartei im Streit um Wagenknechts Pläne gespalten

    von Matthias Meisner
    Im Linken-internen Streit um die Sammlungsbewegung #Aufstehen droht eine Vertraute von Sahra Wagenknecht indirekt mit der Gründung einer neuen Partei.

    http://www.pnn.de/politik/1310983/

    Berliner Linkspartei fremdelt mit Sammlungsbewegung

    Initiative von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine stößt bei Funktionären eher auf Skepsis und Ablehnung – wie es an der Basis aussieht, ist offen

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1097328.sahra-wagenknecht-berliner-linkspartei-fremdelt-mit-sammlungsbewegung.html

  6. Alternativer Linker sagt:

    Aufruf an alle Linken:

    Keine Chance den saarländischen Populisten!

  7. links herum sagt:

    zu 6

    das ist doch gar nicht mehr aufzuhalten.
    Bald sind es 100.000 dann 200.00 und dann rollt die Lawine.

    Am besten sperren sie sich ein und verammeln alles.
    Nicht das noch einer klingelt und sie haben Angst, es könnte jemand von der neuen Bewegung Aufstehen sein ? Oder vielleicht Auferstehen ( SPD ) ? Oder CDU Mitte ? Oder, oder, oder ?

  8. BadBoy sagt:

    #7
    Text deutet auf des Oskar- und Sahra-Anbeter EIN LINKER hin 😉

  9. O. Liebknecht sagt:

    #7: Wenn diese Lawine mal nicht vom Gletscher startet, viel staubt – und als popelige Dachlawine auf der Gass vom Bauhof weggeräumt wird. Ich war auch einer der 50.000 der auf die HP ging.
    Das erinnert doch stark an die Kneipe die bald Konkurs anmelden muß und schnell noch mal jeder hingeht um zu kucken was übrig bleibt – am Ende ändert es aber nix…
    Marchons „en marche!“ macht grade mal ne größere und längere Rastpause – nach der viele Franzosen oft einfach nur nach Hause gehen – und bei unseren #aufstehen werden viele sich auch bald wieder #hinsetzen! … Denn: nicht vergessen – die Mehrheit der Mitglieder einer Karawane sind immer die Kamele!

  10. Beobachter sagt:

    Wie peinlich ist es doch wenn das Dreamteam seine Wegbereiter losläßt , allesamt nicht nur optisch ein Gruselkabinet . Dermann kennt doch den Arzt aus Homburg gut- Adonis liebt den Winter in Kanada- es Cremantstübchen und es Molschder Eck- tolles Gespann.

  11. Felix Wasserstrahl sagt:

    Die linke Sammlungsbewegung »Aufstehen« entsorgt den Antirassismus
    Aufstehen für Pegida

    Die neue »Sammlungsbewegung« von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine ist kein Gegenentwurf zu AfD und Pegida, sondern deren Ausweitung in linke Milieus.

    Von
    Ivo Bozic

    https://jungle.world/artikel/2018/33/aufstehen-fuer-pegida

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